10.10.1920 Stuttgart: Unterschied zwischen den Versionen
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Verband Brandenburgischer Ballspielvereine - Baltischer Rasenwintersportverband in Stettin 3:1<br> | Verband Brandenburgischer Ballspielvereine - Baltischer Rasenwintersportverband in Stettin 3:1<br> | ||
Verband Mitteldeutscher Ballspielvereine - Südostdeutscher Verband in Breslau 4:1<br> | Verband Mitteldeutscher Ballspielvereine - Südostdeutscher Verband in Breslau 4:1<br> | ||
== Einzelnachweis == | |||
https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/day/25762530?d=1920-10-11 | |||
Aktuelle Version vom 12. Januar 2026, 13:27 Uhr
Vorbericht
Der große Tag von Stuttgart Die Vorrunde um den Bundespokal Westdeutschland in Stuttgart im Kampfe gegen Süddeutschland Wir sind uns noch alle des denkwürdigen Ta- ges in Köln bewußt wo die westdeutsche Elf in der Zwischenrunde auf den harten Gegner von der Wassertante traf Wer dabei gewesen denkt heute noch gerne daran zurüd Dann kam der Endkampf in Hannover wo wir ebenso siegreich blieben und den heißumstrittenen Pokal an des Rheines grünen Ufern entführten - Morgen sind wir auf dem Ballassischen Plaze der Stuttgarter Riders Vertei- diger dieses Ehrenpreises Die große westdeutsche Sportgemeinde schickt mit froher Zuversicht ihre Vertreter aus die lange Reise Ungeachtet der Stärke des süddeutschen Verbandes ist das Sieges- bewußtsein innerhalb der grünweißen Pfähle ein stetes Bekenntnis Stets war bei solchen Spielen das leitende Motiv Wir müssen siegen und sehr oft glüdte der große Wurf Sollte es mor- gen in Württembergs Hauptstadt vielleicht anders werden Interessant für den westdeutschen Sportsmann dürfte die Meinung der amtlichen Zeitung des süd- deutschen Fußballverbandes Fußball sein Der Leitartikel sagt Die Gäste aus Westdeutschland sind dem Süden heute beinahe der traditionelle Gegner in der Vorrunde zum Bundespokal Zum sechsten Male treffen am Sonntag Wests und Süddeutsch- land aufeinander Aus diesem Anlaß ist ein turzer Rüdblid am Platze 1909 traf man sich in Mannheim der Süden gewann damals mit 3:0 1910 trat Süddeutschland gegen Westdeutsch- land in Köln an und blieb mit 4:1 Sieger 1913 kam Westdeutschland nach Mannheim Diesmal gings knapper her mit 3:2 konnte Süd- deutschland gewinnen Der Krieg unterbrach die Spiele aber noch im Kriegsjahr 1917 wurden die Begegnungen wieder aufgenommen Wieder traten Süddeutschland und Westdeutschland in der Vorrunde zusammen zur Abwechslung in Düsseldorf und von hier zog Süddeutschland mit der ersten Niederlage heim Mit 3:1 behielten die Westdeutschen die Ober- hand Auch im folgenden Jahre 1918 führte die Borrunde die beiden Gegner zusammenürn- berg war der Kampfsplatz und auf diesem schönen Platz des 1 F C N revanchierte sich Süd- deutschland recht gründlich Mit dem Bomben- resultat 9:0 entschied unsere Elf das Spici für sich. Das ist in kurzen Zügen die interessante Geschichte der Begegnungen West gegen Süd- Fünf Spiele vier Siege für Süd- deutschland Im Sonntag sollten wir eigentlich die stattliche Reihe der schönen Siege fortsetzen" Unsere Mannschaft die Westdeutsche in der Ausstellung Göbler Sastrich Weiler Flink Schümmelfeder Loose Sürten Steinhauer Stollenwert Risse Blethgen trägt die Kraft und den Geist in sich für den Gegner ein harter Granitblod zu sein Doch geben wir uns keiner Täuschung hin als ob die süddeutsche Verbandself durch die Nichteinstellung der bekannten "Kanonen" nicht allerbeste Klasse darstelle Die Mannschaft mit Bernstein (Wader München) Bruglachner Niederbacher (Prünch 60) (S. C. Stuttg.) Villig Schneider Riegel (Piala Edwoh) (Bahern Mich) (1 F. C. Nrnb) Fiederer Popp Witzgall Gimpel Forell (S. Bg (1 F. C. (Pfeil-Nürnb) (1 F. C Fürth) Nürnb) Pforzh) ist ein gefürchtetes und nicht zu unterschätzendes Manzes das von den Landsleuten angeseuert das fest so leidja nicht aus der Hand geben wird Doch nenn ein guter Genius schützend seine Fittiche über Westdeutschlands Hoffnung ausbreitet wenn die Heimat beide „Däumchen" hält wenn in den zwei mal 45 Minuten jeder Spieler mit schneidvollem Elan sein Bestes hergibt und sein so oft erprobtes nd gezeigtes Können in den Dienst der gemeir amen Sache stellt (wer sollte das nicht tun?) wenn er graubärtige Himmelspförtner seine Schleuien mit Pech verdichtet und die liebe Herbstessonne mit chenden Bliden das wogende Schaffen und Rin en verschönern hilfr dann ist uns bor dem „Egerloch" in Stuttgart nicht bange Ind sollte es uns nicht vergönnt sein das Treffen egreich zu beenden so trösten wir uns mit dem Ge anten dem spielstärksten Verbande unterlegen zu in aber auch mit dem festen Boxsak Nächstens achen wir es besser!" Unsere besten Wünsche be eiten die Mannschaft! Heil und Sieg!
Spielbericht
Westdeutschland schlägt Süddeutschland 3:1 (2:0) Die Vorrunde um den Bundespokal in Stuttgart./ Eigene Drahtmeldung unseres nach Stuttgart entsandten Habo Berichterstatters. Das Unmögliche ward möglich / Die westdeutsche Fotalmannschaft aus einem Gut / Göbler schwimmt / Der schnelle Hürten / Der flinke Flint / Schimmelfeder und Risse die Kopfspieler / Der wkrttembergische Staatspräsident and Ober bürgermeister von Stuttgart unter den Gäßen. Der Süden hat einmal wieder Großkampftag in Nürnberg-Fürth ein Städtespiel gegen Hamburg und in seiner schwäbischen Zentrale: West - Süddeutschland das ein geschmackvolles Schild am Haupteingang des Bahnhofs andeutet Zahlreiche Plakate wirkungsvoll in ihrer Ausfürung an allen Eden und Enden weisen auf die Größe und Wichtigkeit des Spteles hin. So fest benn auch gegen Mittag eine Menschenwanderung nach dem Degerloch ein zur vorbildlichen und idealen Plazanlage ber Stuttgarter Niders. Elektrische Bahnen Autos und Wagen bringen auf zahlreichen verschlungenen und offenen Waldwegen die Zuschauer zur Pflanz- und Kultur- stätte des Sports Ein übliches Jugendspiel ver- fürzt das Warten und ein von der Schweizer Sportzeitung "Der Riders" gestelltes Flugzeug wirft in mehreren Runden kreisend Flugblätter ab. Ein belustigendes Spiel für die Jugend Echt amerikanisch. Nun wird es 3 Uhr. Das Spiel kann beginnen. West erscheint in grüner Tracht und weißer a Hose - Aufnahme. Süd folgt in Schwarz mit treißer Hose. Die Mannschaften treten an. Der Westen mit: Göbler Hastrich Weller Flink Schimmelfeder Loose Hürten Steinhauer Stollenwerk Risse Blethgen Der Süden mit: Schäfer Bernstein Bruglachner Niederbacher Fieberer Bopp Schneider Riegel Witgall Gimpel Forell treten an. Dann pfeift der Schiedsrichter Dr. Dahlmann (Hamburg) Plas machen meine Herren Es geht los. Die Uhr zelat 306 Uhr West trängt Hürten - Flanke. Die Mitte schlägt aus. Die nächsten Minuten sahen gar nichts da durch die Begrüßung des Herrn Staatspräfi denten von Württemberg die Aussicht ein wenig versperrt wurde. Schimmelfeder und Risse vorbildlich im Kopfspiel zichen zur Mitte deren energisches Vorgehen nach vorne herzerfrischend mirkt aber durch Abseits unterbunden wird Vier Linienrichter haben durch die Beweglichkeit unseres Innensturms harte Arbeit Risse erzielt 314 Uhr das erste Tor für Grün Alles staunt. Dunn jagen sich die Ereignisse Blethgen geht durch Flink Bruglachner Popp hat den Ball kommt aber an Hastrich nicht vorbei 311 Ede für Süd die schlecht getreten nicht den Ausgleich bringt Weiter geht es Weiler tritt daneben Vorsicht Dann ver sucht Gimpel sein Glüd Erreicht aber 315 nur eine Ede Die folgenden Momente zeigen Weiler als reichlich unbeweglich wodurch gefährliche Si tuationen entstehen Hürten fällt durch seine rafenden Vorstöße auf die niemand hält Hürten erleidet einen Unfall. Der Sportarat Dr springt helfend ein sodass das Spiel nach zwei Minuten weitergeht. In höchster Not gibt Flinz zurad. Die Verteidigung bummelt. Der Ausgleich wäre dagewesen wenn Gabler nicht gewesen wäre Brabol Dann verspielt Bernstein den Ball. Aber die sichere Chance schieht Risse über die Latte. Das mare 2:0 gewesen Doch was nicht ist kann noch werden zumal die Kombination bel Süd nicht aufkommt da fich die Nebenspieler nicht und ihre Spielweise zu wenig kennen. Unser Techniker Schümmelfeder ist siegreich mit Popp. Bernstein behält bel Stollenwerk die Oberhand. Durch das Ausnüben des freien Raums durch unsere Verbin- tungsstürmer kommt Bernstein kaum zur Rube. 335 Ede für West Dann mal wieder Vorstoß durch Süb ban Flink und Schümmelfeder töten. Abseits wird vom Schiedsrichter überschen. Dann macht sich mal wieder Hürten bemerkbar Er erzielt aus 20 Meter Entfernung einen herrlichen Erfolg. 2:0 Wir liegen mit großem Interesse im Spiel. Warum auch nicht? Wir haben in Hannover ben Polal er. rungen unb missen ihn heute verteidigen denn wir wollen ihn behalten Das meint vor allem Möbler der das durch entschlossenes Herauslaufen und durch Schwimmen zeigt. Durch den nachiol- genden Angriff von Süddeutschland ist der Gegner etwas im Vorteil 345 Ede für West die nicht zur Ausführung kommt da der Schiedsrichter Halbzelta pfiff. 2:0 für West. Ob uns der große Wurf ge lingt fragt das kleine Häuslein der westdeutschen Huschauer. Warum nicht? Die teilweise etwas langsame Technik des Südens unterbinden wir durch Beweglichkeit energiiches Bordringen und chines fast vorbildliches Kopsspiel. In der Pause kommt ber Stuttgarter Oberbürger. meister zum Play Nach Halbzeit stelt fich die ſaddeutsche Mannschaft um Es nüßt nichts Unsere Läufer sind unverwüstlich Man kämpft und über windet die Berteidigung Auch die folgenden Schusse von Popp meistert unser Torwart Eine Manzleistung Süddeutschlands wird durch Ab seits unterbunden Mag Riegel oder ein anderer vorgeben er wird von Flink bezwungen 413 folgen drei Eden für Süd Alle schlecht geschossen Das Ergebnis wird nicht geändert Der Höhepunkt Wir haben vorbisbiche Spieler im Spiel West er- zielt das dritte Tor burch Stollenwerk Süddeutsch- land erringt sein Ehrentor und das Spiel ist zu Ende An einen Sieg Westdeutschlands über den Silben hat außerhalb unserer grün-weißen Pfähle rein Sportsmann geglaubt Das unmöglidi Seinende ward Ereignis Der Belt bon Köln und Hannover war der Geist von Stuttgart Wird er uns Begleiter durdy Awischen- und Endrunde zum Endspiel sein - Der große Tag von Stuttgart war der große Tag des Westens Hipp Hinp Hura Es lebe Westdeutschlands siegreiche Verbandsmannschaft.
Die anderen Vorrundenspiele um den Bundespolal
Eigene Drahtmeldung
Verband Brandenburgischer Ballspielvereine - Baltischer Rasenwintersportverband in Stettin 3:1
Verband Mitteldeutscher Ballspielvereine - Südostdeutscher Verband in Breslau 4:1
Einzelnachweis
https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/day/25762530?d=1920-10-11