DJK Spfr. 1910 Rotthausen e.V.: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Screenshot 2026-06-01 194823.png|mini|alternativtext=text|obere Reihe von links: Abteilungsleiter A. Kruse, W Nagel (t), D. M. Banach (t), Schiedsrichter B. Kruse untere Reihe von links: Th. Schmitz, R. Hemsing, G. Wortmann, D. Herhold, B. Wilms ]] | [[Datei:Screenshot 2026-06-01 194823.png|mini|alternativtext=text|obere Reihe von links: Abteilungsleiter A. Kruse, W Nagel (t), D. M. Banach (t), Schiedsrichter B. Kruse untere Reihe von links: Th. Schmitz, R. Hemsing, G. Wortmann, D. Herhold, B. Wilms ]] | ||
[[Datei:Screenshot 2026-06-01 195254.png|mini|alternativtext=text|Meister der B-Klasse 1968/69: ]] | [[Datei:Screenshot 2026-06-01 195254.png|mini|alternativtext=text|Meister der B-Klasse 1968/69:obere Reihe von links: Trainer H. Conze, Th. Vogelsang (t), W Küpper, N. Schäfers, W Joswig, R. Duddek, H. Upmeier (1), H. Evertz, H. Lücke | ||
untere Reihe von links: J. Kremer, Th. Schmitz, W Heise!, H. Stach, K. Bories ]] | |||
Die Gründung der Handballabteilung der DJK Sport-freunde Rotthausen 1910 erfolgte im Jahre 1927. Außer der Fußballabteilung gibt es z.Zt. keine Abteilung unseres Vereins, die auf eine vergleichbare Vergangenheit zu-rückschauen kann. Dieser Blick zurück soll zum einen die Erfolge, zum ande-ren aber auch die Namen der Männer aufzeigen, die den Handballsport in Rotthausen in fast sechs Jahrzehnten begleiteten. Dabei gilt der Dank allen, die mitgeholfen ha-ben, diese Chronik zu erstellen und ein Stück Rotthauser Handballgeschichte wieder lebendig werden zu lassen. Der Anfang (1927 - 1939) Das erste Handballspiel der neugegründeten Abteilung fand am 10. Oktober 1927 statt. Der damalige Abtei-lungsleiter, Paul Kamp, erinnert sich: »Wegen Umbauar-beiten auf unserem Sportplatz an der Moltkestraße (heu-te: Robert-Schmidt-Straße) spielten wir gegen DJK Ük-kendorf auf dem Platz an der Lothringer Straße. Erst 1929 konnten wir unsere Heimspiele wieder auf der Sportanlage an der Moltkestraße austragen. Die Gegner unserer Zeit waren DJK SW Neustadt, DJK Westf. 04 Gel-senkirchen, DJK TuS Altstadt und DJK Wattenscheid-Alt-stadt.« Da in den ersten Jahren ausnahmslos junge Männer aus der kath. Jugend Handball spielten, war die finanzielle und moralische Unterstützung durch die kath. Männer-vereine (u.a. kath. Bürgercasino, Knappenverein und kath. Gesellenverein) enorm groß. Aber auch die Geistli-chen der Rotthauser Pfarrgemeinde, allen voran Vikar Hackenberg, der 1932 Präses der DJK war, und sein Nachfolger Vikar Holtgrebe halfen der jungen Abteilung im Bereich ihrer Möglichkeiten tatkräftig mit. In guter Erinnerung ist den heute noch lebenden Mitglie-dern die Einweihung der vereinseigenen Sportplatzanla-ge an der Schemannstraße im Jahre 1932; entstand sie doch zu einem großen Teil auch durch die Eigenhilfe vie-ler aktiver Spieler. Mehr als 3 Jahrzehnte blieb »unser« Sportplatz Austragungsort aller Heimspiele der Hand-ballabteilung. | Die Gründung der Handballabteilung der DJK Sport-freunde Rotthausen 1910 erfolgte im Jahre 1927. Außer der Fußballabteilung gibt es z.Zt. keine Abteilung unseres Vereins, die auf eine vergleichbare Vergangenheit zu-rückschauen kann. Dieser Blick zurück soll zum einen die Erfolge, zum ande-ren aber auch die Namen der Männer aufzeigen, die den Handballsport in Rotthausen in fast sechs Jahrzehnten begleiteten. Dabei gilt der Dank allen, die mitgeholfen ha-ben, diese Chronik zu erstellen und ein Stück Rotthauser Handballgeschichte wieder lebendig werden zu lassen. Der Anfang (1927 - 1939) Das erste Handballspiel der neugegründeten Abteilung fand am 10. Oktober 1927 statt. Der damalige Abtei-lungsleiter, Paul Kamp, erinnert sich: »Wegen Umbauar-beiten auf unserem Sportplatz an der Moltkestraße (heu-te: Robert-Schmidt-Straße) spielten wir gegen DJK Ük-kendorf auf dem Platz an der Lothringer Straße. Erst 1929 konnten wir unsere Heimspiele wieder auf der Sportanlage an der Moltkestraße austragen. Die Gegner unserer Zeit waren DJK SW Neustadt, DJK Westf. 04 Gel-senkirchen, DJK TuS Altstadt und DJK Wattenscheid-Alt-stadt.« Da in den ersten Jahren ausnahmslos junge Männer aus der kath. Jugend Handball spielten, war die finanzielle und moralische Unterstützung durch die kath. Männer-vereine (u.a. kath. Bürgercasino, Knappenverein und kath. Gesellenverein) enorm groß. Aber auch die Geistli-chen der Rotthauser Pfarrgemeinde, allen voran Vikar Hackenberg, der 1932 Präses der DJK war, und sein Nachfolger Vikar Holtgrebe halfen der jungen Abteilung im Bereich ihrer Möglichkeiten tatkräftig mit. In guter Erinnerung ist den heute noch lebenden Mitglie-dern die Einweihung der vereinseigenen Sportplatzanla-ge an der Schemannstraße im Jahre 1932; entstand sie doch zu einem großen Teil auch durch die Eigenhilfe vie-ler aktiver Spieler. Mehr als 3 Jahrzehnte blieb »unser« Sportplatz Austragungsort aller Heimspiele der Hand-ballabteilung. | ||
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und auch ein 16-jähriger gehörte zu dieser Runde: Her-mann Lücke; beide Namen sollten mit der weiteren Ent-wicklung des DJK-Handballs engverbunden bleiben. Die Marschrichtung lautete: Wir machen weiter! Zwar gingen in der kommenden Saison 1950/51 bis auf ein Unentschieden alle Spiele verloren, aber schon am Ende der Saison 1951/52 stand die Mannschaft im Endspiel um die DJK-Verbandsmeisterschaft: in Dortmund hieß der Sieger DJK Teutonia Hamm. 1953 wurde die Verbandsmeisterschaft erstmals nach Rotthausen geholt. Auf dem Bickern-Platz in Wanne-Eik-kel konnte der letztjährige Meister mit 10:5 bezwungen werden. Für die Spielstärke der damaligen, von Artur Schenk trainierten Truppe spricht, daß sie auch 1954 ge-gen DJK Märkisch Hattingen im Endspiel stand. Nach ei-ner Regenschlacht im Horster Fürstenbergstadion laute-te das Ergebnis 3:2 für Rotthausen. Kurios war der Sieg-treffer: Bei seiner ersten Endspielteilnahme warf H. Lük-ke, inmitten einer Spielertraube sitzend, das 3:2. Der Ju-bel in Rotthausen kannte keine Grenzen. Garanten für die Erfolge waren die gute Kameradschaft innerhalb der Abteilung und die Konditionsstärke der Mannschaft. Beweis hierfür ist zum einen die Tatsache, daß viele Spiele erst in der 2. Halbzeit aus dem Feuer ge-rissen wurden und zum anderen, daß Rotthausen (vor Einführung der Drittelteilung im Großfeld) dafür bekannt war, oft mit 10 Spielern stürmen zu können, und im Ge-genzug mit 10 Mann in der Verteidigung zu stehen. Da zu dieser Zeit ganzjährig Großfeldhandball gespielt wurde, mußte auch bei Eis und Schnee im Freien trainiert werden. In Eigenhilfe wurden Scheinwerfer an provisori-schen Flutlichtmasten installiert, damit der Trainingsbe-trieb auch im Winter weiterging. Den elektrischen Strom holte man hierzu aus dem Haus des damaligen Vorsit-zenden Bernhard Kruse an der Hilgenboomstraße; B. Kruse, der zeitweise auch das Amt des Abteilungsleiters übernahm, stellte außerdem bei vielen Fahrten zu Aus-wärtsspielen seinen LKW und seine VW-Busse zur Verfü-gung. Eine dieser Fahrten gestaltete sich zu einem wahren Triumphzug; nämlich die Fahrt zum Endspiel um die Ver-bandsmeisterschaft 1958 im Hagener 'schelandstadion. Einige hundert Schlachtenbummler begleiteten die Mannschaft bei ihrer vierten Endspielteilnahme und konnten anschließend einen 8:6-Sieg über DJK Märk. Hattingen feiern. In der Mannschaft, die den dritten Ver-bandsmeistertitel gewann, spielten: H. Lücke, W. Faber, B. Niehaus, T. Kmiecik, W. Nagel (t), N. u. R. Hemsing, C. Scholz, Th. Vogelsang (t), A. Schilling und G. Wortmann. Zwei Jahre später hieß der Gegner wieder DJK Märk. Hattingen. Im Rahmen der Jubiläumswoche zum 50-jäh-rigen Bestehen unseres Vereins fand das Endspiel um die Verbandsmeisterschaft 1960 auf dem damaligen Sportplatz an der Steeler Straße statt. Ein Sieg wäre der Höhepunkt aller sportlichen Jubiläumsveranstaltungen gewesen. Doch mit 10:7 Toren entführte der Gast Sieg und Verbandsmeistertitel nach Hattingen. Erfolgreich-ster Torschütze auf Rotthauser Seite bei dieser fünften und letzten Endspielteilnahme war Richard Duddek mit 4 Toren. Aber nicht nur die erste, sondern auch die zweite Mann-schaft machte in den Fünfziger Jahren von sich reden. Sie war gebildet worden als die Abteilung größer wurde und galt als gute Mischung aus älteren, erfahrenen und sehr jungen Spielern, die auf dem Sprung in die »Erste« waren. 1956, 1957 und 1958 gewann sie auf dem Groß- | und auch ein 16-jähriger gehörte zu dieser Runde: Her-mann Lücke; beide Namen sollten mit der weiteren Ent-wicklung des DJK-Handballs engverbunden bleiben. Die Marschrichtung lautete: Wir machen weiter! Zwar gingen in der kommenden Saison 1950/51 bis auf ein Unentschieden alle Spiele verloren, aber schon am Ende der Saison 1951/52 stand die Mannschaft im Endspiel um die DJK-Verbandsmeisterschaft: in Dortmund hieß der Sieger DJK Teutonia Hamm. 1953 wurde die Verbandsmeisterschaft erstmals nach Rotthausen geholt. Auf dem Bickern-Platz in Wanne-Eik-kel konnte der letztjährige Meister mit 10:5 bezwungen werden. Für die Spielstärke der damaligen, von Artur Schenk trainierten Truppe spricht, daß sie auch 1954 ge-gen DJK Märkisch Hattingen im Endspiel stand. Nach ei-ner Regenschlacht im Horster Fürstenbergstadion laute-te das Ergebnis 3:2 für Rotthausen. Kurios war der Sieg-treffer: Bei seiner ersten Endspielteilnahme warf H. Lük-ke, inmitten einer Spielertraube sitzend, das 3:2. Der Ju-bel in Rotthausen kannte keine Grenzen. Garanten für die Erfolge waren die gute Kameradschaft innerhalb der Abteilung und die Konditionsstärke der Mannschaft. Beweis hierfür ist zum einen die Tatsache, daß viele Spiele erst in der 2. Halbzeit aus dem Feuer ge-rissen wurden und zum anderen, daß Rotthausen (vor Einführung der Drittelteilung im Großfeld) dafür bekannt war, oft mit 10 Spielern stürmen zu können, und im Ge-genzug mit 10 Mann in der Verteidigung zu stehen. Da zu dieser Zeit ganzjährig Großfeldhandball gespielt wurde, mußte auch bei Eis und Schnee im Freien trainiert werden. In Eigenhilfe wurden Scheinwerfer an provisori-schen Flutlichtmasten installiert, damit der Trainingsbe-trieb auch im Winter weiterging. Den elektrischen Strom holte man hierzu aus dem Haus des damaligen Vorsit-zenden Bernhard Kruse an der Hilgenboomstraße; B. Kruse, der zeitweise auch das Amt des Abteilungsleiters übernahm, stellte außerdem bei vielen Fahrten zu Aus-wärtsspielen seinen LKW und seine VW-Busse zur Verfü-gung. Eine dieser Fahrten gestaltete sich zu einem wahren Triumphzug; nämlich die Fahrt zum Endspiel um die Ver-bandsmeisterschaft 1958 im Hagener 'schelandstadion. Einige hundert Schlachtenbummler begleiteten die Mannschaft bei ihrer vierten Endspielteilnahme und konnten anschließend einen 8:6-Sieg über DJK Märk. Hattingen feiern. In der Mannschaft, die den dritten Ver-bandsmeistertitel gewann, spielten: H. Lücke, W. Faber, B. Niehaus, T. Kmiecik, W. Nagel (t), N. u. R. Hemsing, C. Scholz, Th. Vogelsang (t), A. Schilling und G. Wortmann. Zwei Jahre später hieß der Gegner wieder DJK Märk. Hattingen. Im Rahmen der Jubiläumswoche zum 50-jäh-rigen Bestehen unseres Vereins fand das Endspiel um die Verbandsmeisterschaft 1960 auf dem damaligen Sportplatz an der Steeler Straße statt. Ein Sieg wäre der Höhepunkt aller sportlichen Jubiläumsveranstaltungen gewesen. Doch mit 10:7 Toren entführte der Gast Sieg und Verbandsmeistertitel nach Hattingen. Erfolgreich-ster Torschütze auf Rotthauser Seite bei dieser fünften und letzten Endspielteilnahme war Richard Duddek mit 4 Toren. Aber nicht nur die erste, sondern auch die zweite Mann-schaft machte in den Fünfziger Jahren von sich reden. Sie war gebildet worden als die Abteilung größer wurde und galt als gute Mischung aus älteren, erfahrenen und sehr jungen Spielern, die auf dem Sprung in die »Erste« waren. 1956, 1957 und 1958 gewann sie auf dem Groß- | ||
feld den Carl-Mosterts-Pokal, der unter den Reserve-mannschaften im Verbandsgebiet ausgespielt wurde. In bleibender Erinnerung ist allen Teilnehmern die Ehrung der Pokalsieger im Jahre 1956, die im Sitzungssaal des Düsseldorfer Landtags vom DJK-Verband vorgenommen wurde. Von der führenden Rolle der Rotthauser Nachkriegs-mannschaften im DJK-Verband zeugen auch die oftmali-gen Berufungen unserer Spieler in die DJK-Verbands-auswahl. Fast ein Jahrzehnt gehörten u.a. H. Lücke, N. Hemsing, W Nagel (t), W. Faber und R. Duddek zu dieser Auswahlmannschaft. Zahlreiche Auslandsreisen waren der Lohn für jahrelanges Training und konstant gute Lei-stungen. Einer der sportlichen Höhepunkte dieser Spiele war das Handballspiel im Rahmen des 3. Verbandstref-fens des DJK-Zentralverbandes 1959. Vor fast 10.000 Zuschauern im Dortmunder Stadion »Rote Erde« war der Gegner eine Schweizer DJK-Auswahl, die mit 23:18 To-ren die Oberhand behielt. Zu den besten Torschützen auf deutscher Seite zählte Norbert Hemsing mit drei Treffern. Doch damit ist die Reihe der Erfolge Rotthauser DJK-Handballer jener Tage noch nicht vollzählig. Zweimal, 1959 und 1962, wurde der Verbandsmeistertitel im Hal-lenhandball gewonnen. Die Spiele fanden damals noch in Turnierform statt; sie dienten in erster Linie zur Über-brückung der recht kurzen Winterpause innerhalb der Großfeldsaison. | feld den Carl-Mosterts-Pokal, der unter den Reserve-mannschaften im Verbandsgebiet ausgespielt wurde. In bleibender Erinnerung ist allen Teilnehmern die Ehrung der Pokalsieger im Jahre 1956, die im Sitzungssaal des Düsseldorfer Landtags vom DJK-Verband vorgenommen wurde. Von der führenden Rolle der Rotthauser Nachkriegs-mannschaften im DJK-Verband zeugen auch die oftmali-gen Berufungen unserer Spieler in die DJK-Verbands-auswahl. Fast ein Jahrzehnt gehörten u.a. H. Lücke, N. Hemsing, W Nagel (t), W. Faber und R. Duddek zu dieser Auswahlmannschaft. Zahlreiche Auslandsreisen waren der Lohn für jahrelanges Training und konstant gute Lei-stungen. Einer der sportlichen Höhepunkte dieser Spiele war das Handballspiel im Rahmen des 3. Verbandstref-fens des DJK-Zentralverbandes 1959. Vor fast 10.000 Zuschauern im Dortmunder Stadion »Rote Erde« war der Gegner eine Schweizer DJK-Auswahl, die mit 23:18 To-ren die Oberhand behielt. Zu den besten Torschützen auf deutscher Seite zählte Norbert Hemsing mit drei Treffern. Doch damit ist die Reihe der Erfolge Rotthauser DJK-Handballer jener Tage noch nicht vollzählig. Zweimal, 1959 und 1962, wurde der Verbandsmeistertitel im Hal-lenhandball gewonnen. Die Spiele fanden damals noch in Turnierform statt; sie dienten in erster Linie zur Über-brückung der recht kurzen Winterpause innerhalb der Großfeldsaison. | ||
Mit dem Gewinn der Hallenhandballmeisterschaft 1961/ 62 endete die erfolgreiche Rotthauser Handballära im ei-genständigen DJK-Verband. Als Trainer wirkten in die-sem Zeitraum Artur Schenk, Karl Klenner und Hans Mül-ler. Abteilungsleiter waren außer den schon genannten Sportkameraden, Willi Endlein und im Jubiläumsjahr 1960 Reinhold Hemsing. | |||
Der Übergang (1963 - 1972) | |||
In den Jahren 1961-1963 wurde die Spielmöglichkeit im DJK-Verband zunehmend eingeschränkt. Immer weniger DJK-Vereine waren personell in der Lage, mit einer Mannschaft an der Großfeldmeisterschaft teilzunehmen. Daher entschloß sich der damalige Abteilungsvorstand unter Leitung von A. Kruse, am 30. Januar 1964 einen An-trag auf Aufnahme in den Westdeutschen Handballver-band zu stellen. Nach schwierigen Verhandlungen mit dem DJK-Kreisverband Gelsenkirchen und nach Ein-schalten des Schiedsgerichtes im DJK-Diözesanver-band Essen wurde die Freigabe erteilt, am Spielbetrieb des Handballverbandes Westfalen teilzunehmen. Die Richtigkeit dieses Entschlusses fand vier Jahre später ihre Bestätigung, als 1968 mit dem Ende der Eigenstän-digkeit, der Sportverkehr im DJK-Verband vollends zum Erliegen kam. Der Start in der neuen Umgebung war verheißungsvoll. Auf dem Großfeld erreichte die erste Mannschaft 1966 nach zweimaligem Aufstieg die Kreisliga; in der Halle schaffte sie auf Anhieb in der Saison 1964/65 den Sprung in die A-Klasse. Die entscheidenden Siege ge-gen Eiche Wattenscheid und TB Beckhausen im Febr. 1965 errang folgende Mannschaft: L. Winter, B. Wilms, H. Lücke, Th. Schmitz, W. Nagel (t), N. Schäfers, Th. Vogel-3ang (t), R. Duddek, W. Faber u. G. Wortmann. Doch die Überalterung war zu groß, um langfristig in den höchsten Klassen des Handballkreises Gelsenkirchen zu beste-hen. Als außerdem einige ältere Spieler die Handball-schuhe an den Nagel hängten, war der Abstieg in der Halle (1967) und auf dem Großfeld (1969) nicht zu ver-meiden. im Jahre 1968, einer Zeit personeller Engpässe, kamen zehn Handballkameraden des ehem. Vereins Eichen- | |||
k .euz Rotthausen in unsere Abteilung. Da sie sehr lange mit uns befreundet waren, klappte die Integration rei-bungslos. Schon die erste gemeinsame Spielzeit 68/69 b -achte unter Trainer Heinz Conze in der Halle die Mei-terschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die A-Klasse. | |||
Meister der B-Klasse 1968/69 | |||
Nachdem 1970 die ersten Spieler aus der Jugendabtei-lung auf Anhieb in der »Ersten« einschlugen, konnte auch der Wiederaufstieg in die Kreisliga auf dem Großfeld ge-feiert werden. Es sollte der letzte Erfolg in dieser Sportart bleiben; denn parallel zur Entwicklung im Welthandball verdrängte der Hallenhandball auch in unserer Gegend das Spiel auf dem Großfeld. Seit ca. zehn Jahren wird nun ganzjährig in der Halle gespielt. Nur einige Nostalgie-Tumiere, wie z.B. unser alljährliches Altherrenturnier, e'innern noch an das einstmals so beliebte Handball-Spiel auf dem Großfeld. Gemeinsam mit diesem Turnier veranstalten wir auch im Jubiläumsjahr das schon traditionelle Kleinfeldhandball-cu 'nier um den Wolfgang-Nagel-Gedächtnispokal. Die- | |||
== Saisonstationen Handball== | == Saisonstationen Handball== | ||
Version vom 1. Juni 2026, 19:57 Uhr
| DJK Spfr. 1910 Rotthausen e.V. | |
|---|---|
| Name | DJK Spfr. 1910 Rotthausen e.V. |
| Abkürzung | |
| Logo | |
| Vorsitz | |
| Gründung | 1910 |
| Aufgelöst | 2001 (Fusion) |
| Website | |
| Sitz | |
Chronik
Der Name Dahlbusch ist eng mit der Entwicklung Rott-
hausens verbunden. Als 1860 hier die erste Kohle geför-
dert wird, beginnt das Industriezeitalter für das Dorf Rott-
hausen, das damals etwa 1.150 Einwohner zählte. Die
Bevölkerungszahl wuchs schnell in Rotthausen. Und
1950 waren es etwa 25.700 Einwohner. 1905 war Rott-
hausen die meistbevölkerte Gemeinde der Bürgermei-
sterei Stoppenberg. 1906 erhält das wirtschaftlich blü-
hende Gemeinwesen eine eigene Kommunalverwaltung.
1924 erfolgt die Eingemeindung nach Gelsenkirchen.
Schon bald gab es in Rotthausen den Wunsch nach
sportlicher Betätigung: 1880 wurde der Turnverein Rott-
hausen gegründet, der auch heute noch Bestand hat. Ei-
ne beachtenswerte Leistung!
Der Turnverein konnte aber den sportlichen Betätigungs-
drang wegen Mangel an Übungsstätten und Sportgerä-
ten nur bei einem Teil der jungen Männer befriedigen. -
Für Frauen war Sport damals sowieso nicht gesell-
schaftsfähig.
So faßten u.a. zwei Pennäler den Plan, unter Gleichge-
sinnten Fußballsport zu betreiben. Ein gewagtes Unter-
nehmen, denn die damalige Zeit sah sich oft vor Wider-
ständen, die unüberwindlich schienen. In sehr vielen Fäl-
len stellten sich die Eltern und die Lehrerschaft dagegen.
Trotzdem wurde der Sportverein Dahlbusch 1904 ge-
gründet. Gespielt wurde in der Mergelskuhle bei Degen-
hard, aus der Lehm für die Ziegelei abgebaut wurde.
Später wurden auf einem freien Gelände hinter der Wirt-
schaft Gossen an der Mechtenbergstraße Spiele mit
>>wilden<< Vereinen ausgetragen. 1912 mußte der Spielbe-
trieb eingestellt werden, weil es keinen Nachwuchs gab.
Die Stunde Null der
Sportfreunde 1910 Rotthausen
Unterdessen trafen sich einige gleichgesinnte Mitglieder
des Katholischen Jungmännervereins Rotthausen jeden
Abend im Jugendheim an der Richard-Wagner-Straße
und vertrieben ihre Muẞestunden zunächst mit allerlei
Kurzweil, sangen fröhliche Lieder und machten vielerlei
Spiele. Dann beschloß man, sich dem damals noch ver-
pönten Fußballspiel zu verschreiben, aber nicht als >>wil-
de« Mannschaft. Nach Anschaffung der Torlatten und ei-
nes Lederballes im Jahre 1910 war der Grundstein für
den Verein gelegt, der heute auf ein 75jähriges Bestehen
zurückblicken kann. Sie gaben ihm den Namen:
Sportfreunde 1910 Rotthausen.
Zu den Gründern gehörten: Johann Schweitzer, Willi
Bruns, Fritz Borchert, Heinrich Borchert, Heinz Knieper.
Als erstrebenswertes Erziehungsideal galt bei den Grün-
dern eine gesunde Verbindung von Geist und Körper.
Aber viele Jungen mußten ihre ganze Redekunst aufbrin-
gen oder Tante und Onkel zu Hilfe holen, um von den El-
tern die Einwilligung zu erhalten, an diesem »rohen<<
Sport teilnehmen zu dürfen.
Wir können nur mit Andacht zur Kenntnis nehmen, daß
vor dem Spiel die Torstangen und alles, was man zum
Spiel benötigte, vom Jugendheim zum Moltke-Platz ge-
tragen wurde. Nach dem Spiel wurde diese kostbare Ha-
be wieder in das Jugendheim zurückgebracht.
(Anmerkung: Helmut von Moltke lebte von 1800-1891,
war preußischer Generalfeldmarschall; galt als der große
Schweiger; sein bedeutendstes Buch: »Erst wägen, dann
wagen<<).
Unter Leitung von Johann Schweitzer wurden Freund-
schaftsspiele mit Mannschaften benachbarter Gemein-
den ausgetragen. Die sportliche Betätigung wurde zu-
nächst um ihrer selbst willen ausgeübt aus Freude an der
Überwindung von Schwierigkeiten und Anerkennung der
Spielregeln. Durch Kameradschaft und Fleiß kristallisier-
ten sich die Sportfreunde 1910 Rotthausen leistungsmä-
Big bald heraus.
Als Grundsatz Johann Schweitzers und seiner Mannen
galt: »Elf Freunde müßt ihr sein, um Siege zu erringen!<<
Nach vierjähriger Aufbauarbeit, die eine erfolgreiche Zu-
kunft erwarten ließ und den Verein einigermaßen gefe-
stigt hatte, begann 1914 der 1. Weltkrieg. Der Spielbe-trieb wurde bald eingestellt, denn zahlreiche Mitglieder mußten als Soldaten am 1. Weltkrieg teilnehmen. Nach Auflösung des »Sportverein Dahlbusch 1904« wur-de der »Spielverein Rotthausen 1912« gegründet, der dem Westdeutschen Spielverband beitrat. Aber auch er mußte den Spielbetrieb im Jahre 1915, drei Jahre nach seiner Gründung, auf Grund des Kriegsausbruches ein-stellen.
Die Jahre 1919 - 1933

Viele Sportkameraden sind aus dem gewaltigen Völker-ringen von 1914 - 1918 nicht zurückgekehrt. Der Verein mußte neu aufgebaut werden. Wer die Erledigung der vielen Aufgaben, vor die ein Verein immer wieder gestellt wird, aus eigener Erfahrung kennt, weiß neben den wah-ren Freuden auch die vielen Mühen und Sorgen zu schät-zen, die nur durch unerschütterliche, innerste Überzeu-gung, an einem guten Werk mitzuarbeiten und mit fester Unterstützung der Mitglieder bewältigt werden können. Als Johann Schweitzer nach dem Krieg seine Getreuen wieder zusammentrommelte, hatten viele Sportkamera-den die kriegerischen Auseinandersetzungen der Jahre 1914-1918 mit dem Leben bezahlt oder waren verwundet heimgekehrt. Mit der inneren Überzeugung an einem gu-ten Werk zu arbeiten, übernahm Johann Schweitzer den Vorsitz und stellte sich mit seiner Erfahrung und Tatkraft in den Dienst der guten Sache Mit viel Ausdauer und Fleiß wurde wieder eine schlag-kräftige Truppe (Fußball) aufgebaut: Eine 1. Mannschaft und eine Reservemannschaft. Unter der tatkräftigen Mit-arbeit von Lehrer Buschhausen entstand eine 1. und 2. Jugend- sowie zwei Schülermannschaften. Darüber hin-aus bildete sich eine Turn- und Leichtathletikabteilung. Wenn die Erfolge auch nur örtlichen Charakter hatten, so waren es doch Achtungserfolge, die in der Heimat jedem Zuschauer Freude und Anerkennung zu zollen veranlaß-ten. An dieser Stelle sei einmal auch derer gedacht, die dem Verein an maßgeblicher Stelle treue Dienste leisteten. Es sind dies in der damaligen Vereinsführung folgende Ka-meraden:
Johann Schweitzer, Franz Peters, Theo Sandgathe, Bern-hard Mertmann, Heinrich Schmitt, Richard Sandgathe, Hugo Stockmann, Hans Verfürth und August Röttgers.
In der Geschäftsführung betätigten sich die Kameraden Johann Furtkamp, Fritz Flashove und Josef Falkenberg. Als Kassierer fungierten: Johann Olbrich, Anton Dickel-bach, Emanuel Gommert und Anton Besau. Die Jugendleitung lag in den bewährten Händen der Ka-meraden Frieler, Mathias Dinkelbach, Bernhard Stock-mann und Fritz Baumeister, während die Turnabteilung von unseren Kameraden Eduard Schwinning, Willi Korte und Hans Müller geleitet wurde. Die DJK verstand sich damals als rein katholischer Ver-ein. Es war selbstverständlich, daß man sonntagmor-gens gemeinsam in die Messe ging. Wer dabei unent-schuldigt fehlte, der mußte damit rechnen, bei der Mann-schaftsaufstellung nicht berücksichtigt zu werden. Dem vielfachen Wunsch nach einer Zentrale für alle ka-tholischen Vereine wurde 1920 in Würzburg durch die Gründung des »DJK Reichsverbandes für Leibesübun-gen in katholischen Vereinen« entsprochen. Es war selbstverständlich, daß wir uns dem DJK-Verband an-schlossen.
Gründung der Handballabteilung 1927
Die Abteilung erblickte das Licht der Welt am 15. Februar 1927. Einige Kameraden, die sich bisher leichtathletisch betätigten, fanden Gefallen am »Ergänzungssport« dem Handball. Es waren die Kameraden: W. Borgemeister, Albr. Geismann, Willi Geismann, Helm. Hag, Willi Kap, R. Korte, Th. Korte, Paul Kamp, W. Leismann, H. Müller, Aug. Röttgers, Josef Schulz, Th. Schulz, Obmann der Hand-baller war P. Kamp, der Platz an der Lothringer Straße die erste Wirkungsstätte. Der Kamerad Paul Kamp leitete die Handballabteilung vom Tage der Gründung bis 1933 mit viel Geschick.
Erfolge im Tischtennis, Turnen und in der Leichtathletik In unserer Tischtennisabteilung hatten wir sehr gute Spieler, die auch die Westfalennneisterschaft errangen. Dazu gehörten: Andreas Lobbert, Bruno und Helmut Spengler, Hermann Frieling, Hugo Weißkirchen, Jupp Stamm u.a.
Auch unsere Leichtathleten errangen die Landesmei-sterschaft in der 3 x 1000 m Staffel mit Willi Besau, Franz und Albrecht Geismann. Im 100 m - Lauf errang August Röttger Meisterehren, auch Hans Müller u.a. -In dieser Zeit entwickelte sich auch unsere Turnabteilung erfreulich.
1930 - Die DJK-Fußballer werden Landesmeister Die Gelsenkirchener Zeitung schreibt in ihrer Sportrund-schau vom 30.01.1930 u.a.: »Ein schwarzer Tag des Lan-desmeisters DJK Falke. Überzeugender Sieg von Rott-hausen 1910. Falkes erste Niederlage. Von Rotthausen 1910 mit 5:1 besiegt. 1.500 Zuschauer erlebten einen heißen Kampf - Verdienter Sieg Rotthausens. Ein selten schöner und sonniger Vorfrühlingstag stellte sich gestern, kalendermäßig sehr voreilig, in Gelsenkir-chen vor. Wohltuende Sonne warf ihre Reflexe auf die Er-de und weckte den ahnungslosen Erdenbürger aus win-terlicher Beschaulichkeit und Zurückgezogenheit auf. Das war eine Begünstigung ohne gleichen, die selbst, wenn sie auch ausgeblieben wäre, eine bewegte Fußball-gemeinde nicht von dem Besuch des mit prickelnder Spannung erwarteten Fußballspiels abgehalten hätte, wie das gestern bei dem DJK-Großkampf Rotthausen ge-gen Falke in Rotthausen der Fall war. Das Wörtchen »ah-nungslos« wird in der Geschichte des Gaufußballs in ganz Westdeutschland zu einem kritischen Wendepunkt für Falke. Wir könnten den voreiligen Lauf unserer Zeit mit dem Lauf der Fußballdinge vergleichen und daraus gefühlsmäßig resultieren: Nach dieser Zeit kommt eine andere.
1931-1932 — Bau des Raphaelsplatzes an der Schemannstraße
Im Laufe der Zeit wurde der Sportplatz an der Moltkestra-ße dem immer reger werdenden Spielbetrieb nicht mehr gerecht. Die Pfarrgemeinde entschloß sich deshalb 1931, einen eigenen, besseren Platz zu bauen. Dazu pachtete die Pfarrgemeinde ein Gelände an der Sche-mannstraße von der Zeche Dahlbusch. Mangels ausreichender Bargeldmittel kam es auf jeden einzelnen an, das fehlende Geld durch persönliche Ein-zelleistung zu ersetzen. So manch alter Kämpfer aus un-seren Reihen griff zu Hacke und Schaufel, um durch sei-nen selbstlosen Einsatz die Anlage fast aus eigenen Mit-teln erstellen zu helfen. Unter den Helfern waren auch viele, der damals ca. 6 Mil-lionen Arbeitslosen, die unentgeltlich halfen. Die Um-kleideräume wurden im Rohbau durch eigene Handwer-ker errichtet. Hugo und Bernhard Stockmann schweiß-ten in ihrer Freizeit, oft bis in die Dunkelheit, die Barriere. Vikar Hackenberg (1900-1945) vermittelte über seinen Bruder, den OB von Gladbeck, daß die DJK Birkenbäum-chen zur Bepflanzung des Sportplatzes im Haus Wittri n-gen, in Gladbeck, abholen konnte. Den Transport der Bir-kenbäumchen übernahm Clemens Schappert mit sei-nem Goliath-Dreirad. 1932 war dann das ersehnte Ziel erreicht: Es war eine re-präsentable Sportstätte zur Erziehung und Ertüchtigung der Deutschen Jugend fertiggestellt. Sie war später so manchen Sonntag Anziehungspunkt für viele Tausend Zuschauer. Damals waren nicht nur die Gedanken unserer Mitglie-der, sondern auch die weiter Kreise der Gelsenkirchener Bevölkerung auf das sportliche Geschehen unserer Sportvereinigung gerichtet. Wir wollen an dieser Stelle nicht versäumen, all den Ge-treuen noch einmal für ihre unermüdliche Mitarbeit zum Aufbau dieses Platzes zu danken. Am 19. Juni 1932 wur-de die neugeschaffene Anlage in einem besonderen Rahmen eingeweiht.
Pfarrer Wagner kommt in der Kutsche zur Platzweihe Herr Pfarrer Wagner, ein Mann durch sein weltweites Wis-sen und seine hervorragende Befähigung Führer einer großen Gemeinschaft zu sein, allgemein beliebt, konnte bei diesem Sportgeschehen mehr als 10.000 Zuschauer, die das weite Rund der Kampfbahn füllten, begrüßen. Diese Begeisterung war für die »Erbauer« dieser Anlage wohl der schönste Lohn. Nach der Begrüßungs- und Weiherede umrahmten leichtathletische Wettkämpfe das Hauptereignis, das Fußballfreundschaftsspiel gegen unsere holländischen Gäste. Besondere Begeisterung unter den Zuschauern löste das Eintreffen eines Flugzeuges über der Kampf-bahn aus, das nach einigen Schleifen den Ball zum Spielbeginn abwarf. Das Sportflugzeug war auf dem Flugplatz Rotthausen, dem heutigen Gelände der Trab-rennbahn, gestartet und landete anschließend auch wie-der dort. Nach einem jederzeit fair und sportlich geführten Kampf siegte unsere Mannschaft mit 6:1 Toren. Diese Platzwei-he darf von uns in jeder Beziehung als ein Markstein un-serer Vereinsgeschichte bezeichnet werden.
Fußballboom in Rotthausen 1919 - 1933
In diesen Jahren entstehen neun neue, insbesondere Fußball spielende, Vereine. Damit gab es 1933 mindestens elf Fußball spielende Vereine in Rotthausen, die ihre Spiele auf sieben Sportplät-zen abwickelten. Es kam schon vor, daß drei Vereine ihre Spiele am glei-chen Sonntag auf dem einen Platz an der Lothringer Straße durchführten, z.B. um 11.00 Uhr DJK; um 13.00 Uhr Club für Rasenspiele; um 15.00 Uhr Rotsport.

| Vereinsname | Gründungsjahr | Sportplatz |
|---|---|---|
| Sportfreunde Rotthausen | 1910 | Sportplatz Robert-Schmidt-Straße u. Lothringer Straße (auch Sus 96) Moltkeplatz; ab 1932 Raphaelplatz Schemannstraße |
| Spielverein Rotthausen | 1912 | Mechtenbergstraße |
| Club für Rasenspiele | 1919 | Lothringer Straße |
| Sportklub Weindorf | 1920 | Gasometer (in Ückendorf) |
| Arbeitersport Rotthausen | 1920 | Hindenburgschule Steeler Straße |
| Viktoria Rotthausen | 1922 | Stadtgarten Kinderdorf |
| Sportfreunde Eichenbusch | 1925 | Eichenbusch |
| Rotsport Rotthausen | 1925 | Lothringer Straße |
| Delog Rotthausen | 1929/30 | Bahnhof-Rotthausen |
| Dahlbusch Rotthausen | 1930 | Bahnhof-Rotthausen |
| Friedberg Rotthausen | 1930 | Lothringer Straße |
1933 - 1945 unter dem NS-Regime
Wir waren 1933 ein gesunder Verein mit fünf Abteilun-gen: Fußball, Handball, Tischtennis, Leichtathletik und Turnen. Das nationalsozialistische Regime, daß 1933 die Regie-rungsgewalt im Deutschen Reich übernahm, verbot 1935 im Zuge der Gleichschaltung den Reichsverband »Deut-sche Jugendkraft, Verband für Leibesübungen in katholi-schen Vereinen«, zu dem sich unser Verein bekannte. Bis dahin diente er in Freiheit und voller Entfaltung seiner guten Kräfte der Ertüchtigung der katholischen Jugend schon ab 1920. Seine Gliederungen, traditionsstolze und um die Jugend verdiente Vereine, wurden zwangsweise aufgelöst oder lösten sich selbst auf. Nicht so war es in Rotthausen.
In weiser Voraussehung setzten sich die damaligen Ver-antwortlichen im Jahre 1933 zusammen und fragten sich, was wird aus uns; denn die damaligen Machthaber verboten alles, was Ihnen nicht genehm war. Nach einer Fusion mit der DJK TuS Altstadt, trat man nach reiflicher Überlegung unter dem Namen »Turn- und Sportfreunde 1910 Rotthausen« zum Westdeutschen Spielverband über. Der Drang zu sportlichem Tun suchte einen Ausweg und man glaubte, ihn im Übertritt zum Westdeutschen Sportverband gefunden zu haben. Diese bewährten Führungskräfte stellten sich durchweg dem Sport auch weiterhin mit recht achtbarem Einsatz zur
Verfügung. Unter dem neuen Namen wollte man den gu-ten, alten Geist bewahren. Auch die Spieler und Mitglieder blieben fast ausnahms-los dem Verein treu.
TuS 1910 Rotthausen Noch im gleichen Jahre 1933 wurde die Handballabtei-lung beim Deutschen Handballbund angemeldet und die Fußballabteilung beim WSV (Westdeutscher Spielver-band). Unsere Fußballmannschaft wurde der I. Kreisklas-se zugeordnet. Der zweite Weltkrieg beginnt. Ein Verein nach dem anderen muß seinen Spielbetrieb einstellen, so daß später der gesamte Sportbetrieb zum Erliegen kommt. TuS Rotthausen war einer der letzten Vereine, der zum Erliegen kam. Trotz Bombenhagel und Granatsplitter, trotz Hunger und Entbehrungen stellten sich Männer zur Verfügung, wenn die verbliebenen Jungen und die Front-urlauber Sport betreiben wollten. Oft kam es vor, daß während eines Spieles Fliegeralarm gegeben wurde. Heinrich Schäfers, bekannt als Platzwart des Raphael-platzes, führte seine Schar in den nahen Bunker, um nachher das unterbrochene Spiel fortzusetzen. In Schä-fers Mannschaften standen neben über 40jährigen eben aus der Schule entlassene Jungen. Gespielt wurde auf jeden Fall.
Die Entwicklung nach 1945
Lebt die DJK Sportfreunde 1910 Rotthausen weiter im TuS 1910 Rotthausen?
Große Schwierigkeiten am Anfang des Aufbaus beim TuS
Das mörderische Ringen ist beendet. Nach und nach kommen die übriggebliebenen Kameraden aus dem Feld zurück. Eine große Anzahl aber kehrt nicht mehr heim; gefallen, vermißt, gefangen. Vielen von uns ist noch in bester Erinnerung, welche enormen Sorgen und Beschwernisse auf jeden einzel-nen lasteten. Stadt und Land waren verwüstet, die harte Zeit der Besatzung darf nicht unerwähnt bleiben, ein je-der stand vor einem Nichts, die wenigen erhaltenen Häu-ser voller Flüchtlinge, einfachste Kleidungsstücke und die notwendigsten Nahrungsmittel fehlten. Wie soll unter diesen geschilderten Umständen unser Vereinsgebilde, das auf idealistischer Grundlage basiert, diese Belastun-gen überstehen und sich dennoch in sportlicher Hinsicht Fundamente für ein gesundes Vereinsniveau schaffen? Unser schöner Sportplatz ist durch Bomben stark verwü-stet. Heinrich Schäfer war es, der die Trommel rührte. Man rückte wieder mit Schaufel und Hacke zum Platz, um ihn bespielbar zu machen. Bald war es geschafft und der Spielbetrieb konnte langsam wieder anlaufen.
Paul Kamp führt die Handballabteilung Im März 1946 »blühte neues Leben aus den Ruinen«. Paul Kamp übernahm wieder die Leitung der Abteilung. Das erste Spiel wurde auf dem Sportplatz an der Schemann-straße gegen die alten Freunde vom TV Heßler ausgetra-gen.
Schon 1947 kam man zu bedeutenden Erfolgen. Die I. Seniorenmannschaft und die Jugendmannschaft wur-den Meister des Kreises Gelsenkirchen. 1948 gelang der Aufstieg zur Landesliga. Leider fehlte es an Erfahrung, so daß der Abstieg am Ende der Serie nicht zu vermeiden war.
Die Fußballer des TuS erringen unter Ernst Sontow große Erfolge Im Jahre 1946 wurden nach diesem Weltkrieg erstmalig wieder Fußballmeisterschaftsspiele ausgetragen. Im Spieljahr 1948/1949 gelang dann den Fußballern un-ter Führung und persönlicher Mitwirkung des damaligen Trainers und Verbandstrainers Ernst Sontow der Sprung auf den 2. Tabellenplatz. Überleitung Nach allem, was von 1933-1947 vom TuS 1910 Rotthau-sen berichtet wurde, ist der TuS der wirkliche Nachfolger des alten DJK-Vereins. Nur eines ist beim TuS auf der Strecke geblieben: Die fe-ste, kirchliche Bindung. Genau dieses Manko der kirchli-chen Bindung wollten andere Sportfreunde ausgleichen, die den Gedanken der DJK nach dem 2. Weltkrieg wieder aufgriffen. In informativen Gesprächen zwischen der Führung der kath. Jugend Rotthausens und dem Vorstand des Ver-eins »TuS 1910« tastete man die Möglichkeiten einer ge-meinsamen Arbeitsgrundlage ab. Der gute Wille auf bei-den Seiten war zwar unverkennbar, reichte aber nicht aus, um Schwierigkeiten auszuräumen, die sich in Jah-ren des Auseinanderlebens aufgetürmt hatten. Selbst die geistige Führung des Bundes der Deutschen Kath. Jugend konnte keinen klaren Weg zeigen.
1948 - Wiedergründung der DJK Sportfreunde Rotthausen 1910
Es wäre schade, wenn diese Zeit der Vergessenheit an-heimfiele und wir unsere Herkunft verleugneten. Am Anfang war ein Kolpingpräses, Vikar Vormweg. Er war wegweisend für uns. Seine Sorge galt der Jugend. Mit Eifer vertrat er immer wieder den Gedanken der Ju-genderziehung bei gleichzeitiger Leibesertüchtigung. Er hatte die wohlwollende Unterstützung unseres Pastors Schieferecke. War es ein Zufall, daß beide dickschädeli-ger, sauerländischer Herkunft waren. Der werdende Ver-ein brauchte viel hartnäckige Beharrlichkeit - und die hatten seine Geburtshelfer in reichem Maße. In informativen Gesprächen zwischen der Führung der katholischen Jugend Rotthausens und dem Vorstand des Vereins »TuS 1910« tastete man die Möglichkeiten ei-ner gemeinsamen Arbeitsgrundlage ab. Der gute Wille auf beiden Seiten war zwar unverkennbar, reichte aber nicht aus, um Schwierigkeiten auszuräumen, die sich in Jahren des Auseinanderlebens aufgetürmt hatten. Selbst die geistige Führung des Bundes der Deutschen Kath. Jugend konnte keinen klaren Weg zeigen. Im März 1948 beschloß man in Rotthausen endlich, wie kurz zuvor an anderen Orten, die Deutsche Jugendkraft wieder aufleben zu lassen. Der Verein nannte sich nun wieder wie ehedäm DJK Sportfreunde Rotthausen. Er betrachtet sich seitdem als Traditionsträger des alten, 1910 vom Kath. Jungmännerverein gegründeten Vereins und bekennt sich überzeugt zu den Idealen der Deut-schen Jugendkraft. I. Vereinsvorsitzender wurde Willy Gill. Die materiellen Schwierigkeiten der DJK nach 1948 und wie sie überwunden wurden Damals wurde der Appetit nur nach Kalorien geregelt, und die Bedürfnisse des täglichen Lebens ordneten Be-zugscheine. Ihr Spätgeborenen, laßt Euch von den Alten berichten, was das bedeutete. In den auf 1948 folgenden Jahren waren die Schwierig-keiten groß. Der alte, aus der DJK hervorgegangene Füh-rungsstamm sperrte sich der Mitarbeit. Demgegenüber stand die Begeisterung junger Leute, die unbeschwert und ausdauernd den Verein lebensfähig machten. Man schloß sich gleich dem Zentralverband der Deutschen Jugendkraft an und ist seitdem dort ein geachtetes Glied. Die Jugend wollte Sport in geordneten Mannschaften, und die Zugehörigkeit dazu wies seit jeher das Trikot aus. Eine wichtige Sache. Zwar gab die Kolpingsfamilie eine erste Starthilfe von 2.000,- DM, aber weder für das Geld noch für gute Worte war eine Sportkleidung zu bekom-men. So kam es, daß die Aussteuer einer Jungfer geop-fert wurde, was damals nicht ungewöhnlich war, und aus schönsten Bettüchern entstanden (natürlich) nach Maß geschneiderte Trikots. War das eine Freude, als die erste Handballmannschaft in bettuchgebleichter Garderobe auf das Spielfeld lief und sich der DJK Katernberg zum Kampf stellte! Es gab einen prächtigen Einstand, und man trennte sich brüderlich unentschieden. Wahrlich, ein schöner Erfolg gegen die Routiniers! Die schweißge-tränkten Trikots übernahm sofort die erste Fußballmann-schaft und spielte damit vor der gleichen Kulisse. Übrigens, der erste Fußball war der englischen Besat-zungsmacht abgehandelt worden und kostete stolze 500,- RM. Er nahm später ein unerwartetes Ende: Mitten in einem Spiel hauchte er seine Luft aus, so daß die Partie mangels eines Ersatzballes ein vorzeitiges Ende nahm. Und der erste Handball? Er war ein Veteran und freundli-che Stiftung eines Gönners, hatte aber eine schwache Blase. Weil das nicht so weitergehen konnte, gab Klein-Aloys seine Schlittschuhe her. Eisen gab er für Gummi. So wurde der Handball betriebssicher. Unser Vorsitzender Willy Gill, rührig und eifrig, entwickel-te beträchtliche kaufmännische Fähigkeiten. Weil es mit einer Mannschaftsgarnitur auf die Dauer nicht weiterge-hen konnte (schon wegen der edlen Eifersüchteleien der Mannschaften untereinander), besorgte Willy bald Zwirn, und so entstand eine Garnitur mit kurzen Ärmeln für die Handballmannsqhaft, dem modischen Zug der Zeit und der Sparksamkeit entsprechend. Aber ach, nach der er-sten Wäsche hatte sich das Zeugs geweitet, und seine Träger liefen mit aufgeblähten, flügelärmeligen Trikots über den Platz wie Fledermäuse.
Jugend- und Schülermannschaften blieben in schöner Bescheidenheit bei eigenen Garnituren, die aus Unter-hemden und Hosen aller Schattierungen bestanden. -Wir blieben einfach einstweilen die Proleten des Sports. Was ist schon eine Mannschaft ohne Betreuer und Trai-ner? Sie ordnen das Training und regeln die Mannschaft-saufstellung, damals wie heute. Mit seltener Hingabe zeichneten verantwortlich: für Fußball Hermann Herbst, für Handball Josef Schulz, und der Jugend stand Anton Sinen vor. Selten haben sich Funktionäre des Vereins mit mehr Hingabe ihrer Aufgabe gewidmet als diese drei. Was sie in schwerer Zeit an Arbeit und Geld hergaben, verdient lobend festgehalten zu werden. Ein Geschäftsführer war auch dabei. Sein sportversierter Bruder behauptete von ihm, daß er vordem noch keinen Sportplatz gesehen habe. Aus reuigem Schamgefühl sei sein Name hier verschwiegen und auch deshalb, weil er sich u.a. mit der Konkurrenz, die damals sein Bruder an-führte, ständig und weidlich auseinanderzusetzen hatte. Ja, es gab schon böse Zeiten für brüderliche Zuneigung. Sport- Platz- Sorgen Unser Raphaelsplatz wurde umbenannt in Platz an der Schemannstraße und mußte bis 1967 zweimal wegen Bergschäden renoviert werden. Zwischenzeitlich be-nutzten wir den Platz an der Steeler Straße (früher Hin- denburg-Platz) zusammen mit TuS. Der Raphaelsplatz liegt an der Markscheide (Grenze der Zechen Zollverein und Dahlbusch. Die erste Renovierung des Platzes war 1957 fällig. Damit die Spielfläche wieder horizontal wurde, mußte auf einer Seite das Erdreich etwa 2 m aufgeschüttet werden. Die Kosten dafür wurden von einem der DJK wohlgesonne-nen Stadtverordneten, Heinrich Schmitt, der u.a. auch Ehrenvorsitzender der DJK war, beantragt und von der Stadt bewilligt. Die Aufschüttungsarbeiten wurden an ei-ne ordentliche Firma übergeben, die aber nach einigen Wochen in Konkurs ging. Das Geld war ausgegeben, aber der Platz war noch nicht bespielbar. Nun sprangen zwei andere Firmen ein. Die Firma Bielefeld lieferte Asche für DM 2.700,- und der Tiefbauunternehmer Wilhelm Jä-ger führte die restlichen Planierarbeiten durch. Die Rech-nungen beliefen sich auf insgesamt DM 4.600,-. Die Fir-ma Jäger wurde mit DM 50,- monatlich befriedigt. Die Fir-ma Bielefeld bekam ihr Geld, nachdem wir 1960 unser 50jähriges Jubiläum mit DM 4.600,- Gewinn abge-schlossen hatten. Aber auch danach gab es noch erhebliche Bergschä-den, die in Eigenhilfe beseitigt wurden. 1967 wurde die Bezirkssportanlage »Auf der Reihe» ein-geweiht. Von da an konnten wir dort auf dem Nebenplatz (Schwarze Asche-Platz) weiterspielen, aber die Knaben-tore mußten noch jahrelang vom Volkshaus auf diesen Platz getragen werden.
Saisonstationen Fußball
| Saison | Liga | Platz | gespielt | gewonnen | unentschieden | verloren | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1968/1969 | II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe I | 14 | 26 | 5 | 3 | 18 | 30-72 | 13 |
| 1969/1970 | II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe I | 12 | 24 | 3 | 6 | 15 | 26-57 | 12 |
| 1970/1971 | II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe I | 04 | 26 | 14 | 6 | 6 | 74-32 | 34 |
| 1971/1972 | I.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe II | 10 | 26 | 9 | 4 | 13 | 42-53 | 22 |
| 1972/1973 | I.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe II | 15 | 27 | 4 | 4 | 19 | 26-78 | 12 |
| 1973/1974 | I.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe II | 15 | 28 | 3 | 7 | 18 | 24-73 | 13 |
| 1974/1975 | II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe I | 06 | 26 | 12 | 3 | 11 | 55-50 | 27 |
| 1975/1976 | II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe II | 04 | 30 | 18 | 1 | 11 | 70-42 | 37 |
| 1976/1977 | II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe II | 04 | 28 | 17 | 3 | 8 | 71-35 | 37 |
| 1977/1978 | II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe II | 01 | 30 | 19 | 9 | 2 | 73-27 | 47 |
| 1978/1979 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe II | 11 | 30 | 11 | 4 | 15 | 44-51 | 26 |
| 1979/1980 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe II | 12 | 30 | 6 | 12 | 12 | 33-34 | 24 |
| 1980/1981 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe II | 13 | 30 | 9 | 8 | 13 | 41-48 | 26 |
| 1981/1982 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe II | 05 | 30 | 12 | 8 | 10 | 42-40 | 32 |
| 1982/1983 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe II | 14 | 30 | 9 | 4 | 17 | 47-57 | 22 |
| 1983/1984 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe II | 04 | 30 | 15 | 11 | 4 | 54-26 | 41 |
| 1984/1985 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe II | 06 | 30 | 12 | 7 | 11 | 52-42 | 31 |
| 1985/1986 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe II | 10 | 30 | 9 | 11 | 10 | 39-43 | 29 |
| 1986/1987 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe II | 10 | 30 | 10 | 6 | 14 | 29-45 | 26 |
| 1987/1988 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe II | 11 | 30 | 10 | 5 | 15 | 57-60 | 25 |
| 1988/1989 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe II | 14 | 28 | 7 | 7 | 14 | 35-51 | 21 |
| 1989/1990 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe II | 16 | 30 | 6 | 6 | 18 | 41-66 | 18 |
| 1990/1991 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe II | 02 | 28 | 17 | 6 | 5 | 77-36 | 40 |
| 1991/1992 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe II | 01 | 28 | 19 | 6 | 3 | 88-19 | 44 |
| 1992/1993 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe II | 06 | 30 | 13 | 7 | 10 | 65-42 | 33 |
| 1993/1994 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe II | 16 | 30 | 4 | 4 | 22 | 48-79 | 12 |
| 1994/1995 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe II | 14 | 28 | 4 | 5 | 19 | 32-83 | 13 |
| 1995/1996 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe II | 09 | 30 | 12 | 9 | 9 | 62-45 | 45 |
| 1996/1997 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 03 | 26 | 15 | 5 | 6 | 98-29 | 50 |
| 1997/1998 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 02 | 26 | 20 | 4 | 2 | 78-22 | 64 |
| 1998/1999 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 01 | 26 | 25 | 0 | 1 | 123-5 | 75 |
| 1999/2000 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe II | 05 | 28 | 12 | 9 | 7 | 45-34 | 45 |
| 2000/2001 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe II | 05 | 30 | 15 | 5 | 10 | 54-41 | 50 |
| Saison | Liga | Platz | gespielt | gewonnen | unentschieden | verloren | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1971/1972 | II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe II | 13 | 26 | 3 | 3 | 20 | 41-92 | 9 |
| 1974/1975 | III.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe III | 08 | 24 | 9 | 2 | 13 | 50-53 | 20 |
| 1975/1976 | III.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe III | 05 | 24 | 11 | 4 | 9 | 61-50 | 26 |
| 1976/1977 | III.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe III | 07 | 22 | 9 | 1 | 12 | 41-37 | 19 |
| 1977/1978 | III.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe III | 06 | 31 | 17 | 4 | 10 | 70-50 | 38 |
| 1978/1979 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe II | 06 | 28 | 12 | 6 | 10 | 56-45 | 30 |
| 1979/1980 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe II | 07 | 24 | 9 | 5 | 10 | 37-33 | 23 |
| 1980/1981 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe II | 01 | 26 | 19 | 4 | 3 | 77-28 | 42 |
| 1981/1982 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe II | 04 | 30 | 19 | 3 | 8 | 68-43 | 41 |
| 1982/1983 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe II | 02 | 30 | 19 | 9 | 2 | 84-27 | 47 |
| 1983/1984 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 02 | 31 | 22 | 5 | 4 | 85-27 | 49 |
| 1984/1985 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 05 | 28 | 14 | 8 | 6 | 75-43 | 36 |
| 1985/1986 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 09 | 23 | 5 | 7 | 11 | 38-52 | 17 |
| 1986/1987 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 09 | 26 | 6 | 9 | 11 | 30-50 | 21 |
| 1987/1988 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 08 | 24 | 11 | 3 | 10 | 48-38 | 25 |
| 1988/1989 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 08 | 26 | 11 | 5 | 10 | 43-46 | 27 |
| 1989/1990 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 05 | 28 | 14 | 7 | 7 | 54-32 | 35 |
| 1990/1991 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe VI | 07 | 24 | 9 | 4 | 11 | 32-28 | 22 |
| 1991/1992 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe V | 10 | 27 | 8 | 2 | 17 | 44-66 | 18 |
| 1992/1993 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 10 | 28 | 10 | 2 | 16 | 51-72 | 22 |
| 1993/1994 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 10 | 28 | 9 | 3 | 16 | 50-72 | 21 |
| 1994/1995 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 02 | 30 | 24 | 5 | 1 | 174-30 | 53 |
| 1995/1996 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 07 | 28 | 12 | 5 | 11 | 50-51 | 41 |
| 1996/1997 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe II | 11 | 26 | 5 | 7 | 14 | 37-58 | 22 |
| 1997/1998 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe V | 06 | 26 | 14 | 3 | 9 | 66-45 | 45 |
| 1998/1999 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe V | 10 | 26 | 7 | 6 | 13 | 40-63 | 27 |
| 1999/2000 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 04 | 24 | 11 | 9 | 4 | 59-38 | 42 |
| 2000/2001 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 03 | 24 | 14 | 3 | 7 | 63-37 | 45 |
| Saison | Liga | Platz | gespielt | gewonnen | unentschieden | verloren | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1984/1985 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe V | 10 | 24 | 6 | 1 | 17 | 38-104 | 13 |
Chronik Handball
Handball in Rotthausen




Die Gründung der Handballabteilung der DJK Sport-freunde Rotthausen 1910 erfolgte im Jahre 1927. Außer der Fußballabteilung gibt es z.Zt. keine Abteilung unseres Vereins, die auf eine vergleichbare Vergangenheit zu-rückschauen kann. Dieser Blick zurück soll zum einen die Erfolge, zum ande-ren aber auch die Namen der Männer aufzeigen, die den Handballsport in Rotthausen in fast sechs Jahrzehnten begleiteten. Dabei gilt der Dank allen, die mitgeholfen ha-ben, diese Chronik zu erstellen und ein Stück Rotthauser Handballgeschichte wieder lebendig werden zu lassen. Der Anfang (1927 - 1939) Das erste Handballspiel der neugegründeten Abteilung fand am 10. Oktober 1927 statt. Der damalige Abtei-lungsleiter, Paul Kamp, erinnert sich: »Wegen Umbauar-beiten auf unserem Sportplatz an der Moltkestraße (heu-te: Robert-Schmidt-Straße) spielten wir gegen DJK Ük-kendorf auf dem Platz an der Lothringer Straße. Erst 1929 konnten wir unsere Heimspiele wieder auf der Sportanlage an der Moltkestraße austragen. Die Gegner unserer Zeit waren DJK SW Neustadt, DJK Westf. 04 Gel-senkirchen, DJK TuS Altstadt und DJK Wattenscheid-Alt-stadt.« Da in den ersten Jahren ausnahmslos junge Männer aus der kath. Jugend Handball spielten, war die finanzielle und moralische Unterstützung durch die kath. Männer-vereine (u.a. kath. Bürgercasino, Knappenverein und kath. Gesellenverein) enorm groß. Aber auch die Geistli-chen der Rotthauser Pfarrgemeinde, allen voran Vikar Hackenberg, der 1932 Präses der DJK war, und sein Nachfolger Vikar Holtgrebe halfen der jungen Abteilung im Bereich ihrer Möglichkeiten tatkräftig mit. In guter Erinnerung ist den heute noch lebenden Mitglie-dern die Einweihung der vereinseigenen Sportplatzanla-ge an der Schemannstraße im Jahre 1932; entstand sie doch zu einem großen Teil auch durch die Eigenhilfe vie-ler aktiver Spieler. Mehr als 3 Jahrzehnte blieb »unser« Sportplatz Austragungsort aller Heimspiele der Hand-ballabteilung.
Neben ihrer eigentlichen Sportart, dem Handballspiel, nahmen viele Aktive der damaligen Zeit auch an leicht-athletischen Wettbewerben teil. Nochmals Paul Kamp, der gleichzeitig auch die Leichtathletikabteilung führte: »1930 starteten wir bei der Rheinstaffel in Düsseldorf, sowie bei der Industriestaffel und der Siebert-Furtkamp-Gedächtnistaffel, die beide von Bochum nach Gelsenkir-chen führten.» Als 1933 die Auflösung der DJK drohte (und später auch erzwungen wurde) und der Verein sich in TuS Rotthausen umbenannte, erfolgte der Anschluß an den Westdeut-schen Spielverband. Der Spielbetrieb konnte zwar noch bis 1939 aufrechterhalten werden, u.a. dank des uner-müdlichen Einsatzes unseres unvergessenen Platzwar-tes Heinrich Schäfer, aber mit Beginn des Zweiten Welt-krieges ruhte der Handballsport in der DJK bis zum Neu-beginn im Jahre 1948 gänzlich.
Bis 1939 trugen außerdem das noch heute traditionelle schwarz-gelbe Trikot u.a. Erich Weißkirchen (t), Hans Conczorowski (t), Bernhard Kruszona, Willi Kipp, Josef (t) und Theo Schulz, Willi (t) und Heinrich Korte, Josef Effing (t), Paul Kamp sowie Willi und Albrecht (t) Geis-mann.
Der Neuaufbau - (1948 - 1962)
Als die DJK in Rotthausen 1948 wieder ins Leben gerufen wurde, waren die Handballer die ersten, die den Spielbe-trieb aufnahmen. Gegen DJK Katernberg gelang ein um-jubeltes Unentschieden auf dem Platz an der Schemann-straße. Der Neubeginn war geschafft! Unter den Abteilungsleitern Berni Röttgers und Hennes Weiß spielte die Mannschaft im eigenständigen DJK-Ver-band, der das Sauerland, das südl. Münsterland und das östl. Ruhrgebiet umfaßte. Der Rückschlag aber folgte 1950. Immer geringer wurde die Anzahl der Aktiven und so trafen sich im Frühjahr 1950 fünf Männer zu einer Kri-sensitzung, um über die Zukunft der Abteilung zu bera-' ten. Erstmalig wurde Albert Kruse zum Obmann gewählt, und auch ein 16-jähriger gehörte zu dieser Runde: Her-mann Lücke; beide Namen sollten mit der weiteren Ent-wicklung des DJK-Handballs engverbunden bleiben. Die Marschrichtung lautete: Wir machen weiter! Zwar gingen in der kommenden Saison 1950/51 bis auf ein Unentschieden alle Spiele verloren, aber schon am Ende der Saison 1951/52 stand die Mannschaft im Endspiel um die DJK-Verbandsmeisterschaft: in Dortmund hieß der Sieger DJK Teutonia Hamm. 1953 wurde die Verbandsmeisterschaft erstmals nach Rotthausen geholt. Auf dem Bickern-Platz in Wanne-Eik-kel konnte der letztjährige Meister mit 10:5 bezwungen werden. Für die Spielstärke der damaligen, von Artur Schenk trainierten Truppe spricht, daß sie auch 1954 ge-gen DJK Märkisch Hattingen im Endspiel stand. Nach ei-ner Regenschlacht im Horster Fürstenbergstadion laute-te das Ergebnis 3:2 für Rotthausen. Kurios war der Sieg-treffer: Bei seiner ersten Endspielteilnahme warf H. Lük-ke, inmitten einer Spielertraube sitzend, das 3:2. Der Ju-bel in Rotthausen kannte keine Grenzen. Garanten für die Erfolge waren die gute Kameradschaft innerhalb der Abteilung und die Konditionsstärke der Mannschaft. Beweis hierfür ist zum einen die Tatsache, daß viele Spiele erst in der 2. Halbzeit aus dem Feuer ge-rissen wurden und zum anderen, daß Rotthausen (vor Einführung der Drittelteilung im Großfeld) dafür bekannt war, oft mit 10 Spielern stürmen zu können, und im Ge-genzug mit 10 Mann in der Verteidigung zu stehen. Da zu dieser Zeit ganzjährig Großfeldhandball gespielt wurde, mußte auch bei Eis und Schnee im Freien trainiert werden. In Eigenhilfe wurden Scheinwerfer an provisori-schen Flutlichtmasten installiert, damit der Trainingsbe-trieb auch im Winter weiterging. Den elektrischen Strom holte man hierzu aus dem Haus des damaligen Vorsit-zenden Bernhard Kruse an der Hilgenboomstraße; B. Kruse, der zeitweise auch das Amt des Abteilungsleiters übernahm, stellte außerdem bei vielen Fahrten zu Aus-wärtsspielen seinen LKW und seine VW-Busse zur Verfü-gung. Eine dieser Fahrten gestaltete sich zu einem wahren Triumphzug; nämlich die Fahrt zum Endspiel um die Ver-bandsmeisterschaft 1958 im Hagener 'schelandstadion. Einige hundert Schlachtenbummler begleiteten die Mannschaft bei ihrer vierten Endspielteilnahme und konnten anschließend einen 8:6-Sieg über DJK Märk. Hattingen feiern. In der Mannschaft, die den dritten Ver-bandsmeistertitel gewann, spielten: H. Lücke, W. Faber, B. Niehaus, T. Kmiecik, W. Nagel (t), N. u. R. Hemsing, C. Scholz, Th. Vogelsang (t), A. Schilling und G. Wortmann. Zwei Jahre später hieß der Gegner wieder DJK Märk. Hattingen. Im Rahmen der Jubiläumswoche zum 50-jäh-rigen Bestehen unseres Vereins fand das Endspiel um die Verbandsmeisterschaft 1960 auf dem damaligen Sportplatz an der Steeler Straße statt. Ein Sieg wäre der Höhepunkt aller sportlichen Jubiläumsveranstaltungen gewesen. Doch mit 10:7 Toren entführte der Gast Sieg und Verbandsmeistertitel nach Hattingen. Erfolgreich-ster Torschütze auf Rotthauser Seite bei dieser fünften und letzten Endspielteilnahme war Richard Duddek mit 4 Toren. Aber nicht nur die erste, sondern auch die zweite Mann-schaft machte in den Fünfziger Jahren von sich reden. Sie war gebildet worden als die Abteilung größer wurde und galt als gute Mischung aus älteren, erfahrenen und sehr jungen Spielern, die auf dem Sprung in die »Erste« waren. 1956, 1957 und 1958 gewann sie auf dem Groß- feld den Carl-Mosterts-Pokal, der unter den Reserve-mannschaften im Verbandsgebiet ausgespielt wurde. In bleibender Erinnerung ist allen Teilnehmern die Ehrung der Pokalsieger im Jahre 1956, die im Sitzungssaal des Düsseldorfer Landtags vom DJK-Verband vorgenommen wurde. Von der führenden Rolle der Rotthauser Nachkriegs-mannschaften im DJK-Verband zeugen auch die oftmali-gen Berufungen unserer Spieler in die DJK-Verbands-auswahl. Fast ein Jahrzehnt gehörten u.a. H. Lücke, N. Hemsing, W Nagel (t), W. Faber und R. Duddek zu dieser Auswahlmannschaft. Zahlreiche Auslandsreisen waren der Lohn für jahrelanges Training und konstant gute Lei-stungen. Einer der sportlichen Höhepunkte dieser Spiele war das Handballspiel im Rahmen des 3. Verbandstref-fens des DJK-Zentralverbandes 1959. Vor fast 10.000 Zuschauern im Dortmunder Stadion »Rote Erde« war der Gegner eine Schweizer DJK-Auswahl, die mit 23:18 To-ren die Oberhand behielt. Zu den besten Torschützen auf deutscher Seite zählte Norbert Hemsing mit drei Treffern. Doch damit ist die Reihe der Erfolge Rotthauser DJK-Handballer jener Tage noch nicht vollzählig. Zweimal, 1959 und 1962, wurde der Verbandsmeistertitel im Hal-lenhandball gewonnen. Die Spiele fanden damals noch in Turnierform statt; sie dienten in erster Linie zur Über-brückung der recht kurzen Winterpause innerhalb der Großfeldsaison.
Mit dem Gewinn der Hallenhandballmeisterschaft 1961/ 62 endete die erfolgreiche Rotthauser Handballära im ei-genständigen DJK-Verband. Als Trainer wirkten in die-sem Zeitraum Artur Schenk, Karl Klenner und Hans Mül-ler. Abteilungsleiter waren außer den schon genannten Sportkameraden, Willi Endlein und im Jubiläumsjahr 1960 Reinhold Hemsing. Der Übergang (1963 - 1972) In den Jahren 1961-1963 wurde die Spielmöglichkeit im DJK-Verband zunehmend eingeschränkt. Immer weniger DJK-Vereine waren personell in der Lage, mit einer Mannschaft an der Großfeldmeisterschaft teilzunehmen. Daher entschloß sich der damalige Abteilungsvorstand unter Leitung von A. Kruse, am 30. Januar 1964 einen An-trag auf Aufnahme in den Westdeutschen Handballver-band zu stellen. Nach schwierigen Verhandlungen mit dem DJK-Kreisverband Gelsenkirchen und nach Ein-schalten des Schiedsgerichtes im DJK-Diözesanver-band Essen wurde die Freigabe erteilt, am Spielbetrieb des Handballverbandes Westfalen teilzunehmen. Die Richtigkeit dieses Entschlusses fand vier Jahre später ihre Bestätigung, als 1968 mit dem Ende der Eigenstän-digkeit, der Sportverkehr im DJK-Verband vollends zum Erliegen kam. Der Start in der neuen Umgebung war verheißungsvoll. Auf dem Großfeld erreichte die erste Mannschaft 1966 nach zweimaligem Aufstieg die Kreisliga; in der Halle schaffte sie auf Anhieb in der Saison 1964/65 den Sprung in die A-Klasse. Die entscheidenden Siege ge-gen Eiche Wattenscheid und TB Beckhausen im Febr. 1965 errang folgende Mannschaft: L. Winter, B. Wilms, H. Lücke, Th. Schmitz, W. Nagel (t), N. Schäfers, Th. Vogel-3ang (t), R. Duddek, W. Faber u. G. Wortmann. Doch die Überalterung war zu groß, um langfristig in den höchsten Klassen des Handballkreises Gelsenkirchen zu beste-hen. Als außerdem einige ältere Spieler die Handball-schuhe an den Nagel hängten, war der Abstieg in der Halle (1967) und auf dem Großfeld (1969) nicht zu ver-meiden. im Jahre 1968, einer Zeit personeller Engpässe, kamen zehn Handballkameraden des ehem. Vereins Eichen- k .euz Rotthausen in unsere Abteilung. Da sie sehr lange mit uns befreundet waren, klappte die Integration rei-bungslos. Schon die erste gemeinsame Spielzeit 68/69 b -achte unter Trainer Heinz Conze in der Halle die Mei-terschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die A-Klasse. Meister der B-Klasse 1968/69
Nachdem 1970 die ersten Spieler aus der Jugendabtei-lung auf Anhieb in der »Ersten« einschlugen, konnte auch der Wiederaufstieg in die Kreisliga auf dem Großfeld ge-feiert werden. Es sollte der letzte Erfolg in dieser Sportart bleiben; denn parallel zur Entwicklung im Welthandball verdrängte der Hallenhandball auch in unserer Gegend das Spiel auf dem Großfeld. Seit ca. zehn Jahren wird nun ganzjährig in der Halle gespielt. Nur einige Nostalgie-Tumiere, wie z.B. unser alljährliches Altherrenturnier, e'innern noch an das einstmals so beliebte Handball-Spiel auf dem Großfeld. Gemeinsam mit diesem Turnier veranstalten wir auch im Jubiläumsjahr das schon traditionelle Kleinfeldhandball-cu 'nier um den Wolfgang-Nagel-Gedächtnispokal. Die-

