DJK Spfr. 1910 Rotthausen e.V.: Unterschied zwischen den Versionen
| Zeile 497: | Zeile 497: | ||
=== Die Jahre (1996 - 2000) === | === Die Jahre (1996 - 2000) === | ||
Als vor fünf Jahren das 85-jährige Jubiläum unseres Vereins gefeiert wurde, nahm die Hand-ballabteilung mit 2 Seniorenmannschaften (einer männlichen und einer weiblichen) am Spielbetrieb des Kreises Ruhr teil. Heute spielen wie damals eine Damenmannschaft in der Kreisliga und eine Herrenmannschaft in der 1. Kreisklasse. Auch der Spielerstamm der beiden Mannschaften ist gegenüber damals in weiten Teilen derselbe. Auf den ersten Blick ist alles unverändert geblieben. | |||
Doch in der Zwischenzeit hat es Siege und Niederlagen, Auf- und Abstiege, Trainer- und Spielerwechsel sowie eine Spielgemeinschaft gegeben; und - alle Beteiligten sind fünf Jahre älter geworden. Im Einzelnen: | |||
Die Herrenmannschaft hat mit wechselndem Erfolg in den vergangenen Jahren kontinuierlich in der 1. Kreisklasse gespielt. Auch bei der Neu-staffelung der Kreisklassen in eine erste, zweite und dritte Kreisklasse für die Saison 1999/2000 konnte die Mannschaft sich in der 1. Kreisklasse etablieren. Sie wurde zwischenzeitlich von mehreren Trainern betreut: Nach Johannes Mertmann übernahm wieder dessen Vorgänger Norbert Berens das Amt als Trainer und Betreuer, der seinerseits wieder für kurze Zeit von Axel Naguschewski abgelöst wurde. Seit der Saison 1999/2000 hat Oliver Heckmann das Amt als Spielertrainer übernommen. | |||
Der Spielerkader ist - wie bereits erwähnt -weitgehend unverändert geblieben, einige wenige Abgänge konnten durch Neuzugänge kompen- | |||
siert werden, so dass insgesamt die Leistungs-stärke der Mannschaft erhalten werden konnte. Allerdings wird sicherlich mittelfristig die zunehmende Überalterung der Spieler zu einem Problem werden. Hier kommt der Neuaufbau einer Jugendmannschaft seit 1996 fast schon etwas zu spät. Die ersten Jugendlichen der heuti-gen C-Jugend werden in ca. 5 bis 6 Jahren die Altersgrenze zum Eintritt in die Seniorenabteilung erreicht haben, und es bleibt zu hoffen, dass die jetzige Mannschaft den langen Atem hat, um den Spielbetrieb bis dahin aufrecht zu erhalten. | |||
Bei den Damen ist das Wechselbad der Gefühle mit Auf- und Abstiegen etwas extremer aus-gefallen. Nachdem mit der Saison 1995/96 Klaus Stübler das Amt des Trainers übernommen hatte, reichte es in der Meisterschaft zunächst zwar immer für einen der vorderen Tabellenplätze, das angestrebte Ziel des Aufstiegs konnte jedoch vor-erst nicht erreicht werden. Erst in der Saison 1997/98 konnten die Damen den Aufstieg aus der Kreisliga in die Bezirksliga schaffen; in der gle-ichen Spielzeit zog man auch in das Endspiel um den Kreispokal ein, das allerdings leider gegen VfL Gladbeck verloren ging. In der gleichwohl als Finalist erreichten Pokalrunde auf WHV-Ebene schied die Mannschaft erst in der dritten Runde gegen den Verbandsligisten Recklinghausen aus, nachdem zuvor mit Hamm und Plettenberg zwei Landesligisten aus dem Rennen geworfen waren. | |||
Für die Saison 1998/99 wurde auf Anfrage der Handballdamenabteilung des SuS Schalke 96 eine Handballsportgemeinschaft ins Leben gerufen. Dadurch konnten in dieser Spielzeit drei Mannschaften gemeldet werden, jeweils eine in | |||
der Kreisklasse, Kreisliga und Bezirksliga. Leider konnten die sich so zusammenfindenden Spielerinnen nicht in der Kürze der Zeit auch zu einer spielerischen Einheit geformt werden, so dass die zählbaren Erfolge ausblieben, und die erste Mannschaft den Abstieg aus der Bezirksliga hinnehmen musste. | |||
Die HSG wurde zur neuen Saison wieder aufgelöst, wobei einige der Spielerinnen, die sich von Schalke 96 in die HSG eingebracht hatten, in Rotthausen verblieben, andere in Ihren Stammverein oder andere Vereine zurückgingen. Zum Jahreswechsel 1999/2000 belegt die Mannschaft unter ihrem neuen Trainer Jörg Herspe einen Mittelplatz in der Kreisliga. | |||
Eine weibliche Handballjugend existiert derzeit nicht, und somit stellt sich auch bei den Damen das Problem, dass - um das langfristige Über-leben der Abteilung zu sichern - hier vermehrte Anstrengungen dringend erforderlich sind. | |||
Uns allen ist bekannt, dass es heute schwerer denn je ist, eine Handballabteilung in unserem Verein am Leben zu erhalten. Vorbei die Zeit, in der wir mit 5 Seniorenmannschaften und zahlre-ichen Jugendmannschaften am Spielbetrieb teil-nehmen konnten. | |||
Unser Angebot konkurriert heute mit einer Vielzahl von alternativen Freizeitangeboten und neuen Trendsportarten wie Basketball, Tennis oder auch Individualsportarten wie dem Fahren auf Skateboards oder Rollerblades. Viele früher renommierte Handballabteilungen mussten diesem Trend bereits Tribut zollen und ihre | |||
Mannschaften vom Spielbetrieb abmelden. Unser Problem ist nach wie vor auch das Fehlen einer angemessenen Sporthalle in Rotthausen. Einer solchen Halle käme nicht nur für die aktiven Sportler eine besondere Bedeutung zu, sondern sie hätte auch die Funktion eines lokalen Bezugspunktes, der in ver-stärktem Maße Aktive, Passive und jugendliche Vereinsmitglieder zusammenführen könnte, wie es bei den derzeitigen Gegebenheiten und dem dezentralen Einzugsgebiet aller Beteiligten leider nicht realisierbar ist. | |||
Vor dem Hintergrund der angeführten Probleme sei ein herzliches "Danke schön" all denen ausge-sprochen, die in den vergangenen Jahren, in welcher Funktion auch immer, zur Durchführung des Spielbetriebes, zur Organisation und zum Ablauf unseres alljährlichen Handballturnieres, zur Vorbereitung und Gestaltung unserer Weihnachtsfeiern oder sonstigen festlichen Aktivitäten, zur Planung und Realisierung des "Laubfestes" oder des Volkslaufes "Auf der Reihe" und insgesamt zum Zusammenhalt und Weiterbestehen der Handballabteilung beigetra-gen haben. | |||
Eine besonderer Dank gebührt dabei jedoch Karin Geiger als Abteilungsleiterin und Ingrid Berens als stellvertretender Abteilungsleiterin und Kassiererin, ohne die die Abteilungsführung und alle vorgenannten Aktivitäten in den vergangenen Jahren nicht möglich gewesen wären, und die sich mit besonderem persönlichen Engagement für die Belange der Handballerinnen und Handballer eingesetzt haben. | |||
== Saisonstationen Handball== | == Saisonstationen Handball== | ||
Version vom 4. Juni 2026, 11:35 Uhr
| DJK Spfr. 1910 Rotthausen e.V. | |
|---|---|
| Name | DJK Spfr. 1910 Rotthausen e.V. |
| Abkürzung | |
| Logo | |
| Vorsitz | |
| Gründung | 1910 |
| Aufgelöst | 2001 (Fusion) |
| Website | |
| Sitz | |
Chronik
Der Name Dahlbusch ist eng mit der Entwicklung Rott-
hausens verbunden. Als 1860 hier die erste Kohle geför-
dert wird, beginnt das Industriezeitalter für das Dorf Rott-
hausen, das damals etwa 1.150 Einwohner zählte. Die
Bevölkerungszahl wuchs schnell in Rotthausen. Und
1950 waren es etwa 25.700 Einwohner. 1905 war Rott-
hausen die meistbevölkerte Gemeinde der Bürgermei-
sterei Stoppenberg. 1906 erhält das wirtschaftlich blü-
hende Gemeinwesen eine eigene Kommunalverwaltung.
1924 erfolgt die Eingemeindung nach Gelsenkirchen.
Schon bald gab es in Rotthausen den Wunsch nach
sportlicher Betätigung: 1880 wurde der Turnverein Rott-
hausen gegründet, der auch heute noch Bestand hat. Ei-
ne beachtenswerte Leistung!
Der Turnverein konnte aber den sportlichen Betätigungs-
drang wegen Mangel an Übungsstätten und Sportgerä-
ten nur bei einem Teil der jungen Männer befriedigen. -
Für Frauen war Sport damals sowieso nicht gesell-
schaftsfähig.
So faßten u.a. zwei Pennäler den Plan, unter Gleichge-
sinnten Fußballsport zu betreiben. Ein gewagtes Unter-
nehmen, denn die damalige Zeit sah sich oft vor Wider-
ständen, die unüberwindlich schienen. In sehr vielen Fäl-
len stellten sich die Eltern und die Lehrerschaft dagegen.
Trotzdem wurde der Sportverein Dahlbusch 1904 ge-
gründet. Gespielt wurde in der Mergelskuhle bei Degen-
hard, aus der Lehm für die Ziegelei abgebaut wurde.
Später wurden auf einem freien Gelände hinter der Wirt-
schaft Gossen an der Mechtenbergstraße Spiele mit
>>wilden<< Vereinen ausgetragen. 1912 mußte der Spielbe-
trieb eingestellt werden, weil es keinen Nachwuchs gab.
Die Stunde Null der
Sportfreunde 1910 Rotthausen
Unterdessen trafen sich einige gleichgesinnte Mitglieder
des Katholischen Jungmännervereins Rotthausen jeden
Abend im Jugendheim an der Richard-Wagner-Straße
und vertrieben ihre Muẞestunden zunächst mit allerlei
Kurzweil, sangen fröhliche Lieder und machten vielerlei
Spiele. Dann beschloß man, sich dem damals noch ver-
pönten Fußballspiel zu verschreiben, aber nicht als >>wil-
de« Mannschaft. Nach Anschaffung der Torlatten und ei-
nes Lederballes im Jahre 1910 war der Grundstein für
den Verein gelegt, der heute auf ein 75jähriges Bestehen
zurückblicken kann. Sie gaben ihm den Namen:
Sportfreunde 1910 Rotthausen.
Zu den Gründern gehörten: Johann Schweitzer, Willi
Bruns, Fritz Borchert, Heinrich Borchert, Heinz Knieper.
Als erstrebenswertes Erziehungsideal galt bei den Grün-
dern eine gesunde Verbindung von Geist und Körper.
Aber viele Jungen mußten ihre ganze Redekunst aufbrin-
gen oder Tante und Onkel zu Hilfe holen, um von den El-
tern die Einwilligung zu erhalten, an diesem »rohen<<
Sport teilnehmen zu dürfen.
Wir können nur mit Andacht zur Kenntnis nehmen, daß
vor dem Spiel die Torstangen und alles, was man zum
Spiel benötigte, vom Jugendheim zum Moltke-Platz ge-
tragen wurde. Nach dem Spiel wurde diese kostbare Ha-
be wieder in das Jugendheim zurückgebracht.
(Anmerkung: Helmut von Moltke lebte von 1800-1891,
war preußischer Generalfeldmarschall; galt als der große
Schweiger; sein bedeutendstes Buch: »Erst wägen, dann
wagen<<).
Unter Leitung von Johann Schweitzer wurden Freund-
schaftsspiele mit Mannschaften benachbarter Gemein-
den ausgetragen. Die sportliche Betätigung wurde zu-
nächst um ihrer selbst willen ausgeübt aus Freude an der
Überwindung von Schwierigkeiten und Anerkennung der
Spielregeln. Durch Kameradschaft und Fleiß kristallisier-
ten sich die Sportfreunde 1910 Rotthausen leistungsmä-
Big bald heraus.
Als Grundsatz Johann Schweitzers und seiner Mannen
galt: »Elf Freunde müßt ihr sein, um Siege zu erringen!<<
Nach vierjähriger Aufbauarbeit, die eine erfolgreiche Zu-
kunft erwarten ließ und den Verein einigermaßen gefe-
stigt hatte, begann 1914 der 1. Weltkrieg. Der Spielbe-trieb wurde bald eingestellt, denn zahlreiche Mitglieder mußten als Soldaten am 1. Weltkrieg teilnehmen. Nach Auflösung des »Sportverein Dahlbusch 1904« wur-de der »Spielverein Rotthausen 1912« gegründet, der dem Westdeutschen Spielverband beitrat. Aber auch er mußte den Spielbetrieb im Jahre 1915, drei Jahre nach seiner Gründung, auf Grund des Kriegsausbruches ein-stellen.
Die Jahre 1919 - 1933

Viele Sportkameraden sind aus dem gewaltigen Völker-ringen von 1914 - 1918 nicht zurückgekehrt. Der Verein mußte neu aufgebaut werden. Wer die Erledigung der vielen Aufgaben, vor die ein Verein immer wieder gestellt wird, aus eigener Erfahrung kennt, weiß neben den wah-ren Freuden auch die vielen Mühen und Sorgen zu schät-zen, die nur durch unerschütterliche, innerste Überzeu-gung, an einem guten Werk mitzuarbeiten und mit fester Unterstützung der Mitglieder bewältigt werden können. Als Johann Schweitzer nach dem Krieg seine Getreuen wieder zusammentrommelte, hatten viele Sportkamera-den die kriegerischen Auseinandersetzungen der Jahre 1914-1918 mit dem Leben bezahlt oder waren verwundet heimgekehrt. Mit der inneren Überzeugung an einem gu-ten Werk zu arbeiten, übernahm Johann Schweitzer den Vorsitz und stellte sich mit seiner Erfahrung und Tatkraft in den Dienst der guten Sache Mit viel Ausdauer und Fleiß wurde wieder eine schlag-kräftige Truppe (Fußball) aufgebaut: Eine 1. Mannschaft und eine Reservemannschaft. Unter der tatkräftigen Mit-arbeit von Lehrer Buschhausen entstand eine 1. und 2. Jugend- sowie zwei Schülermannschaften. Darüber hin-aus bildete sich eine Turn- und Leichtathletikabteilung. Wenn die Erfolge auch nur örtlichen Charakter hatten, so waren es doch Achtungserfolge, die in der Heimat jedem Zuschauer Freude und Anerkennung zu zollen veranlaß-ten. An dieser Stelle sei einmal auch derer gedacht, die dem Verein an maßgeblicher Stelle treue Dienste leisteten. Es sind dies in der damaligen Vereinsführung folgende Ka-meraden:
Johann Schweitzer, Franz Peters, Theo Sandgathe, Bern-hard Mertmann, Heinrich Schmitt, Richard Sandgathe, Hugo Stockmann, Hans Verfürth und August Röttgers.
In der Geschäftsführung betätigten sich die Kameraden Johann Furtkamp, Fritz Flashove und Josef Falkenberg. Als Kassierer fungierten: Johann Olbrich, Anton Dickel-bach, Emanuel Gommert und Anton Besau. Die Jugendleitung lag in den bewährten Händen der Ka-meraden Frieler, Mathias Dinkelbach, Bernhard Stock-mann und Fritz Baumeister, während die Turnabteilung von unseren Kameraden Eduard Schwinning, Willi Korte und Hans Müller geleitet wurde. Die DJK verstand sich damals als rein katholischer Ver-ein. Es war selbstverständlich, daß man sonntagmor-gens gemeinsam in die Messe ging. Wer dabei unent-schuldigt fehlte, der mußte damit rechnen, bei der Mann-schaftsaufstellung nicht berücksichtigt zu werden. Dem vielfachen Wunsch nach einer Zentrale für alle ka-tholischen Vereine wurde 1920 in Würzburg durch die Gründung des »DJK Reichsverbandes für Leibesübun-gen in katholischen Vereinen« entsprochen. Es war selbstverständlich, daß wir uns dem DJK-Verband an-schlossen.
Gründung der Handballabteilung 1927
Die Abteilung erblickte das Licht der Welt am 15. Februar 1927. Einige Kameraden, die sich bisher leichtathletisch betätigten, fanden Gefallen am »Ergänzungssport« dem Handball. Es waren die Kameraden: W. Borgemeister, Albr. Geismann, Willi Geismann, Helm. Hag, Willi Kap, R. Korte, Th. Korte, Paul Kamp, W. Leismann, H. Müller, Aug. Röttgers, Josef Schulz, Th. Schulz, Obmann der Hand-baller war P. Kamp, der Platz an der Lothringer Straße die erste Wirkungsstätte. Der Kamerad Paul Kamp leitete die Handballabteilung vom Tage der Gründung bis 1933 mit viel Geschick.
Erfolge im Tischtennis, Turnen und in der Leichtathletik In unserer Tischtennisabteilung hatten wir sehr gute Spieler, die auch die Westfalennneisterschaft errangen. Dazu gehörten: Andreas Lobbert, Bruno und Helmut Spengler, Hermann Frieling, Hugo Weißkirchen, Jupp Stamm u.a.
Auch unsere Leichtathleten errangen die Landesmei-sterschaft in der 3 x 1000 m Staffel mit Willi Besau, Franz und Albrecht Geismann. Im 100 m - Lauf errang August Röttger Meisterehren, auch Hans Müller u.a. -In dieser Zeit entwickelte sich auch unsere Turnabteilung erfreulich.
1930 - Die DJK-Fußballer werden Landesmeister Die Gelsenkirchener Zeitung schreibt in ihrer Sportrund-schau vom 30.01.1930 u.a.: »Ein schwarzer Tag des Lan-desmeisters DJK Falke. Überzeugender Sieg von Rott-hausen 1910. Falkes erste Niederlage. Von Rotthausen 1910 mit 5:1 besiegt. 1.500 Zuschauer erlebten einen heißen Kampf - Verdienter Sieg Rotthausens. Ein selten schöner und sonniger Vorfrühlingstag stellte sich gestern, kalendermäßig sehr voreilig, in Gelsenkir-chen vor. Wohltuende Sonne warf ihre Reflexe auf die Er-de und weckte den ahnungslosen Erdenbürger aus win-terlicher Beschaulichkeit und Zurückgezogenheit auf. Das war eine Begünstigung ohne gleichen, die selbst, wenn sie auch ausgeblieben wäre, eine bewegte Fußball-gemeinde nicht von dem Besuch des mit prickelnder Spannung erwarteten Fußballspiels abgehalten hätte, wie das gestern bei dem DJK-Großkampf Rotthausen ge-gen Falke in Rotthausen der Fall war. Das Wörtchen »ah-nungslos« wird in der Geschichte des Gaufußballs in ganz Westdeutschland zu einem kritischen Wendepunkt für Falke. Wir könnten den voreiligen Lauf unserer Zeit mit dem Lauf der Fußballdinge vergleichen und daraus gefühlsmäßig resultieren: Nach dieser Zeit kommt eine andere.
1931-1932 — Bau des Raphaelsplatzes an der Schemannstraße
Im Laufe der Zeit wurde der Sportplatz an der Moltkestra-ße dem immer reger werdenden Spielbetrieb nicht mehr gerecht. Die Pfarrgemeinde entschloß sich deshalb 1931, einen eigenen, besseren Platz zu bauen. Dazu pachtete die Pfarrgemeinde ein Gelände an der Sche-mannstraße von der Zeche Dahlbusch. Mangels ausreichender Bargeldmittel kam es auf jeden einzelnen an, das fehlende Geld durch persönliche Ein-zelleistung zu ersetzen. So manch alter Kämpfer aus un-seren Reihen griff zu Hacke und Schaufel, um durch sei-nen selbstlosen Einsatz die Anlage fast aus eigenen Mit-teln erstellen zu helfen. Unter den Helfern waren auch viele, der damals ca. 6 Mil-lionen Arbeitslosen, die unentgeltlich halfen. Die Um-kleideräume wurden im Rohbau durch eigene Handwer-ker errichtet. Hugo und Bernhard Stockmann schweiß-ten in ihrer Freizeit, oft bis in die Dunkelheit, die Barriere. Vikar Hackenberg (1900-1945) vermittelte über seinen Bruder, den OB von Gladbeck, daß die DJK Birkenbäum-chen zur Bepflanzung des Sportplatzes im Haus Wittri n-gen, in Gladbeck, abholen konnte. Den Transport der Bir-kenbäumchen übernahm Clemens Schappert mit sei-nem Goliath-Dreirad. 1932 war dann das ersehnte Ziel erreicht: Es war eine re-präsentable Sportstätte zur Erziehung und Ertüchtigung der Deutschen Jugend fertiggestellt. Sie war später so manchen Sonntag Anziehungspunkt für viele Tausend Zuschauer. Damals waren nicht nur die Gedanken unserer Mitglie-der, sondern auch die weiter Kreise der Gelsenkirchener Bevölkerung auf das sportliche Geschehen unserer Sportvereinigung gerichtet. Wir wollen an dieser Stelle nicht versäumen, all den Ge-treuen noch einmal für ihre unermüdliche Mitarbeit zum Aufbau dieses Platzes zu danken. Am 19. Juni 1932 wur-de die neugeschaffene Anlage in einem besonderen Rahmen eingeweiht.
Pfarrer Wagner kommt in der Kutsche zur Platzweihe Herr Pfarrer Wagner, ein Mann durch sein weltweites Wis-sen und seine hervorragende Befähigung Führer einer großen Gemeinschaft zu sein, allgemein beliebt, konnte bei diesem Sportgeschehen mehr als 10.000 Zuschauer, die das weite Rund der Kampfbahn füllten, begrüßen. Diese Begeisterung war für die »Erbauer« dieser Anlage wohl der schönste Lohn. Nach der Begrüßungs- und Weiherede umrahmten leichtathletische Wettkämpfe das Hauptereignis, das Fußballfreundschaftsspiel gegen unsere holländischen Gäste. Besondere Begeisterung unter den Zuschauern löste das Eintreffen eines Flugzeuges über der Kampf-bahn aus, das nach einigen Schleifen den Ball zum Spielbeginn abwarf. Das Sportflugzeug war auf dem Flugplatz Rotthausen, dem heutigen Gelände der Trab-rennbahn, gestartet und landete anschließend auch wie-der dort. Nach einem jederzeit fair und sportlich geführten Kampf siegte unsere Mannschaft mit 6:1 Toren. Diese Platzwei-he darf von uns in jeder Beziehung als ein Markstein un-serer Vereinsgeschichte bezeichnet werden.
Fußballboom in Rotthausen 1919 - 1933
In diesen Jahren entstehen neun neue, insbesondere Fußball spielende, Vereine. Damit gab es 1933 mindestens elf Fußball spielende Vereine in Rotthausen, die ihre Spiele auf sieben Sportplät-zen abwickelten. Es kam schon vor, daß drei Vereine ihre Spiele am glei-chen Sonntag auf dem einen Platz an der Lothringer Straße durchführten, z.B. um 11.00 Uhr DJK; um 13.00 Uhr Club für Rasenspiele; um 15.00 Uhr Rotsport.

| Vereinsname | Gründungsjahr | Sportplatz |
|---|---|---|
| Sportfreunde Rotthausen | 1910 | Sportplatz Robert-Schmidt-Straße u. Lothringer Straße (auch Sus 96) Moltkeplatz; ab 1932 Raphaelplatz Schemannstraße |
| Spielverein Rotthausen | 1912 | Mechtenbergstraße |
| Club für Rasenspiele | 1919 | Lothringer Straße |
| Sportklub Weindorf | 1920 | Gasometer (in Ückendorf) |
| Arbeitersport Rotthausen | 1920 | Hindenburgschule Steeler Straße |
| Viktoria Rotthausen | 1922 | Stadtgarten Kinderdorf |
| Sportfreunde Eichenbusch | 1925 | Eichenbusch |
| Rotsport Rotthausen | 1925 | Lothringer Straße |
| Delog Rotthausen | 1929/30 | Bahnhof-Rotthausen |
| Dahlbusch Rotthausen | 1930 | Bahnhof-Rotthausen |
| Friedberg Rotthausen | 1930 | Lothringer Straße |
1933 - 1945 unter dem NS-Regime
Wir waren 1933 ein gesunder Verein mit fünf Abteilun-gen: Fußball, Handball, Tischtennis, Leichtathletik und Turnen. Das nationalsozialistische Regime, daß 1933 die Regie-rungsgewalt im Deutschen Reich übernahm, verbot 1935 im Zuge der Gleichschaltung den Reichsverband »Deut-sche Jugendkraft, Verband für Leibesübungen in katholi-schen Vereinen«, zu dem sich unser Verein bekannte. Bis dahin diente er in Freiheit und voller Entfaltung seiner guten Kräfte der Ertüchtigung der katholischen Jugend schon ab 1920. Seine Gliederungen, traditionsstolze und um die Jugend verdiente Vereine, wurden zwangsweise aufgelöst oder lösten sich selbst auf. Nicht so war es in Rotthausen. In weiser Voraussehung setzten sich die damaligen Ver-antwortlichen im Jahre 1933 zusammen und fragten sich, was wird aus uns; denn die damaligen Machthaber verboten alles, was Ihnen nicht genehm war. Nach einer Fusion mit der DJK TuS Altstadt, trat man nach reiflicher Überlegung unter dem Namen »Turn- und Sportfreunde 1910 Rotthausen« zum Westdeutschen Spielverband über. Der Drang zu sportlichem Tun suchte einen Ausweg und man glaubte, ihn im Übertritt zum Westdeutschen Sportverband gefunden zu haben. Diese bewährten Führungskräfte stellten sich durchweg dem Sport auch weiterhin mit recht achtbarem Einsatz zur Verfügung. Unter dem neuen Namen wollte man den gu-ten, alten Geist bewahren. Auch die Spieler und Mitglieder blieben fast ausnahms-los dem Verein treu. TuS 1910 Rotthausen Noch im gleichen Jahre 1933 wurde die Handballabtei-lung beim Deutschen Handballbund angemeldet und die Fußballabteilung beim WSV (Westdeutscher Spielver-band). Unsere Fußballmannschaft wurde der I. Kreisklas-se zugeordnet. Der zweite Weltkrieg beginnt. Ein Verein nach dem anderen muß seinen Spielbetrieb einstellen, so daß später der gesamte Sportbetrieb zum Erliegen kommt. TuS Rotthausen war einer der letzten Vereine, der zum Erliegen kam. Trotz Bombenhagel und Granatsplitter, trotz Hunger und Entbehrungen stellten sich Männer zur Verfügung, wenn die verbliebenen Jungen und die Front-urlauber Sport betreiben wollten. Oft kam es vor, daß während eines Spieles Fliegeralarm gegeben wurde. Heinrich Schäfers, bekannt als Platzwart des Raphael-platzes, führte seine Schar in den nahen Bunker, um nachher das unterbrochene Spiel fortzusetzen. In Schä-fers Mannschaften standen neben über 40jährigen eben aus der Schule entlassene Jungen. Gespielt wurde auf jeden Fall.
Die Entwicklung nach 1945
Lebt die DJK Sportfreunde 1910 Rotthausen weiter im TuS 1910 Rotthausen?
Große Schwierigkeiten am Anfang des Aufbaus beim TuS
Das mörderische Ringen ist beendet. Nach und nach kommen die übriggebliebenen Kameraden aus dem Feld zurück. Eine große Anzahl aber kehrt nicht mehr heim; gefallen, vermißt, gefangen. Vielen von uns ist noch in bester Erinnerung, welche enormen Sorgen und Beschwernisse auf jeden einzel-nen lasteten. Stadt und Land waren verwüstet, die harte Zeit der Besatzung darf nicht unerwähnt bleiben, ein je-der stand vor einem Nichts, die wenigen erhaltenen Häu-ser voller Flüchtlinge, einfachste Kleidungsstücke und die notwendigsten Nahrungsmittel fehlten. Wie soll unter diesen geschilderten Umständen unser Vereinsgebilde, das auf idealistischer Grundlage basiert, diese Belastun-gen überstehen und sich dennoch in sportlicher Hinsicht Fundamente für ein gesundes Vereinsniveau schaffen? Unser schöner Sportplatz ist durch Bomben stark verwü-stet. Heinrich Schäfer war es, der die Trommel rührte. Man rückte wieder mit Schaufel und Hacke zum Platz, um ihn bespielbar zu machen. Bald war es geschafft und der Spielbetrieb konnte langsam wieder anlaufen.
Paul Kamp führt die Handballabteilung Im März 1946 »blühte neues Leben aus den Ruinen«. Paul Kamp übernahm wieder die Leitung der Abteilung. Das erste Spiel wurde auf dem Sportplatz an der Schemann-straße gegen die alten Freunde vom TV Heßler ausgetra-gen.
Schon 1947 kam man zu bedeutenden Erfolgen. Die I. Seniorenmannschaft und die Jugendmannschaft wur-den Meister des Kreises Gelsenkirchen. 1948 gelang der Aufstieg zur Landesliga. Leider fehlte es an Erfahrung, so daß der Abstieg am Ende der Serie nicht zu vermeiden war.
Die Fußballer des TuS erringen unter Ernst Sontow große Erfolge Im Jahre 1946 wurden nach diesem Weltkrieg erstmalig wieder Fußballmeisterschaftsspiele ausgetragen. Im Spieljahr 1948/1949 gelang dann den Fußballern un-ter Führung und persönlicher Mitwirkung des damaligen Trainers und Verbandstrainers Ernst Sontow der Sprung auf den 2. Tabellenplatz. Überleitung Nach allem, was von 1933-1947 vom TuS 1910 Rotthau-sen berichtet wurde, ist der TuS der wirkliche Nachfolger des alten DJK-Vereins. Nur eines ist beim TuS auf der Strecke geblieben: Die fe-ste, kirchliche Bindung. Genau dieses Manko der kirchli-chen Bindung wollten andere Sportfreunde ausgleichen, die den Gedanken der DJK nach dem 2. Weltkrieg wieder aufgriffen. In informativen Gesprächen zwischen der Führung der kath. Jugend Rotthausens und dem Vorstand des Ver-eins »TuS 1910« tastete man die Möglichkeiten einer ge-meinsamen Arbeitsgrundlage ab. Der gute Wille auf bei-den Seiten war zwar unverkennbar, reichte aber nicht aus, um Schwierigkeiten auszuräumen, die sich in Jah-ren des Auseinanderlebens aufgetürmt hatten. Selbst die geistige Führung des Bundes der Deutschen Kath. Jugend konnte keinen klaren Weg zeigen.
1948 - Wiedergründung der DJK Sportfreunde Rotthausen 1910
Es wäre schade, wenn diese Zeit der Vergessenheit an-heimfiele und wir unsere Herkunft verleugneten. Am Anfang war ein Kolpingpräses, Vikar Vormweg. Er war wegweisend für uns. Seine Sorge galt der Jugend. Mit Eifer vertrat er immer wieder den Gedanken der Ju-genderziehung bei gleichzeitiger Leibesertüchtigung. Er hatte die wohlwollende Unterstützung unseres Pastors Schieferecke. War es ein Zufall, daß beide dickschädeli-ger, sauerländischer Herkunft waren. Der werdende Ver-ein brauchte viel hartnäckige Beharrlichkeit - und die hatten seine Geburtshelfer in reichem Maße. In informativen Gesprächen zwischen der Führung der katholischen Jugend Rotthausens und dem Vorstand des Vereins »TuS 1910« tastete man die Möglichkeiten ei-ner gemeinsamen Arbeitsgrundlage ab. Der gute Wille auf beiden Seiten war zwar unverkennbar, reichte aber nicht aus, um Schwierigkeiten auszuräumen, die sich in Jahren des Auseinanderlebens aufgetürmt hatten. Selbst die geistige Führung des Bundes der Deutschen Kath. Jugend konnte keinen klaren Weg zeigen. Im März 1948 beschloß man in Rotthausen endlich, wie kurz zuvor an anderen Orten, die Deutsche Jugendkraft wieder aufleben zu lassen. Der Verein nannte sich nun wieder wie ehedäm DJK Sportfreunde Rotthausen. Er betrachtet sich seitdem als Traditionsträger des alten, 1910 vom Kath. Jungmännerverein gegründeten Vereins und bekennt sich überzeugt zu den Idealen der Deut-schen Jugendkraft. I. Vereinsvorsitzender wurde Willy Gill. Die materiellen Schwierigkeiten der DJK nach 1948 und wie sie überwunden wurden Damals wurde der Appetit nur nach Kalorien geregelt, und die Bedürfnisse des täglichen Lebens ordneten Be-zugscheine. Ihr Spätgeborenen, laßt Euch von den Alten berichten, was das bedeutete. In den auf 1948 folgenden Jahren waren die Schwierig-keiten groß. Der alte, aus der DJK hervorgegangene Füh-rungsstamm sperrte sich der Mitarbeit. Demgegenüber stand die Begeisterung junger Leute, die unbeschwert und ausdauernd den Verein lebensfähig machten. Man schloß sich gleich dem Zentralverband der Deutschen Jugendkraft an und ist seitdem dort ein geachtetes Glied. Die Jugend wollte Sport in geordneten Mannschaften, und die Zugehörigkeit dazu wies seit jeher das Trikot aus. Eine wichtige Sache. Zwar gab die Kolpingsfamilie eine erste Starthilfe von 2.000,- DM, aber weder für das Geld noch für gute Worte war eine Sportkleidung zu bekom-men. So kam es, daß die Aussteuer einer Jungfer geop-fert wurde, was damals nicht ungewöhnlich war, und aus schönsten Bettüchern entstanden (natürlich) nach Maß geschneiderte Trikots. War das eine Freude, als die erste Handballmannschaft in bettuchgebleichter Garderobe auf das Spielfeld lief und sich der DJK Katernberg zum Kampf stellte! Es gab einen prächtigen Einstand, und man trennte sich brüderlich unentschieden. Wahrlich, ein schöner Erfolg gegen die Routiniers! Die schweißge-tränkten Trikots übernahm sofort die erste Fußballmann-schaft und spielte damit vor der gleichen Kulisse. Übrigens, der erste Fußball war der englischen Besat-zungsmacht abgehandelt worden und kostete stolze 500,- RM. Er nahm später ein unerwartetes Ende: Mitten in einem Spiel hauchte er seine Luft aus, so daß die Partie mangels eines Ersatzballes ein vorzeitiges Ende nahm. Und der erste Handball? Er war ein Veteran und freundli-che Stiftung eines Gönners, hatte aber eine schwache Blase. Weil das nicht so weitergehen konnte, gab Klein-Aloys seine Schlittschuhe her. Eisen gab er für Gummi. So wurde der Handball betriebssicher. Unser Vorsitzender Willy Gill, rührig und eifrig, entwickel-te beträchtliche kaufmännische Fähigkeiten. Weil es mit einer Mannschaftsgarnitur auf die Dauer nicht weiterge-hen konnte (schon wegen der edlen Eifersüchteleien der Mannschaften untereinander), besorgte Willy bald Zwirn, und so entstand eine Garnitur mit kurzen Ärmeln für die Handballmannsqhaft, dem modischen Zug der Zeit und der Sparksamkeit entsprechend. Aber ach, nach der er-sten Wäsche hatte sich das Zeugs geweitet, und seine Träger liefen mit aufgeblähten, flügelärmeligen Trikots über den Platz wie Fledermäuse.
Jugend- und Schülermannschaften blieben in schöner Bescheidenheit bei eigenen Garnituren, die aus Unter-hemden und Hosen aller Schattierungen bestanden. -Wir blieben einfach einstweilen die Proleten des Sports. Was ist schon eine Mannschaft ohne Betreuer und Trai-ner? Sie ordnen das Training und regeln die Mannschaft-saufstellung, damals wie heute. Mit seltener Hingabe zeichneten verantwortlich: für Fußball Hermann Herbst, für Handball Josef Schulz, und der Jugend stand Anton Sinen vor. Selten haben sich Funktionäre des Vereins mit mehr Hingabe ihrer Aufgabe gewidmet als diese drei. Was sie in schwerer Zeit an Arbeit und Geld hergaben, verdient lobend festgehalten zu werden. Ein Geschäftsführer war auch dabei. Sein sportversierter Bruder behauptete von ihm, daß er vordem noch keinen Sportplatz gesehen habe. Aus reuigem Schamgefühl sei sein Name hier verschwiegen und auch deshalb, weil er sich u.a. mit der Konkurrenz, die damals sein Bruder an-führte, ständig und weidlich auseinanderzusetzen hatte. Ja, es gab schon böse Zeiten für brüderliche Zuneigung. Sport- Platz- Sorgen Unser Raphaelsplatz wurde umbenannt in Platz an der Schemannstraße und mußte bis 1967 zweimal wegen Bergschäden renoviert werden. Zwischenzeitlich be-nutzten wir den Platz an der Steeler Straße (früher Hin- denburg-Platz) zusammen mit TuS. Der Raphaelsplatz liegt an der Markscheide (Grenze der Zechen Zollverein und Dahlbusch. Die erste Renovierung des Platzes war 1957 fällig. Damit die Spielfläche wieder horizontal wurde, mußte auf einer Seite das Erdreich etwa 2 m aufgeschüttet werden. Die Kosten dafür wurden von einem der DJK wohlgesonne-nen Stadtverordneten, Heinrich Schmitt, der u.a. auch Ehrenvorsitzender der DJK war, beantragt und von der Stadt bewilligt. Die Aufschüttungsarbeiten wurden an ei-ne ordentliche Firma übergeben, die aber nach einigen Wochen in Konkurs ging. Das Geld war ausgegeben, aber der Platz war noch nicht bespielbar. Nun sprangen zwei andere Firmen ein. Die Firma Bielefeld lieferte Asche für DM 2.700,- und der Tiefbauunternehmer Wilhelm Jä-ger führte die restlichen Planierarbeiten durch. Die Rech-nungen beliefen sich auf insgesamt DM 4.600,-. Die Fir-ma Jäger wurde mit DM 50,- monatlich befriedigt. Die Fir-ma Bielefeld bekam ihr Geld, nachdem wir 1960 unser 50jähriges Jubiläum mit DM 4.600,- Gewinn abge-schlossen hatten. Aber auch danach gab es noch erhebliche Bergschä-den, die in Eigenhilfe beseitigt wurden. 1967 wurde die Bezirkssportanlage »Auf der Reihe» ein-geweiht. Von da an konnten wir dort auf dem Nebenplatz (Schwarze Asche-Platz) weiterspielen, aber die Knaben-tore mußten noch jahrelang vom Volkshaus auf diesen Platz getragen werden.
Die Jahre (1986 - 1990)
In der letzten Festzeitschrift zum 75jährigen Jubiläum versprachen wir — der Fußballvorstand — alles dafür zu tun, daß die Abteilung auch weiterhin sportlich im Aufwind bleibt. Dieses Versprechen konnten wir trotz aller Bemü-hungen nicht halten. Im Gegenteil: wir mußten sogar noch froh sein, daß wir aufgrund des Zusammenbruchs der gesamten Fußballjugendabteilung im Jahre 1985 und des dadurch fehlenden Nachwuches überhaupt in der Lage waren, bis heute immer zwei Mannschaften stellen zu können. Dies war oft nur duch die Unterstützung einiger Altherrenspieler möglich. Erschwerend kam hinzu, daß ab der Saison 86/87 alle sportlichen Posten neu besetzt werden mußten: Anton Minnebusch mußte aus gesundheitlichen Gründen aufhö-ren — Töne und Frau Inge waren fast 10 Jahr für die Betreuung und Begeisterung der II. Mannschaft zuständig; unter seiner Leitung spielte die Zweite fast immer an der Tabellenspitze der Kreisliga C mit. Als Nachfolger konnte schließlich Jürgen Vetter gewonnen werden. Bei der I. Mannschaft hörte Übungsleiter Alfred Becker auf, die „Seele der Ersten" Reinhard Lamers zog nach Süd-deutschland, um dort neue Kontakte zu knüpfen. Ersatz für Reinhard zu finden war besonders schwer, weil jeder Angst hatte mit ihm verglichen zu werden. Das war auch verständlich, da er die I. Mannschaft 6 Jahre hervorra-gend betreute und auch die Abteilungsarbeit unterstützte. Karl Hildebrandt übernahm für eine Saison diesen Posten; Nachfolger wurde dann Bernhard Erckmann, der seinerseits für die Saison 90/91 einen neuen Nachfolger sucht, damit er sich wieder verstärkt anderen Aufgaben widmen kann. Durch das Ausbleiben des eigenen Nachwuchs (mind. noch bis 1996) kam eine teilweise neue Aufgabe auf uns zu: wir mußten uns verstärkt auf dem Spielermarkt umsehen. Es hört sich vielleicht einfach an, ist aber sehr schwierig, da wir 1. nicht die finanziellen Möglichkeiten haben, für „Topleute" die sogenannte Ablöse zu zahlen und 2. die Spieler unbedingt menschlich zu unserem Verein passen sollten. Deshalb wurde ab 1985 auch der
Vorstand verstärkt. Zu dem bisherigen Team — Jürgen Hendann, Wolfgang Hendann und Bernward Kiefer (Berthold Berens war inzwischen zur Fußballjugend ge-wechselt, um sich um den Neuaufbau zu kümmern) —kamen für 3 Jahre Peter Gbur als neuer Abteilungsleiter und Wolfgang Bergeritz für Sonderaufgaben, bzw. später auch als 2. Geschäftsführer. Ab 1988 führte Jürgen Hendann wieder die Abteilung; als Stellvertreter wurde Erwin Kessler neu hinzugewählt. Wie überall — wo der sportliche Erfolg ausbleibt —drehte sich auch bei uns das Trainerkarussel etwas schneller:
Saison 85/86 —Saison 86/87 —Saison 87/88 —Saison 88/89 —Saison 89/90 —
Alfred Becker Hermann Baldus Hermann Baldus Anton Minnebusch/Peter Gbur Peter Gbur
Obwohl wir uns in den letzten Jahren immer wieder durch gute Einzelspieler — vornehmlich aus dem Herner Raum —verstärken konnten und wir uns erhofften (mancheiner träumte vor der Saison sogar vom Aufstieg) im oberen Drittel mitspielen zu können, kam es leider ganz anders. Beim Abschluß der Hinrunde standen wir meistens auf einem Abstiegsplatz, der dann bis Saisonende immer wieder durch großen Einsatz wieder verlassen werden konnte. In der letzten Saison war es allerdings so weit: auf neutralem Platz in Beckhausen mußten wir um den Verbleib in der Kreisliga B ein Relegationsspiel gegen Viktoria Resse austragen. Und hier zeigte es sich einmal mehr was die Abteilung und den Verein DJK Spfr. Rotthausen auszeichnet— in der Not halten alle zusammen: weit über 100 Rotthauser Zuschauer — darunter viele ehemalige Fußballspieler und jede Menge Aktive aus der Damen- und Herrenhandballabteilung, sowie aus der Fußball-Altherrenabteilung — feuerten unsere Mannschaft um 3:1-Sieg an. Der Abstieg war wiedereinmal vereitelt. Daß Publikumsliebling Georg Moshövel (mit 40 Jahren noch der Schnellste) diesmal kein Tor schoß. war dabei nur noch Nebensache. Auch in der laufenden Saison müssen wir wieder gegen den Abstieg kämpfen.
Übungsleiter Peter Gbur verjüngte die Mannschaft und führte eine zusätzliche Trainigseinheit ein. Die Kamerad-schaft wurde bereits gefestigt; zum gefestigten Mittelfeld-platz fehlen allerdings noch einige Punkte. Natürlich machte die personelle Schwächung auch nicht vor der II. Mannschaft halt. Obwohl besonders unter Jürgen Vetter als Trainer von 1986-1988 und auch mit Alex Cornelius von 1988 bis heute die Kameradschaft großgeschrieben wurde, konnten die Erfolge der früheren Jahre — Kampf um die Meisterschaft in der Kreisliga C —nicht erreicht werden. Trotz häufigen guten Starts kam am Saisonende meistens nur ein guter Mittelfeldplatz heraus. Dies ist jedoch auch verständlich wenn man bedenkt, daß die II. Mannschaft laufend Spieler an die I. Mannschaft abgeben mußte und daß während einer Saison bis zu 35 verschiedene Spieler eingesetzt wurden. Für die Betreuer war es deshalb nie einfach: einerseits mußten Altherren-spieler angesprochen werden, die auch über einen längeren Zeitraum einspringen konnten; andererseits kamen dadurch aber auch manchmal jüngere Spieler nicht zum Einsatz. Da Jüngeren das Warten wie bekannt meistens schwerfällt, blieb der eine oder andere dann wieder eine Zeitlang weg. Die II. Mannschaft kann trotzdem auch in den nächsten Jahren wieder um die Meisterschaft mitspielen, wenn 1. die Mannschaft ver-jüngt wird, 2. die Jüngeren dann aber auch „bei der Stange bleiben" und vor allem 3. der vom Verein angebotene zweite Trainingstag von allen wahrgenommen wird. Das alljährliche Turnier zum Gedächtnis an unseren ehemaligen Vereinspräsidenten Willi Gill konnte aufgrund von neuen Kreisvorschriften nur noch deshalb durchge-führt werden, weil es dem Vorstand immer wieder gelang dem Fußballkreis ausreichend Schiedsrichter zu melden, so daß einer Turniergenehmigung nichts mehr im Wege stand. Trotzdem suchen wir noch dringend neue Schieds-richter. Unsere derzeitigen „Männer in Schwarz" sind: Jürgen Vetter, Wolfgang Guss, Michael Schuhmann. Als herausragendes Ereignis kann man das Saisonvorbe-reitungspiel aus dem Jahre 1986 bezeichnen: am 2.7. spielte eine Kombination aus unserer I. und II. Mannschaft
vor über 1000 Zuschauern gegen die komplette Profi-mannschaft des FC Schalke 04; das Spiel konnte nach schwachem Start (0:3 nach 15 Min.) verständlicher Weise nicht mehr gewonnen werden — siehe hierzu auch die Sonderseite. Wir haben diesmal absichtlich über die geselligen Veran-staltungen nicht berichtet, obwohl diese nach wie vor gelungen sind, da wir uns durch diesen Negativbericht einen positiven Zulauf von Spielern und Gönnern erhof-fen. gez. der Vorstand
Ab 1990 mit:
Wolfgang Bergeritz— Abteilungsleiter
Erwin Kessler— stellv. Abteilungsl.
Wolfgang Hendann—Geschäftsführer
Bernward Kiefer-1. Kassierer
Ralf Töpfer— 2. Kassierer
Jürgen Hendann — Werbung und Öffentlichkeitsarbeit
Altherren-Abteilung
Im Jubiläumsjahr 1970 kam der Gedanke auf, eine Altherrenmannschaft zu gründen. Der Gedanke wurde in die Tat umgesetzt. In der Festwoche zum 60jährigen Bestehen, wurde ein Spiel gegen den Nachbarverein TUS 1910 ausgetragen, das mit 3:0 für die Jugendkraftler gewonnen wurde. Aus der Absicht gelegentlich einige Spiele auszutragen, wurde ein anstrengender Spielplan, der über das ganze Jahr geht. Heinz Verhoven war der erste Abteilungsleiter. Unter seiner Führung wuchs die Altherren-Abteilung langsam aber stetig zur eigenständigen Abteilung innerhalb der Fußball-Abteilung. 1974 stellte sich Hermann Staudinger als Geschäftsführer der Altherren-Abteilung, Heinz Verhoven zur Seite, der das Arbeitsvolumen für eine Person nicht mehr zu bewältigen war. Der Aufwärtstrend hielt an. 1981 wurde die Fußball Altherren-Abteilung als eigenständige Abteilung, mit Sitz und Stimme im Gesamtvorstand, auf Antrag, vom Gesamtvorstand bestätigt. Ab 1982 läuft der Spielbetrieb mit zwei Mannschaften.
Seit Januar 1983 wurde aus Altersgründen eine Altliga-mannschaft gegründet. 1985 wurde Jürgen Hendann neuer Abteilungsleiter, da Heinz Verhoven aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stand. Seit 1987 führt Alfred Verse die Altherren-Abteilung.
Der Vorstand der Altherren-Fußball-Abteilung:
Abteilungsleiter Alfred Verse
Geschäftsführer Günther Perrech
Kassierer Werner Neuberg
Obmann Bernhard Rieger
Spielführer Gerd Lemke
Obmann Hermann Staudinger
Spielführer Wolfgang Hendann
Die sportlichen Erfolge der Altherren-Fußball-Abteilung
1984 Altherren Fußball Diözesanen Meister
1986 Altliga Fußball Diözesanen Meister
1989 Altliga Fußball Diözesanen Meister
Die Jahre (1991 - 1995)
Die Jahre (1996 - 2000)
Saisonstationen Fußball
| Saison | Liga | Platz | gespielt | gewonnen | unentschieden | verloren | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1968/1969 | II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe I | 14 | 26 | 5 | 3 | 18 | 30-72 | 13 |
| 1969/1970 | II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe I | 12 | 24 | 3 | 6 | 15 | 26-57 | 12 |
| 1970/1971 | II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe I | 04 | 26 | 14 | 6 | 6 | 74-32 | 34 |
| 1971/1972 | I.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe II | 10 | 26 | 9 | 4 | 13 | 42-53 | 22 |
| 1972/1973 | I.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe II | 15 | 27 | 4 | 4 | 19 | 26-78 | 12 |
| 1973/1974 | I.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe II | 15 | 28 | 3 | 7 | 18 | 24-73 | 13 |
| 1974/1975 | II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe I | 06 | 26 | 12 | 3 | 11 | 55-50 | 27 |
| 1975/1976 | II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe II | 04 | 30 | 18 | 1 | 11 | 70-42 | 37 |
| 1976/1977 | II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe II | 04 | 28 | 17 | 3 | 8 | 71-35 | 37 |
| 1977/1978 | II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe II | 01 | 30 | 19 | 9 | 2 | 73-27 | 47 |
| 1978/1979 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe II | 11 | 30 | 11 | 4 | 15 | 44-51 | 26 |
| 1979/1980 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe II | 12 | 30 | 6 | 12 | 12 | 33-34 | 24 |
| 1980/1981 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe II | 13 | 30 | 9 | 8 | 13 | 41-48 | 26 |
| 1981/1982 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe II | 05 | 30 | 12 | 8 | 10 | 42-40 | 32 |
| 1982/1983 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe II | 14 | 30 | 9 | 4 | 17 | 47-57 | 22 |
| 1983/1984 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe II | 04 | 30 | 15 | 11 | 4 | 54-26 | 41 |
| 1984/1985 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe II | 06 | 30 | 12 | 7 | 11 | 52-42 | 31 |
| 1985/1986 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe II | 10 | 30 | 9 | 11 | 10 | 39-43 | 29 |
| 1986/1987 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe II | 10 | 30 | 10 | 6 | 14 | 29-45 | 26 |
| 1987/1988 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe II | 11 | 30 | 10 | 5 | 15 | 57-60 | 25 |
| 1988/1989 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe II | 14 | 28 | 7 | 7 | 14 | 35-51 | 21 |
| 1989/1990 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe II | 16 | 30 | 6 | 6 | 18 | 41-66 | 18 |
| 1990/1991 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe II | 02 | 28 | 17 | 6 | 5 | 77-36 | 40 |
| 1991/1992 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe II | 01 | 28 | 19 | 6 | 3 | 88-19 | 44 |
| 1992/1993 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe II | 06 | 30 | 13 | 7 | 10 | 65-42 | 33 |
| 1993/1994 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe II | 16 | 30 | 4 | 4 | 22 | 48-79 | 12 |
| 1994/1995 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe II | 14 | 28 | 4 | 5 | 19 | 32-83 | 13 |
| 1995/1996 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe II | 09 | 30 | 12 | 9 | 9 | 62-45 | 45 |
| 1996/1997 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 03 | 26 | 15 | 5 | 6 | 98-29 | 50 |
| 1997/1998 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 02 | 26 | 20 | 4 | 2 | 78-22 | 64 |
| 1998/1999 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 01 | 26 | 25 | 0 | 1 | 123-5 | 75 |
| 1999/2000 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe II | 05 | 28 | 12 | 9 | 7 | 45-34 | 45 |
| 2000/2001 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe II | 05 | 30 | 15 | 5 | 10 | 54-41 | 50 |
| Saison | Liga | Platz | gespielt | gewonnen | unentschieden | verloren | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1971/1972 | II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe II | 13 | 26 | 3 | 3 | 20 | 41-92 | 9 |
| 1974/1975 | III.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe III | 08 | 24 | 9 | 2 | 13 | 50-53 | 20 |
| 1975/1976 | III.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe III | 05 | 24 | 11 | 4 | 9 | 61-50 | 26 |
| 1976/1977 | III.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe III | 07 | 22 | 9 | 1 | 12 | 41-37 | 19 |
| 1977/1978 | III.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe III | 06 | 31 | 17 | 4 | 10 | 70-50 | 38 |
| 1978/1979 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe II | 06 | 28 | 12 | 6 | 10 | 56-45 | 30 |
| 1979/1980 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe II | 07 | 24 | 9 | 5 | 10 | 37-33 | 23 |
| 1980/1981 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe II | 01 | 26 | 19 | 4 | 3 | 77-28 | 42 |
| 1981/1982 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe II | 04 | 30 | 19 | 3 | 8 | 68-43 | 41 |
| 1982/1983 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe II | 02 | 30 | 19 | 9 | 2 | 84-27 | 47 |
| 1983/1984 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 02 | 31 | 22 | 5 | 4 | 85-27 | 49 |
| 1984/1985 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 05 | 28 | 14 | 8 | 6 | 75-43 | 36 |
| 1985/1986 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 09 | 23 | 5 | 7 | 11 | 38-52 | 17 |
| 1986/1987 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 09 | 26 | 6 | 9 | 11 | 30-50 | 21 |
| 1987/1988 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 08 | 24 | 11 | 3 | 10 | 48-38 | 25 |
| 1988/1989 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 08 | 26 | 11 | 5 | 10 | 43-46 | 27 |
| 1989/1990 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 05 | 28 | 14 | 7 | 7 | 54-32 | 35 |
| 1990/1991 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe VI | 07 | 24 | 9 | 4 | 11 | 32-28 | 22 |
| 1991/1992 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe V | 10 | 27 | 8 | 2 | 17 | 44-66 | 18 |
| 1992/1993 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 10 | 28 | 10 | 2 | 16 | 51-72 | 22 |
| 1993/1994 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 10 | 28 | 9 | 3 | 16 | 50-72 | 21 |
| 1994/1995 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 02 | 30 | 24 | 5 | 1 | 174-30 | 53 |
| 1995/1996 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 07 | 28 | 12 | 5 | 11 | 50-51 | 41 |
| 1996/1997 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe II | 11 | 26 | 5 | 7 | 14 | 37-58 | 22 |
| 1997/1998 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe V | 06 | 26 | 14 | 3 | 9 | 66-45 | 45 |
| 1998/1999 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe V | 10 | 26 | 7 | 6 | 13 | 40-63 | 27 |
| 1999/2000 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 04 | 24 | 11 | 9 | 4 | 59-38 | 42 |
| 2000/2001 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe IV | 03 | 24 | 14 | 3 | 7 | 63-37 | 45 |
| Saison | Liga | Platz | gespielt | gewonnen | unentschieden | verloren | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1984/1985 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe V | 10 | 24 | 6 | 1 | 17 | 38-104 | 13 |
Mannschaften Fußball
Chronik Handball
Handball in Rotthausen



Die Gründung der Handballabteilung der DJK Sportfreunde Rotthausen 1910 erfolgte im Jahre 1927. Außer der Fußballabteilung gibt es z.Zt. keine Abteilung unseres Vereins, die auf eine vergleichbare Vergangenheit zu-rückschauen kann. Dieser Blick zurück soll zum einen die Erfolge, zum ande-ren aber auch die Namen der Männer aufzeigen, die den Handballsport in Rotthausen in fast sechs Jahrzehnten begleiteten. Dabei gilt der Dank allen, die mitgeholfen ha-ben, diese Chronik zu erstellen und ein Stück Rotthauser Handballgeschichte wieder lebendig werden zu lassen.
Der Anfang (1927 - 1939)

Das erste Handballspiel der neugegründeten Abteilung fand am 10. Oktober 1927 statt. Der damalige Abtei-lungsleiter, Paul Kamp, erinnert sich: »Wegen Umbauar-beiten auf unserem Sportplatz an der Moltkestraße (heu-te: Robert-Schmidt-Straße) spielten wir gegen DJK Ük-kendorf auf dem Platz an der Lothringer Straße. Erst 1929 konnten wir unsere Heimspiele wieder auf der Sportanlage an der Moltkestraße austragen. Die Gegner unserer Zeit waren DJK SW Neustadt, DJK Westf. 04 Gelsenkirchen, DJK TuS Altstadt und DJK Wattenscheid-Altstadt.« Da in den ersten Jahren ausnahmslos junge Männer aus der kath. Jugend Handball spielten, war die finanzielle und moralische Unterstützung durch die kath. Männer-vereine (u.a. kath. Bürgercasino, Knappenverein und kath. Gesellenverein) enorm groß. Aber auch die Geistli-chen der Rotthauser Pfarrgemeinde, allen voran Vikar Hackenberg, der 1932 Präses der DJK war, und sein Nachfolger Vikar Holtgrebe halfen der jungen Abteilung im Bereich ihrer Möglichkeiten tatkräftig mit. In guter Erinnerung ist den heute noch lebenden Mitgliedern die Einweihung der vereinseigenen Sportplatzanla-ge an der Schemannstraße im Jahre 1932; entstand sie doch zu einem großen Teil auch durch die Eigenhilfe vieler aktiver Spieler. Mehr als 3 Jahrzehnte blieb »unser« Sportplatz Austragungsort aller Heimspiele der Hand-ballabteilung.
Neben ihrer eigentlichen Sportart, dem Handballspiel, nahmen viele Aktive der damaligen Zeit auch an leicht-athletischen Wettbewerben teil. Nochmals Paul Kamp, der gleichzeitig auch die Leichtathletikabteilung führte: »1930 starteten wir bei der Rheinstaffel in Düsseldorf, sowie bei der Industriestaffel und der Siebert-Furtkamp-Gedächtnistaffel, die beide von Bochum nach Gelsenkir-chen führten.» Als 1933 die Auflösung der DJK drohte (und später auch erzwungen wurde) und der Verein sich in TuS 1910 Rotthausen e.V. umbenannte, erfolgte der Anschluß an den Westdeut-schen Spielverband. Der Spielbetrieb konnte zwar noch bis 1939 aufrechterhalten werden, u.a. dank des uner-müdlichen Einsatzes unseres unvergessenen Platzwar-tes Heinrich Schäfer, aber mit Beginn des Zweiten Welt-krieges ruhte der Handballsport in der DJK bis zum Neu-beginn im Jahre 1948 gänzlich.
Bis 1939 trugen außerdem das noch heute traditionelle schwarz-gelbe Trikot u.a. Erich Weißkirchen (t), Hans Conczorowski (t), Bernhard Kruszona, Willi Kipp, Josef (t) und Theo Schulz, Willi (t) und Heinrich Korte, Josef Effing (t), Paul Kamp sowie Willi und Albrecht (t) Geismann.
Der Neuaufbau - (1948 - 1962)
Als die DJK in Rotthausen 1948 wieder ins Leben gerufen wurde, waren die Handballer die ersten, die den Spielbe-trieb aufnahmen. Gegen DJK Katernberg gelang ein um-jubeltes Unentschieden auf dem Platz an der Schemann-straße. Der Neubeginn war geschafft! Unter den Abteilungsleitern Berni Röttgers und Hennes Weiß spielte die Mannschaft im eigenständigen DJK-Ver-band, der das Sauerland, das südl. Münsterland und das östl. Ruhrgebiet umfaßte. Der Rückschlag aber folgte 1950. Immer geringer wurde die Anzahl der Aktiven und so trafen sich im Frühjahr 1950 fünf Männer zu einer Kri-sensitzung, um über die Zukunft der Abteilung zu bera-' ten. Erstmalig wurde Albert Kruse zum Obmann gewählt, und auch ein 16-jähriger gehörte zu dieser Runde: Her-mann Lücke; beide Namen sollten mit der weiteren Ent-wicklung des DJK-Handballs engverbunden bleiben. Die Marschrichtung lautete: Wir machen weiter! Zwar gingen in der kommenden Saison 1950/51 bis auf ein Unentschieden alle Spiele verloren, aber schon am Ende der Saison 1951/52 stand die Mannschaft im Endspiel um die DJK-Verbandsmeisterschaft: in Dortmund hieß der Sieger DJK Teutonia Hamm. 1953 wurde die Verbandsmeisterschaft erstmals nach Rotthausen geholt. Auf dem Bickern-Platz in Wanne-Eik-kel konnte der letztjährige Meister mit 10:5 bezwungen werden. Für die Spielstärke der damaligen, von Artur Schenk trainierten Truppe spricht, daß sie auch 1954 ge-gen DJK Märkisch Hattingen im Endspiel stand. Nach ei-ner Regenschlacht im Horster Fürstenbergstadion laute-te das Ergebnis 3:2 für Rotthausen. Kurios war der Sieg-treffer: Bei seiner ersten Endspielteilnahme warf H. Lük-ke, inmitten einer Spielertraube sitzend, das 3:2. Der Ju-bel in Rotthausen kannte keine Grenzen. Garanten für die Erfolge waren die gute Kameradschaft innerhalb der Abteilung und die Konditionsstärke der Mannschaft. Beweis hierfür ist zum einen die Tatsache, daß viele Spiele erst in der 2. Halbzeit aus dem Feuer ge-rissen wurden und zum anderen, daß Rotthausen (vor Einführung der Drittelteilung im Großfeld) dafür bekannt war, oft mit 10 Spielern stürmen zu können, und im Ge-genzug mit 10 Mann in der Verteidigung zu stehen. Da zu dieser Zeit ganzjährig Großfeldhandball gespielt wurde, mußte auch bei Eis und Schnee im Freien trainiert werden. In Eigenhilfe wurden Scheinwerfer an provisori-schen Flutlichtmasten installiert, damit der Trainingsbe-trieb auch im Winter weiterging. Den elektrischen Strom holte man hierzu aus dem Haus des damaligen Vorsit-zenden Bernhard Kruse an der Hilgenboomstraße; B. Kruse, der zeitweise auch das Amt des Abteilungsleiters übernahm, stellte außerdem bei vielen Fahrten zu Aus-wärtsspielen seinen LKW und seine VW-Busse zur Verfü-gung. Eine dieser Fahrten gestaltete sich zu einem wahren Triumphzug; nämlich die Fahrt zum Endspiel um die Ver-bandsmeisterschaft 1958 im Hagener 'schelandstadion. Einige hundert Schlachtenbummler begleiteten die Mannschaft bei ihrer vierten Endspielteilnahme und konnten anschließend einen 8:6-Sieg über DJK Märk. Hattingen feiern. In der Mannschaft, die den dritten Ver-bandsmeistertitel gewann, spielten: H. Lücke, W. Faber, B. Niehaus, T. Kmiecik, W. Nagel (t), N. u. R. Hemsing, C. Scholz, Th. Vogelsang (t), A. Schilling und G. Wortmann. Zwei Jahre später hieß der Gegner wieder DJK Märk. Hattingen. Im Rahmen der Jubiläumswoche zum 50-jäh-rigen Bestehen unseres Vereins fand das Endspiel um die Verbandsmeisterschaft 1960 auf dem damaligen Sportplatz an der Steeler Straße statt. Ein Sieg wäre der Höhepunkt aller sportlichen Jubiläumsveranstaltungen gewesen. Doch mit 10:7 Toren entführte der Gast Sieg und Verbandsmeistertitel nach Hattingen. Erfolgreich-ster Torschütze auf Rotthauser Seite bei dieser fünften und letzten Endspielteilnahme war Richard Duddek mit 4 Toren. Aber nicht nur die erste, sondern auch die zweite Mann-schaft machte in den Fünfziger Jahren von sich reden. Sie war gebildet worden als die Abteilung größer wurde und galt als gute Mischung aus älteren, erfahrenen und sehr jungen Spielern, die auf dem Sprung in die »Erste« waren. 1956, 1957 und 1958 gewann sie auf dem Groß- feld den Carl-Mosterts-Pokal, der unter den Reserve-mannschaften im Verbandsgebiet ausgespielt wurde. In bleibender Erinnerung ist allen Teilnehmern die Ehrung der Pokalsieger im Jahre 1956, die im Sitzungssaal des Düsseldorfer Landtags vom DJK-Verband vorgenommen wurde. Von der führenden Rolle der Rotthauser Nachkriegs-mannschaften im DJK-Verband zeugen auch die oftmali-gen Berufungen unserer Spieler in die DJK-Verbands-auswahl. Fast ein Jahrzehnt gehörten u.a. H. Lücke, N. Hemsing, W Nagel (t), W. Faber und R. Duddek zu dieser Auswahlmannschaft. Zahlreiche Auslandsreisen waren der Lohn für jahrelanges Training und konstant gute Lei-stungen. Einer der sportlichen Höhepunkte dieser Spiele war das Handballspiel im Rahmen des 3. Verbandstref-fens des DJK-Zentralverbandes 1959. Vor fast 10.000 Zuschauern im Dortmunder Stadion »Rote Erde« war der Gegner eine Schweizer DJK-Auswahl, die mit 23:18 To-ren die Oberhand behielt. Zu den besten Torschützen auf deutscher Seite zählte Norbert Hemsing mit drei Treffern. Doch damit ist die Reihe der Erfolge Rotthauser DJK-Handballer jener Tage noch nicht vollzählig. Zweimal, 1959 und 1962, wurde der Verbandsmeistertitel im Hal-lenhandball gewonnen. Die Spiele fanden damals noch in Turnierform statt; sie dienten in erster Linie zur Über-brückung der recht kurzen Winterpause innerhalb der Großfeldsaison.
Mit dem Gewinn der Hallenhandballmeisterschaft 1961/ 62 endete die erfolgreiche Rotthauser Handballära im ei-genständigen DJK-Verband. Als Trainer wirkten in die-sem Zeitraum Artur Schenk, Karl Klenner und Hans Mül-ler. Abteilungsleiter waren außer den schon genannten Sportkameraden, Willi Endlein und im Jubiläumsjahr 1960 Reinhold Hemsing.
Der Übergang (1963 - 1972)
In den Jahren 1961-1963 wurde die Spielmöglichkeit im DJK-Verband zunehmend eingeschränkt. Immer weniger DJK-Vereine waren personell in der Lage, mit einer Mannschaft an der Großfeldmeisterschaft teilzunehmen. Daher entschloß sich der damalige Abteilungsvorstand unter Leitung von A. Kruse, am 30. Januar 1964 einen An-trag auf Aufnahme in den Westdeutschen Handballver-band zu stellen. Nach schwierigen Verhandlungen mit dem DJK-Kreisverband Gelsenkirchen und nach Ein-schalten des Schiedsgerichtes im DJK-Diözesanver-band Essen wurde die Freigabe erteilt, am Spielbetrieb des Handballverbandes Westfalen teilzunehmen. Die Richtigkeit dieses Entschlusses fand vier Jahre später ihre Bestätigung, als 1968 mit dem Ende der Eigenstän-digkeit, der Sportverkehr im DJK-Verband vollends zum Erliegen kam. Der Start in der neuen Umgebung war verheißungsvoll. Auf dem Großfeld erreichte die erste Mannschaft 1966 nach zweimaligem Aufstieg die Kreisliga; in der Halle schaffte sie auf Anhieb in der Saison 1964/65 den Sprung in die A-Klasse. Die entscheidenden Siege ge-gen Eiche Wattenscheid und TB Beckhausen im Febr. 1965 errang folgende Mannschaft: L. Winter, B. Wilms, H. Lücke, Th. Schmitz, W. Nagel (t), N. Schäfers, Th. Vogel-3ang (t), R. Duddek, W. Faber u. G. Wortmann. Doch die Überalterung war zu groß, um langfristig in den höchsten Klassen des Handballkreises Gelsenkirchen zu beste-hen. Als außerdem einige ältere Spieler die Handball-schuhe an den Nagel hängten, war der Abstieg in der Halle (1967) und auf dem Großfeld (1969) nicht zu ver-meiden. im Jahre 1968, einer Zeit personeller Engpässe, kamen zehn Handballkameraden des ehem. Vereins Eichen- k .euz Rotthausen in unsere Abteilung. Da sie sehr lange mit uns befreundet waren, klappte die Integration rei-bungslos. Schon die erste gemeinsame Spielzeit 68/69 b -achte unter Trainer Heinz Conze in der Halle die Mei-terschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die A-Klasse. Meister der B-Klasse 1968/69
Nachdem 1970 die ersten Spieler aus der Jugendabtei-lung auf Anhieb in der »Ersten« einschlugen, konnte auch der Wiederaufstieg in die Kreisliga auf dem Großfeld ge-feiert werden. Es sollte der letzte Erfolg in dieser Sportart bleiben; denn parallel zur Entwicklung im Welthandball verdrängte der Hallenhandball auch in unserer Gegend das Spiel auf dem Großfeld. Seit ca. zehn Jahren wird nun ganzjährig in der Halle gespielt. Nur einige Nostalgie-Tumiere, wie z.B. unser alljährliches Altherrenturnier, e'innern noch an das einstmals so beliebte Handball-Spiel auf dem Großfeld. Gemeinsam mit diesem Turnier veranstalten wir auch im Jubiläumsjahr das schon traditionelle Kleinfeldhandball-cu 'nier um den Wolfgang-Nagel-Gedächtnispokal. Die-e Wanderpokal für die siegreiche Mannschaft wurde zum Gedenken an den langjährigen, tödlich verunglück-:en Spieler unserer Abteilung gestiftet. An Helmut Up-meier, der wie einige Jahre später Theo Vogelsang, viel zu f -üh aus dem Leben gerissen wurde, erinnert der nach nm benannte Ehrenpreis; dieser wird als Fairneßpokal beim Kleinfeldturnier ausgespielt. in den kommenden Jahren rückten immer mehr Jungen aus dem eigenen Nachwuchs auf. Erstmalig wurde daher in der Hallensaison 1970/71 eine dritte Mannschaft zu den Meistershaftsspielen gemeldet. Die Abteilung zählte zu dieser Zeit fast 40 Aktive. Trainer H. Lücke hatte die c iwierige Aufgabe, aus Routiniers und vielen »Eigenge-wäcisen« eine schlagkräftige erste Mannschaft zu for-men. Zunächst gelang dies auch, als in der Spielzeit 70/ 71 die Qualifikation zur Kreisoberliga im neugegründe-ten Handballkreis Ruhr erreicht wurde. Aber schon ein Ja i später folgte mit einer stark verjüngten Mannschaft de Abstieg aus dieser Klasse. Der Verjüngungsprozeß fo -de -te seinen Tribut, doch neue Erfolge ließen nicht lan-e auf sich warten.
Die neue Generation (1973 - 1985)
Die Impulse, die Trainer Werner Kieren der jungen Mann-Saft gab, blieben nicht ohne Wirkung. Mit dem Meister-titel der Kreisliga in der Saison 1973/74 war der Wieder-aufstieg in die Kreisoberliga verbunden. Im gleichen Jahr gelang mit dem Gewinn der Stadtmeisterschaft im Klein-feldhandball der bis heute letzte große Erfolg. Die erfolgreiche Mannschaft konnte sich genau neun Jahre in der Kreisoberliga bzw. Kreisliga (ab 1978) be-haupten. Der Spielerkader und die Trainingsleitung blie-ben in diesem Zeitraum fast unverändert. Auf H. Lücke; der von 1974 bis 1976 das Training übernahm, folgte Jo-hannes Mertmann, der sechs Jahre lang bis 1982 als Trainer fungierte. Als zu Beginn der Saison 1982/83 einige Leistungsträger den Verein vdrließen, und andere ihre aktive Laufbahn beendeten, konnte die erste Mannschaft den Aderlaß nicht verkraften und mußte die Kreisliga als Tabellenletz-ter mit 8:44 Pkt. verlassen. Doch in seinem zweiten Trai- nerjahr schaffte Jörg Jerosch in der darauffolgenden Saison mit einer neuen Mannschaft den sofortigen Wie-deraufstieg. Im Mai 1984 konnte der mit 48:4 Pkt. souve-rän errungene Meistertitel der 1. Kreisklasse gefeiert werden. Z.Zt. steht die Mannschaft in der laufenden Sai-son ohne die Torjäger des letzten Jahres, Jürgen Cremer und Hans-Jürgen Meier, auf einem Abstiegsplatz. Ob mit H. Meier als derzeitigem Trainer der neuerliche Abstieg noch zu vermeiden ist, bleibt abzuwarten. Die 2. Mannschaft erlebte in den letzten 15 Jahren viele Höhen und Tiefen. War sie von 1970-78 noch von erfah-renen Spielern geprägt, so wechselte ihre Aufstellung nach dem Rücktritt dieser Routiniers fast ständig. Seit 1979 spielt sie in der 2. Kreisklasse mit unterschiedli-chem Erfolg. Zunächst in den Spielzeiten 79/80 und 80/ 81 als Spitzenmannschaft, rutschte sie in den letzten Jahren fast ans Tabellenende. Erstmalig in dieser Saison, hat die mit einer guten Mischung aus älteren und jungen Spielern antretende Reserve wieder die Chance, ins Mit-telfeld der Tabelle vorzustoßen. Der augenblickliche Stand von 13:23 Pkt. läßt dazu alle Möglichkeiten offen. Der im sportlichen Bereich vollzogene Generations-wechsel blieb auch im Abteilungsvorstand nicht ohne Folgen. Im Jahre 1978 wurde A. Kruse von Ortwin Rim-mek, seinem Nachfolger im Amt des Abteilungsleiters, verabschiedet. Als Dank für 30-jährige Aktivität in der Handballabteilung wurde A. Kruse ein Erinnerungspokal überreicht. Noch heute ist er, der 20 Jahre der Abteilung vorstand und außerdem als Schiedsrichter, DJK-Kreis-und Bezirkshandballfachwart sowie als 2. Vorsitzender des Gesamtvereins tätig war, als Kassierer der passiven Mitglieder für die Abteilung unterwegs. Auch H. Lücke, der einige Jahre Abteilungsleiter und 1. Vorsitzender des Gesamtvereins sowie Mitbegründer der Damenhandballabteilung war, hat sich seit kurzer Zeit aus dem aktiven Sport zurückgezogen. Ihm, der sechs Jahre das Amt des Kreislehrwartes im Handballkreis Ruhr ausübte, ist der Aufbau der Jugendabteilung in den Jahren 1967-72 zu verdanken. Ein bedeutendes Verdienst beider Handballpioniere ist eine schon fast zur Tradition gewordene Gewohnheit in unserer Abteilung; seit 1948 findet die allwöchentliche Spielersitzung nach dem Training statt. Sie hat im Laufe der Jahre bei allen Spielergenerationen neben gemein- sannen Feiern, Festen und Ausflügen viel zum Zusam-menhalt beigetragen. Erinnerungen daran wird sicher die Wiedersehensfeier am 18. Mai 1985 hervorrufen, zu der A. Kruse alle ehem. Handballer der Abteilung einlädt. Hierzu zählt auch 0. Rimmek, der 1982 aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stand. Zunächst fand sich niemand, der seine Aufgaben übernehmen wollte. Nach einer Krisensitzung, die Erinnerungen an die im Frühjahr 1950 stattgefundene Besprechung wachriefen, erklärten sich Hubert Hölter und kurze Zeit später Peter lmmse bereit, die Abteilung zu führen. 1983 wurde der auch im Jubiläumsjahr amtierende Abteilungsvorstand gewählt: Abteilungsleiter: Georg Kruse stellvertr. Abteilungsleiter: Manfred Plaga Kassierer: Ulrich Janning. Doch was wäre der Handballsport ohne die Schiedsrich-ter. Die Männer in Schwarz, die selten gelobt aber oft an-gefeindet werden, ermöglichen erst einen reibungslosen Spielbetrieb. Aus unserer Abteilung stellten sich seit 1948 für das nicht immer leichte Amt zur Verfügung: B. Kruszona, W. Endlein, A. Kruse, B. Kruse, F Haschke, G. Tekautschitz, W Küpper, 0. Rimmek, W. Filipiak, E. Paetz, H. Hölter, B. Münsterkötter, H. Voß und seit einigen Jahren mit E. Lechtenbörger auch eine Sportkameradin. Abschließend noch ein Blick in die Zukunft. Mit 30 akti-ven und 40 passiven Mitgliedern ist der Fortbestand der Handballabteilung z.Zt. gesichert. Die eigene Nach-wuchsarbeit, die in Zukunft wieder mehr gefördert wer-den muß, und die Mitarbeit der vielen, hier nicht genann-ten Helfer, geben zu der Hoffnung Anlaß, daß dies auch über die nächsten Jahre hinaus gilt.
Bericht der männlichen Handball-Jugend 1970 - 1985
Nachdem sich die Handballabteilung im Jahre 1964 dem Westdeutschen Handballverband angeschlossen hatte, bestand auch für Jugendmannschaften die Möglichkeit, am Spielbetrieb teilzunehmen. Diese Tatsache und der Wunsch der Handballsenioren, jugendlichen Schwung in die Abteilung zu bringen, führten zur Gründung der männlichen Handball-Jugendabteilung im Herbst 1966. Anfangs waren es 9 Jungen, die unter Leitung von Karl-Heinz Elsner trainierten. Aber schon vier Jahre später, im Jubiläumsjahr 1970, hatte die Abteilung einen Mitglie-derstand von 55 aktiven Spielern erreicht. Mit je einer A-und B-, sowie zwei C-Jugendmannschaften nahmen wir in der Saison 1969/70 an den Meisterschaftsspielen teil. Damit gehörten wir zu den größten Jugendabteilungen des Handballkreises Gelsenkirchen. Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung hatten die Trainer Hermann Lücke, Gerd Tekautschitz, Willi Küpper und Peter Nagel. Vergessen sollte man auch alle diejeni-gen nicht, die zwar im Hintergrund standen, ohne die aber ein reibungsloser Spielbetrieb dieser Größenord-nung unmöglich gewesen wäre. Stellvertretend für alle Mitarbeiter und Helfer der damaligen Zeit seien Traudel und Paul Naguschewski, Rudolf Plaga und der unverges-sene »Vater Ede« Jeliniewski (-I-) genannt. Unter H. Lücke wurde die A-Jugend 1969 und 1970 je-weils 2. Kreismeister im Großfeldhandball. Die Haupt-konkurrenten hießen damals VfL Gladbeck, TV Borken, Schalke 04 und PSV Gelsenkirchen. In der Halle spielten wir mit der A-Jugend sogar mehrere Jahre in der Lei-stungsklasse des Bezirks Industrie. Die B-Jugend errang in der Saison 1969 mit ihrem Trai-ner G. Tekautschitz die Vizemeisterschaft des Kreises im Hallen- und Kleinfeldhandball. Über die sportliche Betätigung hinaus gelang es H. Lük-ke, der von 1967 bis 1972 das Amt des Jugendleiters be-kleidete, zum einen durch Diskothekveranstaltungen und Ausflüge, z.B. 1969 nach Warstein, die Kamerad-schaft zu vertiefen, und zum anderen durch Elternaben-de, die Zusammenarbeit mit den Eltern zu verbessern. Wolfgang Eckert, 1970/71 Geschäftsführer der männli-chen Jugendabteilung, plante Fahrten in die Niederlande (z.B. nach Utrecht) und organisierte Gegenbesuche un-serer Gastgeber. Die sportlichen Erfolge und Mitgliederzahlen der ersten Jahre konnten bis heute noch nicht wieder erreicht wer-den. Doch eine Voraussage hat sich bewahrheitet; H. Lücke in seinem Abteilungsbericht zum 60jährigen Jubi-läum 1970: »Auf lange Sicht gesehen wächst so ein neuer Vorstand aus den eigenen Reihen der Jugend her-an«. Nach Ortwin Rimmek, der in den Jahren 1979 -1982 Abteilungsleiter der Handball-Herren war, stammt auch der derzeitige Vorstand unserer Seniorenabteilung aus der Generation jener Jugendspieler. Mit Georg Kruse und Manfred Plaga stehen zwei Männer an der Spitze der Herrenabteilung, die 1966 zu den Jungen der ersten Stunde zählten, und der heutige Kassierer, Ulrich Jan-ning, gehörte 1970 zu der Großfeldmannschaft, die nur knapp den Kreismeistertitel verfehlte. Zu erwähnen bleibt, daß dies auch für den sportlichen Bereich galt; nämlich über ein Jahrzehnt lang bestand der Stamm der ersten Mannschaft aus Spielern, die zwi-schen 1966 und 1970 mit dem Handballspiel begonnen hatten. Nachfolger von H. Lücke und W. Eckert wurde 1972 Klaus Lubs als Abteilungsleiter. In dieser Zeit wurden die Mann-schaften u.a. von Richard Duddek und Herbert Stach trainiert. Da aber die Zahl der Jugendlichen immer klei-ner wurde und auch der Idealismus der Anfangszeit fehl-te, kam der Spielbetrieb fast vollständig zum Erliegen. Erst 1975 konnten wir mit dem Aufbau der jetzigen A-Ju-gendmannschaft neue Hoffnung schöpfen. Neben Johannes Mertmann, der 1975 die A-Jugend be-treute, begann Herbert Voß mit den Jüngsten, damals lie-bevoll »die Zwerge« genannt. Er fuhr ebenso wie die spä-teren Trainer Axel Naguschewski, Martin Bories und Wolfgang Filipiak jeden Freitag einen Großteil der Mann-schaft vom Kolpinghaus aus zum Training in die Sport-halle des Schulzentrums Ückendorf. Hier zeigt sich die Problematik der heutigen Jugendarbeit. Während zehn Jahre zuvor im Sommer auf der Bezirkssportanlage »Auf der Reihe« und wintertags im Volkshaus Rotthausen trai-niert wurde, kann unser Trainings- und Spielbetrieb heu-te nur noch in der Sporthalle Ückendorf abgewickelt wer-den. Daraus folgt, daß der Einzugsbereich, aus dem die Spieler unserer Abteilung stammen, zwar größer gewor-den ist; der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft ist aber bei weitem nicht mit der Kameradschaft des Jahres 1970 zu vergleichen. Die anfangs als D-Jugend gestartete Mannschaft entwik-kelte sich immer mehr. Sie trat in einem Einlagespiel im Rahmen des Jubiläumsturniers 1980 als C-Jugend-mannschaft erstmals vor großer Kulisse auf. Diese Werbung für unsere Nachwuchsarbeit blieb nicht ohne spürbaren Erfolg. Schon in der Saison 1981/82 nahmen wir mit je einer B- und C-Jugendmannschaft an den Meisterschaftsspielen teil. Doch in den darauffol-genden Jahren konnte unter Georg Kruse, der 1982 die Trainings- und Abteilungsleitung von W. Filipiak über-nommen hatte, nur noch eine B-, bzw. A-Jugendmann-schaft gemeldet werden. Die Trainer Bernd Münsterköt-ter und Norbert Berens, seit 1984 gemeinsam im Amt, ha-ben z.Zt. 12 Jugendliche, auf die sie zurückgreifen kön-nen. Ihre A-Jugend belegt mit 21:27 Pkt. einen Mittelplatz in der Tabelle ihrer Klasse. Neben den Punktspielen nahmen wir in den vergangenen Jahren an zahlreichen Turnieren teil. Dabei war in den meisten Fällen die Plazierung zweitrangig. Wichtiger wa-
ren die Kontaktpflege zu befreundeten Vereinen und das Kennenlernen von Jugendlichen anderer Mannschaften. So kam im Jahr 1983 der Wunsch auf, ein eigenes Turnier auszurichten. Das gemeinsam mit der weiblichen Jugendabteilung veranstaltete Turnier für Mädchen-und Jungenmannschaften fand großen Anklang und wird am 12. Mai 1985 zum drittenmal ausgetragen. Es ist ein nach außen hin sichtbarer Beweis für die gute Zusammenar-beit mit unserer Mädchen-Handballabteilung. An Veranstaltungen des Gesamtjugendausschusses be-teiligten sich unsere Jungen auch gerne. Das gilt beson-ders für die mehrfach durchgeführten Fahrten nach Lie-berhausen und die jährlichen Weihnachtsfeiern. Der Ju-gendvorstand leistete damit einen wichtigen Beitrag zur besseren Verständigung aller Jugendlichen unseres Vereins untereinander. Das Bindeglied zu diesem Gremium bildet der Abtei-lungsvorstand, dem seit Januar 1985 nachfolgende Sportkameraden angehören: Abteilungsleiter ist B. Münsterkötter, der seine Handball-laufbahn 1969 in der C-Jugend begann. Sein Stellvertre-ter, H. Voß, der gleichzeitig das Amt de Kassiere aus-übt, kann auf eine ununterbrochene zehnjährige Tätig-keit in der Jugendabteilung zurückblicken. G. Kruse, der die Abteilung drei Jahre leitete, steht weiterhin als Ge-schäftsführer zur Verfügung. Zum Jugendvertreter wurde Jan Krause gewählt. Die drei Erstgenannten sind allesamt noch in der Herren-abteilung aktiv und gewährleisten somit einen guten und engen Kontakt zu den Handballsenioren. Dadurch wird den auch in diesem Jahr aus der Jugend ausscheiden-den Spielern der Übergang zu den Senioren erleichtert. Dieser Kontakt sollte durch Mithilfe auf breiterer Basis in Zukunft noch verstärkt werden, um einen Stillstand der Jugendarbeit wie vor 1975 zu vermeiden.
Bericht der weibl. Handball-Jugend 1970 - 1985
1970 wurde die Handball-Abteilung weibliche Jugend von Wolfgang Eckert, damaligem Jugendwart, gegrün-det. Das Training fand gemeinsam mit den Damen statt. Trainer war Hermann Lücke. 1971 startete eine Mädchen-Mannschaft auf dem Turnier von Eintracht Mülheim und wurde 2. Sieger. 1971/72 startete eine Mädchen-Mannschaft in die Mei-sterschafts-Saison. Zu diesem Zeitpunkt erhielt die weibliche Handball-Jugend erstmals einen eigenen Ab-teilungsleiter. Gewählt wurde Reiner Günther, der gleich-zeitig auch das Training der Mädchen übernahm. 1972/73 gingen zwei Mädchenmannschaften in die Mei-sterschaft. Der Abteilungsleiter Reiner Günther kam zur Bundeswehr und konnte sein Amt nicht weiter ausüben. 1974 wechselten drei Jugendspielerinnen zur Damenab-teilung. In der Meisterschaft wurde eine Mannschaft ge-meldet. 1975 rückten wiederum drei Spielerinnen zur Damenab-teilung. Trotzdem konnten in der Meisterschaft zwei Mäd-chen-Mannschaften teilnehmen. Ein Turnier in Hessler wurde als 2. Sieger beendet. 1975/76 wurde Jochen Sobiech neuer Abteilungsleiter. Eine Mädchenmannschaft startete in die Saison. 1979 begann der Neuaufbau der weiblichen Handballju-gend. Abteilungsleiter und Trainer war Wolfgang Filipiak. In der Meisterschaft konnte eine B-Jugend spielen. 1980 wurde neben der B-Jugend zusätzlich eine A-Ju-gend gemeldet. Im Jahre 1981 wurde Elisabeth Lechtenbörger Abtei-lungsleiterin. An den Meisterschaftsspielen nahmen eine A- und eine B-Mannschaft teil. Die A-Jugend mußte lei-der Ende des Jahres abgemeldet werden, da mehrere Mädchen den Verein verließen. E. Lechtenbörger trat aus beruflichen Gründen von ihrem Amt zurück und übergab die Abteilung an Ingrid Berens und Edeltraud Hölter. Die Abteilung umfaßte 15 Mädchen, die in der B-Jugend spielten. Trainorin war Elisabeth Juhasz. Die B-Mädchen, eine Mannschaft, die von Wolfgang Filipiak 1979 aufge-
baut wurde, wurden 1982 Kreismeister. Der größte sport-liche Erfolg war der Sieg bei der 1. Stadtmeisterschaft. Die Abteilungsleiterinnen hatten sich bei der Übernahme ihres Amtes das Ziel gesetzt, die Abteilung auf eine brei-tere Basis zu stellen. Eine Mitgliederwerbung gemeinsam mit dem Jugendvor-stand brachte das gewünschte Ergebnis. Erstmalig konnten 1982 drei Jugendmannschaften zur Meister-schaft gemeldet werden. Das Training der neuen C-Mäd-chen übernahm Karin Geiger, Trainer der B-Mädchen wurde Hubert Hölter, die alte B-Jugend wechselte ge-schlossen zur A-Jugend. Trainerin blieb E. Juhasz. Nach Abschluß der laufenden Meisterschaftsserie konn-ten unsere Mannschaften folgende Plazierungen errei-chen:
A - Jugend Staffelsieger B - Jugend 5. Platz C - Jugend 4. Platz Als Fazit nach 3-jähriger Jugendarbeit möchten wir uns folgende Ziele setzen: 1. das gemeinschaftliche Erleben außerhalb des sport-lichen Bereiches zu verstärken 2. den guten Kontakt zu der Damenhandballabteilung zu intensivieren.
Eine erfolgreiche Jugendarbeit sollte nicht nur nach den spotlichen Gesichtspunkten gewertet werden. Die För-derung des kameradschaftlichen Verständnisses sollte der primäre Punkt der Jugendarbeit in unserem Verein sein.
Im selben Jahr begannen gemeinsame Veranstaltungen mit den anderen Jugendabteilungen. Durch einen Aufenthalt in Lieberhausen gelang es uns, die neuen Mädchen sofort in den Verein zu integrieren. Mit unseren drei Jugendmannschaften stellten wir 1982 erstmals die größte Juendabteilung für weibliche Handballer in Gel-senkirchen. Auch im Spieljahr 1983 konnten wir wiederum drei Ju-gendmannschaften melden. In der Meisterschaftsserie belegte die C-Jugend den 3. Platz, das Training haben Wolfgang Eckert und Peter Immse übernommen. Die B-Jugend erzielte in ihrer 1. Saison einen guten 6. Platz, die A-Jugend konnte den 3. Platz belegen. Bei den Pokalspielen 1983 erreichte die A-Jugend das Endspiel und wurde 2. Sieger. B- und C-Mädchen er-reichten die 2. Runde und schieden aus. Im Diözesanpokal wurde die A-Jugend in der 2. Runde vom späteren Pokalsieger Bottrop ausgeschaltet. Erst-malig wurde gemeinsam mit der männlichen Handballju-gend ein Hallenturnier in Ückendorf durchgeführt. Die A-Jugend belegte den 2. Platz. Wichtiger als der sportliche Wert dieses Turnieres war der Ablauf des gesamten Tages. Sofort nach Beendigung des Turniers wurde von den Abteilungsleitern Georg Kru-se, Ingrid Berens und Edeltraud Hölter beschlossen, die-ses gemeinsame Turnier zu wiederholen. Die Mannschaften nahmen im Sommer an vielen Turnie-ren teil und konnten dort gute Plazierungen erreichen. Ein Höhepunkt für die Mädchen ist in jedem Jahr das Tur-nier, welches gemeinsam mit der Damenhandballabtei-lung durchgeführt wird. Mit Abschluß der Turniere verließen 5 Mädchen die Ju-gendabteilung und wechselten in die Damenhandballab-teilung. Unserer Meinung nach ist es ein Erfolg, daß nach
A-Jugend
Jahren Leerlauf wieder Mädchen aus der Jugend bei den Damen spielen. Auch für das Jahr 1984 wurden die Abteilungsleiterinnen I. Berens und E. Hölter wiedergewählt. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer Wolfgang Eckert sowie den Trai-nern A-Jugend E. Juhasz B-Jugend Michael Lievertz C-Jugend Peter Immse (bis August) H. Wernau (ab September) wurde die neue Saison geplant. In der Pokalrunde konnte die A-Jugend erstmalig den Po-kal gewinnen. An den Diözesanmeisterschaften starteten wir mit allen 3 Mannschaften. Erster Sieger dieser Meisterschaft wurde ohne Punktverlust unsere C-Jugend. An den Sommertur-nieren konnte die A-Jugend mehrfach den 1. Platz bele-gen. Gemeinsame Turniere aller 3 Mannschaften ver-stärkte die Kameradschaft in der Abteilung und bereitete den Mädchen großen Spaß. Unsere eigenen Turniere, 2. Mal Hallenhandballturnier mit den Jungen in Ückendorf sowie das Sommerturnier mit den Damen, sah die A-Ju-gend jeweils als Sieger in ihrer Gruppe.
Die Jahre (1986 - 1990)
Die Handballabteilung Aufbauend auf die sehr ausführliche Chronik der Hand-ballabteilung in der Festschrift zum 75jährigen Jubiläum im Jahre 1985 wollen wir an dieser Stelle über die weitere Entwicklung der letzten 5 Jahre berichten. Ein bedeutender Meilenstein der jüngesten Vergangen-heit war der Zusammenschluß der bis dahin eigenständi-gen Damen- und Herrenabteilungen im April 1989. Vorausgegangen waren etliche Gespräche und Sitzungen, die die Basis einer Fusion schufen. Gründe des Zusam-menschlusses waren zum einen die bessere Koordinie-rung von Aufgaben innerhalb einer Abteilung und zum anderen — und das sollte an dieser Stelle auch nicht verschwiegen werden — die immer geringer werdende Zahl von Mitgliedern, die bereit sind, im Vorstand mitzuar-beiten.
Bei der konstituierenden Versammlung am 27.4.1989 konnte der erste gemeinsame Handballvorstand mit Georg Kruse und Karin Geiyer als Abteilungsleiter gewählt werden. Damit endete die 19 Jahre dauernde Zeit der Zweigleisigkeit, die mit Gründung der Damenhandballab-teilung im Jahre 1970 begann. Auf dem sportlichen Sektor waren die Erfolge des Jahres 1988 herausragend. Nicht weniger als drei Mannschaften wurden Meister ihrer Staffel bzw. schafften den Aufstieg in die nächsthöhere Klasse. Wenn auch dieses hohe Niveau nicht ganz gehalten werden konnte, so kann sich die augenblickliche Spielstärke unserer Mannschaften durchaus sehen lassen. Doch der Reihe nach. Die 1. Damenmannschaft spielte von 1984 an 4 Jahre in der Landesliga, ehe ihr 1988 der Aufstieg in die Verbands-liga gelang. In der darauffolgenden Saison 88/89 war der Klassenerhalt das erklärte Ziel. Aber trotz aller Bemühungen konnte der sofortige Abstieg nicht vermieden werden. Auch in dieser Saison sah es am Anfang so aus, als ob unsere Damen in der Landesliga zu den Abstiegskandida-ten zählten. Doch durch eine beachtliche Steigerung in den letzten Monaten kletterte die Truppe von Trainer Reinhard Parchettka auf einen gesicherten Mittelfeldplatz. Dieser Aufwärtstrend läßt hoffen und eröffnet für die Zukunft gute Perspektiven. Vorgänger von Reinhard Parchettka im Amt des Übungsleiters waren in den letzten Jahren Michael Irod, Wolfgang Morawski (er betreute die Mann-schaft im Aufstiegsjahr) und Jürgen Cremer. Letzterer trainiert seit 1985 die 1. Herrenmannschaft, die in der Saison 87/88 Meister der 1. Kreisklasse wurde. Somit konnte drei Jahre nach dem Abstieg in die Kreisklasse der Wiederaufstieg in die Kreisliga gefeiert werden. Fast wäre ein Jahr später der Durchmarsch in die Bezirksliga gelungen; aber nach Ende der Spielzeit 88/89 belegten wir
den 3. Tabellenplatz und verpaßten den Aufstieg nur knapp. In diesem Jahr wurde die Frage nach dem Kreisligameister recht früh beantwortet, und so hoffen wir, wenigstens bei der Vergabe der Vizemeisterschaft ein Wort mitreden zu können. Wie ist die Situation bei den Reservemannschaften? Die 2. Damenmannschaft mußte 1988 die Kreisliga als Tabellenletzter verlassen und spielt seidem in der Kreis-klasse. Im darauffolgenden Jahr wurde der direkte Wiederaufstieg nur um einen Punkt verpaßt; aber auch in dieser Saison sieht es ähnlich aus. Fehlende konstante Leistungen und eine zu dünne Spielerdecke haben bisher den Sprung zur Tabellenführung vereitelt. Das könnte sich aber in der kommenden Spielzeit ändern, wenn wir uns mit 7 A-Mädchen, die in den Damenbereich wechseln. verstärken können. Erste Erfolge sind schon in den letzten Spielen der abgelaufenen Saison zu sehen. Von Verstärkungen aus dem eigenen Nachwuchsbereich können die Männermannschaften z. Z. nur träumen. Doch obwohl seit 1986 die männliche Jugendarbeit gänzlich ruht. ist es uns bisher immer wieder gelungen, auch eine 2. Herrenmannschaft zum Spielbetrieb anzumelden. Diese schaffte 1988 den Sprung von der dritten in die 2. Kreisklasse und hat sich hier gut etabliert. Betreuer der 2. Herrenmannschaft ist seit Beginn dieser Saison Norbert Berens und die 2. Damenmannschaft wird seit einigen Jahren von Elisabeth Juhas gecoacht. Von derzeit 120 Abteilungsmitgliedern beteiligen sich ca. 60 als Aktive am Spielbetrieb. Dazu zählen auch unsere sechs Schiedsrichter, die Woche für Woche die Durch-führung der Spiele ermöglichen: Elisabeth Lechtenbör-ger, Herbert Voß, Karl-Heinz Dudek, Norbert Berens, Hubert Dassinger, Andreas Pütz. Ihnen und allen anderen ungenannten Helfern und Mitarbeitern sei an dieser Stelle gedankt für ihren Einsatz zugunsten unserer Abteilung in den zurückliegenden Jahren. Abschließend ein kritischer Blick in die Zukunft. Im weiblichen Bereich ist die Zukunft der Damenmannschaf-ten auch in den kommenden Jahren gesichert. Dank der Hilfe einiger Aktiver und des sehr großen Engagement von Eltern unserer Handballmädchen haben wir hier keine Nachwuchssorgen. Doch wie sieht es bei den Herren aus? Seit einigen Jahren fehlt der Unterbau. Dies blieb bisher nur deshlb ohne nachteilige Folgen im Seniorenbereich, weil das Durchschnittsalter unserer Mannschaften relativ niedrig ist, und augenblickliche Erfolge den Blick in die nahe Zukunft verschleiern. Wenn sich aber im Bewußt-sein aller aktiven Mitglieder nicht allmählich die Erkenntnis festsetzt, daß nur durch eine kontinuierliche Jugendarbeit die Existenz unserer Mannschaften auf Dauer gewährlei-stet ist, und die Bereitschaft, in der Jugendarbeit mitzuhel-fen, größer wird, sieht die Entwicklung des Handballsports in unserem Verein nicht rosig aus.
Bericht der weibl. Handball-Jugend 1985 - 1990
In der Saison 1984/85 und 1985/86 nahmen jeweils 3 Mannschaften an der Meisterschaft teil. In den darauffol-genden Jahren konnten nur noch 2 Mannschaften gemeldet werden. Nach Abschluß der Meisterschaftsrunde 84/85 belegten die Mannschaften folgende Tabellenplätze: Die A-Jugend wurde Staffelsieger in ihrer Gruppe, verlor jedoch knapp das Endspiel um die Kreismeisterschaft; die B-Jugend war im oberen Mittelfeld anzutreffen; die C-Jugend erreichte den 3. Platz. In diesem Jahr wechselten 3 Mädchen der A-Jugend zur Damen-Handballabteilung, in der sie heute noch spielen. Die männl. Handball-Jugend veranstaltete ihr letztes eigenes Turnier; danach löste sich diese Abteilung auf. Von allen 3 Mannschaften wurde die Saison 85/86 erfolgreich abgeschlossen. Während die A- und B-Jugend einen guten Mittelfeldplatz errangen, konnte die C-Jugend den 2. Platz erzielen. Wiederum wechselten nach Abschluß dieser Saison mehrere Mädchen zur Damen-Handballabteilung. Neben den sportlichen Aktivitäten wurde auch für das gesellige Beisammensein gesorgt. Mit der neuen Fußball-Jugend verbrachten wir im September '86 ein Wochen-ende in einer Jugendherberge. Da es allen sehr viel Spaß bereitete, wurde daran gedacht, dieses zu wiederholen. In der Meisterschaft 86/87 stand die B-Jugend auf dem 3. Platz in der Tabelle. Die C-Jugend erhielt mehrere neue Mädchen und konnte sich somit nur den 7. Platz erkämp-fen. Herauszuheben ist in diesem Jahr ein Turnier, an dem wir gemeinsam mit der Damenabteilung in Valkenburg/ Holland teilgenommen haben. Bedingt durch ununterbro-chenen Regen, wurde es zu einer Art Schlammschlacht
Die Jahre (1991 - 1995)
Auf die Chronik der Handball-Abteilung wurde in der letzten Festschrift der DJK Sportfreunde Rotthausen ausführlich eingegangen, so daß ich zu unserem 85-jährigen Jubiläum nur über die Geschehnisse der letz-ten 5 Jahre berichten will. In der Saison 1990/91 nahmen noch 3 Seniorenmann-schaften der DJK Rotthausen am Spielbetrieb teil, 2 Damenmannschaften und 1 Herrenmannschaft. Durch Unstimmigkeiten in der Abteilung lösten sich diese Mannschaften auf. Das erste Halbjahr 1991 war für die Handballabteilung wohl eines der schwärzesten in der Vereinsge-schichte. Zunächst wurde befürchtet, daß von der gesamten Abteilung nur noch die Jugendabteilung Bestand haben würde. Unter der Leitung von Karin Geiger, Petra Kiefer und Ingrid Berens haben sich einige Spielerinnen ent-schlossen, weiterhin als Mannschaft zu spielen. Der neue Vorstand war sich darüber im klaren, daß er keine leichte Aufgabe übernehmen würde. Vor Beginn der Saison 1991/92 konnte für die Hand-balldamen mit Michael Richter ein Trainer verpflichtet werden, der es geschafft hat, aus den noch verbliebe-nen Spielerinnen der ehemaligen 1. und 2. Mann-schaft eine Mannschaft zu formen. Durch gemeinsame Bemühungen von Spielerinnen, Trainer und Vorstand konnte die Damen-Mannschaft im Laufe der Saison wieder auf ein Spielerpotential von 14 Spielerinnen zurückgreifen. Leider ist dieser neuformierten Mann-schaft der Klassenerhalt in der Bezirksliga nicht gelun-gen, so daß sie nunmehr in der Kreisliga spielen muß. Erfreulich in dieser Situation war es jedoch, daß die Mannschaft in der darauffolgenden Saison in der glei-chen Formation spielen konnte. Der Aufstieg in dieser Saison scheiterte bei Punktgleichheit mit dem Erstpla-zierten an einem Tor. Auch die Saison 1992/93 schlossen die Damen mit einem guten 3. Platz ab, doch auch wurde in diesem Jahr der Aufstieg mit dem neuen Trainer Axel Nagu-schewski nicht geschafft. Zu Saisonbeginn 94/95 hat Hermann Lücke das Trai-ning der Damen übernommen. Die Damen feiern im Jubiläumsjahr der DJK Rotthausen ihr eigenes Jubiläum. Die Damenabteilung wurde 1970 gegründet, besteht nun also 25 Jahre. Trainer dieser Gründungs-mannschaft war „Hermann Lücke", dem wir an dieser Stelle unseren besonderen Dank aussprechen wollen. Die Handballherren, die sich auch nach Auflösung der Mannschaft einmal im Monat zu einem gemeinsamen Training getroffen haben, schlossen sich im Jahre 1992 wieder der DJK Rotthausen an und bildeten aus einigen ehemaligen DJK-Spielern und einigen neuen Spielern eine neue Mannschaft. Trainer dieser neuen Mannschaft wurde Norbert Berens. Bedingt durch die Abmeldung mußte diese Mannschaft in der 2. Kreisklasse beginnen. Die Mann-schaft hatte einen guten Start und schaffte gleich in der 1. Saison den Aufstieg in die 1. Kreisklasse. In der Saison 94/9.5 ist auch bei unseren Männern wieder das Ziel „Aufstieg" mit dem neuen Trainer Johannes Mertmann, der vielen Handballern noch aus seiner aktiven Zeit bekannt sein wird. Nachdem im Jahr 1992 das traditionelle Handballtur-nier „Auf der Reihe" nicht stattfinden konnte, wurde im Jahr 1993 für den Männerbereich das Michael-Bau-meister-Gedächtnisturnier und gleichzeitig ein Damen-und Mädchenturnier durchgeführt. Im Jahr 1994 wurde nur noch ein Turnier für Herren und Damen veranstaltet, da die Jugendabteilung Anfang des Jahres 1994 leider aufgelöst werden mußte, da der Nachwuchs und auch die entsprechenden Trainer und Betreuer fehl-ten. Unser Dank gilt dem Ehepaar Brigitte und Georg Kruse, die jahrelang darum bemüht waren, den Spiel-betrieb in der Jugendabteilung aufrechtzuerhalten. Es wäre schön, wenn sich Mitglieder finden würden, die uns bei dem Aufbau einer Handballjugend unterstüt-zen würden. Zum Abschluß sei noch bemerkt, daß beide Senioren-mannschaften in diesem Jahr an der Pokalrunde teil-genommen haben. Während die Männermannschaft nach einigen erfolgreichen Spielen durch eine Nieder-lage gegen eine Verbandsligamannschaft ausschei-den mußte, siegte die Damenmannschaft im Endspiel um den Kreispokal, nachdem sie bereits einige Bezirks- und Landesligamannschaften ausgeschaltet hatte, gegen den Bezirksligisten Bochumer HC. Ich möchte meinen Bericht beenden mit dem Sprich-wort „nach 7 mageren Jahren kommen 7 fette Jahre". Darauf aufbauend hoffe ich, daß wir zu dem nächsten Jubiläum eine positivere Bilanz ziehen können. Ingrid Berens
Die Jahre (1996 - 2000)
Als vor fünf Jahren das 85-jährige Jubiläum unseres Vereins gefeiert wurde, nahm die Hand-ballabteilung mit 2 Seniorenmannschaften (einer männlichen und einer weiblichen) am Spielbetrieb des Kreises Ruhr teil. Heute spielen wie damals eine Damenmannschaft in der Kreisliga und eine Herrenmannschaft in der 1. Kreisklasse. Auch der Spielerstamm der beiden Mannschaften ist gegenüber damals in weiten Teilen derselbe. Auf den ersten Blick ist alles unverändert geblieben. Doch in der Zwischenzeit hat es Siege und Niederlagen, Auf- und Abstiege, Trainer- und Spielerwechsel sowie eine Spielgemeinschaft gegeben; und - alle Beteiligten sind fünf Jahre älter geworden. Im Einzelnen: Die Herrenmannschaft hat mit wechselndem Erfolg in den vergangenen Jahren kontinuierlich in der 1. Kreisklasse gespielt. Auch bei der Neu-staffelung der Kreisklassen in eine erste, zweite und dritte Kreisklasse für die Saison 1999/2000 konnte die Mannschaft sich in der 1. Kreisklasse etablieren. Sie wurde zwischenzeitlich von mehreren Trainern betreut: Nach Johannes Mertmann übernahm wieder dessen Vorgänger Norbert Berens das Amt als Trainer und Betreuer, der seinerseits wieder für kurze Zeit von Axel Naguschewski abgelöst wurde. Seit der Saison 1999/2000 hat Oliver Heckmann das Amt als Spielertrainer übernommen. Der Spielerkader ist - wie bereits erwähnt -weitgehend unverändert geblieben, einige wenige Abgänge konnten durch Neuzugänge kompen- siert werden, so dass insgesamt die Leistungs-stärke der Mannschaft erhalten werden konnte. Allerdings wird sicherlich mittelfristig die zunehmende Überalterung der Spieler zu einem Problem werden. Hier kommt der Neuaufbau einer Jugendmannschaft seit 1996 fast schon etwas zu spät. Die ersten Jugendlichen der heuti-gen C-Jugend werden in ca. 5 bis 6 Jahren die Altersgrenze zum Eintritt in die Seniorenabteilung erreicht haben, und es bleibt zu hoffen, dass die jetzige Mannschaft den langen Atem hat, um den Spielbetrieb bis dahin aufrecht zu erhalten. Bei den Damen ist das Wechselbad der Gefühle mit Auf- und Abstiegen etwas extremer aus-gefallen. Nachdem mit der Saison 1995/96 Klaus Stübler das Amt des Trainers übernommen hatte, reichte es in der Meisterschaft zunächst zwar immer für einen der vorderen Tabellenplätze, das angestrebte Ziel des Aufstiegs konnte jedoch vor-erst nicht erreicht werden. Erst in der Saison 1997/98 konnten die Damen den Aufstieg aus der Kreisliga in die Bezirksliga schaffen; in der gle-ichen Spielzeit zog man auch in das Endspiel um den Kreispokal ein, das allerdings leider gegen VfL Gladbeck verloren ging. In der gleichwohl als Finalist erreichten Pokalrunde auf WHV-Ebene schied die Mannschaft erst in der dritten Runde gegen den Verbandsligisten Recklinghausen aus, nachdem zuvor mit Hamm und Plettenberg zwei Landesligisten aus dem Rennen geworfen waren. Für die Saison 1998/99 wurde auf Anfrage der Handballdamenabteilung des SuS Schalke 96 eine Handballsportgemeinschaft ins Leben gerufen. Dadurch konnten in dieser Spielzeit drei Mannschaften gemeldet werden, jeweils eine in der Kreisklasse, Kreisliga und Bezirksliga. Leider konnten die sich so zusammenfindenden Spielerinnen nicht in der Kürze der Zeit auch zu einer spielerischen Einheit geformt werden, so dass die zählbaren Erfolge ausblieben, und die erste Mannschaft den Abstieg aus der Bezirksliga hinnehmen musste. Die HSG wurde zur neuen Saison wieder aufgelöst, wobei einige der Spielerinnen, die sich von Schalke 96 in die HSG eingebracht hatten, in Rotthausen verblieben, andere in Ihren Stammverein oder andere Vereine zurückgingen. Zum Jahreswechsel 1999/2000 belegt die Mannschaft unter ihrem neuen Trainer Jörg Herspe einen Mittelplatz in der Kreisliga. Eine weibliche Handballjugend existiert derzeit nicht, und somit stellt sich auch bei den Damen das Problem, dass - um das langfristige Über-leben der Abteilung zu sichern - hier vermehrte Anstrengungen dringend erforderlich sind. Uns allen ist bekannt, dass es heute schwerer denn je ist, eine Handballabteilung in unserem Verein am Leben zu erhalten. Vorbei die Zeit, in der wir mit 5 Seniorenmannschaften und zahlre-ichen Jugendmannschaften am Spielbetrieb teil-nehmen konnten. Unser Angebot konkurriert heute mit einer Vielzahl von alternativen Freizeitangeboten und neuen Trendsportarten wie Basketball, Tennis oder auch Individualsportarten wie dem Fahren auf Skateboards oder Rollerblades. Viele früher renommierte Handballabteilungen mussten diesem Trend bereits Tribut zollen und ihre Mannschaften vom Spielbetrieb abmelden. Unser Problem ist nach wie vor auch das Fehlen einer angemessenen Sporthalle in Rotthausen. Einer solchen Halle käme nicht nur für die aktiven Sportler eine besondere Bedeutung zu, sondern sie hätte auch die Funktion eines lokalen Bezugspunktes, der in ver-stärktem Maße Aktive, Passive und jugendliche Vereinsmitglieder zusammenführen könnte, wie es bei den derzeitigen Gegebenheiten und dem dezentralen Einzugsgebiet aller Beteiligten leider nicht realisierbar ist. Vor dem Hintergrund der angeführten Probleme sei ein herzliches "Danke schön" all denen ausge-sprochen, die in den vergangenen Jahren, in welcher Funktion auch immer, zur Durchführung des Spielbetriebes, zur Organisation und zum Ablauf unseres alljährlichen Handballturnieres, zur Vorbereitung und Gestaltung unserer Weihnachtsfeiern oder sonstigen festlichen Aktivitäten, zur Planung und Realisierung des "Laubfestes" oder des Volkslaufes "Auf der Reihe" und insgesamt zum Zusammenhalt und Weiterbestehen der Handballabteilung beigetra-gen haben. Eine besonderer Dank gebührt dabei jedoch Karin Geiger als Abteilungsleiterin und Ingrid Berens als stellvertretender Abteilungsleiterin und Kassiererin, ohne die die Abteilungsführung und alle vorgenannten Aktivitäten in den vergangenen Jahren nicht möglich gewesen wären, und die sich mit besonderem persönlichen Engagement für die Belange der Handballerinnen und Handballer eingesetzt haben.
Saisonstationen Handball
Mannschaften Handball
Quellen
-
60 Jahre DJK Spfr. Rotthausen
-
75 Jahre DJK Spfr. Rotthausen
-
80 Jahre DJK Spfr. Rotthausen
-
85 Jahre DJK Spfr. Rotthausen
-
90 Jahre DJK Spfr. Rotthausen































