SSV Buer 1907/1928 e.V.: Unterschied zwischen den Versionen

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== Geschichte ==
== Geschichte ==
===1907 - 1914: Ballspielverein Buer 07===
Die Geschichte der SSV Buer 07/28 e. V. reicht in die Frühphase des organisierten Fußballs in Buer zu Beginn des 20. Jahrhunderts zurück. Bereits am 7. August 1900 fand nach einem zeitgenössischen Bericht der „Buerschen Zeitung“ ein Fußballspiel zwischen dem Turnverein Westfalia Buer und dem Horster Turnverein statt. Dieses Ereignis blieb zunächst ohne unmittelbare organisatorische Folgen. Fußball stieß in dieser Zeit noch auf erhebliche Vorbehalte innerhalb von Schule, Verwaltung und Teilen der Gesellschaft. Junge Sportinteressierte aus Buer waren daher zunächst häufig in Vereinen der benachbarten Städte Essen und Gelsenkirchen aktiv oder spielten informell auf Wiesen und Feldern.


Die Grundlagen, die unsere Großväter in den Jahren um die Jahrhundertwende schufen, die unsere Väter uns nach zwei Weltkriegen übergaben, diese Grundlagen wollen und müssen weiter ausgebaut werden. Rückblick ist Verpflichtung, denn ohne Gestern gibt es kein Heute, ohne das Erbe unserer Väter kein Fortschritt. In der Gegenwart steckt alle Vergangenheit, aber auch die Zukunft. Die Geschichte des Traditionsvereins Buer 07 ist zum ersten Male nach dem ersten Weltkrieg niedergeschrieben worden, anlässlich einer größeren Sportveranstaltung im Jahre 1925. (Chronist: Heribert v. Vorst)
Erst im Jahr 1907 nahm die Gründung eines eigenständigen Buerschen Fußballvereins konkrete Formen an. Zu den maßgeblichen Initiatoren gehörten Fritz Pieper und Arthur Vögler. Am 17. Oktober 1907 wurde im Zentralhotel am Marktbrunnen der Ballspielverein Buer 07 gegründet. Die zeitgenössische Presse berichtete, dass sich unmittelbar 26 Mitglieder dem neuen Verein anschlossen. Die Gemeinde Buer stellte dem Verein unentgeltlich einen Sportplatz zur Verfügung.


Nach diesem Bericht, laut Chronik, wurde der Buersche Fußballsport 1900 erstmals erwähnt. Dort wurde nämlich über ein Fußballspiel, das am 07.08.1900 in Buer stattgefunden hat, berichtet (nachzulesen in der Buerschen Zeitung Nr. 178 Jahrgang 1900).
Zum ersten Vorsitzenden wurde Fritz Pieper gewählt. Franz Mertmann übernahm das Amt des zweiten Vorsitzenden, Fritz Lungenhölscher die Kassenführung und Xaver Terlunen die Schriftführung. Arthur Vögler wurde erster Spielführer, Fritz Vögler zweiter Spielführer und Willi Schossier Gerätewart. Zu den weiteren frühen Vereinsmitgliedern gehörten unter anderem Rudolf Kloß, Josef Speier, Johann Vittinghoff, Hubert König, Paul Große-Lohmann, Mathias Equit, Hermann Kämper, Ludwig Bredenbrock, Rudolf Eichengrün und Urban Halbeisen. Auch mehrere Schüler des Buerschen Gymnasiums traten dem Verein bei, wobei ihre Mitgliedschaft aufgrund der damals teilweise ablehnenden Haltung der Schulen gegenüber dem Fußball zunächst gesondert behandelt werden musste.


Leider blieb dieses das erste und letzte Fußballspiel, das der damalige Turnverein austrug. Auch große Bemühungen, schon damals eine Vereinigung des Rasensports ins Leben zu rufen, scheiterten an dem Widerstand der Behörden, der Lehrer und nicht zuletzt der Geistlichkeit. Denn Fußball war im Wilhelminischen Deutschland verpönt und wurde als „Fußlümmelei“, als entartete und unästhetische Sportart bezeichnet (Karl Planck 1898).
Als erstes Vereinsheim diente das Zentralhotel. Die Mannschaft trat in roten Hemden mit weißem Querstreifen und weißen Hosen an. Der Vereinswirt Ludwig Bredenbrock stiftete den ersten Fußball, während die Gemeinde den Spielplatz am Ophof zur Verfügung stellte. Am 27. Oktober 1907 absolvierte der BV Buer 07 sein erstes dokumentiertes Fußballspiel. Gegen den FC Rhenania Essen verlor die Mannschaft mit 1:3. Das zwei Wochen später ausgetragene Rückspiel endete 2:2. In der Folge entwickelte sich ein regelmäßiger Spielbetrieb gegen Mannschaften aus Essen, Bottrop, Bismarck, Horst, Gelsenkirchen, Herten und Wanne.


Die jungen Sportsleute aus Buer waren zumeist Mitglieder der benachbarten Vereine in Essen und Gelsenkirchen. Heimlich und verbotener Weise wurde damals auf abgelegenen Wiesen und Feldern dem Fußballspiel gehuldigt. Auch ein sogenannter Fußballclub fristete im Verborgenen ein mehr als kümmerliches Dasein. In der Öffentlichkeit traute sich aber so recht keiner die Idee des Rasensportes zu propagieren, um nicht der Strafe seiner Lehrer oder dem Spott seiner Mitbürger ausgeliefert zu werden. Der allgemeine Aufschwung im Fußballsport konnte auf die Dauer hier in Buer nicht spurlos vorübergehen.
Ein wichtiger organisatorischer Schritt erfolgte am 23. Januar 1908 mit dem Beschluss, dem Westdeutschen Spielverband beizutreten. Seit März 1908 nahm der BV Buer 07 am regulären Meisterschaftsspielbetrieb teil. Der Verein wurde später dem märkischen Bezirk des Westfälischen Kreises zugeordnet und war damit früh in die entstehenden überregionalen Verbandsstrukturen des westdeutschen Fußballs eingebunden.


Im Jahre 1907 begann der Gedanke an die Gründung eines Fußballvereines feste Formen anzunehmen. Es waren vor allem die Herren Fritz Pieper und Arthur Vögler, die sich um die Gründung des BV Buer 07 besonders verdient gemacht haben. Die Buerschen Spießer werden nicht wenig erstaunt gewesen sein, als ihnen am 20.10.1907 die Buersche Zeitung folgende Notiz servierte: “Ein Ballspielverein hat sich am 17.10.1907 im Zentralhotel (Marktbrunnen) gebildet, dessen Hauptaufgabe es ist, den Fußballsport und die Athletik zu pflegen. Man darf es als erfreuliches Zeichen betrachten, dass sich gleich 26 Herren haben aufnehmen lassen, für Buer immerhin eine stattliche Zahl. Der Verein wird unter der jetzigen Leitung hoffentlich günstig voranschreiten. Ein Spielplatz ist dem Verein von der Gemeinde Buer unentgeltlich angewiesen worden, wofür man den Herren, Gemeindevertretern nur Danke sagen kann.”
1909 übernahm Urban Halbeisen den Vereinsvorsitz. Im selben Jahr wurde mit der Einrichtung des Amtes eines Leichtathletikobmanns eine eigenständige Leichtathletikabteilung aufgebaut. Die ersten Wettkämpfe fanden im Sommer 1909 auf dem Ophofplatz statt. Nach Darstellung der Chronik entwickelte sich diese Abteilung innerhalb kurzer Zeit zu einem sportlich erfolgreichen Bestandteil des Vereins. Damit war Buer 07 bereits in seiner frühen Geschichte nicht ausschließlich als Fußballverein tätig.


Auch die Gemeinde beziehungsweise spätere Stadt Buer unterstützte die Vereinsentwicklung. Neben der kostenlosen Bereitstellung eines Sportplatzes wurden Wanderpreise gestiftet und finanzielle Beihilfen zur Förderung der Jugendpflege gewährt. Diese Unterstützung zeigt, dass der organisierte Sport in Buer bereits vor dem Ersten Weltkrieg zunehmend als Bestandteil kommunaler Jugend- und Freizeitpolitik wahrgenommen wurde.


In der Gründerversammlung am 17.Oktober 1907 wurde folgender Vorstand bestellt:
Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahr 1914 führte zu einer grundlegenden Unterbrechung. Ein Großteil der Mitglieder wurde zum Militärdienst eingezogen und der reguläre Spielbetrieb vollständig eingestellt. Die organisatorische Existenz des Vereins wurde während der Kriegsjahre insbesondere durch Paul Beckmann und Wilhelm Voigt aufrechterhalten.


Bereits am 31. Dezember 1918 fand nach Kriegsende die erste Vereinsversammlung statt. Urban Halbeisen verzichtete aufgrund beruflicher Belastungen auf eine erneute Wahl zum Vorsitzenden, sodass Albert Schossier die Vereinsleitung übernahm. Eine zentrale Herausforderung bestand zunächst darin, wieder geeignete Sportflächen zu erhalten. Die früher genutzten Plätze am Ophof und am Rathaus waren während des Krieges teilweise landwirtschaftlich oder anderweitig genutzt worden.


1. Vorsitz: Fritz Pieper
Die Vereinsführung nahm deshalb Verhandlungen mit dem Grafen von Westerholt über ein Gelände an der Löchterheide auf. Diese Bemühungen waren erfolgreich. Bereits im Frühjahr 1920 konnte eine neue Sportanlage mit einem Eröffnungsspiel gegen Preußen Duisburg eingeweiht werden. In den folgenden Jahren wurde die Anlage kontinuierlich ausgebaut. Bis 1925 entstand eine Sportstätte mit einem Fassungsvermögen von rund 20.000 Zuschauern und einer Tribüne mit ungefähr 1.000 Sitzplätzen.


2. Vorsitz Franz Mertmann
Im Januar 1920 übernahm Albert Renette den Vorsitz. Während seiner dreijährigen Amtszeit wuchs der Verein erheblich. Die Mitgliederzahl stieg nach Angaben der Chronik von etwa 250 auf mehr als 600. Anfang 1923 kehrte Urban Halbeisen an die Vereinsspitze zurück. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Buer 07 zu einem großen Mehrspartenverein entwickelt.


Kassierer: Fritz Lungenhölscher
In den 1920er-Jahren gehörte der Verein zeitweise zur Spitzengruppe der Ruhrgau-Liga. Neben der eigenen Sportanlage verfügte er seit 1920 über eine illustrierte Vereinszeitung und seit 1921 über eine eigene Vereinsbücherei. Die Mitgliederzahl näherte sich zeitweise der Marke von 1.000. Zum sportlichen Angebot gehörten sechs Seniorenmannschaften, fünf Jugendmannschaften und eine Alte-Herren-Mannschaft im Fußball sowie Leichtathletik, Handball, Tennis, Boxen und Faustball. Diese Entwicklung verdeutlicht die erhebliche organisatorische Größe, die der Verein in der Zwischenkriegszeit erreicht hatte.


Schriftführer: Xaver Terlunen
Einen Höhepunkt der 1920er-Jahre stellte die Sportwerbewoche vom 6. bis 14. Juni 1925 dar. Im Rahmen der Veranstaltung wurden die ausgebaute Sportanlage eingeweiht, ein Denkmal enthüllt und zahlreiche sportliche sowie gesellschaftliche Veranstaltungen durchgeführt. Ergänzt wurde das Programm durch eine Sportausstellung im Gymnasium an der Breddestraße. Die Veranstaltung diente damit nicht nur dem Wettkampfsport, sondern auch der öffentlichen Präsentation des Vereins und des organisierten Sports in Buer.


Spielführer: Arthur Vögler
In der zweiten Hälfte der 1920er- und zu Beginn der 1930er-Jahre verschlechterten sich jedoch die wirtschaftlichen Bedingungen. Die allgemeine Wirtschaftskrise führte zu sinkenden Einnahmen, abnehmender Unterstützung durch örtliche Geschäftsleute und zunehmenden Spielerabgängen. Das 25-jährige Vereinsjubiläum wurde 1932 daher unter deutlich bescheideneren Rahmenbedingungen begangen.


2.Spielführer: Fritz Vögler
Anfang 1934 geriet der Verein aufgrund hoher Pachtverbindlichkeiten für die Sportanlage Löchterheide in eine existenzielle Krise. Der Graf von Westerholt kündigte den Pachtvertrag und überließ die Anlage nationalsozialistischen Parteiformationen. Auf einer Generalversammlung wurde zunächst sogar die Auflösung des Vereins diskutiert. Da dem BV Buer 07 schließlich eine weitere Mitbenutzung des Platzes gestattet wurde, entschieden sich die Mitglieder jedoch für die Fortführung des Vereins. Heinrich Becks übernahm die Leitung und leitete einen organisatorischen Neuaufbau ein.


Gerätewart: Willi Schossier
Im selben Zeitraum wurde der Nachbarverein Sportfreunde Buer 1928 im Zuge der nationalsozialistischen Vereins- und Sportpolitik aufgelöst. Ein Teil seiner Mitglieder schloss sich daraufhin dem BV Buer 07 an. Sportlich gelang erst 1939 wieder ein größerer Erfolg: Die erste Mannschaft gewann die Meisterschaft der Kreisklasse und stieg in die Bezirksklasse auf.


Der Beginn des Zweiten Weltkrieges verhinderte jedoch eine nachhaltige sportliche Entwicklung. Zahlreiche Spieler wurden zum Militärdienst eingezogen. Gleichzeitig entstand auf Initiative der Stadt die Idee, Buer 07 mit Westfalia Buer zu einem größeren Verein zusammenzuschließen. Die Mitglieder stimmten der Fusion zu, und der neu entstandene Verein führte den Namen FC Buer. Mit zunehmender Dauer des Krieges kam der Spielbetrieb jedoch vollständig zum Erliegen.


Auch einige Buersche Gymnasiasten, für die zunächst eine besondere Liste geführt werden musste, meldeten sich zur Aufnahme. Für diese Schüler war die Ausübung des Fußballsports damals mit nicht geringen Gefahren verbunden. Die Lehrer, von Haus aus erbitterte Gegner des Fußballsports, bestraften jeden Schüler, von dem bekannt wurde, dass er den rohen Fußballsport ausübte und wie ein Verrückter hinter einem Ball herlief. Doch wurde den Lehrern manches Schnippchen geschlagen. Findige Burschen schmückten sich mit falschen Bärten, zogen sich die Sportmütze über beide Ohren und konnten so getarnt wenigstens die wichtigsten Spiele mitmachen. Als Vereinsheim wurde das Zentralhotel gewählt. Die Sportkleidung bestand aus roten Hemden mit einem weißen Querstreifen und dazu weiße Hosen. Den ersten Fußball stiftete der Vereinswirt, Herr Bredenbrock, und die Gemeinde stellte kostenlos den Spielplatz am „Ophof“ zur Verfügung. Das erste Fußballspiel, welches leider gegen FC Rhenania Essen mit 1:3 verloren wurde, fand am 27.Oktober 1907 in Buer statt und der Nachwelt sei hier die erste Fußballmannschaft des BV Buer 07 überliefert:
Bereits wenige Wochen nach Kriegsende wurde der Fußballbetrieb wieder aufgenommen. Schon im Januar 1946 erreichte die Mannschaft das Endspiel um die Buersche Stadtmeisterschaft. Vor rund 8.000 Zuschauern wurde der SC Hassel mit 4:1 besiegt. Damit gewann der Verein einen der ersten bedeutenden lokalen Fußballtitel der Nachkriegszeit.


Die sportlichen Leistungen veranlassten den Verein anschließend zu einem Antrag auf Aufnahme in die Vertragsliga, der jedoch abgelehnt wurde. Gleichzeitig beschlossen die Mitglieder, den während des Krieges eingeführten Namen FC Buer wieder aufzugeben und zum traditionellen Namen „Ballspielverein Buer 07“ zurückzukehren. Unter dieser Bezeichnung gelang in der Saison 1949/50 der Aufstieg in die Landesliga.


Lungenhölscher, Fritz Vögler, Mertmann, Terlunen, Esquit, Pieper, Vittinghoff, König, A. Vögler, Kersken, Klinge.
Den bedeutendsten sportlichen Erfolg seiner eigenständigen Geschichte erzielte Buer 07 in der Saison 1950/51 mit dem Gewinn der Meisterschaft der Landesliga, Gruppe 3. Damit hatte der Verein die höchste damalige Amateurebene erreicht. Zur Meistermannschaft gehörten unter anderem Saalfeld, Nickel, Weinreich, Spors, Kwiatkowski, Kapteinat, Proske, Kühn, Nagel, Kraus, Paetz und Bonika.


Der sportliche Erfolg führte jedoch zugleich zu personellen Verlusten. Mehrere leistungsstarke Spieler, darunter Paetz, Kühn, Kwiatkowski und Spors, verließen den Verein in Richtung höherklassiger beziehungsweise vertragsspielender Clubs. Dadurch wurde die Mannschaft erheblich geschwächt. Ab der Saison 1954/55 spielte Buer 07 wieder in der Bezirksklasse.


So manches Spiel ging verloren, aber auch viele Spiele wurden gewonnen. Es würde zu weit führen, alle ausgetragenen Spiele aufzuführen. Am 23. Januar 1908 wurde in einer Generalversammlung der Beitritt des BVB 07 (BV Buer 07) zum Westdeutschen Spielverband geschlossen. Seit März 1908 steht nunmehr der Verein im Verbands-Meisterschaftswettbewerb.
1957 beging der Verein sein 50-jähriges Bestehen mit einer Sportwerbewoche, an der neben dem Fußball auch andere Sportarten beteiligt waren. Die Veranstaltung verdeutlichte die weiterhin starke lokale Verankerung des Vereins, auch wenn die sportlichen Erfolge der frühen 1950er-Jahre nicht wiederholt werden konnten.


Im Jahre 1909 trat ein Wechsel in der Vereinsführung ein. Herr Urban Halbeisen übernahm den Vorsitz im Geschäftsführenden Vorstand. Er berief Herrn Gerdes in ein neues Amt, und zwar des Obmanns für Leichtathletik. Das Jahr 1909 bedeutete für den BV Buer 07 das Geburtsjahr der Leichtathletik.
Die 1960er-Jahre brachten zunehmend strukturelle und wirtschaftliche Schwierigkeiten. Die Mitgliederzahl ging zurück, größere sportliche Erfolge blieben aus und auch die finanzielle Unterstützung durch die Buersche Bevölkerung und Geschäftswelt nahm ab. Zusätzlich musste die historische Sportanlage Löchterheide 1962 dem Straßen- und Wohnungsbau weichen. Die Stadt Gelsenkirchen errichtete daraufhin eine neue Bezirkssportanlage Löchterheide mit drei Spielfeldern, auf der Buer 07 eine neue sportliche Heimat erhielt.


Vor diesem Hintergrund erfolgte 1964 eine grundlegende organisatorische Neuordnung. Der Ballspielverein Buer 07 und Sportfreunde Buer 1928 schlossen sich am 12. Juli 1964 im Hotel zur Post in Gelsenkirchen-Buer zusammen. Der neue Verein erhielt den Namen „Spiel- und Sportvereinigung Buer 07/28 e. V.“. Mit der Fusion sollten die sportlichen und organisatorischen Kräfte beider Vereine im Stadtteil Buer-Mitte gebündelt werden.


Dem ersten Vorstand der SSV Buer 07/28 gehörten unter anderem Niewerth, Heimann, Stockhausen, Schmidt, Flechtner, Schieborn, Tendal, Reisinger, Möllers, Basak und Lauf an. Einen frühen sportlichen Erfolg erzielte der neue Verein mit dem Gewinn der Gelsenkirchener Stadtmeisterschaft. Im Endspiel auf dem Sportplatz an der Oststraße in Erle wurde der SV Rotthausen mit 1:0 besiegt. Zuvor hatte die Mannschaft bereits durch einen 1:0-Erfolg gegen Westfalia Buer die Buersche Stadtmeisterschaft gewonnen.


In den folgenden Jahren verliefen die Ergebnisse in der Bezirksklasse wechselhaft, der Klassenerhalt konnte jedoch zunächst kontinuierlich gesichert werden. 1967 beging der Verein im Rahmen einer Festwoche sein 60-jähriges Bestehen. Zu diesem Zeitpunkt verfügte die SSV über zwei Seniorenmannschaften, eine Alte-Herren-Mannschaft, zwei Jugend- und drei Schülermannschaften.


===1914 - 1918: Kriegsjahre===
Das 70-jährige Bestehen wurde 1977 mit einer Jubiläumswoche gefeiert. Einen sportlichen Höhepunkt bildete eine Begegnung der ersten Mannschaft gegen den Bundesligisten FC Schalke 04, die vor rund 2.500 Zuschauern ausgetragen wurde und mit 0:7 endete. Auch die Alte-Herren-Mannschaft trat gegen eine Traditionself des FC Schalke 04 an und gewann diese Begegnung mit 3:1.


Der 1. Weltkrieg schlug auch dem Verein tiefe Wunden. Schon bald nach der Mobilmachung wurde der größte Teil der Mitglieder einberufen. Der Spielbetrieb ruhte während der Kriegsjahre vollkommen. In der Stille lebte der Verein weiter.
In der Saison 1979/80 musste die erste Mannschaft nach langjähriger Zugehörigkeit zur Bezirksliga erstmals wieder in die Kreisliga absteigen. Nach Abschluss der regulären Saison belegte die SSV punktgleich mit Eintracht Recklinghausen II und Schwarz-Weiß Meckinghoven einen Abstiegsplatz. Zwei zusätzliche Entscheidungsrunden brachten keine ausreichende sportliche Verbesserung, sodass der Abstieg endgültig feststand.


Der Abstieg hatte erhebliche personelle Konsequenzen. Nach Darstellung der Chronik verließen 15 Seniorenspieler den Verein. Trotz dieses Umbruchs wurden sowohl die Senioren- als auch die Jugendabteilung weitergeführt. Günter Krempicki blieb in der Saison 1980/81 Vorsitzender, während Karl-Heinz Partzsch weiterhin das Traineramt ausübte. Die erste Mannschaft erreichte zunächst den zehnten Tabellenplatz in der Kreisliga A.


1982 beging die SSV ihr 75-jähriges Vereinsjubiläum mit einer umfangreichen Festwoche. Das Programm umfasste Jugendturniere, ein Senioren-Turnier, Spiele der Alten Herren sowie ein weiteres Jubiläumsspiel gegen die Bundesligamannschaft des FC Schalke 04. Daneben fanden verschiedene gesellschaftliche Veranstaltungen statt.


Sportlich hatte die Saison 1981/82 zunächst Hoffnungen auf einen Wiederaufstieg geweckt. Nach 20 von 30 Spieltagen lag die erste Mannschaft an der Tabellenspitze der Kreisliga A. In der Schlussphase wurde sie jedoch von Resse 08 noch überholt und beendete die Saison mit zwei Punkten Rückstand auf dem zweiten Platz. In der folgenden Saison 1982/83 konnte an diese Ergebnisse zunächst nicht angeknüpft werden; die erste Mannschaft erreichte Rang acht, die zweite Mannschaft Rang zehn.


Zu Beginn der Saison 1983/84 kam es zu Veränderungen in der Vereins- und sportlichen Führung. Günter Krempicki gab den ersten Vorsitz ab, blieb jedoch als zweiter Vorsitzender weiterhin im Vorstand tätig. Gregor Baumeister wurde zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt. Gleichzeitig übernahm Horst Wengler das Training der Seniorenmannschaft.


Eine besonders erfolgreiche Phase begann in der Saison 1985/86. Dem Vorstand gelang es, Matthias Herget, damals deutscher Nationalspieler und Bundesligaakteur bei Bayer Uerdingen, als Trainer für den Seniorenbereich zu gewinnen. Unterstützt wurde er von Karl-Heinz Partzsch als Assistenztrainer. Neben mehreren externen Neuzugängen wurden auch Spieler aus der eigenen Jugend in die erste Mannschaft integriert.


Unter dem Trainerteam Herget/Partzsch gewann die erste Mannschaft mit 43:17 Punkten und einem Torverhältnis von 64:26 die Meisterschaft der Kreisliga A und erreichte damit den lange angestrebten Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Auch die zweite Mannschaft verlief erfolgreich und verfehlte als Tabellenzweiter nur knapp den Aufstieg aus der Kreisliga C in die Kreisliga B.


Parallel zum sportlichen Aufschwung wurde der Gesamtverein erweitert. Neu gegründet wurden eine Tennisabteilung und eine Damenfußballabteilung. Im Seniorenfußball kam zudem eine dritte Mannschaft hinzu. Die Mitgliederzahl stieg in dieser Phase auf mehr als 650. Damit entwickelte sich die SSV Buer 07/28 erneut zu einem größeren Mehrspartenverein mit einer breiten sportlichen Basis.


Die Saison 1986/87 diente zunächst der sportlichen Stabilisierung nach dem Bezirksligaaufstieg. Mit Stand vom 13. April 1987 belegte die erste Mannschaft den vierten Tabellenplatz. Damit spielte sie als Aufsteiger eine erfolgreiche Saison und war weder akut abstiegsgefährdet noch ernsthaft in den Aufstiegskampf zur Landesliga eingebunden. Gleichzeitig führte die zweite Mannschaft ihre Spielklasse an, während sich die dritte Mannschaft im gesicherten Mittelfeld befand.


===1918 - 1939: Schwere Zeiten===
Auch organisatorisch war der Verein im Jubiläumsjahr 1987 breit aufgestellt. Gregor Baumeister fungierte als erster Vorsitzender, Günter Krempicki als zweiter Vorsitzender. Weitere Funktionen bestanden unter anderem für Geschäftsführung, Kassenwesen, Sozialarbeit, die drei Seniorenmannschaften, die Alte-Herren-Abteilung, den Damenfußball, die Jugend sowie die Tennisabteilung. Die Vorstandsstruktur verdeutlicht den organisatorischen Umfang, den der Verein bis zu seinem 80-jährigen Bestehen erreicht hatte.


Nach Beendigung des Krieges ging es mit unermüdlichem Arbeitsgeist an dem Wiederaufbau des Vereines weiter. Bereits am 31.12.1918 fand die erste Versammlung statt. Zunächst machte es Schwierigkeiten, wieder in die Benutzung der Sportplätze im Ophof und Rathaus zu gelangen, da man teilweise daraus Kartoffeläcker gemacht hatte, oder sie waren zu anderen Zwecken genutzt worden. Man trat mit dem Grafen von Westerholt in Verbindung, um in den Besitz des Geländes an der Löchterheide zu gelangen. Das Gelang auch. Schon im Frühjahr 1920 konnte die eigene Sportplatzanlage mit einem Eröffnungsspiel gegen Preußen Duisburg ihrer Bestimmung übergeben werden. 1925 ist die Anlage für 20.000 Zuschauer und 1.000 Sitzplätze ausgebaut. In den Zwanzigern kann der BVB 07 auf eine ruhmreiche Vergangenheit zurückblicken und besteht in der Spitzengruppe der Ruhrgau-Liga.
Insgesamt lässt sich die Geschichte der SSV Buer 07/28 in mehrere klar voneinander unterscheidbare Entwicklungsphasen gliedern. Die erste Phase begann mit den frühen Fußballaktivitäten in Buer um 1900 und führte 1907 zur Gründung des Ballspielvereins Buer 07. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg etablierte sich der Verein in den Verbandsstrukturen des westdeutschen Fußballs und erweiterte sein Sportangebot um die Leichtathletik.


Der Verein brachte erstmals 1920 eine eigene Vereinszeitung raus, im Jahr 1921 kam eine eigene Bücherei hinzu. Als Pionier des Buerschen Rasensports und als ältester Sportverein der „Stadt Buer“, hat er bis in die 30er Jahre die Vorherrschaft des Buerschen Sportlebens innegehabt: sechs Stamm-Mannschaften, fünf Jugendmannschaften, eine Altherren-Mannschaft, eine Leichtathletik-Abteilung und zwei Handballmannschaften. Sportlicher Höhepunkt der 20er Jahre war für Buer die Sportwerbewoche 1925 vom 06.06. bis zum 14.06. mit dem Ballspielverein Buer 07 als Veranstalter. Bei diesem Anlass fand die Platzweihe, Denkmalenthüllung (heute steht es auf der Bezirkssportanlage Löchterheide) und eine Fülle sportlicher und gesellschaftlicher Darbietungen statt.
Nach der Unterbrechung durch den Ersten Weltkrieg folgte in den 1920er-Jahren eine Phase erheblichen Wachstums. Die Sportanlage Löchterheide, die Mitgliederentwicklung und die zahlreichen Abteilungen dokumentieren den Übergang von einem kleinen Fußballverein zu einer großen lokalen Sportorganisation. Die wirtschaftliche Krise um 1930 und die politischen Veränderungen nach 1933 führten dagegen zu erheblichen organisatorischen und finanziellen Schwierigkeiten.


Danach ging es sportlich und finanziell abwärts. Immer mehr Buersche Bürger und Geschäftsleute verweigerten nach und nach ihre Unterstützung. Die wirtschaftliche Krise der Jahre um 1930 machte sich auch im Sportverein bemerkbar. Die Einnahmen wurden immer geringer und die Mannschaft immer schwächer (Abgänge zu anderen Vereinen). Unter diesen Umständen wurde 1932 das 25jährige Jubiläum klein und bescheiden begangen.
Der Zweite Weltkrieg stellte einen weiteren tiefen Einschnitt dar. Der zwischenzeitliche Zusammenschluss zum FC Buer verlor mit dem Ende des Krieges seine Bedeutung, und der Verein kehrte zum traditionellen Namen Buer 07 zurück. Die frühen Nachkriegsjahre brachten zugleich eine der sportlich erfolgreichsten Phasen der Vereinsgeschichte. Der Gewinn der Buerschen Stadtmeisterschaft 1946, der Aufstieg in die Landesliga 1949/50 und insbesondere die Landesligameisterschaft 1950/51 markieren den sportlichen Höhepunkt des eigenständigen BV Buer 07.


Anfang 1934, als in den Pachtzahlungen für den Sportplatz Löchterheide große Rückstände auftraten, kündigte der Graf von Westerholt dem Verein den Vertrag und übergab den Platz den damaligen Parteiformationen. Nur ein kleines Häuflein treuester BVBer besuchte im Februar 1934 die Generalhauptversammlung, auf der nur ein Tagesordnungspunkt stand: “Beschluss über Auflösung des Vereines”. Der neue Besitzer der Sportanlage erklärte sich jedoch bereit, dem BVB 07 die weitere Nutzung zu gestatten. So wurde dann beschlossen weiterzumachen.
Mit dem Verlust wichtiger Spieler und zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten begann anschließend eine längere Phase sportlicher Konsolidierung. Die Fusion mit Sportfreunde Buer 1928 im Jahr 1964 war daher nicht lediglich eine Namensänderung, sondern eine grundlegende organisatorische Neuordnung. Mit der Gründung der SSV Buer 07/28 wurden zwei lokale Vereinstraditionen zusammengeführt.


Die Versammlung wählte eine neue Vereinsführung, mit jungen Mitarbeitern. Der Wirt des Vereinslokales stiftete, wie schon Jahre zuvor, den Fußball. Die Mannschaften waren besessen vom Ehrgeiz und Treuegefühl zum Verein, wie man es seltener vorher feststellen konnte. Langsam bekam der Name Ballspielverein Buer 07 wieder neuen Glanz. Mit allen Buerschen Nachbarvereinen wurden wieder neue Beziehungen aufgenommen, so dass die Mannschaften gern gesehene Gäste auf allen Sportplätzen waren.
Die Entwicklung der folgenden Jahrzehnte war von einer längeren Zugehörigkeit zur Bezirksklasse beziehungsweise Bezirksliga, einzelnen lokalen Meisterschaften und wiederholten sportlichen Umbrüchen geprägt. Der Abstieg von 1979/80 und der anschließende Verlust zahlreicher Spieler stellten eine erhebliche Belastung dar. Dennoch konnte der Verein seine Strukturen stabilisieren und Mitte der 1980er-Jahre einen erneuten Aufschwung einleiten.


Als die damaligen Machthaber 1934 den Nachbarverein „Sportfreunde 28 Buer“ auflösten, schloss sich die sportlich hervorragend eingestellte Gemeinschaft dem BVB 07 an. Leider gelang es der Mannschaft erst 1939 die Meisterschaft der Kreisklasse zu gewinnen und in die Bezirksklasse aufzusteigen.
Der Wiederaufstieg in die Bezirksliga 1985/86 unter dem Trainerteam Matthias Herget und Karl-Heinz Partzsch markierte einen neuen sportlichen Höhepunkt. Gleichzeitig zeigen die Gründung von Tennis- und Damenfußballabteilung sowie der Anstieg der Mitgliederzahl auf über 650, dass die Entwicklung des Vereins in dieser Phase weit über den sportlichen Erfolg der ersten Fußballmannschaft hinausging.


Charakteristisch für die gesamte Vereinsgeschichte ist darüber hinaus die enge Verbindung zwischen sportlicher Entwicklung und infrastrukturellen Rahmenbedingungen. Vom Ophofplatz über die historische Löchterheide bis zur neuen Bezirkssportanlage war die Verfügbarkeit geeigneter Sportstätten für das Wachstum des Vereins von entscheidender Bedeutung.


===1939 - 1945: Der zweite Weltkrieg===
Ebenso deutlich wird die langfristige Bedeutung der Nachwuchsarbeit. Bereits die frühe Unterstützung durch die Stadt Buer war teilweise mit Jugendpflege verbunden. In späteren Jahrzehnten bildeten eigene Schüler- und Jugendmannschaften immer wieder eine wichtige Grundlage für die personelle Entwicklung der Seniorenmannschaften. Gerade die Integration eigener Jugendspieler während des Wiederaufstiegs in den 1980er-Jahren verdeutlicht diese Kontinuität.
 
Bevor die Spiele begannen, brach der zweite Weltkrieg aus. Die gesamte Mannschaft wurde zum Wehrdienst eingezogen. Wie schon 1914, war es auch dieses Mal schwer, eine einzige Mannschaft auf die Beine zu stellen.
 
In dieser Notzeit machte die Stadt Buer dem Verein ein großzügiges Angebot: Die Stadt verzichtet auf alle Verbindlichkeiten dem BVB 07 gegenüber, wenn die beiden Buerschen Vereine BVB 07 und Westfalia sich zu einem großen konkurrenzfähigen Verein zusammenschließen würden. Die Mitglieder entschlossen sich einstimmig für eine Fusion mit Westfalia Buer. Dem neuen Verein wurde der Name „FC Buer“ gegeben. Im Verlauf des Krieges schlief der Spielbetrieb vollends ein.
 
 
===1945 - 1964: Die SSV entsteht===
 
Nach dem Krieg dauerte es nur wenige Wochen, bis der Spielbetrieb wieder in Gang kam. Es dauerte auch nicht lange bis eine spielstarke Mannschaft aufgestellt werden konnte. Der Mannschaft gelang es, erstmalig in das Endspiel um die Stadtmeisterschaft zu kommen. Der Gegner war kein anderer als der SC Hassel, der am 20.01.1946 vor 8.000 Zuschauern mit „4:1“ besiegt wurde.
 
Da sich die Spielstärke auch in den folgenden Spielen durch zahlreiche Siege als dauerhaft erwies, stellte man den Antrag auf Aufnahme in die Vertragsliga. Der Antrag wurde jedoch abgelehnt. In einer vorausgegangenen Versammlung wurde mit Mehrheit beschlossen, wieder den traditionellen Namen Ballspielverein Buer 07 (BVB 07) zu übernehmen. Mit dem neuen/alten Namen stieg der BVB 07 im Spieljahr 1949/1950 in die Landesliga auf.
 
Der Höhepunkt des spielerischen Erfolges war die Erringung der Meisterschaft 1950/1951 der Landesliga (Gruppe 3). Auf den obersten Sprossen seines Amateur-Daseins angelangt, musste der BVB 07 am Ende der Spielzeit 1951 den Tribut des Meisters zahlen. Denn wie so oft, auch in der heutigen Zeit, sind die Amateurvereine die Lebensquellen der Vertragsspielvereine gewesen. So musste der Verein mehrere Abgänge guter Spieler verzeichnen. Dieses blieb nicht ohne nachhaltige Folgen.
 
In der Saison 1954/1955 spielte der BVB 07 dann wieder in der Bezirksklasse. Mit wechselndem Erfolg kämpfte nun die Mannschaft jedes Jahr mit frischem Mut um Sieg und Punkte in der Bezirksklasse Gelsenkirchen. Im Gegensatz zum 25-jährigen Jubiläum 1932 wurde das 50-jährige Bestehen des Vereines BVB 07 im Jahre 1957 etwas großzügiger begangen. Mit einer Sportwerbewoche, an der sich nicht nur Fußball, sondern auch manch andere Sportart beteiligte, verlief zur allgemeinen Zufriedenheit der Buerschen Bevölkerung und des Veranstalters. Mit gemeinsamer Entschlossenheit und gutem Willen nach erfolgreicher Vergangenheit, sahen die Verantwortlichen des BVB 07 den neuen Zeitabschnitten entgegen.
 
Die 60er Jahre brachten der ersten Mannschaft nicht den erwünschten Auftrieb. Auch die wirtschaftliche Lage des Vereins wurde immer katastrophaler. Mitgliederrückgang und keine sportlichen Erfolge - darum blieb auch die finanzielle Unterstützung durch die Buersche Bevölkerung und Geschäftswelt bis auf einige treue Vereinsanhänger ganz aus. Das unter diesen Umständen im Jahre 1962 die führenden Herren des Vereins entmutigt wurden, ist erklärlich. Hinzu kam noch die Sorge um den Erhalt der Sportplatzanlage Löchterheide. Denn, dem Zug der Zeit folgend, musste die alte Löchterheide im Jahre 1962 dem Straßen- und Wohnungsbau weichen. Die Stadt Gelsenkirchen errichtete eine neue „Bezirksportanlage Löchterheide“ mit drei Plätzen. Hier bekam der Verein seine heutige Heimat. Im Jahr 1964 erfolgte dann der Zusammenschluss der Vereine Ballspielverein Buer 07 und DJK Sportfreunde Buer 1928.
 
Der Name des neuen Vereines ist „Spiel- und Sportvereinigung Buer 07/28 e.V.“ (SSV Buer 07/28). In beiden Vereinen erkannten die Vorstandsmitglieder rechtzeitig, dass nur eine gemeinsame sportliche Weiterführung für den Stadtteil Buer-Mitte von Nutzen sein konnte.
 
Die Fusion der beiden Vereine zur „SSV Buer 07/28“ erfolgte am 12. Juni 1964 im Hotel zur Post, Gelsenkirchen-Buer.
 
Es soll den Gerüchten nach auch eine Fusion mit dem SC Hassel 1919 im Gespräch gewesen sein, aber diese Überlegungen mussten wohl schnell verworfen worden sein.
 
 
Erster gemeinsamer Vorstand:
 
Niewerth, Heimann, Stockhausen, Schmidt, Flechtner, Schieborn, Tendal, Reisinger, Möllers, Basak und Lauf.
 
 
===1964 - 1983: Konsequenter Aufbau===
 
Als erster sportlicher Erfolg der Vereinigung kann die Stadtmeisterschaft von Groß-Gelsenkirchen gewertet werden. Im Endspiel auf dem Sportplatz an der Oststraße in Erle, wurde der SV Rotthausen 1:0 geschlagen. Vorher errang der Verein den Pokal um die Buersche Stadtmeisterschaft gegen Westfalia Buer mit 1:0 Toren. Abwechselnd ging es dann in der Meisterschaft auf und ab, jedoch konnte der Verein immer den Platz in der Bezirksklasse halten.
 
Am 17. Juni 1967 wurde im Rittersaal von Schloss Berge das 60-jährige Bestehen im Rahmen eines Sportlerballes und einer Festwoche gefeiert. Die zahlreichen Gäste waren beeindruckt und der Dank an den Vorstand erklang in manch lobenswerten Worten.
 
Die folgenden Jahre bis zum 70-jährigen Bestehen waren für den Verein durchwachsen, es wurden keine nennenswerten Erfolge erzielt. Anfang der Siebziger wurde dem Sportclub aus dem Norden vorübergehend „Asyl“ gewährt, als der SC Hassel in der Regionalliga für Furore sorgte und sogar um die deutsche Amateur-Meisterschaft mitspielte.
 
Das 70-jährige Bestehen des Vereines wurde mit einer Jubiläumswoche, die vom 30.04.1977 bis zum 08.05.1977 dauerte, dem Ereignis angemessen, in gebührendem Rahmen gefeiert. Höhepunkt der Veranstaltungswoche war das Jubiläumsspiel der 1.Mannschaft gegen den Bundesligisten von Schalke 04. 2.500 Zuschauer sahen damals dieses Ereignis, das Schalke 04 mit 7:0 Toren gewann. In den Sportberichten konnte man anschließend lesen, dass die Zuschauer ein farbiges Spiel sahen, in dem “sich der Bezirksligist tapfer wehrte und mit einigen Kontern durchaus nicht ungefährlich war”. Das Spiel bestritten die Mannschaften damals in folgender Aufstellung:
 
 
SSV Buer: Peters, Arning, Bayer, Münstereifel, Leigrotz, Hausmann, Partzsch, Kokott, Ortmann, Schramke, Schaffrinski
 
 
Schalke 04: Maric, Sobiery, Fichtel, Rüssmann, H.Kremers, Lütkebomert, Bongartz, E.Kremers, Abramzik, Dubski, Fischer
 
 
Im weiteren Sportprogramm waren von der Knabenmannschaft bis zu den „Alten Herren“ alle Mannschaften des Vereines aktiv und trugen zum Gelingen des Festes bei. Die Alten Herren gewannen verdient gegen die Traditionsmannschaft des FC Schalke 04 mit 3:1.
 
In den nachfolgenden Spielzeiten fungierte Walter Schieborn als erster Vorsitzender und Karl-Heinz Partzsch übernahm als Nachfolger von Gerd Kedziora das Traineramt.
 
Das Spieljahr 79/80 wird als eines der erfolglosesten in der langen Vereinsgeschichte eingehen. Nach langjähriger Zugehörigkeit zur Bezirksliga musste der schwere Gang in die Kreisliga angetreten werden. Den Abstieg in die Kreisliga nahmen 15 Spieler zum Anlass dem Verein den Rücken zuzukehren.
 
In diesen schweren Zeiten zeigte sich jedoch, in übergroßem Maße, die innere Festigkeit und das Bewusstsein, das übernommene Erbe weiterzuführen. Unter dem Motto „Jetzt erst recht“ blieben Günter Krempicki in der Spielzeit 1980/81 1. Vorsitzender und Karl-Heinz Partzsch Trainer. Die Spielbetriebe liefen sowohl in der Jugend- als auch in der Seniorenabteilung geordnet weiter. Nach einem Jahr der Stabilisierung (1980/81: 10.Tabellenplatz in der Kreisliga A) war die Saison 81/82 für den Verein wieder der Ausgangspunkt für den Start in erfolgreichere Zeiten. In diesem Spieljahr wurden die Weichen für den Aufstieg in die Bezirksliga seitens des Vorstandes gestellt.
 
Sportlich war das Spieljahr letztendlich enttäuschend verlaufen. Noch nach 20 von 30 Spielen belegte die 1. Mannschaft den ersten Tabellenplatz in der Kreisliga A und konnte sich berechtigte Aussichten auf den Aufstieg in die Bezirksliga machen. Am Ende erwies sich jedoch Resse 08 als die glücklichere Mannschaft und fing die SSV mit zwei Punkten Vorsprung vor dem großen Ziel des Wiederaufstiegs noch ab.
 
1982 wurde dann auch das 75-jährige Vereinsjubiläum gefeiert. In der Zeit vom 29. Mai 1982 bis zum 6. Juni 1982 wurde eine Festwoche mit vielen sportlichen Höhepunkten veranstaltet. Zu erwähnen sind die Jugendturniere der A- und der C-Jugend, das Spiel der "Alten Herren" gegen die Traditionsmannschaft von Rot-Weiß-Essen, das Seniorenturnier mit acht teilnehmenden Mannschaften, sowie das Jubiläumsspiel der 1. Mannschaft gegen die Lizenzspielermannschaft des FC Schalke 04. Die Feierlichkeiten wurden umrahmt durch den Festempfang im Vereinslokal Dröges Eck, sowie der große Jubiläumsball im Jägerhof bei Kampmann. Auch im Spieljahr 1982/83 ging es nicht um den Aufstieg, es wurde der 8. Tabellenplatz erreicht. Das zeigte, dass noch eine Zeit des konsequenten und kontinuierlichen Aufbaus angesagt war.
 
 
===1983 - 1992: Die Tennisabteilung entsteht===
 
In das Spieljahr 1983/84 ging der Verein mit einem neuen Vorsitzenden. Günter Krempicki stellte sich nach langjähriger Tätigkeit als Vereinsführer für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung.
 
Am 1. Mai 1984 begann mit der Eröffnung einer Tennisanlage auf der Sportanlage Löchterheide ein neues Kapitel in der traditionsreichen Geschichte der SSV Buer 07/28 e.V. Mit tatkräftiger Unterstützung durch den Hauptvorstand und einigen Politikern der Stadt Gelsenkirchen hatte der neugegründete Abteilungsvorstand bereits lange vor diesem Termin seine Arbeit aufgenommen. Unzählige Arbeitsstunden, harter körperlicher Einsatz und große finanzielle Mittel waren notwendig, um das Tennisgelände attraktiv zu gestalten.
 
Für die Kicker geht das Spieljahr 1985/86 in die Vereinsgeschichte als ein besonders erfolgreiches ein. Es gelang dem amtierenden Vorstand unter dem Vorsitz von Gregor Baumeister, den an der Emscher und beim SC Gelsenkirchen groß gewordenen, seiner Zeit aktuellen Libero der deutschen Nationalmannschaft und Spielführer von Bayer-Uerdingen, Matthias Herget, für das Traineramt der Senioren zu verpflichten. Diese Entscheidung sorgte in der Gelsenkirchener Fußballwelt für Furore, und was zunächst wie ein Gerücht aussah, wurde Realität. Matthias Herget setzte sich in vorbildlicher Weise für die Belange des Vereins ein. Sein großer Erfahrungsschatz kam nicht nur den Senioren, sondern auch der Jugend zugute. Mit dem Trainer-Duo (Herget/Partzsch) kam der sportliche Erfolg zurück und das zuvor knapp verpasste Ziel, der Aufstieg in die Bezirksliga wurde als Meister in der Kreisliga A errungen. Parallel zum sportlichen Erfolg vollzog sich die angestrebte Erweiterung des Vereines mit dem Ziel, der Buerschen Bevölkerung immer mehr und neue Möglichkeiten der sportlichen Betätigung zu schaffen. So wurde 1984 die Abteilung Tennis und die Abteilung Damenfußball neu gegründet. Die Seniorenabteilung meldete eine 3. Mannschaft zum Spielbetrieb an. Der objektiv darzustellende Aufschwung auf allen Gebieten des Vereinslebens konnte nur durch die aktive Mitarbeit vieler Mitglieder möglich gemacht werden.
 
Das Spieljahr 1986/87 diente der Stabilisierung des zuvor erreichten. Die 1. Mannschaft schloss die Saison mit dem 4. Tabellenplatz in der Bezirksliga ab. Der Optimismus einiger, doch noch den Aufstieg in die Landesliga zu schaffen, hielt bis kurz vor Saisonende an. Nichtsdestoweniger blieb keine Zeit, sich auf vermeintlichen Lorbeeren auszuruhen. Die Planungen für die folgenden Saisons mit dem Trainergespann Herget / Partzsch gingen weiter.
 
 
Der Vorstand der SSV Buer 07/28 im Jubiläumsjahr 1987:
 
 
Ehrenvorsitzenden Walter Schieborn,
 
1. Vorsitzender Gregor Baumeister
 
2. Vorsitzender Günter Krempicki
 
1. Geschäftsführer „Norbert Bauer“
 
2. Geschäftsführer Lutz Kalenka
 
1. Kassierer Hugo Beckmann
 
2.Kassierer Reinhard Otto
 
Schriftführer Klaus Kausch
 
Sozialwart Günter Flechtner
 
Jugendleiter Manfred Ersepke
 
Jugendgeschäftsführer Andreas Gotschol
 
Ehrenjugendleiter „Theo Lohmann“
 
Tennis-Abteilungsleiter Heinz Hadick
 
 
Im Jahr 1988 war es dann soweit. Die 1. Mannschaft unter der Leitung von Mathias Herget gelang der Aufstieg in die Landesliga. Im letzten Meisterschaftsspiel der Saison wurde die Mannschaft der Spvgg. Marl II mit 2:1 geschlagen. Auf unserer Sportanlage Löchterheide erlebten bei regnerischem Wetter insgesamt 1.667 zahlende Zuschauer das spannende Spiel. Die erfolgreichen und umjubelten Torschützen waren Thomas Lander und Dirk Latza.
 
Am 29. Mai 1988 spielte die Mannschaft in folgender Aufstellung:
 
 
Matuschak, Sasse, Nowak, Müller, Lander, Gutorski, Trotno, Koschewitz (78. Min Jercha), Latza (87. Min Jahn), Leske und Immand.
 
 
In dieser Klasse spielte die SSV Buer 07/28 weitere zwei Jahre mit durchschnittlichem Erfolg. Es wurden jeweils gute Mittelfeldplätze in der Tabelle belegt. Im dritten Jahr nach dem Aufstieg konnten die sportlichen Leistungen nicht bestätigt werden, was zur Folge hatte, dass der Abstieg in die Bezirksklasse nicht zu umgehen war.
 
 
===1992 - 1998: Turbulente Zeiten===
 
1992 übernahm Konrad Kordts die Position des Trainers der 1. Mannschaft. Gleich in diesem Jahr gelang wieder der Aufstieg in die Landesliga. Die gesamte Saison war von einem "Kopf-an-Kopf-Rennen" mit dem VfL Grafenwald gekennzeichnet. Deshalb war die Freude riesig, als das Saisonziel auch erreicht wurde.
 
Nach diesem sportlich erfolgreichen Jahr hörte "Conny" als Trainer aus persönlichen Gründen auf. Sein Nachfolger wurde Franco Busu. Als Aufsteiger in die Landesliga wurde überraschend die Mannschaft Herbstmeister. In der gleichen Saison konnte der Titel des "Gelsenkirchener Stadtmeisters" in der Halle mit überragenden Leistungen errungen werden. Leider verletzten sich während der Hallenspiele mehrere Stammspieler, so dass die sportlichen Leistungen der Hinrunde nicht bestätigt werden konnten. Trotzdem wurde die Saison mit einem akzeptablen 8. Tabellenplatz beendet.
 
In den nachfolgenden Jahren kamen turbulente Zeiten auf die SSV Buer 07/28 zu. Das Trainerkarussell nahm Fahrt auf und drehte sich schnell. In der Saison 1994/95 löste Manfred Eichner als Trainer Frank Busu ab. In dieser Saison stieg die 1. Mannschaft in die Bezirksliga ab. Als neuer Trainer der "Rothosen" wurde Jürgen Rinschede verpflichtet, der wiederum in der nächsten Bezirksliga-Saison von Karl Partzsch abgelöst wurde.
 
Auch innerhalb des Gesamtvereins traten Veränderungen auf. Im Jahr 1996 wurde Heinz Müller als Nachfolger von Gregor Baumeister zum 1. Vorsitzenden gewählt. Auch externe Schwierigkeiten kamen in diesem Jahr zum Vorschein, ein dunkles Kapitel in der Vereinsgeschichte ereignete sich. Durch das Finanzamt wurden dem Verein Steuerforderungen von ca. 175.000 DM offeriert. Aufgrund dieser Sachlage trat der gesamte Vorstand zurück. Um den Verein weiterzuführen, wurde Gernot Engler vom Amtsgericht als Notvorsitzender mit der Leitung des Vereins beauftragt. Aus dem alten Vorstand stand ihm nur Norbert Bauer als Geschäftsführer zur Seite. Nur durch Gernot Englers unermüdlichen und engagierten Einsatz konnte der Verein unter Mitwirkung aller Abteilungen und Gruppierungen des Vereins in konsequenter Art wieder konsolidiert und in ruhiges Fahrwasser geleitet werden. Während dieser Konsolidierungsphase wurden anfangs, bedingt durch einige unpopuläre aber notwendige Entscheidungen, das sportliche Ziel, der Verbleib in der Bezirksklasse nicht erreicht werden. So stieg die 1. Mannschaft unter Trainer Ludwig Harelik in die Kreisliga A ab. Im selben Jahr wurde der Abstieg der 2. Mannschaft in die Kreisliga B besiegelt. Der sportliche Tiefpunkt war nach dem finanziellen Desaster erreicht.
 
Nach den großen finanziellen und steuerlichen Problemen, entschied sich der Vorstand dazu, zukünftig die sportliche Konzeption den finanziellen Gegebenheiten anzupassen und fortan verstärkt auf den eigenen, in der Jugendklasse erfolgreichen Nachwuchs zu setzen.
 
 
===1998 - 2007: Konsolidierung===
 
Als Trainer der 1. Mannschaft wurde der bislang erfolgreiche Trainer der A-Jugend, Nuni Kucukovic, zur Saison 1998/1999 verpflichtet. Unter seiner Leitung und mit seiner Philosophie begann eine sportlich äußerst erfolgreiche Zeit. Nachdem sich in der ersten Saison die vielen jungen Spieler an die Spielweise im Seniorenbereich gewöhnt hatten, wurde bereits ein ambitionierter Tabellenplatz in der Kreisliga A erreicht.
 
In der Saison 1999/2000 wurde die junge Mannschaft mit weiteren Verstärkungen aus dem Nach-wuchsbereich Meister der Kreisliga A und stieg in die Bezirksliga auf. Damit war es aber nicht genug. In einer für den Verein sensationellen Leistung wurde die Saison 2000/2001 gespielt. Ohne eine Niederlage wurde die Mannschaft Meister in der Bezirksliga und stieg unangefochten in die Landesliga auf.
 
Mit großen Sympathien und Hoffnungen wurde 2001/2002 die Saison in der Landesliga gespielt. Es wurde allen Unkenrufen zum Trotz ein einstelliger Tabellenplatz erreicht, so dass zuversichtlich auf das nächste Jahr geschaut werden konnte.
 
In der Saison 2002/2003 spielte die Mannschaft vom Anfang an um die Tabellenführung und konnte mit
 
der errungenen Meisterschaft auch den erstmaligen Aufstieg der SSV Buer 07/28 in die Verbandsliga er- zielen. Dieser sportlich nicht erwartete Aufschwung vollzog sich in nur vier Jahren. Auch die 2. Mannschaft stieg während dieser Zeit von der Kreisliga B in die Kreisliga A auf und bietet somit in Verbindung mit den Jugendmannschaften einen für den Verein wichtigen und notwendigen Unterbau. Sowohl in der 1. Mannschaft wie auch in der 2. Mannschaft, zählen überwiegend Spieler zum Kader, die ihr fußballerisches Rüstzeug in der eigenen Jugend erhalten haben. Nachdem Gernot Engler sein verkündetes Ziel, die Konsolidierung des Vereins, im vollen Maße erreicht hatte, stellte er sich im Jahr 2003 nicht mehr zur Wahl. Sein Nachfolger wurde der bisherige Geschäftsführer des Vereins, Norbert Bauer. Zu diesem Zeitpunkt entschloss sich auch der "Erfolgstrainer" Nuni Kucukovic, sich neuen Herausforderungen zu stellen und dem Verein nicht mehr als Trainer der 1. Mannschaft zur Verfügung zu stehen. Sein Nachfolger wurde, der bisherigen Erfolgsphilosophie folgend, der bisherige Trainer der A-Jugend, Holger Siska, der sich durch Fachkompetenz und Engagement im Spielbetrieb ausgezeichnet hatte. Ihm gelang es, die 1. Mannschaft in der Verbandsliga zu etablieren. Im Jahr 2005 standen zur Jahreshauptversammlung wieder turnusmäßig Neuwahlen auf der Tagesordnung. Hier traten unerwartet erhebliche Schwierigkeiten auf, es konnte die Position des 2. Vorsitzenden, die bis dahin Ralf Trotno innehatte und der aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stand, nicht wiederbesetzt werden. Es standen keine Kandidaten zur Verfügung. Als logische Konsequenz wurde die Versammlung ohne Erfolg geschlossen und vertagt. Im zweiten Anlauf gelang es dann, einen neuen Vorstand zu wählen, so dass die Geschäfte des Vereins ohne entscheidende Maßnahmen und Eingriffe weitergeführt werden konnten.
 
Auch im Jubiläumsjahr standen am 9. März 2007 wieder Neuwahlen des Vorstandes auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung. In diesem Jahr verlief die Versammlung wie erhofft und geplant ohne wesentliche Ereignisse. Der Vorstand um den 1. Vorsitzenden, Norbert Bauer, wurde ohne nennenswerte Gegenstimmen und Stimmenthaltungen gewählt.


Die Geschichte der SSV Buer 07/28 e. V. ist damit zugleich ein Beispiel für die Entwicklung des organisierten Sports im nördlichen Gelsenkirchen. Sie spiegelt die gesellschaftlichen Veränderungen des 20. Jahrhunderts, die Folgen zweier Weltkriege, wirtschaftliche Krisen, Professionalisierungstendenzen im Fußball sowie die zunehmende Ausdifferenzierung des Vereinssports wider. Über alle Veränderungen hinweg blieb das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder eine wesentliche Voraussetzung für den Fortbestand und die Weiterentwicklung des Vereins.


== Saisonstationen ==
== Saisonstationen ==

Version vom 9. September 2026, 12:44 Uhr


SSV Buer 1907/1928 e.V.
Name SSV Buer 07/28 e.V.
Abkürzung
Logo Vereinslogo des SSV Buer 07/28
Vorsitz Marcel Denneborg
Gründung 17. Oktober 1907
Aufgelöst
Website http://www.ssvbuer.de
Facebook
Instagram
Sitz Buer
Straße Nordring 2a
PLZ_Ort 45894 Gelsenkirchen




Die SSV Buer 07/28 e.V. ist ein Fußballverein in Buer.

Geschichte

Die Geschichte der SSV Buer 07/28 e. V. reicht in die Frühphase des organisierten Fußballs in Buer zu Beginn des 20. Jahrhunderts zurück. Bereits am 7. August 1900 fand nach einem zeitgenössischen Bericht der „Buerschen Zeitung“ ein Fußballspiel zwischen dem Turnverein Westfalia Buer und dem Horster Turnverein statt. Dieses Ereignis blieb zunächst ohne unmittelbare organisatorische Folgen. Fußball stieß in dieser Zeit noch auf erhebliche Vorbehalte innerhalb von Schule, Verwaltung und Teilen der Gesellschaft. Junge Sportinteressierte aus Buer waren daher zunächst häufig in Vereinen der benachbarten Städte Essen und Gelsenkirchen aktiv oder spielten informell auf Wiesen und Feldern.

Erst im Jahr 1907 nahm die Gründung eines eigenständigen Buerschen Fußballvereins konkrete Formen an. Zu den maßgeblichen Initiatoren gehörten Fritz Pieper und Arthur Vögler. Am 17. Oktober 1907 wurde im Zentralhotel am Marktbrunnen der Ballspielverein Buer 07 gegründet. Die zeitgenössische Presse berichtete, dass sich unmittelbar 26 Mitglieder dem neuen Verein anschlossen. Die Gemeinde Buer stellte dem Verein unentgeltlich einen Sportplatz zur Verfügung.

Zum ersten Vorsitzenden wurde Fritz Pieper gewählt. Franz Mertmann übernahm das Amt des zweiten Vorsitzenden, Fritz Lungenhölscher die Kassenführung und Xaver Terlunen die Schriftführung. Arthur Vögler wurde erster Spielführer, Fritz Vögler zweiter Spielführer und Willi Schossier Gerätewart. Zu den weiteren frühen Vereinsmitgliedern gehörten unter anderem Rudolf Kloß, Josef Speier, Johann Vittinghoff, Hubert König, Paul Große-Lohmann, Mathias Equit, Hermann Kämper, Ludwig Bredenbrock, Rudolf Eichengrün und Urban Halbeisen. Auch mehrere Schüler des Buerschen Gymnasiums traten dem Verein bei, wobei ihre Mitgliedschaft aufgrund der damals teilweise ablehnenden Haltung der Schulen gegenüber dem Fußball zunächst gesondert behandelt werden musste.

Als erstes Vereinsheim diente das Zentralhotel. Die Mannschaft trat in roten Hemden mit weißem Querstreifen und weißen Hosen an. Der Vereinswirt Ludwig Bredenbrock stiftete den ersten Fußball, während die Gemeinde den Spielplatz am Ophof zur Verfügung stellte. Am 27. Oktober 1907 absolvierte der BV Buer 07 sein erstes dokumentiertes Fußballspiel. Gegen den FC Rhenania Essen verlor die Mannschaft mit 1:3. Das zwei Wochen später ausgetragene Rückspiel endete 2:2. In der Folge entwickelte sich ein regelmäßiger Spielbetrieb gegen Mannschaften aus Essen, Bottrop, Bismarck, Horst, Gelsenkirchen, Herten und Wanne.

Ein wichtiger organisatorischer Schritt erfolgte am 23. Januar 1908 mit dem Beschluss, dem Westdeutschen Spielverband beizutreten. Seit März 1908 nahm der BV Buer 07 am regulären Meisterschaftsspielbetrieb teil. Der Verein wurde später dem märkischen Bezirk des Westfälischen Kreises zugeordnet und war damit früh in die entstehenden überregionalen Verbandsstrukturen des westdeutschen Fußballs eingebunden.

1909 übernahm Urban Halbeisen den Vereinsvorsitz. Im selben Jahr wurde mit der Einrichtung des Amtes eines Leichtathletikobmanns eine eigenständige Leichtathletikabteilung aufgebaut. Die ersten Wettkämpfe fanden im Sommer 1909 auf dem Ophofplatz statt. Nach Darstellung der Chronik entwickelte sich diese Abteilung innerhalb kurzer Zeit zu einem sportlich erfolgreichen Bestandteil des Vereins. Damit war Buer 07 bereits in seiner frühen Geschichte nicht ausschließlich als Fußballverein tätig.

Auch die Gemeinde beziehungsweise spätere Stadt Buer unterstützte die Vereinsentwicklung. Neben der kostenlosen Bereitstellung eines Sportplatzes wurden Wanderpreise gestiftet und finanzielle Beihilfen zur Förderung der Jugendpflege gewährt. Diese Unterstützung zeigt, dass der organisierte Sport in Buer bereits vor dem Ersten Weltkrieg zunehmend als Bestandteil kommunaler Jugend- und Freizeitpolitik wahrgenommen wurde.

Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahr 1914 führte zu einer grundlegenden Unterbrechung. Ein Großteil der Mitglieder wurde zum Militärdienst eingezogen und der reguläre Spielbetrieb vollständig eingestellt. Die organisatorische Existenz des Vereins wurde während der Kriegsjahre insbesondere durch Paul Beckmann und Wilhelm Voigt aufrechterhalten.

Bereits am 31. Dezember 1918 fand nach Kriegsende die erste Vereinsversammlung statt. Urban Halbeisen verzichtete aufgrund beruflicher Belastungen auf eine erneute Wahl zum Vorsitzenden, sodass Albert Schossier die Vereinsleitung übernahm. Eine zentrale Herausforderung bestand zunächst darin, wieder geeignete Sportflächen zu erhalten. Die früher genutzten Plätze am Ophof und am Rathaus waren während des Krieges teilweise landwirtschaftlich oder anderweitig genutzt worden.

Die Vereinsführung nahm deshalb Verhandlungen mit dem Grafen von Westerholt über ein Gelände an der Löchterheide auf. Diese Bemühungen waren erfolgreich. Bereits im Frühjahr 1920 konnte eine neue Sportanlage mit einem Eröffnungsspiel gegen Preußen Duisburg eingeweiht werden. In den folgenden Jahren wurde die Anlage kontinuierlich ausgebaut. Bis 1925 entstand eine Sportstätte mit einem Fassungsvermögen von rund 20.000 Zuschauern und einer Tribüne mit ungefähr 1.000 Sitzplätzen.

Im Januar 1920 übernahm Albert Renette den Vorsitz. Während seiner dreijährigen Amtszeit wuchs der Verein erheblich. Die Mitgliederzahl stieg nach Angaben der Chronik von etwa 250 auf mehr als 600. Anfang 1923 kehrte Urban Halbeisen an die Vereinsspitze zurück. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Buer 07 zu einem großen Mehrspartenverein entwickelt.

In den 1920er-Jahren gehörte der Verein zeitweise zur Spitzengruppe der Ruhrgau-Liga. Neben der eigenen Sportanlage verfügte er seit 1920 über eine illustrierte Vereinszeitung und seit 1921 über eine eigene Vereinsbücherei. Die Mitgliederzahl näherte sich zeitweise der Marke von 1.000. Zum sportlichen Angebot gehörten sechs Seniorenmannschaften, fünf Jugendmannschaften und eine Alte-Herren-Mannschaft im Fußball sowie Leichtathletik, Handball, Tennis, Boxen und Faustball. Diese Entwicklung verdeutlicht die erhebliche organisatorische Größe, die der Verein in der Zwischenkriegszeit erreicht hatte.

Einen Höhepunkt der 1920er-Jahre stellte die Sportwerbewoche vom 6. bis 14. Juni 1925 dar. Im Rahmen der Veranstaltung wurden die ausgebaute Sportanlage eingeweiht, ein Denkmal enthüllt und zahlreiche sportliche sowie gesellschaftliche Veranstaltungen durchgeführt. Ergänzt wurde das Programm durch eine Sportausstellung im Gymnasium an der Breddestraße. Die Veranstaltung diente damit nicht nur dem Wettkampfsport, sondern auch der öffentlichen Präsentation des Vereins und des organisierten Sports in Buer.

In der zweiten Hälfte der 1920er- und zu Beginn der 1930er-Jahre verschlechterten sich jedoch die wirtschaftlichen Bedingungen. Die allgemeine Wirtschaftskrise führte zu sinkenden Einnahmen, abnehmender Unterstützung durch örtliche Geschäftsleute und zunehmenden Spielerabgängen. Das 25-jährige Vereinsjubiläum wurde 1932 daher unter deutlich bescheideneren Rahmenbedingungen begangen.

Anfang 1934 geriet der Verein aufgrund hoher Pachtverbindlichkeiten für die Sportanlage Löchterheide in eine existenzielle Krise. Der Graf von Westerholt kündigte den Pachtvertrag und überließ die Anlage nationalsozialistischen Parteiformationen. Auf einer Generalversammlung wurde zunächst sogar die Auflösung des Vereins diskutiert. Da dem BV Buer 07 schließlich eine weitere Mitbenutzung des Platzes gestattet wurde, entschieden sich die Mitglieder jedoch für die Fortführung des Vereins. Heinrich Becks übernahm die Leitung und leitete einen organisatorischen Neuaufbau ein.

Im selben Zeitraum wurde der Nachbarverein Sportfreunde Buer 1928 im Zuge der nationalsozialistischen Vereins- und Sportpolitik aufgelöst. Ein Teil seiner Mitglieder schloss sich daraufhin dem BV Buer 07 an. Sportlich gelang erst 1939 wieder ein größerer Erfolg: Die erste Mannschaft gewann die Meisterschaft der Kreisklasse und stieg in die Bezirksklasse auf.

Der Beginn des Zweiten Weltkrieges verhinderte jedoch eine nachhaltige sportliche Entwicklung. Zahlreiche Spieler wurden zum Militärdienst eingezogen. Gleichzeitig entstand auf Initiative der Stadt die Idee, Buer 07 mit Westfalia Buer zu einem größeren Verein zusammenzuschließen. Die Mitglieder stimmten der Fusion zu, und der neu entstandene Verein führte den Namen FC Buer. Mit zunehmender Dauer des Krieges kam der Spielbetrieb jedoch vollständig zum Erliegen.

Bereits wenige Wochen nach Kriegsende wurde der Fußballbetrieb wieder aufgenommen. Schon im Januar 1946 erreichte die Mannschaft das Endspiel um die Buersche Stadtmeisterschaft. Vor rund 8.000 Zuschauern wurde der SC Hassel mit 4:1 besiegt. Damit gewann der Verein einen der ersten bedeutenden lokalen Fußballtitel der Nachkriegszeit.

Die sportlichen Leistungen veranlassten den Verein anschließend zu einem Antrag auf Aufnahme in die Vertragsliga, der jedoch abgelehnt wurde. Gleichzeitig beschlossen die Mitglieder, den während des Krieges eingeführten Namen FC Buer wieder aufzugeben und zum traditionellen Namen „Ballspielverein Buer 07“ zurückzukehren. Unter dieser Bezeichnung gelang in der Saison 1949/50 der Aufstieg in die Landesliga.

Den bedeutendsten sportlichen Erfolg seiner eigenständigen Geschichte erzielte Buer 07 in der Saison 1950/51 mit dem Gewinn der Meisterschaft der Landesliga, Gruppe 3. Damit hatte der Verein die höchste damalige Amateurebene erreicht. Zur Meistermannschaft gehörten unter anderem Saalfeld, Nickel, Weinreich, Spors, Kwiatkowski, Kapteinat, Proske, Kühn, Nagel, Kraus, Paetz und Bonika.

Der sportliche Erfolg führte jedoch zugleich zu personellen Verlusten. Mehrere leistungsstarke Spieler, darunter Paetz, Kühn, Kwiatkowski und Spors, verließen den Verein in Richtung höherklassiger beziehungsweise vertragsspielender Clubs. Dadurch wurde die Mannschaft erheblich geschwächt. Ab der Saison 1954/55 spielte Buer 07 wieder in der Bezirksklasse.

1957 beging der Verein sein 50-jähriges Bestehen mit einer Sportwerbewoche, an der neben dem Fußball auch andere Sportarten beteiligt waren. Die Veranstaltung verdeutlichte die weiterhin starke lokale Verankerung des Vereins, auch wenn die sportlichen Erfolge der frühen 1950er-Jahre nicht wiederholt werden konnten.

Die 1960er-Jahre brachten zunehmend strukturelle und wirtschaftliche Schwierigkeiten. Die Mitgliederzahl ging zurück, größere sportliche Erfolge blieben aus und auch die finanzielle Unterstützung durch die Buersche Bevölkerung und Geschäftswelt nahm ab. Zusätzlich musste die historische Sportanlage Löchterheide 1962 dem Straßen- und Wohnungsbau weichen. Die Stadt Gelsenkirchen errichtete daraufhin eine neue Bezirkssportanlage Löchterheide mit drei Spielfeldern, auf der Buer 07 eine neue sportliche Heimat erhielt.

Vor diesem Hintergrund erfolgte 1964 eine grundlegende organisatorische Neuordnung. Der Ballspielverein Buer 07 und Sportfreunde Buer 1928 schlossen sich am 12. Juli 1964 im Hotel zur Post in Gelsenkirchen-Buer zusammen. Der neue Verein erhielt den Namen „Spiel- und Sportvereinigung Buer 07/28 e. V.“. Mit der Fusion sollten die sportlichen und organisatorischen Kräfte beider Vereine im Stadtteil Buer-Mitte gebündelt werden.

Dem ersten Vorstand der SSV Buer 07/28 gehörten unter anderem Niewerth, Heimann, Stockhausen, Schmidt, Flechtner, Schieborn, Tendal, Reisinger, Möllers, Basak und Lauf an. Einen frühen sportlichen Erfolg erzielte der neue Verein mit dem Gewinn der Gelsenkirchener Stadtmeisterschaft. Im Endspiel auf dem Sportplatz an der Oststraße in Erle wurde der SV Rotthausen mit 1:0 besiegt. Zuvor hatte die Mannschaft bereits durch einen 1:0-Erfolg gegen Westfalia Buer die Buersche Stadtmeisterschaft gewonnen.

In den folgenden Jahren verliefen die Ergebnisse in der Bezirksklasse wechselhaft, der Klassenerhalt konnte jedoch zunächst kontinuierlich gesichert werden. 1967 beging der Verein im Rahmen einer Festwoche sein 60-jähriges Bestehen. Zu diesem Zeitpunkt verfügte die SSV über zwei Seniorenmannschaften, eine Alte-Herren-Mannschaft, zwei Jugend- und drei Schülermannschaften.

Das 70-jährige Bestehen wurde 1977 mit einer Jubiläumswoche gefeiert. Einen sportlichen Höhepunkt bildete eine Begegnung der ersten Mannschaft gegen den Bundesligisten FC Schalke 04, die vor rund 2.500 Zuschauern ausgetragen wurde und mit 0:7 endete. Auch die Alte-Herren-Mannschaft trat gegen eine Traditionself des FC Schalke 04 an und gewann diese Begegnung mit 3:1.

In der Saison 1979/80 musste die erste Mannschaft nach langjähriger Zugehörigkeit zur Bezirksliga erstmals wieder in die Kreisliga absteigen. Nach Abschluss der regulären Saison belegte die SSV punktgleich mit Eintracht Recklinghausen II und Schwarz-Weiß Meckinghoven einen Abstiegsplatz. Zwei zusätzliche Entscheidungsrunden brachten keine ausreichende sportliche Verbesserung, sodass der Abstieg endgültig feststand.

Der Abstieg hatte erhebliche personelle Konsequenzen. Nach Darstellung der Chronik verließen 15 Seniorenspieler den Verein. Trotz dieses Umbruchs wurden sowohl die Senioren- als auch die Jugendabteilung weitergeführt. Günter Krempicki blieb in der Saison 1980/81 Vorsitzender, während Karl-Heinz Partzsch weiterhin das Traineramt ausübte. Die erste Mannschaft erreichte zunächst den zehnten Tabellenplatz in der Kreisliga A.

1982 beging die SSV ihr 75-jähriges Vereinsjubiläum mit einer umfangreichen Festwoche. Das Programm umfasste Jugendturniere, ein Senioren-Turnier, Spiele der Alten Herren sowie ein weiteres Jubiläumsspiel gegen die Bundesligamannschaft des FC Schalke 04. Daneben fanden verschiedene gesellschaftliche Veranstaltungen statt.

Sportlich hatte die Saison 1981/82 zunächst Hoffnungen auf einen Wiederaufstieg geweckt. Nach 20 von 30 Spieltagen lag die erste Mannschaft an der Tabellenspitze der Kreisliga A. In der Schlussphase wurde sie jedoch von Resse 08 noch überholt und beendete die Saison mit zwei Punkten Rückstand auf dem zweiten Platz. In der folgenden Saison 1982/83 konnte an diese Ergebnisse zunächst nicht angeknüpft werden; die erste Mannschaft erreichte Rang acht, die zweite Mannschaft Rang zehn.

Zu Beginn der Saison 1983/84 kam es zu Veränderungen in der Vereins- und sportlichen Führung. Günter Krempicki gab den ersten Vorsitz ab, blieb jedoch als zweiter Vorsitzender weiterhin im Vorstand tätig. Gregor Baumeister wurde zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt. Gleichzeitig übernahm Horst Wengler das Training der Seniorenmannschaft.

Eine besonders erfolgreiche Phase begann in der Saison 1985/86. Dem Vorstand gelang es, Matthias Herget, damals deutscher Nationalspieler und Bundesligaakteur bei Bayer Uerdingen, als Trainer für den Seniorenbereich zu gewinnen. Unterstützt wurde er von Karl-Heinz Partzsch als Assistenztrainer. Neben mehreren externen Neuzugängen wurden auch Spieler aus der eigenen Jugend in die erste Mannschaft integriert.

Unter dem Trainerteam Herget/Partzsch gewann die erste Mannschaft mit 43:17 Punkten und einem Torverhältnis von 64:26 die Meisterschaft der Kreisliga A und erreichte damit den lange angestrebten Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Auch die zweite Mannschaft verlief erfolgreich und verfehlte als Tabellenzweiter nur knapp den Aufstieg aus der Kreisliga C in die Kreisliga B.

Parallel zum sportlichen Aufschwung wurde der Gesamtverein erweitert. Neu gegründet wurden eine Tennisabteilung und eine Damenfußballabteilung. Im Seniorenfußball kam zudem eine dritte Mannschaft hinzu. Die Mitgliederzahl stieg in dieser Phase auf mehr als 650. Damit entwickelte sich die SSV Buer 07/28 erneut zu einem größeren Mehrspartenverein mit einer breiten sportlichen Basis.

Die Saison 1986/87 diente zunächst der sportlichen Stabilisierung nach dem Bezirksligaaufstieg. Mit Stand vom 13. April 1987 belegte die erste Mannschaft den vierten Tabellenplatz. Damit spielte sie als Aufsteiger eine erfolgreiche Saison und war weder akut abstiegsgefährdet noch ernsthaft in den Aufstiegskampf zur Landesliga eingebunden. Gleichzeitig führte die zweite Mannschaft ihre Spielklasse an, während sich die dritte Mannschaft im gesicherten Mittelfeld befand.

Auch organisatorisch war der Verein im Jubiläumsjahr 1987 breit aufgestellt. Gregor Baumeister fungierte als erster Vorsitzender, Günter Krempicki als zweiter Vorsitzender. Weitere Funktionen bestanden unter anderem für Geschäftsführung, Kassenwesen, Sozialarbeit, die drei Seniorenmannschaften, die Alte-Herren-Abteilung, den Damenfußball, die Jugend sowie die Tennisabteilung. Die Vorstandsstruktur verdeutlicht den organisatorischen Umfang, den der Verein bis zu seinem 80-jährigen Bestehen erreicht hatte.

Insgesamt lässt sich die Geschichte der SSV Buer 07/28 in mehrere klar voneinander unterscheidbare Entwicklungsphasen gliedern. Die erste Phase begann mit den frühen Fußballaktivitäten in Buer um 1900 und führte 1907 zur Gründung des Ballspielvereins Buer 07. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg etablierte sich der Verein in den Verbandsstrukturen des westdeutschen Fußballs und erweiterte sein Sportangebot um die Leichtathletik.

Nach der Unterbrechung durch den Ersten Weltkrieg folgte in den 1920er-Jahren eine Phase erheblichen Wachstums. Die Sportanlage Löchterheide, die Mitgliederentwicklung und die zahlreichen Abteilungen dokumentieren den Übergang von einem kleinen Fußballverein zu einer großen lokalen Sportorganisation. Die wirtschaftliche Krise um 1930 und die politischen Veränderungen nach 1933 führten dagegen zu erheblichen organisatorischen und finanziellen Schwierigkeiten.

Der Zweite Weltkrieg stellte einen weiteren tiefen Einschnitt dar. Der zwischenzeitliche Zusammenschluss zum FC Buer verlor mit dem Ende des Krieges seine Bedeutung, und der Verein kehrte zum traditionellen Namen Buer 07 zurück. Die frühen Nachkriegsjahre brachten zugleich eine der sportlich erfolgreichsten Phasen der Vereinsgeschichte. Der Gewinn der Buerschen Stadtmeisterschaft 1946, der Aufstieg in die Landesliga 1949/50 und insbesondere die Landesligameisterschaft 1950/51 markieren den sportlichen Höhepunkt des eigenständigen BV Buer 07.

Mit dem Verlust wichtiger Spieler und zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten begann anschließend eine längere Phase sportlicher Konsolidierung. Die Fusion mit Sportfreunde Buer 1928 im Jahr 1964 war daher nicht lediglich eine Namensänderung, sondern eine grundlegende organisatorische Neuordnung. Mit der Gründung der SSV Buer 07/28 wurden zwei lokale Vereinstraditionen zusammengeführt.

Die Entwicklung der folgenden Jahrzehnte war von einer längeren Zugehörigkeit zur Bezirksklasse beziehungsweise Bezirksliga, einzelnen lokalen Meisterschaften und wiederholten sportlichen Umbrüchen geprägt. Der Abstieg von 1979/80 und der anschließende Verlust zahlreicher Spieler stellten eine erhebliche Belastung dar. Dennoch konnte der Verein seine Strukturen stabilisieren und Mitte der 1980er-Jahre einen erneuten Aufschwung einleiten.

Der Wiederaufstieg in die Bezirksliga 1985/86 unter dem Trainerteam Matthias Herget und Karl-Heinz Partzsch markierte einen neuen sportlichen Höhepunkt. Gleichzeitig zeigen die Gründung von Tennis- und Damenfußballabteilung sowie der Anstieg der Mitgliederzahl auf über 650, dass die Entwicklung des Vereins in dieser Phase weit über den sportlichen Erfolg der ersten Fußballmannschaft hinausging.

Charakteristisch für die gesamte Vereinsgeschichte ist darüber hinaus die enge Verbindung zwischen sportlicher Entwicklung und infrastrukturellen Rahmenbedingungen. Vom Ophofplatz über die historische Löchterheide bis zur neuen Bezirkssportanlage war die Verfügbarkeit geeigneter Sportstätten für das Wachstum des Vereins von entscheidender Bedeutung.

Ebenso deutlich wird die langfristige Bedeutung der Nachwuchsarbeit. Bereits die frühe Unterstützung durch die Stadt Buer war teilweise mit Jugendpflege verbunden. In späteren Jahrzehnten bildeten eigene Schüler- und Jugendmannschaften immer wieder eine wichtige Grundlage für die personelle Entwicklung der Seniorenmannschaften. Gerade die Integration eigener Jugendspieler während des Wiederaufstiegs in den 1980er-Jahren verdeutlicht diese Kontinuität.

Die Geschichte der SSV Buer 07/28 e. V. ist damit zugleich ein Beispiel für die Entwicklung des organisierten Sports im nördlichen Gelsenkirchen. Sie spiegelt die gesellschaftlichen Veränderungen des 20. Jahrhunderts, die Folgen zweier Weltkriege, wirtschaftliche Krisen, Professionalisierungstendenzen im Fußball sowie die zunehmende Ausdifferenzierung des Vereinssports wider. Über alle Veränderungen hinweg blieb das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder eine wesentliche Voraussetzung für den Fortbestand und die Weiterentwicklung des Vereins.

Saisonstationen

Ligenzugehörigkeit SSV Buer 1907/1928 I
Saison Liga Platz gespielt gewonnen unentschieden verloren Tore Punkte
1965/1966 Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII 13 30 8 10 12 52-76 26
1966/1967 Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII 10 28 8 8 12 37-55 24
1967/1968 Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII 09 30 10 7 13 54-58 27
1968/1969 Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII 04 32 15 7 10 53-40 37
1969/1970 Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII 08 30 10 10 10 57-45 30
1970/1971 Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII 02 30 16 9 5 56-33 41
1971/1972 Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII 05 30 14 7 9 55-44 35
1972/1973 Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII 12 28 10 4 14 44-44 24
1973/1974 Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII 04 32 14 13 5 67-44 41
1974/1975 Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII 13 32 9 11 12 57-64 29
1975/1976 Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII 06 32 11 14 7 65-55 36
1976/1977 Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII 05 32 15 8 9 57-46 38
1977/1978 Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII 11 30 9 6 15 41-57 24
1978/1979 Bezirksliga Westfalen Gruppe XII 07 30 10 10 10 59-57 30
1979/1980 Bezirksliga Westfalen Gruppe XII 12 30 10 6 14 66-70 26
1980/1981 Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I 10 30 12 6 12 40-43 30
1981/1982 Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I 02 30 18 6 6 67-37 42
1982/1983 Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I 08 29 11 9 9 39-35 31
1983/1984 Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I 09 30 8 15 7 52-47 31
1984/1985 Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I 06 30 10 12 8 44-39 32
1985/1986 Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I 01 30 18 7 5 64-26 43
1986/1987 Bezirksliga Westfalen Gruppe XII 03 30 14 8 8 49-39 36
1987/1988 Bezirksliga Westfalen Gruppe XII 01 30 20 7 3 57-22 47
1990/1991 Bezirksliga Westfalen Gruppe XII 05 30 12 9 9 48-43 33
1991/1992 Bezirksliga Westfalen Gruppe XII 04 30 13 10 7 50-36 36
1992/1993 Bezirksliga Westfalen Gruppe XII 01 32 21 7 4 63-28 49
1995/1996 Bezirksliga Westfalen Gruppe XII 13 30 8 7 15 35-62 31
1996/1997 Bezirksliga Westfalen Gruppe XII 09 30 10 8 12 50-55 38
1997/1998 Bezirksliga Westfalen Gruppe XII 14 30 8 7 15 42-65 31
1998/1999 Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I 05 26 13 5 8 61-35 44
1999/2000 Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe II 01 30 24 4 2 118-38 76
2000/2001 Bezirksliga Westfalen Gruppe XII 01 26 22 4 0 99-36 70
Ligenzugehörigkeit SSV Buer 1907/1928 II
Saison Liga Platz gespielt gewonnen unentschieden verloren Tore Punkte
1964/1965 II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe I 08 22 7 3 12 47-56 17
1969/1970 II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe III 02 25 14 8 3 62-46 36
1970/1971 II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe III 05 26 13 7 6 48-35 33
1971/1972 II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe II 01 26 21 2 3 114-28 44
1972/1973 I.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe I 15 26 6 4 16 42-67 16
1973/1974 II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe II 01 24 16 3 5 64-35 35
1974/1975 I.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe I 16 30 5 6 19 40-83 16
1975/1976 II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe I 04 30 15 8 7 79-30 38
1976/1977 II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe I 07 32 15 5 12 71-81 35
1977/1978 II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe I 04 30 18 4 8 83-64 40
1978/1979 Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I 09 32 12 4 16 61-73 28
1979/1980 Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I 06 32 14 7 11 48-45 35
1980/1981 Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I 11 30 9 8 13 43-61 26
1981/1982 Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I 12 30 6 13 11 48-63 25
1982/1983 Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I 10 28 9 4 15 46-53 22
1983/1984 Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I 14 30 8 7 15 51-56 23
1984/1985 Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe I 02 28 17 6 5 73-29 40
1985/1986 Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe I 02 30 22 6 2 98-36 50
1986/1987 Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe VI 01 20 17 3 0 62-14 37
1987/1988 Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I 08 30 11 8 11 44-42 30
1988/1989 Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I 08 30 11 7 12 57-67 29
1989/1990 Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I 09 28 9 7 12 44-48 25
1990/1991 Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I 08 30 11 6 13 55-59 28
1991/1992 Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I 04 30 15 7 8 59-46 37
1992/1993 Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I 10 30 13 4 13 60-61 30
1993/1994 Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I 05 30 13 8 9 58-35 34
1994/1995 Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I 02 30 19 7 4 63-26 45
1995/1996 Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I 11 30 10 4 16 51-69 34
1996/1997 Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I 13 30 7 6 17 42-69 27
1997/1998 Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I 16 30 4 8 18 35-67 20
1998/1999 Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I 03 30 18 9 3 92-29 63
1999/2000 Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I 02 30 20 5 5 99-29 65
2000/2001 Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I 13 30 7 9 14 33-56 30
2001/2002 Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I 06 30 14 5 11 77-49 47
2002/2003 Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I 09 28 7 9 12 34-47 30
2003/2004 Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I 03 30 20 7 3 79-23 67
2004/2005 Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I 04 30 17 8 5 91-43 59
2005/2006 Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I 08 30 12 4 14 64-52 40


Ligenzugehörigkeit SSV Buer 1907/1928 III
Saison Liga Platz gespielt gewonnen unentschieden verloren Tore Punkte
1985/1986 Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe VI 09 28 11 2 15 72-80 24
1986/1987 Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe V 07 20 9 2 9 38-39 20
1987/1988 Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe III 06 26 8 10 8 52-50 26
1988/1989 Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe III 03 22 15 1 6 48-26 31

Quelle

Homepage des Vereins

Weblinks