Fussballjahr 1940
Wir starten die neue Woche mit einer neuen Folge meiner Serie Fußball History. Wie immer freue ich mich wenn ihr den Beitrag liked und kommentiert, wenn er euch gefällt. Wir befinden uns im Jahr 1940. Wie immer schauen wir nach Deutschland, auf die Nationalmannschaft, nach England, Spanien, Italien und Frankreich. Heute haben wir unter anderem dass Debüt in der Nationalmannschaft von einem gewissen Fritz Walter und der große FC Barcelona im Abstiegskampf. Zudem ein echtes Finale um die Meisterschaft in Italien. Und eine Kontroverse in Frankreich Allerdings befinden wir uns leider in den Zeiten des zweiten Weltkrieges, deshalb werden wir in den nächsten Tagen nicht immer alle Länder dabei haben. Starten wir wie ihr es gewohnt seid in Deutschland. Nachdem am 1 September 1939 der zweite Weltkrieg begonnen hatte hatte Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten die sportlichen Wettkämpfe zunächst ausgesetzt. Da sich das Leben der Menschen aber relativ schnell normalisierte, dauerte die Pause nicht lange und es wurde dann doch noch eine Meisterschaft gespielt. 15 der 18 Teilnehmer an der Endrunde waren schon vorher mal dabei gewesen. Das waren der VfB Königsberg, der SC Union Oberschöneweide, Vorwärts Rasensport Gleiwitz, Dresdner SC,, 1. SV Jena, Eimsbütteler TV, VfL Osnabrück, Schalke 04 Fortuna Düsseldorf, Mülheimer SV, CSC 03 Kassel, Kickers Offenbach, Waldhof Mannheim, Stuttgarter Kickers und 1. FC Nürnberg. Neu war zum einen der VfL Stettin. Dieser Verein feierte mit dem Gewinn der Meisterschaft der Gauliga Pommern den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde er aufgelöst. Dann haben wir die Nationalsozialistische Turngemeinde Graslitz. Dieser Verein wurde erst 1939 gegründet und wurde direkt mal Meister in der Gauliga Sudetenland. In der Saison danach zog man sich zurück und setzte zwei Jahre mit dem spielbetrieb aus, die Saison 43/44 spielte man dann wieder, aber mit Ende des zweiten Weltkrieges endete die Existenz des Vereines . Der letzte neue muss nicht wirklich vorgestellt werden, es handelt sich um den SK Rapid Wien. Der erfolgreichste und beliebteste Club in Österreich war damals Teil des Deutschen Reiches. Der Verein aus dem Westen Wiens wurde 32 Mal Meister in Österreich und stand zweimal in einem Europapokal-Finale. Gruppe A war in zwei Teile unterteilt, es gab Gruppe 1a und Gruppe 1b. In der ersten Gruppe waren Oberschöneweide, Königsberg und Stettin. Stettin verlor alle vier Spiele. Doch zwischen Oberschöneweide und Königsberg war es eng. Beide Teams hatten am Ende 6:2 Punkte und 13 Tore erzielt. Doch Oberschöneweide setzte sich durch, weil sie zwei Gegentore weniger hatten. Im anderen Teil der Gruppe waren Rapid Gleiwitz und Graslitz. Rapid setzte sich ohne Niederlage ziemlich locker durch. Nun mussten Rapid und Oberschöneweide in Hin und Rückspiel ausmachen, welches Team der Gruppe A ins Halbfinale durfte. Die Hütteldorfer setzten sich mit einem 3:2-sieg und einem 3:1 Sieg durch In Gruppe B gab es vier Teams. Der Dresdner SC traf auf Eimsbüttel, Osnabrück und Jena. Vor dem letzten Spieltag lag Dresden einen Zähler vor Eimsbüttel, musste aber auswärts beim TV ran. Doch die Sachsen setzten sich souverän 3:0 durch. Der DSC schaffte es sogar in der Vorrunde ohne Gegentor zu bleiben. Gruppe C bestand aus Schalke, Düsseldorf, Mülheim und Kassel. Schalke zeigte eine Ware offensiv Wucht und schoss 35 Tore in 6 Spielen. Darunter gab es ein fulminantes 16:0 gegen Kassel. Dennoch war es lange ausgeglichen, denn in den beiden Spielen gegen Fortuna Düsseldorf gab es nur zwei Unentschieden und die ansonsten so torfreudigen Schalker konnten zusammengenommen in diesen beiden Spielen nur einen Treffer erzielen. Erst mit einem Sieg im letzten Spiel in Mülheim buchten die Königsblauen das Ticket für das Halbfinale. In der letzten Gruppe befanden sich Mannheim, Nürnberg, die Stuttgarter Kickers und Offenbach. Vor dem letzten Spieltag Lagen der Waldhof und die Glubberer gleich auf. Doch die Franken verloren in Stuttgart 0:2, während der Waldhof Offenbach 4:0 besiegte. Im Halbfinale besiegte Schalke Mannheim mit 3 zu 1 in Stuttgart. Rapid schaffte es zwar Dresden das erste Gegentor zuzufügen aber in der Verlängerung zogen die Österreicher mit 1;2 den kürzeren. Im Spiel um Platz 3 gab es zunächst am 21 Juli 1940 in Berlin ein vogelwildes 4:4 zwischen Mannheim und Rapid. Im Rückspiel schlug die große Stunde von Hans Pesser. Er konnte für Rapid drei Tore in diesem Spiel erzielen. Später sollte aus ihm ein sehr erfolgreicher Trainer werden, irgendwann insgesamt sieben Mal die Meisterschaft in Österreich, viermal mit Rapid. Für Mannheim traf zweimal Erich Grab. Doch Rapid gewann das Spiel mit 5:2. Das Finale zwischen Schalke und Dresden fand am 21 Juli 1940 in Berlin vor 95.000 Zuschauern statt und es war nicht halb so packend wie das Spiel um Platz 3. Ernst Kalwitzki machte in der 27 minute für Schalke das einzige Tor und so holte sich Schalke mit einem 1:0 den Titel. Offiziell war Schalke damit der erste Kriegsmeister. Torschützenkönig wurde Franz Binder mit 14 Toren von Rapid Wien. Ihn darf man ohne jede Übertreibung als Legende des Fußballs in Österreich bezeichnen, in 347 Spielen konnte er 421 Tore schießen.
Als Trainer sollte er später auch einige deutsche Vereine übernehmen, von 1952 bis 54 war er in Regensburg, von 54 bis 1960 in Nürnberg und von 1969 bis 1970 bei den Löwen.
Schauen wir auf den Pokal. Wir steigen wieder im Achtelfinale ein. Oberschöneweide unterlag Nürnberg mit 0:1. Die Stuttgarter Kickers verloren mit 1:5 gegen Rapid. Schwarz-weiß Essen konnte Eschweiler 5:2 besiegen. Der Dresdner SC gewann gegen Reichsbahn TuSV Frankfurt 6:0. Fürth besiegte Schalke 2:1. Frankfurt unterlag Düsseldorf 2:3. Wacker Wien verlor 5:6 gegen den Wiener Sportclub Und der VfB Königsberg setzte sich 5:1 gegen Danzig durch. Im Viertelfinale besiegte Nürnberg Schwarz-Weiß Essen 2:1. Düsseldorf schlug den Wiener Sportclub 2:1. Rapid besiegte Fürth 6:1. Und Königsberg geriet mit 0 zu 8 gegen Dresden unter die Räder Im Halbfinale setzte sich der Dresdner SC 3:1 gegen Rapid durch und Nürnberg gewann 1:0 gegen Düsseldorf. Im Finale am 1 dezember 1940 standen sich vor 60.000 Zuschauern in Berlin der 1. FC Nürnberg und der Dresdner SC gegenüber. Fritz Machate brachte Dresden in der 20 Minute in Führung. Die Franken konnten durch Karl Gußner in Minute 32 ausgleichen. Das Spiel ging in die Verlängerung und dort war es Heinrich Schaffer in Minute 94 der den Siegtreffer für den Dresdner SC erzielen konnte. Es sollte der Beginn einer sehr erfolgreichen Zeit für den DSC werden. Machen wir weiter mit der Nationalmannschaft. Diese war 1940 zehnmal im Einsatz. Zunächst gab es ein 2:2 in Berlin gegen Ungarn. Es folgten Niederlagen gegen Jugoslawien in Wien mit 1 zu 2 und Italien in Mailand mit 2:3. Im Juli konnte dann Rumänien 9:3 besiegt werden. Das war ein besonderes Spiel, denn ein gewisser Fritz Walter Debütierte damals für die deutsche Mannschaft. Und er konnte sofort drei Tore schießen. Es ging weiter mit einem 13 zu 0 Sieg über Finnland in Leipzig, das war nach einem 16 zu 0 über Russland 1912 der höchste Sieg. Es folgte ein 1:0-sieg über die Slowakei. Dann spielte man zum zweiten Mal in diesem Jahr gegen Ungarn und wieder gab es in Budapest ein 2:2. Gegen Bulgarien konnte man sich 7:3 in München durchsetzen und dann folgte eine Niederlage gegen Jugoslawien in Zagreb. Das letzte Spiel in diesem Jahr war ein 1:0-sieg über Dänemark
in Hamburg
In England wurde die Saison bereits nach dem dritten Spieltag aufgrund des zweiten Weltkrieges abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der FC Blackpool mit drei Siegen die Liga angeführt. Was ist allerdings gab war der sogenannte Football League War Cup. Man findet leider nicht ganz so viel dazu, abgesehen von Daten zum Finale. Im Finale 1940 traf West Ham United vor 42.399 Zuschauern im Wembley auf die Blackburn Rovers. Die Hammers konnten sich durch ein Tor von Sam Small mit 1:0 durchsetzen. Leider ist hier nicht einmal eine Spielminute angegeben, das Turnier wurde innerhalb von wenigen Wochen durchgezogen. Was man sagen kann ist, dass obwohl es die Sorge gab, dass die Luftwaffe London angreifen konnte, es durchaus einen Hype auf die Tickets für das Finale gab. Gehen wir nach Spanien und nach den ganzen schlechten Nachrichten gerade aus England haben wir hier mal etwas positives, ich kann euch versprechen, in Spanien hat ab der Saison 39/40 wieder der Ball gerollt und das ist auch bis in die heutige Zeit unverändert so geblieben, das heißt bei jeder Folge die jetzt noch kommt, werden wir immer die spanische Liga dabei haben. 12 Teams nahmen in Spanien an der ersten Saison nach dem spanischen Bürgerkrieg teil. Eine Sache die sich geändert hatte, war der Name von Athletic Madrid. Aber noch nicht in das heute bekannte Atletico sondern in Athletic Aviacion. Und der neue Name schien durchaus Glück zu bringen, denn vor dem vorletzten Spieltag lag Athletic Aviacion mit zwei Punkten Vorsprung auf den FC Sevilla und den Madrid FC (das ist Real Madrid) an der Spitze. Am vorletzten Spieltag patzte Madrid FC 0:1 gegen Hercules Alicante. Und auch Athletic Aviacion leistete sich einen Patzer. Man verlor in Vigo mit 1:0. Der FC Sevilla konnte sein Spiel gegen Barcelona 2 zu 1 gewinnen. Und weil die Andalusier das direkte Duell gewonnen hatten, konnten sie am letzten Spieltag aus eigener Kraft Meister werden. Athletic Aviacion musste auf einen Patzer hoffen. Zunächst aber mussten sie ihre eigenen hausaufgaben machen und das gelangen mit einem 2:0 Sieg über den FC Valencia. Sevilla musste zu Hercules Alicante. Mit einem Sieg wäre das Team aus dem Süden Spaniens definitiv Meister. Es war ein wildes Spiel, der FC Sevilla geriet zweimal in Rückstand, konnte jeweils aufholen und als Pepillo in Minute 58 das 3:2 schießen konnte, deutete alles auf einen Titel hin. Doch in Minute 71 gelang Villanova das 3:3. Und dabei sollte es bleiben. So gewann Athletic Aviacion die Meisterschaft. Spannend war auch der Kampf gegen den Abstieg. Die letzten zwei mussten direkt runter, der drittletzte in die Relegation. Racing Santander war nach dem drittletzten Spieltag abgestiegen. Doch davor war es spannend. Betis hatte drei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz und brauchte ein Wunder. Und dort befand sich niemand anderes als der FC Barcelona. Barca spielte eine fürchterliche Saison und musste allen Ernstes um den Klassenerhalt zittern. Auch Celta Vigo und Saragossa waren noch in Gefahr. Am vorletzten Spieltag verlor Betis 0:5 bei Espanyol und musste endgültig absteigen. Die Probleme von Barcelona wurden aber nicht kleiner, die Katalanen verloren in Sevilla 2:1. Vigo besiegte Athletic Aviacion mit 1:0 und machte einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Saragossa hingegen verlor beim sicheren Absteiger in Santander und war nun mitten im Schlamassel. Doch am letzten Spieltag konnten sie Espanyol 4:1 besiegen und die Klasse halten. Barcelona gewann 3:1 gegen Absteiger Santander. Dabei lagen sie bis Minute 63 sogar hinten, ehe Herrerita einen Doppelpack schnürte. Und dann hat bekamen sie auch noch Hilfe aus Sevilla, denn Betis gab trotz des bereits feststehenden Abstieg ist alles und besiegte Vigo mit 2:0. Und weil Barca die direkten Duelle mit Vigo gewonnen hatte, retteten sie sich am letzten Spieltag vor der Relegation. In diese musste nun Celta Vigo. Und sie wurde zu einem Derby in Galizien, denn der Gegner war Deportivo La Coruna. Celta siegte 1:0. Torschützenkönig wurde Victor Unamuno von Athletic Bilbao mit 20 Toren. Im Finale um den spanischen Pokal standen sich Espanyol Barcelona und Madrid FC gegenüber. Chus Alonso brachte Madrid in Minute fünf in Führung, ein Doppelpack von Gabriel Jorge drehte das Spiel zugunsten der Katalanen. In Minuten 89 gelang es Manuel Alday Madrid in die Verlängerung zu führen. Er sorgte für das 2:2. Dort konnte Francisco Mas in Minute 110 den Siegtreffer für Espanol erzielen. Es sollte 60 Jahre dauern, bis Espanyol Barcelona wieder einen Titel gewinnen sollte. In Italien sah es vor dem vorletzten Spieltag wie eine klare Sache für Inter Mailand aus, man hatte zur Zeit mit der zwei punkte Regel drei Punkte Vorsprung. Doch am vorletzten Spieltag leistete man sich einen unerwarteten Patzer in Novara und Verfolger Bologna nutzte seine Chance mit einem 2:0 Heimsieg über Liguria. So lag Bologna nur noch einen Zähler hinter Inter und der Spielplan meinte es gut mit den Fans. Denn für den letzten Spieltag war das direkte Duell angesetzt. Bologna konnte mit einem Sieg in Mailand Meister werden. Doch Pietro Ferraris ließ dies nicht zu und sorgte in der 9 Minute für den einzigen Treffer des Tages. Inter gewann das Endspiel mit 1:0. Im Abstiegskampf stand der FC Modena nach dem vorletzten Spieltag als Absteiger fest. Neapel brauchte einen eigenen Sieg am letzten Spieltag und einen Patzer von entweder dem AC Florenz oder von Liguria. Florenz passte tatsächlich in Bari mit 1:2. Hatte aber eigentlich ein zugutes Torverhältnis um noch ernsthaft in Gefahr zu geraten. Und da Neapel auch nur mit 2:0 gegen Venedig gewann, war die Viola aus dem Schneider. Doch was war mit Liguria? Sie hatten kein besseres Torverhältnis als Neapel und brauchten mindestens ein Unentschieden. Gegen Juventus hielten sie dieses auch bis zu 71 minute, doch dann sorgte ein doppelschlag von Ernesto Tomasi (der später noch vom Platz fliegen sollte) und Felice Borel für den 2:0 Sieg von Juventus und damit den Abstieg von Liguria. Aldo Boffi vom AC Mailand wurde mit 24 Toren Torschützenkönig In Frankreich hat die Liga 1940 bereits pausiert es gab aber die sogenannten Kriegsmeisterschaften. Gerade die Vereine im Norden und Osten konnten in der damaligen Zeit nicht antreten. Denn das waren die Gebiete die besonders von einem deutschen Einmarsch gefährdet waren. Es gab dann zwei Gruppen, einmal die Gruppe Nord und einmal die Gruppe Süd und die Gruppe Süd war dann noch mal in zwei Gruppen unterteilt. Endspiel zwischen dem Meister im Norden und dem Meister im Süden gab es nicht. Im Norden spielten zehn Teams. FC Rouen, Le Havre, Stade Reims, Racing Lens, Racing Arras, CA Paris, Excelsior Roubaix, Racing Paris, Red Star Olympique und US Boulogne. Im Norden gab es auch die Situation, dass nicht alle Mannschaften gleich viele Spiele bestreiten konnten, der FC Rouen spielte nur 13 Spiele, Racing Paris sogar nur neun, während Racing Arras gleich 15 Spiele bestritt. Rouen setzte sich trotzdem durch und verlor nur ein Spiel. Sie waren so mit der Meister im Norden. Im Süden wurden die Teams noch mal in zwei Gruppen unterteilt, es gab die Staffel Südwest und die Staffel Südost. Die beiden Meister spielten dann gegeneinander und entschieden somit, wer der Südmeister werden sollte. Die Gruppe Südwest spielte mit 6 Teams. Girondins Bordeaux, SO Montpellier, FC Sete, Olympique Nimes, FC Toulouse und Olympique Ales. Bordeaux er setzte sich mit 8 Siegen ziemlich deutlich durch. Im Südosten waren fünf Teams dabei. OGC Nizza, Olympique Marseille, AS Cannes, AS Saint Etienne und FC Antibes. Antibes verlor alle acht Spiele und konnte insgesamt nur vier Tore schießen. Man kann übrigens ganz gut den Unterschied in der damaligen Zeit zwischen dem Norden und dem Süden erkennen, denn während im Norden viele Spiele nicht ausgetragen werden konnten, konnte der Süden mehr oder weniger perfekt durchspielen. Den Titel im Südosten sicherte sich Nizza. Und ich habe euch ja eine kleine Kontroverse versprochen. Und die kommt jetzt wie gesagt sollte ja der Meister der Südweststaffel gegen den Meister der Südost Staffel spielen. Also Bordeaux gegen Nizza. Das ist auch passiert und Bordeaux hat das Spiel 3:0 gewonnen. Also Bordeaux Meister im Süden. Oder etwa doch nicht? Denn ohne eine Angabe von Gründen, entschied der französische Verband kurzerhand, das Nizza Meister im Süden ist. Es wurde nie begründet warum. Man hat es einfach so entschieden. Stellt euch mal vor eure lieblingsmannschaft steht in einem wichtigen Endspiel, sagen wir einfach mal das Pokalfinale, eure Mannschaft gewinnt das Spiel und dann sagt der DFB nee sorry doch nicht. Schauen wir noch kurz auf den französischen Pokal denn der wurde tatsächlich ausgetragen. Im Finale standen sich Racing Paris und Olympique Marseille vor 25. 969 Zuschauern gegenüber. Emmanuel Aznar brachte OM in Minute 16 an diesem 5 Mai 1940 in Führung. Racing hatte in dem Spiel auf seinen Stürmer Emile Veinante verzichten müssen, denn er durfte seine Truppe nicht verlassen. Paris konnte in Minute 25 durch Rene Roulier ausgleichen und Jules Mathé brachte die Hauptstädter in Minute 70 auf die Siegerstraße. So gewann Paris 2:1. Eine traurige Geschichte, die die ganze Tragik der damaligen Zeit zeigt habe ich noch für euch, der Vorsitzende von Paris, Jean Bernard Levy saß in Uniform im Stadion, 11 Tage später sollte er im Krieg an der Front fallen