Fussballjahr 1960/61
Auch am heutigen Dienstag habe ich wieder eine Folge Fußball history für euch und heute sind wir in der Saison 1960-61 und schauen auf den internationalen Fußball. Und diese Saison ist eine besondere, denn es war die erste Saison, in der neben dem Europapokal der landesmeister auch der Europapokal der Pokalsieger ausgespielt worden ist. Wir starten allerdings mit dem Europapokal der Landesmeister. In diesem Jahr sollten 28 Teams dabei sein, vier Teams bekamen für die erste Runde ein Freilos. Das waren Real Madrid, der FC Burnley, Panathinaikos Athen und der HSV. Der norwegische Vertreter Frederikstad bekam es mit Ajax zu tun. Die Norweger konnten sich mit 4:3 durchsetzen. Das Rückspiel in Holland endete ohne Tore . Limerick aus Irland traf auf die Schweizer von YB Bern. Schon im Hinspiel machte der Favorit aus der Schweiz kurzen Prozess und siegte 5:0. Allerdings stand es bis zur 54 Minute 0:0. Das Rückspiel konnten die Schweizer dann mit 4:2 gewinnen. CCA Bukarest (das ist heute der FCSB Bukarest) spielte gegen TJ Spartak Hradec Kralove. Zumindestens sollte es so kommen, doch Bukarest verzichtete, angeblich wegen Formschwäche. Und auch Karl-Marx-Stadt sollte kampflos weiterkommen, denn die britischen Behörden verweigerten einer DDR-Mannschaft die Reise ins britische Königreich. Da hätte Karl Marx statt nämlich hingemusst, genauer gesagt nach Nordirland zu Glenavon. Helsingfors bekam es mit dem IFK Malmö zu tun. In Finnland konnten sich die Schweden mit 3:1 behaupten, in Schweden gab es einen knappen 2:1 Sieg. Stade Reims hatte keine Mühe mit dem luxemburgischen Vertreter Jeunesse Esch. Schon das Hinspiel wurde mit 6:1 gewonnen. Jean Vincent Treff doppelt. In Luxemburg ließen die Franzosen ein 5:0 Folgen, wieder mit einem Tor von Vincent. Rapid Wien hatte als Gegner Besiktas. In Österreich gewannen die Rapidler 4:0. Die Niederlage in der Türkei mit 1 zu 0 fiel nicht ins Gewicht. Aarhus spielte gegen Warschau. In Dänemark gab es einen deutlichen 3:0 Sieg für Aarhus. Das 1:0 für Warschau in Polen spielte keine Rolle . Juventus bekam es mit Sofia zu tun. Im Hinspiel lief noch alles nach Plan für die Italiener und man siegte souverän mit 2:0. Doch in Bulgarien gab es eine katastrophale Leistung und eine 4 zu 1 Niederlage. Nikola Kovachev traf doppelt. Barcelona setzte sich ohne Mühe mit 2:0 und 3:0 gegen Lierse durch. Evaristo de Macedo traf im Rückspiel doppelt.. Belgrad bekam es mit Ujepst Budapest zu tun. Schon im ersten Spiel konnten sich die Ungarn nach Rückstand mit 2:1 durchsetzen. Das Rückspiel gewannen sie ohne Probleme 3:0. Hearts of Midlothian bekam es mit Benfica zu tun. Im Hinspiel konnten sich die Portugiesen mit 2:1 durchsetzen, das Rückspiel gewannen sie 3:0. Jose Aguas traf doppelt. Im Achtelfinale hatte Aarhus Frederikstad als Gegner. Die Dänen konnten das erste Spiel zu Hause 3:0 gewinnen und auswärts ließen sie ein 1 zu 0 folgen. Malmö spielte gegen Sofia. Ake Karlsson machte im Hinspiel das 1:0. Das Rückspiel endete 1:1 und das reichte den Schweden. Der HSV musste nach Bern. Und es gab einen furiosen 5:0 Sieg. Zweimal Uwe seeler und zweimal Klaus Stürmer sowie einmal Klaus Neisner machten die Tore für den deutschen Meister. Im Rückspiel drohte es zwischenzeitlich noch mal eng zu werden, denn Bern führte in Hamburg 3:1. Am Ende gab es aber ein 3:3. Klaus Stürmer, Charly Dörfel und ein Eigentor brachten den HSV in die nächste Runde. Kralove spielte gegen Panathinaikos Athen. Im Hinspiel konnten sich die Tschechen durch ein spätes Tor mit 1:0 durchsetzen. In Griechenland gab es keine Tore. Benfica spielte gegen Budapest. Jose Aguas und Jose Augusto trafen jeweils doppelt als die Portugiesen das Hinspiel furios mit 6:2 gewannen. Die knappe 2:1 Niederlage im Rückspiel konnte sich Benfica locker leisten. Karl-Marx-Stadt spielte gegen Rapid Wien. Im Hinspiel gewannen die Österreicher mit 3:1. Das Tor für die Sachsen machte Konrad Wagner. Das Rückspiel gewannen die Sachsen durch Werner Bamberger und Klaus Zink mit 2:0. Nach damaligen Regeln bedeutete das Entscheidungsspiel. Dieses konnte Rapid durch ein Tor von Rudi Flögel in der vierten Minute gewinnen. Real Madrid traf auf den FC Barcelona im Hinspiel ging real zweimal in Führung, doch Barcelona konnte beide Male durch Luis Suarez ausgleichen. Im Rückspiel setzte sich Barcelona dann mit 2:1 durch. Damit war Real Madrid ausgeschieden und zum ersten Mal in der Geschichte des Europapokal der landesmeister würde ein anderes Team diesen Titel gewinnen. Der FC Burnley besiegte im Hinspiel Reims 2:0. In Frankreich waren die Franzosen nah dran das ganze umzudrehen und gewannen das Spiel auch mit 3:2, aber das reichte nicht mehr. Im Viertelfinale konnte sich der FC Burnley im Hinspiel 3:1 gegen den HSV durchsetzen, der HSV lag zwischenzeitlich 3 zu 0 hinten, Charly Dörfel machte das Ehrentor für den HSV. Doch im Rückspiel drehte der HSV auf. Klaus Stürmer und Uwe seeler brachten die Hanseaten mit 2:0 in Führung. Die Engländer konnten durch Gordon Harris verkürzen und wären in diesem Moment weiter gewesen, doch Dörfel und Uwe Seeler sorgten für einen 4:1 Sieg für den HSV und damit für das Halbfinale. Barcelona besiegte in seinem Viertelfinale Kralove 4:0. Das Rückspiel endete 1:1 Benfica spielte gegen Aarhus. Die Portugiesen konnten sich im Hinspiel durch einen Doppelpack von Jose Aguas mit 3:1 durchsetzen. Im Rückspiel traf sein kongenialer Partner Jose Augusto doppelt und Benfica gewann mit 4:1. Rapid hatte wenig Mühe mit Malmö. Im Hinspiel gab es einen 2:0 Sieg durch Robert Dienst und Josef Bertalan. Und in Schweden setzte man sich ebenfalls mit 2:0 durch, diesmal beide Tore von Bertalan. Im Halbfinale spielte Benfica gegen Rapid. Die Portugiesen setzten sich im Hinspiel souverän mit 3:0 durch. Im Rückspiel stand es 1:1, als das Spiel in der 88 minute abgebrochen werden musste. Barcelona spielte gegen den HSV. Evaristo de Macedo machte in Minute 46 im Hinspiel den Siegtreffer für Barcelona. Doch im Rückspiel kämpfte sich der HSV zurück. Peter Wulf und Uwe Seeler schossen eine 2:0 Führung heraus. Sandor Kocsis gelang in Minute 90 aber das 2:1. Somit musste ein Entscheidungsspiel her und das gewannen die Katalanen mit 1 zu 0 durch ein Tor von Evaristo de Macedo. Das Finale zwischen Benfica und Barcelona fand vor 26.732 Zuschauern am 31.Mai 1961 in Bern statt. Sandor Kocsis warte Barcelona in Minute 20 in Führung. Doch Jose Aguas gelangt 10 Minuten später der Ausgleich und zwei Minuten später unterlief dem Katalanen Ramallets ein Eigentor Zuführung für die Portugiesen. In Minute 55 gelangen Mario Coluna das 3:1. Barcelona gab sich noch nicht geschlagen und Zoltan Czibor brachte die Katalanen in Minute 75 noch einmal heran, doch mehr war nicht drin. Benfica gewann das Spiel mit 3:2. Torschützenkönig wurde Jose Aguas mit 11 Toren. Für den Europapokal der Pokalsieger habe ich es mir so überlegt, dass wir in den ersten Runden nur auf die deutschen Mannschaften schauen und dann ab dem Halbfinale alles machen. Zehn Teams waren an dieser ersten Austragung beteiligt, sechs waren schon für das Viertelfinale gesetzt die anderen vier Teams mussten sich dahin erstmal kämpfen. Das galt auch für vorwärts Berlin. Die Berliner bekamen es mit dem tschechischen Vertreter Spartak Brno zu tun. Im Hinspiel konnten sich die Berliner durch Tore von Horst Kohle und Jürgen Nöldner mit 2:1 durchsetzen. Doch das Rückspiel verlor man mit 2:0 und war damit ausgeschieden Der zweite deutsche Vertreter, Borussia Mönchengladbach war bereits für das Viertelfinale gesetzt. Dort sollte es gegen die Glasgow Rangers gehen, es sollte allerdings ziemlich bitter werden. Schon das Hinspiel wurde mit 0 zu 3 verloren. In Schottland setzte es dann sogar eine 8:0 Klatsche. Ralph Brand machte drei Tore. Im Halbfinale waren Florenz, Zagreb, die Rangers und Wolverhampton. Florenz besiegte Zagreb im ersten Spiel mit 3:0. Dinamo konnte das Rückspiel 2:1 gewinnen, doch das reichte natürlich nicht mehr. Die Rangers gewannen das Hinspiel gegen Wolverhampton 2:0 Ralph Brand war erneut mit einem Tor erfolgreich. Im Rückspiel gab es ein 1:1. Damit waren die Rangers und Florenz im ersten Finale des Europapokal der Pokalsieger, was damals in hin- und Rückspiel ausgespielt wurde. In Glasgow konnten sich die Italiener durch zwei Tore von Luigi Milan mit 2:0 durchsetzen. Und Luigi Milan brachte Florenz auch im Rückspiel in Minute 12 mit 1:0 in Führung. Alex Scott konnte für die Schotten zwar in Minute 60 ausgleichen, doch Kurt Hamrin sorgte mit seinem Tor in Minute 86 für den Titel der Italiener. Kurt Hamrin wurde mit sechs Toren auch Torschützenkönig