Fussballjahr 1951

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Auch heute haben wir eine frische folge meiner Serie Fußball History und wir sind bereits im Jahr 1951. Auch heute schauen wir wieder nach Deutschland (mit Blick auf die DDR), die Nationalmannschaft, England, Spanien, Italien und Frankreich. Wir beginnen wie immer in der Bundesrepublik. An der Endrunde zur deutschen Meisterschaft nahmen acht Vereine teil. Sieben dieser Teams waren schon vorher mal dabei gewesen, der HSV, St Pauli, Nürnberg, Fürth Kaiserslautern, Tennis Borussia Berlin und Schalke. Einziger Neuling war Preußen Münster. Die Preußen müssen wohl nicht großartig vorgestellt werden, sie wurden 1906 gegründet und waren auch Gründungsmitglied der Bundesliga, aktuell spielen sie in der zweiten Liga. Der Modus war so, dass die acht Teams auf zwei Gruppen aufgeteilt wurden und die beiden Gruppen Sieger dann das Finale spielten. Gruppe A bestand aus Kaiserslautern, Schalke, Fürth und St Pauli. Die Pfälzer standen schon vor dem letzten Spieltag als Sieger fest und konnten sich so eine Niederlage auf Schalke erlauben. In Gruppe B befanden sich der HSV, Tennis Borussia Berlin, Nürnberg und Preußen Münster. Vor dem letzten Spieltag waren der HSV, Nürnberg und Münster Punktgleich. Nürnberg gewann zu Hause gegen den HSV mit 4:0. Damit war der HSV logischerweise raus aus der Rechnung und für Nürnberg sollte es doch eigentlich reichen. Oder doch nicht? Münster gewann in Berlin mit 8:2 und weil sie den besseren Torquotient hatten, zogen sie doch noch an den Franken vorbei. Es gab übrigens damals durchaus den Verdacht der Schiebung, bewiesen werden konnte nie etwas Das Finale fand am 30 Juni 1951 vor 85 000 Zuschauern in Berlin statt. Die Preußen konnten kurz nach der Pause durch Felix Gerritzen Entführung gehen. Ottmar Walter konnte in Minute 61 ausgleichen. Und in Minute 74 machte er den FCK zum Meister. Torschützenkönig mit jeweils sechs Toren wurden Horst Eckel (FCK), Adolf Kallenborn (Nürnberg), Konrad Winterstein (Nürnberg) und Werner Baßler (FCK). In der DDR-Oberliga gab es in dieser Saison 18 Teams. An der Spitze duellierten sich Chemie Leipzig und Turbine Erfurt. Nach dem letzten Spieltag waren beide Teams Punktgleich. Und hier hatte Erfurt nun etwas Pech, denn im Westen in der Vorrunde um die deutsche Meisterschaft galt ja der bessere Torquotient. Der hätte für die Thüringer gesprochen, doch in der DDR gab es andere Regeln und so entschied man sich, eine Entscheidungsspiel anzusetzen. Dieses konnte Chemie durch Tore von Gerhard Helbig und Rudolf Krause 2:0 gewinnen. So waren die Sachsen Meister. Im Abstiegskampf kam es zu einer Kontroverse. Absteigen mussten Turbine Weimar und die SG Lichtenberg. Klingt auf dem ersten Blick jetzt nicht besonders dramatisch, doch die beiden waren nur 16 und 17. Der letzte, der VfB Pankow durfte in der Liga bleiben, weil die DDR wollte, dass es zwei Clubs aus Berlin in der DDR-Oberliga gibt. Jetzt muss man hier allerdings ein bisschen fair bleiben, der Westen war in dem Zusammenhang jetzt nicht unbedingt besser, denn damals hatte man ja einige Jahre später Tasmania Berlin nur deshalb in die Bundesliga geholt, weil man ebenfalls einen Berliner Erstligisten haben wollte und Hertha BSC zwangsabsteigen musste. Torschützenkönig wurde Johannes schöne von der BSG Rotation Babelsberg. Er konnte 38 mal treffen. Der Pokal wurde damals nicht ausgespielt. Die Nationalmannschaft spielte 1951 6 Spiele. Das Spiel am 15 April 1951 war das 200 in der Geschichte der deutschen Nationalmannschaft und es gab einen 3:2 Sieg über die Schweiz in Zürich. Dann gab es eine Niederlage in Berlin gegen die Türkei mit 1:2. Österreich konnte man im September in Wien 2:0 besiegen, in Irland verlor man in Dublin 2:3. Im November konnte dann ein Spiel in der Türkei in Istanbul 2:0 gewonnen werden, dieses Spiel war das erste länderspiel von Helmut Rahn. Zum Abschluss des Jahres konnte man in Essen Luxemburg 4:1 schlagen. In England war die Meisterschaft relativ schnell entschieden. Schon drei Spieltage vor Schluss machte Tottenham mit einem Sieg in Newcastle alles klar. Im Kampf gegen den Abstieg war es bedeutend spannender. Zwei Spieltage vor dem Ende waren noch sechs Teams in Gefahr. West Bromwich konnte sich am vorletzten Spieltag mit einem Heimsieg über Wolverhampton retten und auch Charlton sicherte sich mit einem Unentschieden in Huddersfield den Klassenerhalt. Aston Villa konnte ebenfalls den ligaerhalt feiern, es gelang ein Sieg in Everton. Sheffield Wednesday gewann am vorletzten Spieltag 3:1 gegen Blackpool, war aber noch nicht gerettet. Chelsea musste unbedingt gegen Liverpool gewinnen um eine Chance am Leben zu halten und das gelang ihnen mit 1:0. Everton verlor wie bereits erwähnt gegen Aston Villa und war nun schlusslicht, aufgrund des schlechten torverhältnisses auch so gut wie sicher abgestiegen. Am letzten Spieltag könnte der FC Everton zwar 1:0 in Derby gewinnen aber das reichte nicht mehr. Chelsea hingegen hielt seine Chance am Leben und gewann im Derby gegen Fulham 2:1. Jetzt mussten die Blues hoffen, dass Sheffield Wednesday patzen würde. Die Owls brauchten zumindest ein Unentschieden für den Klassenerhalt in Tottenham. Doch ausgerechnet Tottenham rettete Chelsea den Hintern und gewann das Spiel mit 1:0. So musste Sheffield absteigen. Chelsea war gerettet. Stan Mortensen holte sich Platz eins in der Torschützenliste. 30 Mal traf er für seinen FC Blackpool und von ihm gibt es mittlerweile auch eine Statue in Blackpool. Den FA Cup konnte Newcastle gewinnen. Im Finale wurde Blackpool mit 2:0 besiegt, Jackie Milburnb traf in Minute 50 und 55 doppelt. Spanien war es im Kampf um die Meisterschaft deutlich spannender als in England. Vor dem vorletzten Spieltag hatten mathematisch gesehen noch fünf Teams die Chance Meister zu werden. San Sebastian vergab seine letzte Chance am vorletzten Spieltag in Malaga durch eine 4 zu 1 Niederlage. Und auch Barca verabschiedete sich aus dem Titel Rennen, und das auf richtig böse Art und Weise, im Derby bei Espanyol setzte es eine 6:0 Packung. Valencia hingegen konnte in Santander gewinnen und zumindestens eine kleine Chance Aufenthalten. Atletico Madrid besiegte la Corona 5:2. Der FC Sevilla erlaubte sich einen Patzer in Bilbao und hatte damit ein Problem. Atletico hatte nun jeweils zwei Punkte Vorsprung auf Sevilla und Valencia. Aber die Sache war noch nicht entschieden, denn am letzten Spieltag sollte es zum Duell zwischen Sevilla und Atletico Madrid kommen. Valencia hätte dann eine kleine Chance gehabt, wenn Sevilla das Spiel gewonnen hätte und man selber gegen Vigo gewonnen hätte, weil dann alle drei Teams 39 Punkte gehabt hätten. Doch Valencia vergab seine Chance selber durch ein 0:1 gegen Vigo. Das bedeutet es Sevilla hätte die Chance mit einem Sieg gegen Atletico doch noch Meister zu werden. Domenech brachte das Team aus Andalusien auch tatsächlich in Führung, doch Labri Ben Barek sorgte für den Ausgleich und damit für die Meisterschaft von Atletico. Im Abstiegskampf hatte man zum alten Modus zurückgefunden, bedeutet die letzten zwei steigen ab, die zwei davor müssen in die Relegation. Llieda war frühzeitig abgestiegen. Sie waren vor allem defensiv völlig überfordert und kassierten insgesamt 134 Gegentore. Alcoyano stand nach dem vorletzten Spieltag und einer Niederlage beim direkten Rivalen Murcia Absteiger fest. Murcia war dadurch sicher in der Relegation. Um den anderen Platz in der Relegation mussten noch fünf Teams zittern. Darunter Real Madrid. Real spielte zwar offensiv schönen Fußball und erzielte 80 Tore, doch sie kassierten auch 71. In die Relegation mussten sie nach einem Unentschieden gegen Malaga am letzten Spieltag aber nicht. Malaga kam jetzt auf 29 Punkte das bedeutete, dass Espanyol Barcelona und Racing Santander gerettet waren. Deportivo La Coruna hingegen musste etwas tun um die Relegation zu verhindern. Und weil sie den direkten Vergleich gegen Malaga verloren hatten, brauchten sie einen Sieg. Den holten sie sich aber auch mit einem 4:1 über Murcia. In der Relegation lief es diesmal etwas anders, sechs Teams spielten diese Relegation und die beiden besten sollten in der kommenden Saison in der Primera Division spielen dürfen. Muss ja war ebenso wie die beiden Zweitligisten Sabadell und Salamanca frühzeitig draußen. Malaga lieferte sich mit Saragossa und Las Palmas ein Kopf an Kopf rennen. Las Palmas sollte am Ende als Meister aufsteigen. Saragossa und Malaga waren am Ende Punktgleich. Der direkte Vergleich musste entscheiden. Und der sprach für Saragossa, so musste Malaga absteigen. Torschützenkönig wurde einmal mehr Zarra mit 38 Toren diesmal. Pokalsieger wurde Barcelona nach einem 3.0 im Finale über San Sebastian. Cesar Rodriguez mit einem Doppelpack und Gonzalvo konnten die Tore schießen. Zwei Tage zuvor war der ehemalige Barca Spieler Sagi Barba gestorben. Ihm zu Ehren liefen die Spieler von Barcelona mit einem Trauerflor auf. Gehen wir nach Italien. Vor dem vorletzten Spieltag hatten noch zwei Teams die Chance auf die Meisterschaft, der AC Mailand und Inter Mailand. Milan hatte drei Punkte Vorsprung und war klarer Favorit. Aber sie patzten am vorletzten Spieltag gegen Lazio mit 1 zu 2. Und dennoch durften sie danach feiern, denn Inter verlor bei Torino 2:1. So war Milan ohne eigenes zu tun Meister. Im Abstiegskampf mussten die letzten zwei absteigen. Zwei spieltage vor Schluss waren noch acht Teams gefährdet, darunter sehr akut die Roma. Die waren sogar letzter, doch am vorletzten SpielFlorenznten sie durch einen 3:0 Erfolg über Florenz neue Hoffnung schöpfen. Vor dem letzten Spieltag waren immer noch fünf Teams gefährdet. Lucchese hatte die beste Ausgangslage und konnte sich mit einem Sieg retten. Und das gelang ihnen auch mit einem 5:0 über Como. Auch Triestina hatte es in der Hand sich mit einem Sieg selber zu retten. Und auch sie nutzten ihre Chance. 3:0 über Novara. Somit waren noch Padova, der CFC Genua und die Roma übrig. Die Roma hatte die schlechteste Ausgangslage und musste unbedingt gewinnen am letzten Spieltag. Tatsächlich gelang ihnen das sogar und man konnte den AC Mailand 2:1 schlagen. Und ein bisschen Hoffnung gab es, denn Genua verlor bei Inter Mailand 5:2 und war abgestiegen. Nun hing alles an Padova. Sollten diese ihr Spiel gegen Neapel nicht gewinnen, wäre die Roma gerettet. Doch Enrico Martegani wurde mit einem Doppelpack zum Helden von Padova und zum Albtraum der Roma. Torschützenkönig wurde wieder einmal Gunnar Nordahl vom AC Mailand mit 34 Toren. Und zum Schluss der Blick nach Frankreich. Im Kampf um die Meisterschaft war es besonders spannend, zwei spieltage vor Schluss hätten mathematisch noch acht Teams Meister werden können. Und nach dem vorletzten waren es immerhin noch sieben. St.Etienne hatte die schlechteste Ausgangslage es brauchte einen Sieg, wahnsinnig viel schützenhilfe und eigentlich ein mittleres Wunder. Sie verloren 4:3 in Lille und waren raus. Auch Bordeaux brauchte ein großes Wunder, doch auch sie verloren ihr letztes Spiel, 2:4 gegen Reims. Reims hielt sich eine mathematische Chance offen mit diesem. Dann gab es vier Teams mit 39 Punkten. Nimes holte ein 3:3 gegen Sochaux. Damit war Reims raus aus der Verlosung. Lille konnte wie bereits erwähnt gegen Saint-Étienne 4:3 gewinnen und hatte nun gute Karten. Le Havre spielte nur 2:2 gegen den FC Toulouse und war definitiv raus. Tabellenführer vor dem letzten Spieltag war Nizza und ihr Torverhältnis war deutlich besser als das der anderen Teams. Daher konnten sie sich ziemlich sicher sein mit einem Sieg Meister zu werden. Und genauso kam es auch. 4:0 bei Stade Francias Paris. Nizza war Meister. Im Abstiegskampf machte man es nun so wie die Spanier, die letzten beiden mussten direkt runter, die beiden davor durften in die Relegation. Stade Francias war schon vor dem letzten Spieltag weg vom Fenster. Toulouse reichte ein Unentschieden am letzten Spieltag nicht mehr. So ging es nur noch um die Frage wer in die Relegation musste. Vier Teams kamen dafür in Frage. Nancy hatte die besten Karten und sicherte sich den Klassenerhalt mit einem 5:1 Sieg in Straßburg. Rennes brauchte einen Sieg um sicher aus eigener Kraft die Relegation zu verhindern und den schafften sie mit einem 2:1 über Marseille. So mussten der FC Sete und RC Lens in die Relegation. Diese war so aufgebaut, dass die beiden zusammen mit zwei Zweitligisten in einer Gruppe waren und die ersten beiden in der Liga bleiben durften. Lens und Sete setzten sich durch. Torschützenkönig wurde Roger Piantoni vom FC Nancy mit 28 Toren. Und ganz zum Schluss noch der Blick auf den französischen Pokal. Straßburg besiegte im Finale Valenciennes 3:0 Rene Bihel brachte Racing in Führung, Raymond Krug erhöhte auf 2:0 und Peran Nagy besorgte das 3:0