SSV Buer 1907/1928 e.V.
| SSV Buer 1907/1928 e.V. | |
|---|---|
| Name | SSV Buer 07/28 e.V. |
| Abkürzung | |
| Logo | Vereinslogo des SSV Buer 07/28 |
| Vorsitz | Marcel Denneborg |
| Gründung | 17. Oktober 1907 |
| Aufgelöst | |
| Website | http://www.ssvbuer.de |
| Sitz | Buer |
| Straße | Nordring 2a |
| PLZ_Ort | 45894 Gelsenkirchen
|
Die SSV Buer 07/28 e.V. ist ein Fußballverein in Buer.
Geschichte
Die Geschichte der SSV Buer 07/28 e. V. reicht in die Frühphase des organisierten Fußballs in Buer zu Beginn des 20. Jahrhunderts zurück. Bereits am 7. August 1900 fand nach einem zeitgenössischen Bericht der „Buerschen Zeitung“ ein Fußballspiel zwischen dem Turnverein Westfalia Buer und dem Horster Turnverein statt. Dieses Ereignis blieb zunächst ohne unmittelbare organisatorische Folgen. Fußball stieß in dieser Zeit noch auf erhebliche Vorbehalte innerhalb von Schule, Verwaltung und Teilen der Gesellschaft. Junge Sportinteressierte aus Buer waren daher zunächst häufig in Vereinen der benachbarten Städte Essen und Gelsenkirchen aktiv oder spielten informell auf Wiesen und Feldern.
Erst im Jahr 1907 nahm die Gründung eines eigenständigen Buerschen Fußballvereins konkrete Formen an. Zu den maßgeblichen Initiatoren gehörten Fritz Pieper und Arthur Vögler. Am 17. Oktober 1907 wurde im Zentralhotel am Marktbrunnen der Ballspielverein Buer 07 gegründet. Die zeitgenössische Presse berichtete, dass sich unmittelbar 26 Mitglieder dem neuen Verein anschlossen. Die Gemeinde Buer stellte dem Verein unentgeltlich einen Sportplatz zur Verfügung.
Zum ersten Vorsitzenden wurde Fritz Pieper gewählt. Franz Mertmann übernahm das Amt des zweiten Vorsitzenden, Fritz Lungenhölscher die Kassenführung und Xaver Terlunen die Schriftführung. Arthur Vögler wurde erster Spielführer, Fritz Vögler zweiter Spielführer und Willi Schossier Gerätewart. Zu den weiteren frühen Vereinsmitgliedern gehörten unter anderem Rudolf Kloß, Josef Speier, Johann Vittinghoff, Hubert König, Paul Große-Lohmann, Mathias Equit, Hermann Kämper, Ludwig Bredenbrock, Rudolf Eichengrün und Urban Halbeisen. Auch mehrere Schüler des Buerschen Gymnasiums traten dem Verein bei, wobei ihre Mitgliedschaft aufgrund der damals teilweise ablehnenden Haltung der Schulen gegenüber dem Fußball zunächst gesondert behandelt werden musste.
Als erstes Vereinsheim diente das Zentralhotel. Die Mannschaft trat in roten Hemden mit weißem Querstreifen und weißen Hosen an. Der Vereinswirt Ludwig Bredenbrock stiftete den ersten Fußball, während die Gemeinde den Spielplatz am Ophof zur Verfügung stellte. Am 27. Oktober 1907 absolvierte der BV Buer 07 sein erstes dokumentiertes Fußballspiel. Gegen den FC Rhenania Essen verlor die Mannschaft mit 1:3. Das zwei Wochen später ausgetragene Rückspiel endete 2:2. In der Folge entwickelte sich ein regelmäßiger Spielbetrieb gegen Mannschaften aus Essen, Bottrop, Bismarck, Horst, Gelsenkirchen, Herten und Wanne.
Ein wichtiger organisatorischer Schritt erfolgte am 23. Januar 1908 mit dem Beschluss, dem Westdeutschen Spielverband beizutreten. Seit März 1908 nahm der BV Buer 07 am regulären Meisterschaftsspielbetrieb teil. Der Verein wurde später dem märkischen Bezirk des Westfälischen Kreises zugeordnet und war damit früh in die entstehenden überregionalen Verbandsstrukturen des westdeutschen Fußballs eingebunden.
1909 übernahm Urban Halbeisen den Vereinsvorsitz. Im selben Jahr wurde mit der Einrichtung des Amtes eines Leichtathletikobmanns eine eigenständige Leichtathletikabteilung aufgebaut. Die ersten Wettkämpfe fanden im Sommer 1909 auf dem Ophofplatz statt. Nach Darstellung der Chronik entwickelte sich diese Abteilung innerhalb kurzer Zeit zu einem sportlich erfolgreichen Bestandteil des Vereins. Damit war Buer 07 bereits in seiner frühen Geschichte nicht ausschließlich als Fußballverein tätig.
Auch die Gemeinde beziehungsweise spätere Stadt Buer unterstützte die Vereinsentwicklung. Neben der kostenlosen Bereitstellung eines Sportplatzes wurden Wanderpreise gestiftet und finanzielle Beihilfen zur Förderung der Jugendpflege gewährt. Diese Unterstützung zeigt, dass der organisierte Sport in Buer bereits vor dem Ersten Weltkrieg zunehmend als Bestandteil kommunaler Jugend- und Freizeitpolitik wahrgenommen wurde.
Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahr 1914 führte zu einer grundlegenden Unterbrechung. Ein Großteil der Mitglieder wurde zum Militärdienst eingezogen und der reguläre Spielbetrieb vollständig eingestellt. Die organisatorische Existenz des Vereins wurde während der Kriegsjahre insbesondere durch Paul Beckmann und Wilhelm Voigt aufrechterhalten.
Bereits am 31. Dezember 1918 fand nach Kriegsende die erste Vereinsversammlung statt. Urban Halbeisen verzichtete aufgrund beruflicher Belastungen auf eine erneute Wahl zum Vorsitzenden, sodass Albert Schossier die Vereinsleitung übernahm. Eine zentrale Herausforderung bestand zunächst darin, wieder geeignete Sportflächen zu erhalten. Die früher genutzten Plätze am Ophof und am Rathaus waren während des Krieges teilweise landwirtschaftlich oder anderweitig genutzt worden.
Die Vereinsführung nahm deshalb Verhandlungen mit dem Grafen von Westerholt über ein Gelände an der Löchterheide auf. Diese Bemühungen waren erfolgreich. Bereits im Frühjahr 1920 konnte eine neue Sportanlage mit einem Eröffnungsspiel gegen Preußen Duisburg eingeweiht werden. In den folgenden Jahren wurde die Anlage kontinuierlich ausgebaut. Bis 1925 entstand eine Sportstätte mit einem Fassungsvermögen von rund 20.000 Zuschauern und einer Tribüne mit ungefähr 1.000 Sitzplätzen.
Im Januar 1920 übernahm Albert Renette den Vorsitz. Während seiner dreijährigen Amtszeit wuchs der Verein erheblich. Die Mitgliederzahl stieg nach Angaben der Chronik von etwa 250 auf mehr als 600. Anfang 1923 kehrte Urban Halbeisen an die Vereinsspitze zurück. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Buer 07 zu einem großen Mehrspartenverein entwickelt.
In den 1920er-Jahren gehörte der Verein zeitweise zur Spitzengruppe der Ruhrgau-Liga. Neben der eigenen Sportanlage verfügte er seit 1920 über eine illustrierte Vereinszeitung und seit 1921 über eine eigene Vereinsbücherei. Die Mitgliederzahl näherte sich zeitweise der Marke von 1.000. Zum sportlichen Angebot gehörten sechs Seniorenmannschaften, fünf Jugendmannschaften und eine Alte-Herren-Mannschaft im Fußball sowie Leichtathletik, Handball, Tennis, Boxen und Faustball. Diese Entwicklung verdeutlicht die erhebliche organisatorische Größe, die der Verein in der Zwischenkriegszeit erreicht hatte.
Einen Höhepunkt der 1920er-Jahre stellte die Sportwerbewoche vom 6. bis 14. Juni 1925 dar. Im Rahmen der Veranstaltung wurden die ausgebaute Sportanlage eingeweiht, ein Denkmal enthüllt und zahlreiche sportliche sowie gesellschaftliche Veranstaltungen durchgeführt. Ergänzt wurde das Programm durch eine Sportausstellung im Gymnasium an der Breddestraße. Die Veranstaltung diente damit nicht nur dem Wettkampfsport, sondern auch der öffentlichen Präsentation des Vereins und des organisierten Sports in Buer.
In der zweiten Hälfte der 1920er- und zu Beginn der 1930er-Jahre verschlechterten sich jedoch die wirtschaftlichen Bedingungen. Die allgemeine Wirtschaftskrise führte zu sinkenden Einnahmen, abnehmender Unterstützung durch örtliche Geschäftsleute und zunehmenden Spielerabgängen. Das 25-jährige Vereinsjubiläum wurde 1932 daher unter deutlich bescheideneren Rahmenbedingungen begangen.
Anfang 1934 geriet der Verein aufgrund hoher Pachtverbindlichkeiten für die Sportanlage Löchterheide in eine existenzielle Krise. Der Graf von Westerholt kündigte den Pachtvertrag und überließ die Anlage nationalsozialistischen Parteiformationen. Auf einer Generalversammlung wurde zunächst sogar die Auflösung des Vereins diskutiert. Da dem BV Buer 07 schließlich eine weitere Mitbenutzung des Platzes gestattet wurde, entschieden sich die Mitglieder jedoch für die Fortführung des Vereins. Heinrich Becks übernahm die Leitung und leitete einen organisatorischen Neuaufbau ein.
Im selben Zeitraum wurde der Nachbarverein Sportfreunde Buer 1928 im Zuge der nationalsozialistischen Vereins- und Sportpolitik aufgelöst. Ein Teil seiner Mitglieder schloss sich daraufhin dem BV Buer 07 an. Sportlich gelang erst 1939 wieder ein größerer Erfolg: Die erste Mannschaft gewann die Meisterschaft der Kreisklasse und stieg in die Bezirksklasse auf.
Der Beginn des Zweiten Weltkrieges verhinderte jedoch eine nachhaltige sportliche Entwicklung. Zahlreiche Spieler wurden zum Militärdienst eingezogen. Gleichzeitig entstand auf Initiative der Stadt die Idee, Buer 07 mit Westfalia Buer zu einem größeren Verein zusammenzuschließen. Die Mitglieder stimmten der Fusion zu, und der neu entstandene Verein führte den Namen FC Buer. Mit zunehmender Dauer des Krieges kam der Spielbetrieb jedoch vollständig zum Erliegen.
Bereits wenige Wochen nach Kriegsende wurde der Fußballbetrieb wieder aufgenommen. Schon im Januar 1946 erreichte die Mannschaft das Endspiel um die Buersche Stadtmeisterschaft. Vor rund 8.000 Zuschauern wurde der SC Hassel mit 4:1 besiegt. Damit gewann der Verein einen der ersten bedeutenden lokalen Fußballtitel der Nachkriegszeit.
Die sportlichen Leistungen veranlassten den Verein anschließend zu einem Antrag auf Aufnahme in die Vertragsliga, der jedoch abgelehnt wurde. Gleichzeitig beschlossen die Mitglieder, den während des Krieges eingeführten Namen FC Buer wieder aufzugeben und zum traditionellen Namen „Ballspielverein Buer 07“ zurückzukehren. Unter dieser Bezeichnung gelang in der Saison 1949/50 der Aufstieg in die Landesliga.
Den bedeutendsten sportlichen Erfolg seiner eigenständigen Geschichte erzielte Buer 07 in der Saison 1950/51 mit dem Gewinn der Meisterschaft der Landesliga, Gruppe 3. Damit hatte der Verein die höchste damalige Amateurebene erreicht. Zur Meistermannschaft gehörten unter anderem Saalfeld, Nickel, Weinreich, Spors, Kwiatkowski, Kapteinat, Proske, Kühn, Nagel, Kraus, Paetz und Bonika.
Der sportliche Erfolg führte jedoch zugleich zu personellen Verlusten. Mehrere leistungsstarke Spieler, darunter Paetz, Kühn, Kwiatkowski und Spors, verließen den Verein in Richtung höherklassiger beziehungsweise vertragsspielender Clubs. Dadurch wurde die Mannschaft erheblich geschwächt. Ab der Saison 1954/55 spielte Buer 07 wieder in der Bezirksklasse.
1957 beging der Verein sein 50-jähriges Bestehen mit einer Sportwerbewoche, an der neben dem Fußball auch andere Sportarten beteiligt waren. Die Veranstaltung verdeutlichte die weiterhin starke lokale Verankerung des Vereins, auch wenn die sportlichen Erfolge der frühen 1950er-Jahre nicht wiederholt werden konnten.
Die 1960er-Jahre brachten zunehmend strukturelle und wirtschaftliche Schwierigkeiten. Die Mitgliederzahl ging zurück, größere sportliche Erfolge blieben aus und auch die finanzielle Unterstützung durch die Buersche Bevölkerung und Geschäftswelt nahm ab. Zusätzlich musste die historische Sportanlage Löchterheide 1962 dem Straßen- und Wohnungsbau weichen. Die Stadt Gelsenkirchen errichtete daraufhin eine neue Bezirkssportanlage Löchterheide mit drei Spielfeldern, auf der Buer 07 eine neue sportliche Heimat erhielt.
Vor diesem Hintergrund erfolgte 1964 eine grundlegende organisatorische Neuordnung. Der Ballspielverein Buer 07 und Sportfreunde Buer 1928 schlossen sich am 12. Juli 1964 im Hotel zur Post in Gelsenkirchen-Buer zusammen. Der neue Verein erhielt den Namen „Spiel- und Sportvereinigung Buer 07/28 e. V.“. Mit der Fusion sollten die sportlichen und organisatorischen Kräfte beider Vereine im Stadtteil Buer-Mitte gebündelt werden.
Dem ersten Vorstand der SSV Buer 07/28 gehörten unter anderem Niewerth, Heimann, Stockhausen, Schmidt, Flechtner, Schieborn, Tendal, Reisinger, Möllers, Basak und Lauf an. Einen frühen sportlichen Erfolg erzielte der neue Verein mit dem Gewinn der Gelsenkirchener Stadtmeisterschaft. Im Endspiel auf dem Sportplatz an der Oststraße in Erle wurde der SV Rotthausen mit 1:0 besiegt. Zuvor hatte die Mannschaft bereits durch einen 1:0-Erfolg gegen Westfalia Buer die Buersche Stadtmeisterschaft gewonnen.
In den folgenden Jahren verliefen die Ergebnisse in der Bezirksklasse wechselhaft, der Klassenerhalt konnte jedoch zunächst kontinuierlich gesichert werden. 1967 beging der Verein im Rahmen einer Festwoche sein 60-jähriges Bestehen. Zu diesem Zeitpunkt verfügte die SSV über zwei Seniorenmannschaften, eine Alte-Herren-Mannschaft, zwei Jugend- und drei Schülermannschaften.
Das 70-jährige Bestehen wurde 1977 mit einer Jubiläumswoche gefeiert. Einen sportlichen Höhepunkt bildete eine Begegnung der ersten Mannschaft gegen den Bundesligisten FC Schalke 04, die vor rund 2.500 Zuschauern ausgetragen wurde und mit 0:7 endete. Auch die Alte-Herren-Mannschaft trat gegen eine Traditionself des FC Schalke 04 an und gewann diese Begegnung mit 3:1.
In der Saison 1979/80 musste die erste Mannschaft nach langjähriger Zugehörigkeit zur Bezirksliga erstmals wieder in die Kreisliga absteigen. Nach Abschluss der regulären Saison belegte die SSV punktgleich mit Eintracht Recklinghausen II und Schwarz-Weiß Meckinghoven einen Abstiegsplatz. Zwei zusätzliche Entscheidungsrunden brachten keine ausreichende sportliche Verbesserung, sodass der Abstieg endgültig feststand.
Der Abstieg hatte erhebliche personelle Konsequenzen. Nach Darstellung der Chronik verließen 15 Seniorenspieler den Verein. Trotz dieses Umbruchs wurden sowohl die Senioren- als auch die Jugendabteilung weitergeführt. Günter Krempicki blieb in der Saison 1980/81 Vorsitzender, während Karl-Heinz Partzsch weiterhin das Traineramt ausübte. Die erste Mannschaft erreichte zunächst den zehnten Tabellenplatz in der Kreisliga A.
1982 beging die SSV ihr 75-jähriges Vereinsjubiläum mit einer umfangreichen Festwoche. Das Programm umfasste Jugendturniere, ein Senioren-Turnier, Spiele der Alten Herren sowie ein weiteres Jubiläumsspiel gegen die Bundesligamannschaft des FC Schalke 04. Daneben fanden verschiedene gesellschaftliche Veranstaltungen statt.
Sportlich hatte die Saison 1981/82 zunächst Hoffnungen auf einen Wiederaufstieg geweckt. Nach 20 von 30 Spieltagen lag die erste Mannschaft an der Tabellenspitze der Kreisliga A. In der Schlussphase wurde sie jedoch von Resse 08 noch überholt und beendete die Saison mit zwei Punkten Rückstand auf dem zweiten Platz. In der folgenden Saison 1982/83 konnte an diese Ergebnisse zunächst nicht angeknüpft werden; die erste Mannschaft erreichte Rang acht, die zweite Mannschaft Rang zehn.
Zu Beginn der Saison 1983/84 kam es zu Veränderungen in der Vereins- und sportlichen Führung. Günter Krempicki gab den ersten Vorsitz ab, blieb jedoch als zweiter Vorsitzender weiterhin im Vorstand tätig. Gregor Baumeister wurde zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt. Gleichzeitig übernahm Horst Wengler das Training der Seniorenmannschaft.
Eine besonders erfolgreiche Phase begann in der Saison 1985/86. Dem Vorstand gelang es, Matthias Herget, damals deutscher Nationalspieler und Bundesligaakteur bei Bayer Uerdingen, als Trainer für den Seniorenbereich zu gewinnen. Unterstützt wurde er von Karl-Heinz Partzsch als Assistenztrainer. Neben mehreren externen Neuzugängen wurden auch Spieler aus der eigenen Jugend in die erste Mannschaft integriert.
Unter dem Trainerteam Herget/Partzsch gewann die erste Mannschaft mit 43:17 Punkten und einem Torverhältnis von 64:26 die Meisterschaft der Kreisliga A und erreichte damit den lange angestrebten Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Auch die zweite Mannschaft verlief erfolgreich und verfehlte als Tabellenzweiter nur knapp den Aufstieg aus der Kreisliga C in die Kreisliga B.
Parallel zum sportlichen Aufschwung wurde der Gesamtverein erweitert. Neu gegründet wurden eine Tennisabteilung und eine Damenfußballabteilung. Im Seniorenfußball kam zudem eine dritte Mannschaft hinzu. Die Mitgliederzahl stieg in dieser Phase auf mehr als 650. Damit entwickelte sich die SSV Buer 07/28 erneut zu einem größeren Mehrspartenverein mit einer breiten sportlichen Basis.
Die Saison 1986/87 diente zunächst der sportlichen Stabilisierung nach dem Bezirksligaaufstieg. Mit Stand vom 13. April 1987 belegte die erste Mannschaft den vierten Tabellenplatz. Damit spielte sie als Aufsteiger eine erfolgreiche Saison und war weder akut abstiegsgefährdet noch ernsthaft in den Aufstiegskampf zur Landesliga eingebunden. Gleichzeitig führte die zweite Mannschaft ihre Spielklasse an, während sich die dritte Mannschaft im gesicherten Mittelfeld befand.
Auch organisatorisch war der Verein im Jubiläumsjahr 1987 breit aufgestellt. Gregor Baumeister fungierte als erster Vorsitzender, Günter Krempicki als zweiter Vorsitzender. Weitere Funktionen bestanden unter anderem für Geschäftsführung, Kassenwesen, Sozialarbeit, die drei Seniorenmannschaften, die Alte-Herren-Abteilung, den Damenfußball, die Jugend sowie die Tennisabteilung. Die Vorstandsstruktur verdeutlicht den organisatorischen Umfang, den der Verein bis zu seinem 80-jährigen Bestehen erreicht hatte.
Insgesamt lässt sich die Geschichte der SSV Buer 07/28 in mehrere klar voneinander unterscheidbare Entwicklungsphasen gliedern. Die erste Phase begann mit den frühen Fußballaktivitäten in Buer um 1900 und führte 1907 zur Gründung des Ballspielvereins Buer 07. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg etablierte sich der Verein in den Verbandsstrukturen des westdeutschen Fußballs und erweiterte sein Sportangebot um die Leichtathletik.
Nach der Unterbrechung durch den Ersten Weltkrieg folgte in den 1920er-Jahren eine Phase erheblichen Wachstums. Die Sportanlage Löchterheide, die Mitgliederentwicklung und die zahlreichen Abteilungen dokumentieren den Übergang von einem kleinen Fußballverein zu einer großen lokalen Sportorganisation. Die wirtschaftliche Krise um 1930 und die politischen Veränderungen nach 1933 führten dagegen zu erheblichen organisatorischen und finanziellen Schwierigkeiten.
Der Zweite Weltkrieg stellte einen weiteren tiefen Einschnitt dar. Der zwischenzeitliche Zusammenschluss zum FC Buer verlor mit dem Ende des Krieges seine Bedeutung, und der Verein kehrte zum traditionellen Namen Buer 07 zurück. Die frühen Nachkriegsjahre brachten zugleich eine der sportlich erfolgreichsten Phasen der Vereinsgeschichte. Der Gewinn der Buerschen Stadtmeisterschaft 1946, der Aufstieg in die Landesliga 1949/50 und insbesondere die Landesligameisterschaft 1950/51 markieren den sportlichen Höhepunkt des eigenständigen BV Buer 07.
Mit dem Verlust wichtiger Spieler und zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten begann anschließend eine längere Phase sportlicher Konsolidierung. Die Fusion mit Sportfreunde Buer 1928 im Jahr 1964 war daher nicht lediglich eine Namensänderung, sondern eine grundlegende organisatorische Neuordnung. Mit der Gründung der SSV Buer 07/28 wurden zwei lokale Vereinstraditionen zusammengeführt.
Die Entwicklung der folgenden Jahrzehnte war von einer längeren Zugehörigkeit zur Bezirksklasse beziehungsweise Bezirksliga, einzelnen lokalen Meisterschaften und wiederholten sportlichen Umbrüchen geprägt. Der Abstieg von 1979/80 und der anschließende Verlust zahlreicher Spieler stellten eine erhebliche Belastung dar. Dennoch konnte der Verein seine Strukturen stabilisieren und Mitte der 1980er-Jahre einen erneuten Aufschwung einleiten.
Der Wiederaufstieg in die Bezirksliga 1985/86 unter dem Trainerteam Matthias Herget und Karl-Heinz Partzsch markierte einen neuen sportlichen Höhepunkt. Gleichzeitig zeigen die Gründung von Tennis- und Damenfußballabteilung sowie der Anstieg der Mitgliederzahl auf über 650, dass die Entwicklung des Vereins in dieser Phase weit über den sportlichen Erfolg der ersten Fußballmannschaft hinausging.
Charakteristisch für die gesamte Vereinsgeschichte ist darüber hinaus die enge Verbindung zwischen sportlicher Entwicklung und infrastrukturellen Rahmenbedingungen. Vom Ophofplatz über die historische Löchterheide bis zur neuen Bezirkssportanlage war die Verfügbarkeit geeigneter Sportstätten für das Wachstum des Vereins von entscheidender Bedeutung.
Ebenso deutlich wird die langfristige Bedeutung der Nachwuchsarbeit. Bereits die frühe Unterstützung durch die Stadt Buer war teilweise mit Jugendpflege verbunden. In späteren Jahrzehnten bildeten eigene Schüler- und Jugendmannschaften immer wieder eine wichtige Grundlage für die personelle Entwicklung der Seniorenmannschaften. Gerade die Integration eigener Jugendspieler während des Wiederaufstiegs in den 1980er-Jahren verdeutlicht diese Kontinuität.
Die Geschichte der SSV Buer 07/28 e. V. ist damit zugleich ein Beispiel für die Entwicklung des organisierten Sports im nördlichen Gelsenkirchen. Sie spiegelt die gesellschaftlichen Veränderungen des 20. Jahrhunderts, die Folgen zweier Weltkriege, wirtschaftliche Krisen, Professionalisierungstendenzen im Fußball sowie die zunehmende Ausdifferenzierung des Vereinssports wider. Über alle Veränderungen hinweg blieb das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder eine wesentliche Voraussetzung für den Fortbestand und die Weiterentwicklung des Vereins.
Saisonstationen
| Saison | Liga | Platz | gespielt | gewonnen | unentschieden | verloren | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1965/1966 | Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII | 13 | 30 | 8 | 10 | 12 | 52-76 | 26 |
| 1966/1967 | Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII | 10 | 28 | 8 | 8 | 12 | 37-55 | 24 |
| 1967/1968 | Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII | 09 | 30 | 10 | 7 | 13 | 54-58 | 27 |
| 1968/1969 | Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII | 04 | 32 | 15 | 7 | 10 | 53-40 | 37 |
| 1969/1970 | Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII | 08 | 30 | 10 | 10 | 10 | 57-45 | 30 |
| 1970/1971 | Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII | 02 | 30 | 16 | 9 | 5 | 56-33 | 41 |
| 1971/1972 | Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII | 05 | 30 | 14 | 7 | 9 | 55-44 | 35 |
| 1972/1973 | Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII | 12 | 28 | 10 | 4 | 14 | 44-44 | 24 |
| 1973/1974 | Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII | 04 | 32 | 14 | 13 | 5 | 67-44 | 41 |
| 1974/1975 | Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII | 13 | 32 | 9 | 11 | 12 | 57-64 | 29 |
| 1975/1976 | Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII | 06 | 32 | 11 | 14 | 7 | 65-55 | 36 |
| 1976/1977 | Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII | 05 | 32 | 15 | 8 | 9 | 57-46 | 38 |
| 1977/1978 | Bezirksklasse Westfalen Gruppe XII | 11 | 30 | 9 | 6 | 15 | 41-57 | 24 |
| 1978/1979 | Bezirksliga Westfalen Gruppe XII | 07 | 30 | 10 | 10 | 10 | 59-57 | 30 |
| 1979/1980 | Bezirksliga Westfalen Gruppe XII | 12 | 30 | 10 | 6 | 14 | 66-70 | 26 |
| 1980/1981 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I | 10 | 30 | 12 | 6 | 12 | 40-43 | 30 |
| 1981/1982 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I | 02 | 30 | 18 | 6 | 6 | 67-37 | 42 |
| 1982/1983 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I | 08 | 29 | 11 | 9 | 9 | 39-35 | 31 |
| 1983/1984 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I | 09 | 30 | 8 | 15 | 7 | 52-47 | 31 |
| 1984/1985 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I | 06 | 30 | 10 | 12 | 8 | 44-39 | 32 |
| 1985/1986 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I | 01 | 30 | 18 | 7 | 5 | 64-26 | 43 |
| 1986/1987 | Bezirksliga Westfalen Gruppe XII | 03 | 30 | 14 | 8 | 8 | 49-39 | 36 |
| 1987/1988 | Bezirksliga Westfalen Gruppe XII | 01 | 30 | 20 | 7 | 3 | 57-22 | 47 |
| 1990/1991 | Bezirksliga Westfalen Gruppe XII | 05 | 30 | 12 | 9 | 9 | 48-43 | 33 |
| 1991/1992 | Bezirksliga Westfalen Gruppe XII | 04 | 30 | 13 | 10 | 7 | 50-36 | 36 |
| 1992/1993 | Bezirksliga Westfalen Gruppe XII | 01 | 32 | 21 | 7 | 4 | 63-28 | 49 |
| 1995/1996 | Bezirksliga Westfalen Gruppe XII | 13 | 30 | 8 | 7 | 15 | 35-62 | 31 |
| 1996/1997 | Bezirksliga Westfalen Gruppe XII | 09 | 30 | 10 | 8 | 12 | 50-55 | 38 |
| 1997/1998 | Bezirksliga Westfalen Gruppe XII | 14 | 30 | 8 | 7 | 15 | 42-65 | 31 |
| 1998/1999 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I | 05 | 26 | 13 | 5 | 8 | 61-35 | 44 |
| 1999/2000 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe II | 01 | 30 | 24 | 4 | 2 | 118-38 | 76 |
| 2000/2001 | Bezirksliga Westfalen Gruppe XII | 01 | 26 | 22 | 4 | 0 | 99-36 | 70 |
| Saison | Liga | Platz | gespielt | gewonnen | unentschieden | verloren | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1964/1965 | II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe I | 08 | 22 | 7 | 3 | 12 | 47-56 | 17 |
| 1969/1970 | II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe III | 02 | 25 | 14 | 8 | 3 | 62-46 | 36 |
| 1970/1971 | II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe III | 05 | 26 | 13 | 7 | 6 | 48-35 | 33 |
| 1971/1972 | II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe II | 01 | 26 | 21 | 2 | 3 | 114-28 | 44 |
| 1972/1973 | I.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe I | 15 | 26 | 6 | 4 | 16 | 42-67 | 16 |
| 1973/1974 | II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe II | 01 | 24 | 16 | 3 | 5 | 64-35 | 35 |
| 1974/1975 | I.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe I | 16 | 30 | 5 | 6 | 19 | 40-83 | 16 |
| 1975/1976 | II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe I | 04 | 30 | 15 | 8 | 7 | 79-30 | 38 |
| 1976/1977 | II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe I | 07 | 32 | 15 | 5 | 12 | 71-81 | 35 |
| 1977/1978 | II.Kreisklasse Gelsenkirchen Gruppe I | 04 | 30 | 18 | 4 | 8 | 83-64 | 40 |
| 1978/1979 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I | 09 | 32 | 12 | 4 | 16 | 61-73 | 28 |
| 1979/1980 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I | 06 | 32 | 14 | 7 | 11 | 48-45 | 35 |
| 1980/1981 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I | 11 | 30 | 9 | 8 | 13 | 43-61 | 26 |
| 1981/1982 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I | 12 | 30 | 6 | 13 | 11 | 48-63 | 25 |
| 1982/1983 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I | 10 | 28 | 9 | 4 | 15 | 46-53 | 22 |
| 1983/1984 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I | 14 | 30 | 8 | 7 | 15 | 51-56 | 23 |
| 1984/1985 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe I | 02 | 28 | 17 | 6 | 5 | 73-29 | 40 |
| 1985/1986 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe I | 02 | 30 | 22 | 6 | 2 | 98-36 | 50 |
| 1986/1987 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe VI | 01 | 20 | 17 | 3 | 0 | 62-14 | 37 |
| 1987/1988 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I | 08 | 30 | 11 | 8 | 11 | 44-42 | 30 |
| 1988/1989 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I | 08 | 30 | 11 | 7 | 12 | 57-67 | 29 |
| 1989/1990 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I | 09 | 28 | 9 | 7 | 12 | 44-48 | 25 |
| 1990/1991 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I | 08 | 30 | 11 | 6 | 13 | 55-59 | 28 |
| 1991/1992 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I | 04 | 30 | 15 | 7 | 8 | 59-46 | 37 |
| 1992/1993 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I | 10 | 30 | 13 | 4 | 13 | 60-61 | 30 |
| 1993/1994 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I | 05 | 30 | 13 | 8 | 9 | 58-35 | 34 |
| 1994/1995 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I | 02 | 30 | 19 | 7 | 4 | 63-26 | 45 |
| 1995/1996 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I | 11 | 30 | 10 | 4 | 16 | 51-69 | 34 |
| 1996/1997 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I | 13 | 30 | 7 | 6 | 17 | 42-69 | 27 |
| 1997/1998 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I | 16 | 30 | 4 | 8 | 18 | 35-67 | 20 |
| 1998/1999 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I | 03 | 30 | 18 | 9 | 3 | 92-29 | 63 |
| 1999/2000 | Kreisliga B Gelsenkirchen Gruppe I | 02 | 30 | 20 | 5 | 5 | 99-29 | 65 |
| 2000/2001 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I | 13 | 30 | 7 | 9 | 14 | 33-56 | 30 |
| 2001/2002 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I | 06 | 30 | 14 | 5 | 11 | 77-49 | 47 |
| 2002/2003 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I | 09 | 28 | 7 | 9 | 12 | 34-47 | 30 |
| 2003/2004 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I | 03 | 30 | 20 | 7 | 3 | 79-23 | 67 |
| 2004/2005 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I | 04 | 30 | 17 | 8 | 5 | 91-43 | 59 |
| 2005/2006 | Kreisliga A Gelsenkirchen Gruppe I | 08 | 30 | 12 | 4 | 14 | 64-52 | 40 |
| Saison | Liga | Platz | gespielt | gewonnen | unentschieden | verloren | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1985/1986 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe VI | 09 | 28 | 11 | 2 | 15 | 72-80 | 24 |
| 1986/1987 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe V | 07 | 20 | 9 | 2 | 9 | 38-39 | 20 |
| 1987/1988 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe III | 06 | 26 | 8 | 10 | 8 | 52-50 | 26 |
| 1988/1989 | Kreisliga C Gelsenkirchen Gruppe III | 03 | 22 | 15 | 1 | 6 | 48-26 | 31 |
Quelle
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