Fussballjahr 1959/60 Europapokal

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Erstmal ein frohes neues gewünscht. Auch in 2026 werden wir natürlich weiter meine Serie Fußball History erleben. Heute sind wir bei der Europapokalsaison 1959/60. Es ist die letzte Saison, wo es nur den Europapokal der landesmeister gab, ab 1960 61 kam dann der Europapokal der Pokalsieger dazu. In dieser Saison nahmen 26 Teams teil, vier bekamen für die erste Runde ein Freilos. Das waren Sparta Rotterdam, die Young Boys Bern, Roter Stern Belgrad und Boldklubben 1909. Den letzten Verein werden wahrscheinlich die meisten nicht kennen Komma es ist ein dänischer Verein aus Odense. Und hier muss man kurz erklären, diesen Verein gibt es heute noch, die erste Mannschaft ist allerdings 2006 in den mittlerweile aufgelösten FC Fyn aufgegangen. Der Verein wurde je zweimal dänischer Meister und dänischer Pokalsieger. Außerdem war Titelverteidiger Real Madrid für das Achtelfinale gesetzt. Nizza bekam es mit den Shamrock Rovers zu tun. Das Hinspiel konnten die Franzosen 3:2 gewinnen. Jacques Foix war doppelt erfolgreich. Im Rückspiel gab es ein 1:1. Eintracht Frankfurt hätte gegen Kuopion PS spielen sollen, doch der Verein aus Finnland zog seine Meldung zurück. Leider wird hier nicht angegeben, warum sie das getan haben, falls es einen wirklich intimen Kenner des finnischen Fußballs gibt, der da vielleicht mehr weiß, lasst es mich gerne wissen. Barcelona spielte in Sofia im Hinspiel lediglich 2:2. Doch im Rückspiel machten die Katalanen 6:2 kurzen Prozess. Laszlo Kubala und Evaristo de Macedo trafen jeweils dreifach. Der Wiener Sportclub musste sich mit dem rumänischen Vertreter Petrolul Ploiesti auseinandersetzen. Das Hinspiel in Österreich endete mit 0:0 und in Rumänien siegte der Sportclub 2:1. Walter Horak machte beide Tore für die Österreicher. Der FC Linfield spielte gegen göteburg und konnte das Hinspiel 2:1 für sich entscheiden, Jackie Milburn war gleich doppelt erfolgreich. Doch in Schweden verloren die Nordiren mit 6:1. Owe Ohlsson machte dabei gleich fünf Tore. Jeunesse Esch konnte sich gegen Lks Lodz mit 5:0 im Hinspiel durchsetzen. Das Rückspiel konnte das Team aus Polen zwar mit 2:1 gewinnen, aber das reichte natürlich nicht mehr. Iskra Bratislava (heutzutage Inter Bratislava) traf auf Porto und konnte das erste Spiel mit 2:1 gewinnen, und im Rückspiel gelang ebenfalls ein 2:0 Sieg. Piräus traf auf den AC Mailand. In Griechenland trennte man sich mit 2:2. Altafini Mazzola machte beide Tore für die Italiener. Das Rückspiel konnten die Italiener dann mit 3:1 gewinnen. Alle drei Treffer markierte Giancarlo Danova. Fenerbahce bekam es mit Cespel SC zu tun, das ist ein Verein aus Budapest. Das erste Spiel in der Türkei endete mit 1:1. In Ungarn konnten die Türken nach zweimaligem Rückstand 3:2 gewinnen. Die Rangers besiegten anderlecht im ersten Spiel 5 zu 2. In Belgien legten sie einen 2 zu 0 Sieg nach. Und dann haben wir noch den Vertreter der DDR, Vorwärts Berlin. Sie bekamen es mit den Engländern von Wolverhampton zu tun. Im Hinspiel konnten die Berliner eine Überraschung schaffen, Jürgen Nöldner und Horst Kohle bescherten den Berlinern einen Sieg mit 2:1. In England allerdings konnte Wolverhampton 2:0 gewinnen. Im Achtelfinale traf Real Madrid auf Esch. Die königlichen konnten durch unter anderem drei Tore von Puskas 7:0 gewinnen. In Luxemburg ließen sie 5:2 folgen. Der Wiener Sportclub musste nach Odense. Schon im Hinspiel konnten die Österreicher 3:0 gewinnen. Adolf Knoll gelangen zwei Tore. Im Rückspiel konnten die Dänen zwar zweimal in Führung gehen, am Ende gab es aber ein 2:2 Erich Hof machte beide Tore für die Österreicher. Sparta Rotterdam besiegte Göteborg 3:1. Joop Daniëls machte alle drei Tore für das Team aus Rotterdam. Doch im Rückspiel drehten die Schweden den Spieß um und konnten ihrerseits 3:1 gewinnen. Es brauchte ein Entscheidungsspiel und dieses konnten dann die Holländer wieder mit 3:1 gewinnen. Der AC Mailand spielte gegen Barcelona. In Italien sorgten Marti Verges und Luis Suarez für einen 2:0 Sieg der Katalanen. Im Rückspiel verprügelte Barcelona dann Milan so richtig mit 5:1. Kubala war doppelt erfolgreich. Bern spielte gegen Frankfurt. Schon im Hinspiel machten die Hessen vieles klar. Sie gewannen in der Schweiz mit 4:1. Hans Weilbächer, Erich Bäumler, Erich Meier und Erwin Stein waren erfolgreich. Das Rückspiel in Frankfurt endete 1:1. Für die SGE traf erneut Erich Bäumler. Die Rangers bekamen es mit Bratislava zu tun. Im ersten Spiel ging es wild hin und her, am Ende konnte Glasgow durch ein Tor von Jimmy Millar in Minute 90 4 zu 3 gewinnen. Das Rückspiel endete mit 1:1. Belgrad spielte gegen Wolverhampton im Hinspiel 1:1. In England konnten die hausherren 3:0 gewinnen. Bobby Mason machte zwei Tore. Fenerbahce spielte gegen Nizza. Die Türken konnten das Hinspiel 2:1 gewinnen. In Frankreich gelangt den Franzosen allerdings ein 2:1 Sieg. Das bedeutet Entscheidungsspiel und hier setzten sich die Franzosen einen Tag vor Weihnachten deutlich mit 5:1 durch. Im Viertelfinale bekam es Nizza mit Real Madrid zu tun. Die königlichen führten in Frankreich bereits mit 2:0. Doch dann kam die sternstunde von Vic Nurenberg. Er machte drei Tore zum Sieg für die Franzosen. Allerdings wenn man Real Madrid ärgert bekommt man ihren Zorn zu spüren. Diese Lektion mussten die Franzosen im Rückspiel lernen, Real siegte 4:0. Barcelona konnte gegen Wolverhampton 4:0 gewinnen. Ramon Villaverde machte dabei zwei Tore. Im Rückspiel setzten sich die Katalanen mit 5 zu 2 durch. Sandor Kocsis machte vier Tore. Frankfurt traf auf den Wiener Sportclub. Durch Tore von Dieter Lindner und Erich Meier gewann die SGE das Hinspiel 2:1. Im Rückspiel lagen die Frankfurter hinten, doch ein Tor von Erwin Stein brachte den Ausgleich und damit den Einzug ins Halbfinale. Glasgow spielte gegen Sparta Rotterdam. In Holland konnten sich die Schotten mit 3:2 durchsetzen, doch in Schottland siegten die Niederländer mit 1:0. Entscheidungsspiel. Dieses konnten die Rangers unter anderem durch zwei eigentore der Holländer 3:2 gewinnen. Im Halbfinale spielte Frankfurt gegen die Rangers. Das Hinspiel war eine sternstunde Dieter Stinka, zweimal Alfred Pfaff, zweimal Dieter Lindner und einmal Erwin Stein sorgten für einen furiosen 6:1 Sieg. Man muss hierbei immer verstehen, wir reden von einer Zeit, wo es die Bundesliga noch nicht gab und wo es noch keine wirklichen profi-strukturen gegeben hat in Deutschland. Im Rückspiel konnten die Hessen sogar wieder sechs Tore schießen. Dieter Lindner zweimal Alfred Pfaff, zweimal Erich Meier und Richard Kreß sorgten für einen Sieg von 6 zu 3. Das andere Halbfinale war Real Madrid gegen den FC Barcelona. Schon im Hinspiel konnte real mit 3:1 gewinnen, Alfredo di Stefano schoss zwei Tore. Man darf dabei nie vergessen, dass er eigentlich in Barcelona hätte landen sollen, dass dann aber nicht zustande gekommen ist. Im Rückspiel konnte sich Real erneut mit 3:1 durchsetzen. Diesmal war es Puskas mit zwei Toren. Am 18 mai 1960 trafen in Glasgow somit Real Madrid und Eintracht Frankfurt vor 135.000 Zuschauern aufeinander. Real Madrid war damals schon das non plus ultra im Weltfußball, sie hatten ja die ersten vier Auflagen des Europapokal der landesmeister alle gewonnen, Eintracht Frankfurt hingegen kam aus einem Land, dass noch keine Profi Strukturen hatte. Es war David gegen Goliath. Und in Minute 18 schockten die Frankfurter den Favoriten. Richard Kreß besorgte das 1:0. Allerdings konnte Real Madrid das schnell drehen zweimal Alfredo di Stefano in Minute 27 und 30. Puskas stellte in Minute 45 den halbzeitstand von 3:1 her. Er war es auch, der in Minute 56 Minute 60 und Minute 71 einen hattrick zum 6:1 machte. Aber und dafür hat Eintracht Frankfurt sehr viel Respekt bekommen, sie haben nicht aufgehört nach vorne zu spielen, Erwin Stein traf in Minute 72 zum 6:2. Real Madrid konnte durch Alfredo die Stefano in Minute 73 auf 7:2 stellen, doch Erwin Stein traf noch mal zum 7:3 Entstand. Real Madrid hat an diesem Tag phänomenal guten Fußball gespielt das bestätigten alle Experten. Aber auch die Eintracht hatte für ihre Verhältnisse ein phänomenales Fußballspiel abgeliefert. Server mit charten sagte nach dem Spiel mein erster Gedanke war, dass dieses Spiel ein Schwindel, geschnitten ein Film, weil diese Spieler Dinge taten, die nicht möglich sind. Ebbe Schwartz der damalige UEFA-Präsident sprach vom besten der bisherigen fünf Endspiele und lobte auch die Eintracht. Torschützenkönig wurde Ferenc Puskas mit 12 Toren