Fussballjahr 1931

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Hallo Fußballfreunde! Herzlich willkommen zur letzten Folge meiner Serie Fußball History in dieser Woche. Bevor wir uns heute um das Jahr 1931 kümmern habe ich eine kleine Bitte 👏 an euch. Es schreiben mir immer wieder Leute, wie gut sie diese Beiträge finden, allerdings ist die Anzahl an likes in den letzten Tagen eher etwas rückläufig gewesen. Deshalb würde ich euch wirklich bitten, wenn euch meine Beiträge gefallen, dann gib dem ganzen ein Like, mir geht es da jetzt nicht irgendwie um mich selbst ich verdiene da kein Geld mit oder so, aber dann wird es auch mehr Leuten angezeigt und dann motiviert es mich auch noch mehr zu machen. Auch heute schauen wir wieder nach Deutschland, auf die Nationalmannschaft, nach England, Spanien Italien und Frankreich. Heute haben wir unter anderem einen Skandal in Deutschland.

Anfang der 30er Jahre waren wir weltpolitisch gesehen in einer Wirtschaftskrise, das betraf auch den Fußball, denn so gingen die zuschauerzahlen doch deutlich nach unten. Der Fußball in Deutschland lebte immer noch nach dem Amateur Ideal des DFB, aber es war mittlerweile nicht unüblich, dass bei den großen Vereinen Handgeld bezahlt wurde. Dazu zählten z.B Hertha BSC, Eintracht Frankfurt und Nürnberg. Die meisten regionalverbände haben das dann auch toleriert und ein Auge zugedrückt, der westdeutsche allerdings nicht und deshalb gab es da richtig Ärger für Schalke 04 am Ende musste Schalke sogar in die damals zweitklassige Ruhrbezirksliga absteigen, allerdings nur für ein halbes Jahr, aufgrund von Protesten von Fußballfans aus ganz westdeutschland wurde die Strafe nach einem halben Jahr aufgehoben. Traurig ist die Geschichte allerdings trotzdem, denn Willi Niers, der damalige Finanzobman von Schalke ertränkte sich im Rhein-Herne-Kanal nach dem ersten Urteil aufgrund von Schuldgefühlen.

Kommen wir zum sportlichen. 16 Teams waren bei der Endrunde an der Deutschen Meisterschaft dabei und die allermeisten waren früher schon einmal dabei. Das waren der SV Prussia Samland Königsberg, der VfB königsberg, Beuthener SuSV, Hertha BSC Berlin Tennis Borussia Berlin, der Dresdner SC, SpVgg Leipzig Lindenau, der Hamburger SV, Holstein Kiel, Fortuna Düsseldorf, der Meidericher SV, SpVgg Fürth, Eintracht Frankfurt und TSV 1860 München. Es gab lediglich zwei Neulinge das war zum einen der VfB Liegnitz. Dieser Verein war 1919 gegründet worden und hatte zunächst keine eigene Spielstätte. In seiner Geschichte schaffte es der VfB sieben Mal in die Endrunde um die südostdeutsche Meisterschaft, die in diesem Jahr erfolgte Teilnahme an der Endrunde zur deutschen Meisterschaft sollte allerdings einmalig bleiben. Mit Ende des zweiten Weltkrieges endete die Existenz dieses Vereins. Der zweite Neuling ist ein Verein, den glaube ich die allerwenigsten schon mal gehört haben es ist der VfB 03 Bielefeld. Und um das gleich vorwegzunehmen, dieser Verein hat absolut nichts mit der Arminia zu tun. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde dieser Verein immer unerfolgreicher, konnte sich lediglich 1980/81 einmal für den DFB-Pokal qualifizieren, dort unterlag man dem VfB Friedrichshafen mit 1:3. 1999 fusionierte man dann mit der SpVgg Fichte Bielefeld zum VfB Fichte bielefeld. Dieser Verein ist im Moment in der Bezirksliga. Im Achtelfinale gewann der HSV in Beuthen 2:0. Bielefeld unterlag in Dortmund der Hertha 2:5. Tennis Borussia besiegte zu Hause Liegnitz 6:1. Königsberg verlor zu Hause 1:8 gegen den Dresdner SC. Kiel setzte sich zu Hause 3:2 gegen Prussia Samland Königsberg durch. Fürth gewann in Leipzig 3:0. Düsseldorf unterlag in einem Heimspiel Frankfurt 2:3 nach Verlängerung. Und die Münchner Löwen besiegten Meiderich 4:1. Im Viertelfinale gewann der HSV in Altona 2:0 gegen Frankfurt. Hertha BSC konnte sich in Berlin 3:1 gegen Fürth durchsetzen. Dresden verlor zu Hause 3:4 gegen Kiel. Und 1860 gewann in Frankfurt 1:0 gegen Tennis Borussia. Im Halbfinale gewann Hertha BSC 3:2 nach Verlängerung in Leipzig gegen den HSV und 1860 besiegte in Duisburg Kiel mit 2:0. Das Finale fand am 14 Juni 1931 in Köln vor 50000 Zuschauern statt. Hertha BSC traf auf die Münchner Löwen. Das Team aus Bayern erwischte den besseren Start. Otto Oeldenberger war bereits nach 24 Minuten erfolgreich. Johannes Sobek konnte eine Minute vor der Halbzeit ausgleichen, doch noch vor der Halbzeit traf Ludwig Lachner zur erneuten Führung der Löwen. Ludwig Lachner sollte in den 50er Jahren mal Trainer beim VfL Wolfsburg werden. Johannes Sobek konnte für die Berliner erneut ausgleichen in Minute 75. Er war damals sicherlich der absolute Star bei Hertha BSC. Von 1959 bis 1963 sollte er seine Berliner Hertha auch trainieren und 1965 war er kurze Zeit notvorsitzender konnte aber den zwangsabstieg nicht verhindern. Die Entscheidung fiel eine Minute vor dem Ende, Willi Kirsei konnte das entscheidende Tor für die Berliner schießen. Er wurde mit sieben Toren auch Torschützenkönig. Hertha BSC war zum zweiten Mal hintereinander Meister geworden, allerdings sollte dies auch der letzte große Titel bleiben, das einzige was es danach noch gab waren zwei Ligapokalsiege Anfang der 2000er Jahre. In England gab es im Kampf um die Meisterschaft keine Spannung. Arsenal holte den Titel mit sieben Punkten Vorsprung und erzielte dabei 127 Tore, hatte aber nicht die beste Offensive der Liga, Aston Villa hatte als Vizemeister sogar 128 Tore. Was dem Titelkampf an Spannung fehlte, machte der Abstiegskampf zumindestens teilweise weg. Manchester United war frühzeitig abgestiegen, doch um den letzten Abstiegsplatz gab es ein Fernduell am letzten Spieltag. Blackpool hatte zwei Punkte Vorsprung auf Leeds United, aber die wesentlich schlechtere Tordifferenz. Und Leeds tat, was es tun konnte. Man setzte sich zu Hause 3:1 gegen Derby durch. Blackpool brauchte also zumindestens ein Unentschieden im Heimspiel gegen Manchester City. Jack Oxberry und Albert Watson brachten Blackpool 2:0 in Führung. Doch City konnte noch vor der Halbzeit durch Bill Ridding und Ernie Toseland ausgleichen. Hätte Manchester City ein drittes Tor geschossen, hätte Leeds United die Klasse gehalten, doch das taten sie nicht. So blieb Blackpool drin Torschützenkönig wurde mit 49 Toren Tom Waring. Er spielte damals für Aston Villa. Den FA Cup gewann West Bromwich Albion. Im Finale besiegten sie Birmingham City 2:1. William Richardson wurde mit zwei Toren zum Helden von WBA. In Spanien gab es eine hochspannende Saison. Um die Meisterschaft kämpften gleich vier Teams, Athletic Bilbao, Racing Santander, Real Sociedad und der FC Barcelona. Alle vier Lagen vor dem vorletzten Spieltag innerhalb von zwei Punkten. Barcelona verabschiedete sich als erstes aus dem Titelrennen. Ein Unentschieden in Alaves war zu wenig. Für Alaves war es übrigens Gold wert, denn weil zeitgleich Europa bei Arenas der Gexto verlor, war der Klassenerhalt geschafft. San Sebastian vergeigte seine Titel Chance durch eine Niederlage bei Real Madrid, dass ansonsten eine mehr als enttäuschende Saison spielte. Da auch Santander bei Real Union Irun eine Niederlage einstecken musste, konnte Bilbao mit einem Sieg Meister werden. Übrigens schaffe Irun mit diesem Sieg den Klassenerhalt. Bilbao musste nun nur noch bei Espanyol Barcelona am vorletzten Spieltag gewinnen um den Titel abzusichern. Und das gelang ihnen mit einem überzeugenden 4:0-sieg. Zwar hätten Santander und San Sebastian am letzten Spieltag nach Punkten noch gleich ziehen können (was sie übrigens auch taten), doch in Spanien zählte eben der direkte Vergleich. Bilbao hatte gegen San Sebastian 6:1 gewonnen und 0:1 verloren. Gegen Santander hatten die Basken das Hinspiel sogar 4:1 verloren, das Rückspiel aber 7:1 gewonnen. Die Stärke von Bilbao war ganz klar die Offensive, in 18 Spielen konnten 73 Tore erzielt werden. Überragend in dieser Offensive war Bata. 27 Mal netzte der Stürmer. Insgesamt sollte er in seiner Zeit für Bilbao in 118 spielen 108 Tore schießen. In Italien holte sich Juventus den Titel. Mit einem Sieg über Inter Mailand am vorletzten Spieltag machte Juventus endgültig alles klar. Mumo Orsi schoss das entscheidende Tor zur Meisterschaft. Spannend war dagegen der Abstiegskampf. Drei Teams waren am letzten Spieltag noch gefährdet und nur eines sollte den Klassenerhalt schaffen. Der AC Legnano war letzter und hatte aufgrund des schlechten Torverhältnis kaum eine Chance. Nur ein hoher Sieg hätte sie retten können, es gab tatsächlich einen 2:0 Erfolg über Neapel, aber nur wenn Livorno und Casale sehr hoch verloren hätten, hätte das gereicht. Livorno war vor dem letzten Spieltag punktgleich mit Casale hatte aber das schlechtere Torverhältnis und holte ein Unentschieden gegen Juventus Turin. Damit war Legnano definitiv abgestiegen. Livorno musste nun hoffen, dass Casale zu Hause gegen den AC Mailand verliert. Und zunächst gab es Hoffnung, denn Milan ging tatsächlich in der dritten Minute durch Giulio Rossi in Führung. Casale kam aber zum schnellen Ausgleich nach 16 Minuten durch Pierto Castello. Luigi De Marchi brachte den Abstiegskandidaten nach 50 Minuten sogar in Führung. Doch dann mussten sie noch einmal zittern, Milan konnte durch Mario Magnozzi ausgleichen. Doch erneut Luigi De Marchi sorgte mit seinem Tor endgültig für den Klassenerhalt von Casale. Livorno musste runter. Torschützenkönig wurde Rodolfo Volk. Einige spannende Geschichten, er kam gebürtig aus Kroatien, hat dann seinen militärdienst in Italien in Florenz absolviert, durfte dann aber offiziell nicht für den AC Florenz spielen über dieses Verbot hat er sich dann eigenmächtig hinweggesetzt und später ist er dann zum AS Rom gewechselt. Man kann ihn durchaus als Legende bezeichnen, denn er hat im Dezember 1929 das erste Tor in der Geschichte des Derby Della Capitale, dem Derby zwischen der Roma und Lazio erzielt. In Frankreich gab es noch immer keinen offiziellen Meister, aber ich kann euch versprechen ab 1933 wird es dann einen geben. In diesem Jahr gab es quasi zwei inoffizielle, das eine war der FC Sochaux, der den so genannten Coupe Sochaux gewann. Dieser wurde in allen Zeiten nur zweimal ausgespielt. Und dann gab es natürlich noch den französischen Pokal wo wir wieder ins Halbfinale gehen. Der SO Montpellier besiegte AC Cannes 2:1. Club Francis Paris setzte sich gegen Nizza 6:1 durch. Das Finale fand am 3 Mai 1931 vor 30.000 Zuschauern in Colombes statt. Paris war deutlich überlegen und machte bereits in der ersten Halbzeit alles klar. Miklos Boros in Minute 14, Arthur Parkes in Minute 18 und Robert Mercier in Minute 32 schossen einen 3:0 Sieg heraus