Fussballjahr 1960 EM

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Hallo leute! Bevor wir in das erste Wochenende des Jahres geben, was zeitgleich das letzte Wochenende für eine lange Zeit ohne Fußball sein wird, habe ich noch eine frische Folge Fußball History für euch. Und heute mit etwas was wir zum ersten Mal haben, nämlich einer Europameisterschaft. Die erste davon gab es nämlich 1960. Das Turnier wurde damals noch als Europapokal der Nationen bzw Europapokal der Länder ausgespielt. Beschlossen wurde das ganze 1957. Der eigentliche meldeschluss war der 15 Februar 1958, zu diesem Zeitpunkt hatten sich 15 Nationen angemeldet, aber zehn hatten auch abgesagt. Man hatte sich aber schon vorher darauf geeinigt, dass mindestens 16 Teams dabei sein müssen und so beschloss die UEFA, dass man die Meldefrist noch einmal verschiebt. Und so bekam man zwei weitere Anmeldungen. Als potentielle Ausrichter für die Endrunde waren Frankreich und Spanien im Gespräch. Allerdings sollten nur die letzten vier Teams zur Endrunde zugelassen werden. Die großen Nationen wie England, Deutschland oder Italien hatten keine Lust auf dieses Turnier. Bundestrainer Sepp Herberger sagte sogar ziemlich deutlich, man wolle die Zeit zwischen den weltmeisterschaften nicht verschwenden. Die DDR hingegen nahm zumindestens an der ersten Runde teil. Bezüglich der Qualifikation gibt es jetzt zwei verschiedene Lesarten. Es waren ja am Ende 17 Teams dabei, und so wurde eine vorausscheidung zwischen Irland und der Tschechoslowakei gespielt, manche sagen das war die eigentliche Qualifikation, andere sehen auch das Achtelfinale und das Viertelfinale als Teil der Qualifikation, weil ja erst die letzten vier Teams die Endrunde gespielt haben. Für beide sichtweisen gibt es Argumente. In der vorausscheidung traf wie gesagt Irland auf die Tschechoslowakei. Das Hinspiel fand am 5 April 1959 in Dublin statt und so gesehen, ist das das erste Spiel, dass es im Bezug auf eine Europameisterschaft je gegeben hat. Liam Tuhoy und Noel Cantwell sorgten für einen 2:0 Sieg der Iren. Liam Tuhoy hat so gesehen damit das erste Tor geschossen im Rahmen einer Qualifikation zu einer Europameisterschaft, trotzdem gibt es von ihm nicht einmal einen deutschen Wikipedia-Eintrag. Und da ist offensichtlich beim Film Titanic einen Schauspieler mit selben Namen gab, findet man ihn auch auf der englischen Seite erst nach genauerem suchen. Er spielte hauptsächlich in Irland bei den Shamrock Rovers , eine kurze Zeit aber auch in England in Newcastle. Im Moment seines Tores war er sich wahrscheinlich nicht bewusst, was er da gerade eigentlich fabriziert hatte, aber irgendwie mag ich das wenn man so im Nachhinein auf solche vergessenen Helden trifft. Seinem Team hat es übrigens nichts gebracht, denn im Rückspiel siegte die Tschechoslowakei mit 4:0. Im Achtelfinale spielte die UdSSR gegen Ungarn. Das Hinspiel gegen mit 3:1 an die UdSSR. Laut weltfußball waren dabei 100 000 Menschen im Stadion. Und auch in Ungarn konnte sich die UdSSR durchsetzen. 1:0. Frankreich zerlegte Griechenland im Hinspiel 7 zu 1. Just Fontaine , Thadee Cisowski und Jean Vincent machten jeweils einen Doppelpack. Im Rückspiel ließen es die Franzosen ruhig angehen und es gab ein 1:1. Rumänien traf auf die Türkei. Das Hinspiel konnten die Rumänen deutlich mit 3:0 Gewinnen, im Rückspiel wäre den Türken fast ein Comeback gelungen, doch es reichte nur zu einem 2:0 Sieg. Lefter Kücükandonyadis sorgte für beide Tore der Türken. Norwegen bekam es mit Österreich zu tun. In Norwegen setzte sich Österreich durch ein Tor von Erich Hof mit 1:0 durch. In Österreich war Hof zweimal erfolgreich und sorgte dafür, dass Österreich mit 5 zu 2 gewinnen konnte. Jugoslawien spielte gegen Bulgarien. Das erste Spiel konnte Jugoslawien mit 2:0 Gewinnen, im Rückspiel gab es ein 1:1. Die DDR traf auf Portugal. Das Hinspiel in Berlin gewannen die Portugiesen durch Tore von Matatecu und Columa 2:0. Im Rückspiel traf Columa doppelt und die Portugiesen gewannen mit 3:2. Für die DDR trafen Gerhard Vogt und Horst Kohle. Polen spielte gegen Spanien. Im Hinspiel gab es einen Doppelpack von einem Spieler des FC Barcelona und einen von einem Spieler von Real Madrid. Luis Suarez und Alfredo di Stefano sorgten mit ihren Touren für einen 4 zu 2 Sieg der Spanier in Polen. Im Rückspiel konnte Spanien 3:0 gewinnen. Das letzte Achtelfinale fand zwischen Dänemark und der Tschechoslowakei statt. Im Hinspiel führten die Dänen bereits mit 2:0, doch die Tschechoslowakei kam noch zum Ausgleich. Das Rückspiel gewann die Tschechoslowakei dann deutlich mit 5:1, wenngleich sie auch hier zunächst in Rückstand geriet. Titus Bubernik traf für die Tschechoslowakei doppelt. Im Viertelfinale spielte Frankreich gegen Österreich. Just Fontaine machte drei Tore im Hinspiel für die Franzosen und Jean Vincent 2. Für Österreich trafen Walter Horak und Rudolf Pichler. Frankreich gewann das Spiel mit 5:2. In Österreich konnte sich Frankreich 4:2 durchsetzen, hier trafen für Österreich Horst Nemec und Erich Probst. Portugal konnte gegen Jugoslawien im Hinspiel 2:1 gewinnen, in Jugoslawien allerdings setzte es eine 5:1 Niederlage. Rumänien verlor im Hinspiel gegen die Tschechoslowakei mit 0:2. Zu Hause konnte die Tschechoslowakei durch einen Doppelpack von Bubernik sogar 3:0 gewinnen. Die UdSSR und Spanien hätten ebenfalls aufeinandertreffen müssen, doch der damalige spanische Diktator Franco lehnte eine Austragung in der UdSSR ab und diese lehnte ihrerseits wiederum eine Austragung auf neutralen Boden ab. Da die Spanier nicht in der UdSSR antraten, wurden beide Spiele für die UdSSR gewertet und zwar jeweils mit 3:0. Spanien musste zudem eine hohe Strafe bezahlen. Somit waren Frankreich, Jugoslawien, die Tschechoslowakei und die Sowjetunion für das Halbfinale qualifiziert, ab hier wurde dann ausschließlich in Frankreich gespielt. Im Halbfinale traf Frankreich auf Jugoslawien. Milan Galic brachte Jugoslawien in Minute 11 in Führung, doch die Franzosen konnten das Spiel durch Tore von Jean Vincent, Francois Heutte und Maryan Wisnieski zugunsten der Equipe Tricolore drehen. Ante Zanetic sorgte zwar für das 2:3, doch als Frankreich erneut durch Heutte in Minute 62 das 4:2 machte schien die Partie entschieden. In Minute 74 führte Frankreich immer noch mit 4 zu 2. An in Minute 75 traf Tomislav Knez. In Minute 77 war Drazan Jerkovic für den Ausgleich verantwortlich und eine Minute später brachte er sein Team sogar auf die Siegerstraße mit dem 5:4. Somit stand Jugoslawien im Finale. Die Tschechoslowakei spielte gegen die Sowjetunion. Walentin Iwanow sorgte mit einem Doppelpack für die 2:0 Führung der Sowjetunion. Wiktor Ponedelnik erhöhte in Minute 66 auf 3:0. Vielleicht wäre für die Tschechoslowakei noch etwas gegangen, wenn Josef Vojta eine Minute später den Elfmeter, den sein Team zugesprochen bekam verwandelt hätte, doch das tat er nicht. So siegte die Sowjetunion 3:0. Im Spielplatz 3 konnte sich die Tschechoslowakei durch Tore von Bubnik und Pavlovic 2:0 gegen Frankreich durchsetzen. Das Finale zwischen der Sowjetunion und Jugoslawien fand dann am 10 Juli 1960 vor gerade einmal 17.966 Zuschauern in Paris statt. Milan Galic brachte Jugoslawien in Minute 41 in Führung. Slawa Metreweli sorgte in Minuten 49 für den Ausgleich. Dabei blieb es und so ging es in die Verlängerung. Hier war es Wiktor Ponedelnik, der in Minute 114 für den Sieg der Sowjetunion sorgte. Es gibt zu ihm noch eine kleine kuriose Geschichte, sein Name bedeutet im russischen Montag. Der Siegtreffer im EM-Finale fand schon nach Mitternacht statt und somit hat er an einem Montag getroffen und die Zeitungen schrieben dann Ponedelnik sabil w Ponedelnik. Also übersetzt Montag traf am Montag. Insgesamt fünf Spieler, Milan Galic, Francois Heutte, Walentin Iwanow, Drazan Jerkovic und Wiktor Ponedelnik wurden mit jeweils zwei Toren Torschützenkönig