Fussballjahr 1956/57 Europapokal

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Ich wünsche euch einen wunderschönen Dienstag und heute sind wir bei der Europapokalsaison 1956/57. Auch in dieser Saison gab es noch nur den europapokal der Landesmeister, der Europapokal der Pokalsieger kam erst 1960/61 dazu. Den UEFA Cup gab es erst ab 1971/72. 16 Teams nahmen in dieser Saison am Europapokal der Landesmeister teil. Das waren Manchester United, Borussia Dortmund, ZDNA Sofia (heute ZSKA Sofia), Dinamo Bukarest, Glasgow Rangers, OGC Nizza, eska slovan Bratislava, Grasshoppers Zürich, Real Madrid, SK Rapid Wien, Rapid JC Heerlen (das ist heutzutage Roda Kerkrade), Roter Stern Belgrad AC Florenz, IFK Norrköping, Athletic Bilbao und Honved Budapest.. Der BVB hatte übrigens zunächst eine Qualifikation spielen müssen und hätte sich da fast blamiert. Gegen Spora Luxemburg oder das Hinspiel mit 4 zu 3 gewonnen, das Rückspiel aber 2:1 verloren. Es brauchte ein Entscheidungsspiel, erst da fand der BVB zu sich und besiegte den Außenseiter mit 7:0. Dortmund traf in Runde 1 auf Manchester United. Das Hinspiel fand am 17 oktober 1956 im Old trafford statt. United legte los wie die Feuerwehr und führte schnell mit 3:0. Doch der BVB zeigte Moral und kam durch Helmut Kapitulski und Adi Preißler noch auf 3:2 ran. Das Rückspiel im Stadion rote Erde endete mit 0:0 und so war der BVB draußen. Sofia verprügelte Bukarest mit 8:1. Ivan Kolev machte gleich drei Tore. Das Rückspiel konnte Bukarest zwar mit 3:2 gewinnen, aber das reichte natürlich nicht mehr. Die Rangers trafen auf Nizza und beide Spiele endeten mit einem 2:1 Heimsieg. Es brauchte also ein Entscheidungsspiel am 28 November 1956 in Paris und dieses konnte dann Nizza mit 3:1 für sich entscheiden. Bratislava konnte sich im Hinspiel gegen Zürich mit 1:0 durchsetzen, doch die Schweizer konnten das Rückspiel 2:0 gewinnen und kamen doch noch weiter. Titelverteidiger Real Madrid tat sich gegen Rapid Wien überraschend schwer. Zwar konnten die königlichen das hinspielen mit 4 zu 2 gewinnen, doch in Hütteldorf verloren sie 3:1 Ernst Happel traf drei Mal. Alfredo di Stefano sorgte mit seinem Tor immerhin dafür, dass es ein Entscheidungsspiel gab und das war bitter im Rückblick aus Wiener Sicht, denn hätte damals schon die Auswärtstorregel gezählt, die Grün-Weißen wären weiter gewesen. Das Entscheidungsspiel fand dann auch noch in Madrid statt. Real konnte es mit 2:0 gewinnen und Ernst Happel flog sogar vom Platz. Kerkrade unterlag zunächst Belgrad 3:4. Das Rückspiel konnten die Serben mit 2:0 gewinnen. Florenz kam im Hinspiel gegen Norrköping nicht über ein 1:1 hinaus, doch in Schweden konnten sie mit 1 zu 0 gewinnen, Giuseppe Virgili brachte die fiorentina ins Viertelfinale. Bilbao besiegte zunächst Budapest 3:2 und im Rückspiel gab es ein wildes 3:3. Im Viertelfinale traf Bilbao auf Manchester United. Die Basken konnten das Hinspiel 5:3 gewinnen und sagen wie der sichere Sieger aus. Doch Manchester United drehte das Spiel im Rückspiel tatsächlich noch und gewann 3:0. Florenz konnte das Hinspiel gegen Zürich 3:1 gewinnen und er kämpfte sich auch im Rückspiel ein 2:2. Real besiegte Nizza mit 3 zu 0 und 3:2. Belgrad konnte das Hinspiel gegen Sofia 3:1 gewinnen, sie führten bereits 3:0, eher die Bulgaren noch mal verkürzten. Sofia konnte das Rückspiel zwar mit 2:1 gewinnen, doch das reichte nicht mehr. Im Halbfinale traf Belgrad auf Florenz. Maurillo Prini besorgte im Hinspiel in Belgrad in Minute 88 den Sieg für die Fiorentina. Da das Rückspiel ohne Tore endete, waren die Italiener im Finale. Real bekam es mit Manchester United zu tun. Das Hinspiel konnten die Königlichen mit 3:1 gewinnen. Das Rückspiel startete mit einer schnellen 2:0 Führung für Real zur Halbzeit, doch Manchester kämpfte sich immerhin bis auf ein 2:2 zurück. Das reicht jedoch nicht mehr. Das Finale fand am 30 mai 1957 in Madrid im Estadio Santiago Bernabeu zwischen Real Madrid und dem AC Florenz vor 124.000 Zuschauern statt. Florenz konnte lange ein 0:0 halten, erst in Minute 70 war es ein Elfmeter, den Alfredo di Stefano darf zu nutzte, Real in Führung zu bringen. 6 Minuten später konnte Francisco Gento mit dem 2:0 den Deckel drauf machen. Torschützenkönig wurde Dennis Viollet von Manchester United mit insgesamt neun Toren allerdings finde ich die Statistik hier ein bisschen schwierig, weil hier werden die Spiele in der Qualifikation und der hauptrunde zusammengezählt und Alfredo de Stefano, der mit sieben Toren auf Platz drei gelandet ist, hat gar keine Qualifikation spielen müssen also kann man jetzt halten was man will.