Fussballjahr 1958/59 Europapokal
Herzlich willkommen zur vorletzten Folge meiner Serie Fußball history in diesem Jahr. Selbstverständlich wird es hier auch 2026 weitergehen. Heute kümmern wir uns um die Europapokalsaison 1958/59. Auch in dieser Saison gab es nur den Europapokal der Landesmeister. In diesem Jahr waren mit Vorrunde 28 Teams beteiligt. Vier Mannschaften bekamen für die Vorrunde ein Freilos. Das waren Real Madrid, ZDNA Sofia, HPS Helsinki (das ist ein Verein, der zwischenzeitlich sehr abgestürzt ist und teilweise sogar nur in der siebten finnischen Liga spielte) und Wolverhampton Wanderers. Die anderen 24 Teams sollten in der Vorrunde antreten und die 12 Sieger sollten zusammen mit den vier gesetzten Teams dann das Achtelfinale spielen. Standard Lüttich konnte sich ziemlich deutlich gegen Hearts of Midlothian durchsetzen. Das Team aus Belgien konnte nach Rückstand das Hinspiel 5:1 gewinnen und so war die 2:1 Niederlage in Schottland ohne Belang Besiktas Istanbul hätte gegen Olympiakos Piräus spielen sollen, doch die Griechen zogen sich zurück, weil sie sich weigerten gegen eine türkische Mannschaft zu spielen. Das Verhältnis Türken und Griechen war ja nicht immer unbedingt das beste. BSC Young Boys Bern hätte auf Manchester United treffen sollen, doch Manchester verzichtete aufgrund der Katastrophe bezüglich des Flugzeugabsturzes. Dinamo Zagreb traf auf Dukla Prag. Der Verein aus Prag war eine Zeitlang im tschechischen Fußball eine große Nummer, ging dann aber in den 1. FK Pribram auf und wurde später neu gegründet. Das Hinspiel endete mit einem 2:2. Hierbei konnte das Team aus dem späteren Kroatien einen 0:2 Rückstand aufholen. Das Rückspiel konnte das Team aus Tschechien mit 2:1. Hier auch eine kleine Anmerkung, ich habe euch ja schon mal gesagt, ich habe die meisten meiner Informationen aus weltfußball hier muss ich allerdings eine kleine Kritik machen, wenn man dieses Spiel auf der Seite von weltfußball sucht, dann wird schon vom FK Pribram gesprochen, was zur damaligen Zeit aber nicht korrekt war. Jeunesse Esch traf auf den IFK Göteborg. Das Hinspiel konnten die Schweden mit 2:1 gewinnen, doch überraschend holten sich die Luxemburger durch einen 1:0-sieg in Schweden das Rückspiel. Das erforderte ein Entscheidungsspiel und hier setzten sich die Schweden mit 5:1 durch. Der FC Ards aus Nordirland traf auf Stade Reims. Franzosen machten hier kurzen Prozess und gewannen mit 4:1 und 6:2. Im Hinspiel konnte der wunderbare Just Fontaine alle vier Tore schießen, im Rückspiel traf er immerhin zweimal. Karl-Marx-Stadt traf auf den rumänischen Vertreter Petrolul Ploiesti. Im ersten Spiel konnten sich die Sachsen noch mit 4:2 durchsetzen. Willy Tröger, zweimal Kurt Viertel und einmal Siegfried Kaiser waren erfolgreich. Doch das Rückspiel konnten die Rumänen mit 2:0 gewinnen. Es brauchte ein Entscheidungsspiel und dort setzten sich die Sachsen mit 4:0 durch. Willy Tröger war doppelt erfolgreich und außerdem trafen Klaus Zink und Karl Wolf. Atletico Madrid verprügelte den irischen Club Drumcondra. Dieser Verein existiert seit 1972 nicht mehr, war in Irland aber eine Zeit lang ganz erfolgreich, fünfmal Meister fünfmal Pokalsieger. Im ersten Spiel konnte Atletico mit 8:0 gewinnen. Das Rückspiel war ein 5 zu 1 Sieg für Atletico. Ebenfalls ziemlich deutlich setzte sich der MTK Budapest gegen Polonia Bytom durch. Beide Spiele endeten mit 3:0 für die Ungarn. Der FC Schalke hingegen machte es spannend. Gegen KB Kopenhagen gab es im Hinspiel eine 3:0 Niederlage. Doch im Rückspiel gab es einen 5 zu 2 Sieg. Berni Klodt war doppelt erfolgreich außerdem trafen Günter Brocker, Hans Nowak und Helmut Sadlowski. Somit war ein Entscheidungsspiel angesagt. Und dieses konnte Schalke nach Toren von Berni Klodt, Hans Nowak und Günter Siebert 3:1 gewinnen Etwas legendäres gelang dem Wiener Sportclub. Man musste gegen Juventus Turin spielen und das Hinspiel lief nicht besonders gut, die Italiener setzten sich mit 3:1 Omar Sivori machte alle drei Tore für die Italiener. Doch das Rückspiel sollte zu einer Sternstunde werden. Der Wiener sportclub konnte 7:0 gewinnen und viermal war Josef Hamerl der Torschütze auf Seiten der Österreicher. Das letzte Duell konnte Sporting Lissabon mit 4 zu 3 und 2:1 gegen Utrecht für sich entscheiden. Gehen wir ins Achtelfinale Sporting spielte gegen Lüttich. Nach einer knappen 2:3 Niederlage im Hinspiel gab es in Belgien eine 3:0 Niederlage aus portugiesischer Sicht. Der Wiener Sportclub bekam es mit Dukla Prag zu tun und konnte sich im Hinspiel mit 3:1 durchsetzen. Josef Hamerl war wieder erfolgreich. Das Rückspiel gewannen die Tschechien zwar mit 1:0, aber das reichte für die Österreicher. Der MTK Budapest musste sich 1:2 gegen Bären geschlagen geben, das Rückspiel gewannen die Schweizer dann mit 4 zu 1. Ernst Wechselberger was doppelt erfolgreich. Atletico Madrid bekam es mit Sofia zu tun. Nachdem die Spanier das Hinspiel mit 2:1 gewinnen konnten, gelang den Bulgaren im Rückspiel ein 1:0-sieg. Das bedeutete Entscheidungsspiel und hier setzte sich Atletico 3:1 nach Verlängerung durch. Göteborg traf auf Karl-Marx-Stadt. Das Hinspiel in Schweden endete mit einem 2:2. Für die Sachsen waren Jürgen Seifert und Klaus Zink erfolgreich. Das Rückspiel ging dann mit 4 zu 0 an die Sachsen, Klaus Zink und Siegfried Kaiser trafen jeweils doppelt. Wolverhampton traf auf Schalke. In England gab es ein 2 zu 2. Für die königsblauen trafen Günther Siebert und Willi Koslowski. Rückspiel konnte Schalke 2:1 gewinnen. Heinz Kördell und Günther Siebert trafen für die Schalker. Das war schon eine gewisse Sensation, dass die Deutschen die hochbewerteten Engländer schlagen konnten. Real Madrid traf auf Besiktas Istanbul. Im Hinspiel gewann Real 2:0. Alfredo di Stefano flog dabei vom Platz. Das Rückspiel endete 1:1 Im letzten Duell dieser Runde traf Stade Reims auf Helsinki. Im ersten Duell setzten sich die Franzosen mit 4:0 durch, Jean Vincent war gleich dreimal erfolgreich. Das Rückspiel gewannen die Franzosen immerhin noch mit 3:0. Just Fontaine machte zwei Tore. Im Viertelfinale bekam es Lüttich mit Reims zu tun und konnte das Hinspiel 2:0 gewinnen. Doch die Franzosen hatten ja noch ihr Heimspiel, hier stand es bis zur 70 Minute 0:0, dann aber schafften die Franzosen noch drei Tore, zwei davon von Just Fontaine. Und so gewannen sie mit 3:0 und zogen ins Halbfinale ein. Schalke musste gegen Atletico Madrid ran. Und die Spanier waren eine Nummer zu groß. Schon das Hinspiel gegen mit 3 zu 0 an Atletico Madrid. Im Rückspiel gab es ein 1:1. Hans Nowak traf für Schalke. Der Wiener Sportclub spielte gegen Real Madrid und holte im Hinspiel ein 0:0. In Madrid gab es allerdings eine ordentliche Tracht Prügel, Real Madrid siegte 7 zu 1 und 4 Mal traf Alfredo di Stefano. Bern spielte gegen Wismut Karl-Marx-Stadt. In der Schweiz trennte man sich 2:2. Konrad Wagner und Klaus Zink trafen für die Sachsen. Das Rückspiel endete mit 0:0. Hätte damals die Auswärtstorregel gezählt, wäre Karl-Marx-Stadt im Halbfinale gewesen, aber so war es nicht. Es gab stattdessen ein Entscheidungsspiel und in diesem setzten sich die Schweizer mit 2:1 durch, Willy Tröger machte das Tor für Karl-Marx-Stadt. Im Halbfinale spielte Bern gegen Reims. Die Schweizer konnten sich mit 1:0 im Hinspiel durchsetzen. Eugen Meier traf bereits in Minute 15. Doch das Rückspiel holten die Franzosen mit 3:0. Roger Piantoni schoss zwei Tore. Real Madrid traf auf Atletico Madrid. Im Hinspiel drehte Real zu Hause einen Rückstand in einen 2:1 Sieg. Doch Atletico Madrid konnte sich im Rückspiel mit 1:0 revanchieren. Bedeutete auch hier ein Entscheidungsspiel. Alfredo di Stefano brachte real in Minute 16 in Führung, doch Enrique Collar gelang nur 2 Minuten später der Ausgleich. Puskas machte dann in Minute 42 das entscheidende 2:1 für Real Madrid. Das Finale fand am 3 juni 1959 in Stuttgart im Neckarstadion statt. Real Madrid gegen Stade Reims. Das war ja schon 1956 das erste Finale gewesen. Enrique Mateos brachte Real schon in der zweiten Minute in Führung. Und 2 Minuten nach der Pause sorgte Alfredo di Stefano für die Entscheidung zugunsten von Real. 2:0. Torschützenkönig wurde Just Fontaine. Ihm waren zehn Tore gelungen, aber irgendwie muss sich ch das für ihn auch ziemlich blöd angefühlt haben, er war ja schon bei der WM Torschützenkönig gewesen aber eben ohne Titel.