Fussballjahr 1959/60
Herzlich willkommen zur letzten Folge Fußball History im Jahr 2025. Bevor wir heute Abend alle den Wechsel ins neue Jahr feiern, habe ich noch die Saison 1959 1960 für euch. Wir beginnen wie immer in Deutschland. Acht Teams waren bei der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft dabei. Diese Teams wurden auf zwei Gruppen zu jeweils vier Mannschaften aufgeteilt. In der Gruppe A spielten Borussia Neunkirchen, der HSV, der KSC und die Westfalia aus Herne. Vor dem letzten Spieltag hatte der HSV 7 Punkte, der KSC 6 und Neunkirchen 5. Der KSC kam in Herne nicht über ein 2:2 hinaus, damit hätte Borussia Neunkirchen mit einem Sieg beim HSV nach Punkten zu den Hamburgern aufschließen können, doch der HSV gewann deutlich mit 6:0. In der anderen Gruppe spielten Werder Bremen, Köln, Pirmasens und Tasmania Berlin. Der FC konnte sich am vorletzten Spieltag durch einen Unentschieden in Pirmasens durchsetzen. Das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft fand am 25 Juni 1960 in Frankfurt statt. 71.000 Zuschauer wollten das Duell zwischen Köln und dem HSV sehen. Das Team aus der Domstadt konnte nach einer torlosen ersten Halbzeit in Minute 53 durch Christian Breuer in Führung gehen. Doch im direkten Gegenzug sorgte Uwe Seeler für den Ausgleich. Charlie Dörfel brachte den HSV in Minute 81 dann in Führung. Doch der FC hatte in Minute 85 durch Christian Müller eine Antwort. 2:2. Doch im Gegenzug war es erneut Uwe Seeler der in Minute 86 das entscheidende Tor für den HSV machen konnte. Auf Seiten der Kölner hatte übrigens ein gewisser Helmut Rahn gespielt. Torschützenkönig wurde mit 13 Toren Uwe Seeler. Den DFB-Pokal 1960 konnte Borussia Mönchengladbach gewinnen. Im Finale besiegten sie den KSC mit 3:2. Karl-Heinz Mülhausen brachte die Borussia in Minute 5 in Führung, der Ausgleich durch Günter Hermann kam dann in Minute 22.. 3 Minuten später brachte Ulrich Kohn Gladbach wieder in Front doch Walter schwarz konnte für die Badener in der 58 minute ausgleichen. 2 Minuten später sorgte dann Albert Brülls für den Sieg der Gladbacher Borussia. Für die Borussia hatte dieser Erfolg übrigens durchaus positive Auswirkungen, denn so qualifizierte man sich als erste deutsche Mannschaft für den ab der Saison 60 /61 ausgespielten Europapokal der Pokalsieger. Schauen wir in die DDR. Die Meisterschaft war hier frühzeitig entschieden, vorwärts Berlin holte sich souverän den Titel. Am Ende hatten sie 9 Punkte Vorsprung, was in Zeiten der zwei Punkte Regel natürlich noch deutlich dominanter ist. Im Abstiegskampf musste der SC Fortschritt Weißenfels frühzeitig absteigen. Sie konnten dabei kein einziges Spiel gewinnen. Aber eine Sache war in der DDR in diesem Jahr spannend. Die Frage, wer Weißenfels begleiten müsste. Rein mathematisch kamen dafür vor dem letzten Spieltag noch fünf Teams in Frage. Jena konnte mit einem 5 zu 2 Sieg über Halle alles klar machen. Halle war ebenfalls gefährdet, allerdings nur theoretisch sie hatten selbst nach ihrer Niederlage gegen Jena, wenn man die anderen Ergebnisse noch nicht einrichtet, zwei Punkte und zehn Tore Vorsprung. Glückauf Brieske Senftenberg brauchte ein Unentschieden um letzte Zweifel im Kampf gegen den Abstieg auszuräumen und sie konnten gegen Weißenfels sogar gewinnen, lagen allerdings zwischenzeitlich sogar hinten. Einheit Dresden war schon eher gefährdet, um sicher gerettet zu sein, brauchten sie ein Unentschieden. Sie mussten am letzten Spieltag zu Lok Leipzig und verloren dieses Spiel mit 1:0. Das bedeutete zwei Dinge erstens Halle war definitiv gerettet und zweitens die BSG Chemie Zeitz hatte die Chance sich aus eigener Kraft zu retten und bereits ein Unentschieden würde dafür reichen. Doch dazu kam es nicht. Bei Dynamo Berlin verloren sie mit 3:0. Somit war Einheit Dresden gerettet. Torschützenkönig in der DDR wurde in dieser Saison Bernd Bauchspieß von Absteiger Zeitz. Er war 25 Mal erfolgreich. Er sollte dann später zu Dynamo Berlin gehen dann aber wieder zurück nach Zeitz kehren und später noch für Chemie Leipzig spielen. Noch kurz eine Ansage bezüglich der DDR, in der nächsten Folge wo wir eine nationale Saison haben, wird die DDR nicht dabei sein, das liegt einfach daran, dass die nächste Saison die wir machen werden die Saison 1960/61 ist und die DDR hat nach der Saison 1960 , die im kalenderjahr gespielt wurde, auf eine Saison über das kalenderjahr umgestellt. Die nächste Saison in der DDR nach 1960 ist also die Saison 1961/62. Den Pokal holte sich Jena. Im Finale gegen empor Rostock lag das Team aus Thüringen nach Toren von Werner Drews und Herbert Pankau bereits mit 0:2 hinten. Doch Peter Ducke sorgte mit einem Doppelpack in Minute 78 und 90 für die Verlängerung, in der Horst Kirsch das entscheidende Tor für Jena markieren konnte. Die Nationalmannschaft spielte 1960 sieben Spiele. Zunächst gab es einen 2:1 Sieg in Stuttgart gegen Chile. Mit demselben Ergebnis konnte Portugal in Ludwigshafen besiegt werden, es sollte das letzte länderspiel von Helmut Rahn sein. Dann gab es eine Niederlage gegen Irland in Düsseldorf mit 0:1. Island wurde in Reykjavik 5:2 besiegt und in einem Spiel der WM-Qualifikation konnte man sich in Belfast gegen Nordirland mit 4 zu 3 durchsetzen. Ebenfalls im Rahmen der Qualifikation für die WM 1962 gab es einen 3 zu 0 Sieg in Griechenland. Das letzte Spiel im Jahr wurde mit 1:2 gegen Bulgarien in Sofia verloren. Gehen wir nach England. Im Rennen um den Titel kämpften der FC Burnley und Wolverhampton gegeneinander. Vor dem vorletzten Spieltag hatte der FC Burnley einen Zähler Vorsprung. Doch beim FC Blackpool gab es nur ein 1:1. Wolverhampton verlor seinerseits allerdings mit 1 zu 3 gegen Tottenham. Da die Wolves aber das bessere Torverhältnis hatten gab es noch eine kleine Chance auf den Titel am letzten Spieltag. Und sie taten, was sie konnten und gewannen auswärts beim FC Chelsea mit 5:1. Der FC Burnley rettete aber ein 0:0 gegen Fulham was für den Titel reichte. Absteigen mussten zwei Teams. Vor dem letzten Spieltag war Luton bereits sicher abgestiegen, Leeds brauchte ein Wunder und musste zwei Punkte und zehn Tore auf Birmingham aufholen. Zwar konnten sie selber ihr Spiel 1:0 gegen Nottingham gewinnen, aber auch Birmingham gewann. 1:0 gegen Blackburn. Dennis Violett wurde Torschützenkönig und machte 32 Tore für Manchester United. Pokalsieger wurde Wolverhampton. Im Finale gab es einen 3:0-sieg über Blackburn. Mick McGrath unterlief in der 41 Minute ein Eigentor, Norman Deeley machte in Minute 67 und 88 alles klar. Wolverhampton sollte danach nur noch zweimal den ligapokal gewinnen, die große Zeit dieses Vereins war zu Ende. Und wenn kein Wunder passiert, dann wird dieser Verein auch in dieser Saison aus der Premier League absteigen. Setzen wir unsere Reise in Spanien fort. Im Kampf um die Meisterschaft war es in diesem Jahr besonders spannend. Barcelona und Real Madrid waren vor dem vorletzten Spieltag punktgleich und Bilbao hatte mit drei Punkten Rückstand noch eine klitzekleine Chance. Am vorletzten Spieltag konnte Real Madrid mit 4 zu 0 gegen San Sebastian gewinnen und Barcelona gewann 1:0 im Derby bei Espanyol. So starteten beide Teams mit der gleichen Punkt Anzahl in den letzten spielt. Und es war hoch dramatisch, normalerweise zählt bei gleicher Anzahl der Punkte der direkte Vergleich, doch der war ausgeglichen, barcelona hatte zu Hause 3:1 gewonnen, Real in Madrid 2:0. Real hatte das um 2 Tore bessere Torverhältnis. Sie konnten zwar in Las Palmas mit 1 zu 0 gewinnen, durch ein Tor von Bueno, aber sollte das reichen? Barcelona hatte es mit Saragossa zu tun. Gensana, Luis Suarez, Joan Segarra, Eulogio Martinez und Evaristo de Macedo sorgten für einen 5.0 Erfolg der Katalanen, die damit doch noch Meister wurden. Unten mussten die letzten beiden direkt absteigen, die beiden Teams davor in die Relegation. Die direkten Absteiger und einer der beiden relegationsteilnehmer standen vor dem letzten Spieltag fest. Las Palmas und Osasuna mussten runter. San Sebastian in die Relegation. Doch wer würde sie begleiten? Da gab es drei Kandidaten. Saragossa, Valladolid und Granada. Saragossa hat, wie wir ja schon wissen 5:0 gegen Barcelona verloren. Valladolid spielte 1:1 gegen Espanyol. Und weil Granada 1:0 gegen Valencia gewinnen konnte, hatten alle drei Teams 25 Punkte. Und als wäre das alles nicht schon kompliziert genug, kam auch noch dazu dass alle drei Teams ihre jeweiligen beiden heimspiele gegen die anderen gewonnen hatten, und die jeweiligen auswärtsspiele verloren hatten. Am Ende erwischte es Valladolid, weil sie in den direkten Duellen das schlechteste Torverhältnis hatten. Und am Ende war die ganze Aufregung vollkommen umsonst. Valladolid setzte sich in der Relegation ganz locker gegen Celta Vigo durch. Auch San Sebastian konnte die Klasse halten, wenngleich es gegen Cordoba schon deutlich enger war, es brauchte ein Entscheidungsspiel, dass die Basken dann mit 1:0 gewinnen konnten. Torschützenkönig wurde Puskas mit 26 Toren. Spanischen Pokal gewann Atletico Madrid im Finale konnte Erz Rivale Real besiegt werden. Puskas hatte die königlichen zwar in Minute 20 in Führung gebracht, doch nach der Pause drehten Enrique Collar, Miguel Jones und Joaquin Peiro die Partie zugunsten des Teams aus dem Madrider Süden. Weiter geht's in Italien. Im Kampf um die Meisterschaft war es hier nicht besonders spannend, Juventus war frühzeitig durch. Absteigen mussten die letzten drei Teams. Für Genua war frühzeitig alles zu Ende. Doch wer sie begleiten musste, war offen. Am vorletzten Spieltag musste sich Alessandria nach einer Niederlage gegen Inter Mailand verabschieden. Um den dritten Absteiger gab es noch zwei Kandidaten, Udine war bei 27 Punkten, Palermo bei 26. Udinese spielte in seinem letzten Spiel auswärts in Rom 2 zu 2. Palermo hätte mit einem Sieg vorbeiziehen können. Sie spielten gegen Meister Juventus. Das Spiel endete 1:1. Somit musste Palermo absteigen. Torschützenkönig wurde Omar Sivori von Juventus mit 28 Toren. Italienischer Pokalsieger wurde Juventus. Im Finale gegen Florenz brachte John Charles Juve in Führung, doch Miguel Montuori und Dino da Costa drehten das Spiel zugunsten von Florenz, doch erneut John Charles gelang der Ausgleich und damit erzwang er die Verlängerung. Hier war es ein Eigentor von Alberto Orzan, der der alten Dame in Minute 97 den Sieg brachte. Und zum Schluss wie ihr es gewohnt seid gehen wir nach Frankreich. Der Kampf um die Meisterschaft war frühzeitig entschieden, Stade Reims blieb in der französischen Liga die unangefochtene Nummer eins. Absteigen mussten gleich vier Vereine. Bordeaux, Straßburg und Toulon waren bereits frühzeitig abgestiegen, der FC Sochaux hatte zwei spieltage vor Schluss vier Punkte Rückstand und nachdem man am vorletzten Spieltag in Le Havre nicht gewinnen konnte, standen auch Sie als Absteiger fest. Torschützenkönig wurde mal wieder der großartige Just Fontaine. Er konnte 28 Tore schießen. Und bevor wir das Jahr 2025 beenden, habe ich natürlich noch den französischen Pokal für euch. Im Finale traf Monaco auf St. Etienne. Serge Roy brachte die monegassen in Minute fünf in Führung, in Minute 43 gelangen Saint Etienne der Ausgleich durch Gines Liron. In Minute 86 konnte Rene Domingo ST Etienne sogar mit 2:1 in Führung bringen. 2 Minuten später war es Henri Biancheri dem der Ausgleich gelang. Verlängerung. In Minute 103 traf Ludo zur Führung von Monaco. Und erneut Serge Roy sorgte in Minute 114 mit dem 4 zu 2 für die Entscheidung und den Pokalsieg von Monaco. Eine Geschichte gibt es noch, im Achtelfinale musste Sete gegen Limoges antreten und es gab einen Sandsturm. Abgebrochen wurde das Spiel aber nicht