DJK Westfalia 1904 Gelsenkirchen e.V.

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Wie alles begann

Als im Jahre 1904 der Verein katholischer junger Männer eine Sportabteilung gründete, befasste man sich auch mit der Frage, wo für die Fußballer eine Möglichkeit vorhanden ist, diesen damals noch so verpönten Sport zu betreiben. Der Ball war da, aber es fehlte ein Platz. Der Vorstand verhandelte mit einem Landwirt, der ihnen schließlich eine Wiese überließ, auf der die Kicker spielen konnten.

Durch den ersten Weltkrieg wurde der aufblühende Sportbetrieb unterbrochen. Als Fortsetzung der Sportbewegung entstand 1920 der Reichsverband der Deutschen Jugendkraft.

In dieser Zeit wurde dann auch die „DJK Westfalia 04 Gelsenkirchen“ gegründet. Der Erfolg ließ auch gar nicht lange auf sich warten. Mitte der 20er Jahre wurde in der B-Fußballklasse der Meistertitel erkämpft. Ein Jahr später wiederholte sich dieses Ereignis in der A-Klasse und damit war der Aufstieg in die höchste Klasse des DJK Verbandes perfekt.

Westfalia – Mehr als Fußball

Neben dem Fußball entwickelte sich Westfalia 04 auch in anderen Sportarten, wie Turnen, Schlagball und Leichtathletik. Diese Epoche fand ein trauriges Ende, als durch Nationalsozialisten alle kirchlichen Vereinstätigkeiten verboten wurden. Auch die DJK Westfalia 04 wurde durch dieses Verbot aufgelöst, der Sportplatz gesperrt und alle Sportgeräte und das Vereinseigentum beschlagnahmt. Nach langen Verbots- und Kriegsjahren begann ein neuer Abschnitt. Im September 1948 wurde die DJK Westfalia 04 wieder gegründet. Als neues Sportgelände dient seitdem die Anlage Trinenkamp.

Auszeichnung für Jugendarbeit

In den Jahren nach 1975 hat im Schüler und Jugendbereich ein starker Einbruch stattgefunden, der beinahe eine Auflösung des gesamten Vereins zur Folge hatte.

Nachdem die Jugendarbeit lange Zeit am Boden lag, gelang innerhalb kürzester Zeit ein großer Aufschwung. Diese Leistung wurde 1983 mit dem Ehrenpreis der Sepp-Herberger-Stiftung gewürdigt.

Blau-Weiße Gegenwart

Für die Fußballer folgte nach der Jahrtausendwende der Abstieg aus der Landesliga, später sogar auch aus der Bezirksliga. Nach neun Jahren in der Kreisliga A gelang den Blau-Weißen in der Saison 2014/2015 der Aufstieg in die Bezirksliga Staffel 09. In der abgelaufenen Saison 2017/2018 konnte die Westfalia kurz vor Saisonende den Klassenerhalt perfekt machen.

2025
Was sind die Pläne des neuen Sportclubs Westfalia ETuS 04/31? Die Fusion zwischen ETuS Bismarck 31 und Westfalia 04 Gelsenkirchen ist beschlossen! Der Bau eines neuen und modernen Kunstrasenplatzes ebenfalls. „Gute Nachrichten kann man nicht laut genug verkünden“ freuen sich die Vereinsverantwortlichen.

Einstimmiger Beschluss für die Fusion und Vereinsname Unter großer Beteiligung der Mitglieder beider Vereine wurde am 21.03.25 die Fusion der Vereine beschlossen und das nicht nur mit großer Mehrheit – sondern einstimmig in allen Entscheidungen! „Das ist ein guter Start in eine durch Stabilität und Zukunftsfähigkeit geprägte Zukunft, wie er besser nicht hätte sein können“ sagte der zum 1. Vorsitzende gewählte Michael Göllner. Die Zusammenlegung von Ressourcen, wie finanziellen Mitteln, Personal und Infrastruktur wird den neuen Verein SC Westfalia ETuS 04/31 in die Lage versetzen, sportliche und gemeinschaftsfördernde Ziele weiter voranzutreiben. Ein zentraler Vorteil ist die erhöhte Mitgliederzahl, die zu einer größeren Vielfalt an Ideen und Perspektiven führt. Neben Fußball bietet der Verein weitere Sparten wie Tennis, Eltern- Kind-Turnen, Spiel und Bewegung für Mädchen sowie Damen-Gymnastik an. Ein Verein, in dem sich die ganze Familie wohl fühlt. Und genau so fühlt es sich am Trinenkamp an. Wohlfühlatmosphäre in der neben sportlichen Aktivitäten und Ehrgeiz auch Lachen und Gemeinsamkeit nicht zu kurz kommen.

Sportanlage wird ausgebaut Neben dem bereits vorhandenen Rasenplatz entsteht ein moderner Kunstrasenplatz auf dem jetzigen Ascheplatz, so dass die neue Spielstätte eine ganzjährige Nutzung, für die Trainings- und Spielzeiten ermöglicht. Die Stadt Gelsenkirchen erstellt aktuell die Ausschreibung für die Umsetzung des Projekts. Beste Voraussetzungen, die sowohl den Junioren als auch den Senioren ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Ambitionierte Ziele Hans Jürgen Schwarzer ist 2. Vorsitzende des Vereins und kümmert sich auch um den Jugendbereich: „Aktuell spielen bei uns 13 Jugend- und Mädchenteams. Bis hin zur B- Jugend bieten wir den Jugendlichen in Bismarck und Umgebung in allen Altersklassen eine Spielmöglichkeit an. Zur nächsten Saison soll eine neues A Jugendteam unser Angebot komplettieren. Wir möchten möglichst viele Spieler für unsere Seniorenteams selbst ausbilden”.

Im Erwachsenenbereich wird der SC Westfalia ETuS 04/31 in der kommenden Saison mit 3 Seniorenteams und einer Altherrenmannschaft an den Start gehen. „Der Verein hat das Ziel mit der ersten Mannschaft in den überkreislichen Fußball aufzusteigen und die anderen beiden Teams in höhere Tabellenregionen zu führen. Der Zusammenhalt und der bevorstehende Kunstrasenplatzbau macht es für unsere Spieler attraktiv im Verein zu bleiben. Bereits jetzt stellen wir ein vermehrtes Interesse externer Spieler fest, so dass wir schon vor der Fertigstellung des neuen Kunstrasenplatzes mit Neuzugängen für alle Teams rechnen. Der Zulauf wird sich sicherlich noch verstärken“, sagt Michael Göllner.