DJK Eintracht Schalke 1921 e.V.
| DJK Eintracht Schalke 1921 e.V. | |
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| Name | DJK Eintracht Schalke 1921 e.V. |
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Chronik
Die Geschichte der DJK Schalke begann im Jahr 1921. Die Gründung erfolgte in einer Zeit, die noch deutlich von den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen des Ersten Weltkrieges sowie den politischen Umbrüchen nach der Revolution von 1918 geprägt war. Innerhalb der katholischen St.-Josef-Pfarrgemeinde in Schalke hatten sich die katholischen Standesvereine zu diesem Zeitpunkt bereits wieder organisatorisch gefestigt. In diesem Umfeld entstand unter sportinteressierten Jugendlichen der Wunsch, eine eigene katholische Sportgemeinschaft aufzubauen, in der körperliche Betätigung mit den religiösen und gemeinschaftlichen Vorstellungen der Deutschen Jugendkraft verbunden werden sollte.
Die Zahl der Gründungsmitglieder war zunächst vergleichsweise gering. Dennoch entwickelte sich die neu entstandene DJK Schalke bereits in kurzer Zeit zu einer sportlich erfolgreichen Gemeinschaft. Besonders die Fußballabteilung machte früh auf sich aufmerksam. Bereits 1922 erreichte die erste Fußballmannschaft das Endspiel um die DJK-Reichsmeisterschaft. Dort traf sie auf die DJK Katernberg und unterlag mit 0:1 durch einen Elfmeter. Trotz der Niederlage stellte die Teilnahme am Reichsmeisterschaftsfinale einen bedeutenden frühen Erfolg des jungen Vereins dar. Die Mannschaft wurde anschließend als Vizemeister auch innerhalb der Schalker Pfarrgemeinde entsprechend gewürdigt.
In den folgenden Jahren erzielte die Fußballabteilung weitere sportliche Erfolge und entwickelte sich zu einer innerhalb des DJK-Fußballs bekannten Mannschaft. Dennoch kam der Fußballbetrieb nach einer ersten erfolgreichen Phase zeitweise zum Erliegen. Die Vereinsarbeit wurde daraufhin verstärkt auf andere Sportarten ausgerichtet. Zu diesen gehörten insbesondere Schlagball, Faustball und Turnen. Später wurde das Angebot um die Leichtathletik erweitert.
Von besonderer Bedeutung war in dieser Phase die Turnabteilung. Unter der Leitung von Käsler und Ferdinand Strube entstand eine leistungsfähige Turnriege, die regelmäßig bei Veranstaltungen der DJK und anderer katholischer Organisationen auftrat. Ferdinand Strube gründete darüber hinaus eine besondere Nachwuchsgruppe für Jungen im Alter zwischen sechs und sechzehn Jahren. Diese wurde unter der Bezeichnung „Salto-Riege der DJK Eintracht Schalke“ bekannt und trat auch außerhalb des unmittelbaren lokalen Umfeldes auf. Die Gruppe zeichnete sich nach der überlieferten Vereinsdarstellung insbesondere durch anspruchsvolle turnerische und akrobatische Darbietungen aus.
Parallel dazu wurde der Fußballbetrieb erneut aufgenommen. Zwar konnten die frühen Leistungen der Mannschaft zunächst nicht unmittelbar wieder erreicht werden, doch gelang es der Fußballabteilung, sich erneut in höheren Spielklassen zu etablieren. Die erste Mannschaft stieg innerhalb des DJK-Spielbetriebs bis in die Gauklasse auf und erreichte schließlich den Titel eines westdeutschen Landesmeisters. Auch die Fußballjugend konnte Erfolge verzeichnen. Nach der überlieferten Vereinschronik errangen die erste Jugendmannschaft zweimal und die zweite Jugendmannschaft einmal eine Meisterschaft.
Zu einem der bedeutendsten sportlichen Ereignisse der Vereinsgeschichte gehörte das DJK-Reichstreffen des Jahres 1932 in Dortmund. Die Veranstaltung fand in der Kampfbahn Rote Erde statt und hatte für den gesamten DJK-Verband große Bedeutung. Auch Athleten der DJK Schalke nahmen erfolgreich teil. Die Sprinter Paul Genuit, Harry Lichterfeld, Heinz Höpker und Franz Mischiefski gewannen die 4-mal-100-Meter-Staffel und wurden damit DJK-Reichsmeister. Die Staffel erreichte nach der Vereinsüberlieferung eine Zeit von 42,1 Sekunden.
Die sportlichen Erfolge der Jahre zwischen 1926 und 1932 wurden durch eine kontinuierliche Vereins- und Trainingsarbeit ermöglicht. In der Führung des Vereins spielten unter anderem Lehrer Hondele und Paul Lenzen eine wichtige Rolle. Von besonderer Bedeutung war darüber hinaus Vikar W. Kramer, der als geistlicher Beirat tätig war. Seine Funktion verdeutlicht die enge Verbindung zwischen sportlicher Tätigkeit und katholischer Gemeindearbeit, die für die DJK-Vereine dieser Zeit charakteristisch war. Sport wurde innerhalb des Vereins nicht ausschließlich als körperliche Betätigung verstanden, sondern zugleich als Bestandteil einer religiös und gemeinschaftlich geprägten Jugendarbeit.
Diese Entwicklung wurde durch die politischen Veränderungen während der nationalsozialistischen Herrschaft unterbrochen. Die ursprüngliche Vereinsdarstellung beschreibt diesen Zeitraum als das Ende der bisherigen DJK-Arbeit. Eine organisierte Fortführung der katholischen Sportgemeinschaft unter den bisherigen Bedingungen war nicht mehr möglich.
Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges entstanden wieder Möglichkeiten, die Tradition der Deutschen Jugendkraft fortzuführen. In der St.-Josef-Pfarrgemeinde Schalke dauerte es jedoch einige Jahre, bis eine formelle Neugründung zustande kam. Im Jahr 1949 fanden sich schließlich ehemalige Mitglieder der früheren DJK sowie zahlreiche jüngere Sportinteressierte im Gesellschaftshaus „Eintracht“ zusammen und gründeten die DJK Eintracht Schalke neu.
An der Wiedergründung war unter anderem Dechant K. Hengsbach beteiligt. Die neue Vereinsarbeit knüpfte bewusst an das traditionelle Selbstverständnis der DJK an, das körperliche Ertüchtigung und christlich-religiöse Werte miteinander verband. Zum geistlichen Beirat wurde Vikar Seck ernannt, während Hans Pleiss das Amt des ersten Vorsitzenden übernahm.
In der unmittelbaren Aufbauphase konzentrierte sich die sportliche Tätigkeit zunächst vor allem auf den Fußball. Entscheidenden Anteil an der Entwicklung der Fußballabteilung hatten August Kruck, der bereits zu den Mitbegründern der früheren DJK Schalke gehört hatte, und sein Sohn Berni Kruck. August Kruck übernahm die Funktion des Fußballobmanns, während Berni Kruck als Trainer tätig wurde. Durch ihre Arbeit konnte die Fußballabteilung organisatorisch und sportlich vergleichsweise schnell stabilisiert werden. Die Mitgliederzahl des Vereins erhöhte sich bereits innerhalb kurzer Zeit deutlich und erreichte nach Angaben der Vereinschronik etwa das Dreifache des ursprünglichen Bestandes.
Mit dem Mitgliederzuwachs erweiterten sich auch die organisatorischen Anforderungen. In der Vereinsführung kam es zu Veränderungen. Vikar Röer übernahm die Funktion des geistlichen Beirats und verband diese mit seiner Tätigkeit in der Jugendseelsorge. Zum ersten Vorsitzenden wurde Josef Jassner gewählt, der seit der Neugründung bereits als erster Geschäftsführer tätig gewesen war.
Das sportliche Angebot wurde anschließend um Tischtennis erweitert. Eine zunächst gegründete Tischtennisabteilung bestand allerdings nur für einen begrenzten Zeitraum, obwohl sie bereits sportliche Erfolge erzielen konnte. Darüber hinaus entstand eine weibliche Tischtennisabteilung, die sich längerfristig im Verein etablierte.
Der Fußball blieb jedoch die zentrale Sportart der DJK Eintracht Schalke. Zum Zeitpunkt der überlieferten Darstellung verfügte der Verein im Fußball über eine Jugendmannschaft, eine Reservemannschaft sowie eine erste Seniorenmannschaft. Gerade die erste Mannschaft entwickelte sich zu Beginn der 1950er-Jahre besonders erfolgreich.
Im Jahr 1951 belegte die erste Mannschaft in der Kreisklasse den zweiten Tabellenplatz und erreichte dadurch den Aufstieg in die Bezirksklasse. Im selben Jahr gewann sie außerdem die DJK-Stadtmeisterschaft von Gelsenkirchen. Zu den Konkurrenten gehörten unter anderem Grün-Weiß Heßler und Arminia Ückendorf. Im Endspiel setzte sich die DJK Eintracht Schalke mit 5:1 gegen Grün-Weiß Heßler durch.
Auch nach dem Aufstieg in die Bezirksklasse setzte sich die positive Entwicklung fort. Die Mannschaft etablierte sich unmittelbar in der Spitzengruppe und gewann schließlich die Meisterschaft im Bezirk „Industrie“. Mit diesem Erfolg war zugleich der Aufstieg in die Gauklasse verbunden, die zu diesem Zeitpunkt die höchste Spielklasse innerhalb des DJK-Spielbetriebs darstellte. Dieser sportliche Erfolg fiel in das Umfeld des 30-jährigen Vereinsbestehens und wurde innerhalb der Vereinschronik als besonderer Höhepunkt gewertet.
Als wesentliche Voraussetzungen für diesen Aufstieg werden insbesondere die Einsatzbereitschaft der Mannschaft sowie die kontinuierliche Betreuung durch Trainer Berni Kruck und Fußballobmann August Kruck hervorgehoben. Die erfolgreiche Entwicklung der Fußballabteilung beruhte damit sowohl auf der sportlichen Leistung der Spieler als auch auf der organisatorischen und ehrenamtlichen Arbeit innerhalb des Vereins.
Die Geschichte der DJK Eintracht Schalke zeigt insgesamt eine Entwicklung, die durch mehrere Phasen des Aufbaus, der Unterbrechung und der Wiedergründung geprägt war. Nach der Gründung im Jahr 1921 entwickelte sich der Verein zunächst schnell zu einer erfolgreichen katholischen Sportgemeinschaft. Neben dem Fußball spielten insbesondere Turnen, Leichtathletik, Schlagball und Faustball eine wichtige Rolle. Mit der Salto-Riege sowie den Erfolgen in der Leichtathletik und im Fußball erreichte der Verein bereits während der 1920er- und frühen 1930er-Jahre eine über das lokale Umfeld hinausgehende sportliche Bedeutung.
Die politischen Entwicklungen der nationalsozialistischen Zeit unterbrachen diese Vereinsarbeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Tradition jedoch mit der Neugründung der DJK Eintracht Schalke im Jahr 1949 fortgesetzt werden. Besonders die Fußballabteilung entwickelte sich erneut erfolgreich und erreichte innerhalb weniger Jahre mehrere Aufstiege und Meisterschaften.
Kennzeichnend für die Vereinsgeschichte war zugleich die enge Verbindung von Sport, katholischer Gemeindearbeit und ehrenamtlichem Engagement. Die sportliche Förderung junger Menschen wurde innerhalb des Vereins mit einem religiös geprägten Gemeinschaftsverständnis verbunden. Damit erfüllte die DJK Eintracht Schalke über den reinen Wettkampfsport hinaus eine soziale und erzieherische Funktion innerhalb der St.-Josef-Pfarrgemeinde und des Schalker Stadtteils.
Saisonstationen
| Saison | Liga | Platz | gespielt | gewonnen | unentschieden | verloren | Tore | Punkte |
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Persönlichkeiten
Weblinks
Einzelnachweise