Fussballjahr 1959

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Wie kann man besser in die letzten drei Tage des Jahres starten als mit einer frischen folge meiner Serie Fußball History? Wir befinden uns mittlerweile im Jahr 1959. Heute werden wir über die nationale Saison 1959 reden, morgen über die internationale Saison 1959, an Silvester über die nationale Saison 1960, an Neujahr über die internationale Saison 1960 und am Freitag haben wir dann die erste Europameisterschaft. Wir beginnen heute also mit der nationalen Saison 1959 und wie ihr es gewohnt seid starten wir in Deutschland. An der Endrunde zur deutschen Meisterschaft 1959 waren acht Vereine beteiligt. Es waren der HSV, Köln, Eintracht Frankfurt, Kickers Offenbach, Werder Bremen,Tasmania Berlin, der FK Pirmasens und Westfalia Herne. Das waren ja muss ich euch wohl nicht großartig vorstellen, wir kennen alle die Geschichte über den schlechtesten Bundesligisten aller Zeiten. 1973 war der Verein am Ende, es wurde aber ein Nachfolge Verein gegründet, der aktuell in der Oberliga spielt, aber auch schon mal in der Regionalliga war. Westfalia Herne ist ein leider ziemlich abgestürzter Verein aus Nordrhein-Westfalen, aktuell befindet man sich in der westfalenliga 2, das ist die sechste Liga. Das einzige was mir jetzt in der neueren Zeit zur Westfalia einfällt ist B.A. falls ihr nicht wissen solltet was damit gemeint ist, sucht mal bei youtube Westfalia Herne kultfan und dann trefft ihr auf einen Zigarren rauchenden Mann, der mit einer sehr markanten Stimme seine Westfalia anfeuert. Die Teams wurden in zwei Gruppen zu jeweils vier Teams aufgeteilt, in dieser Saison gab es wieder hin und Rückspiel. In Gruppe A waren Frankfurt, Köln, Pirmasens und Bremen. Die Eintracht dominierte ihre Gruppe nach Belieben und konnte alle sechs Spiele gewinnen. Ich kann schon mal vorwegnehmen, ich denke dass die Fans von Eintracht Frankfurt in dieser Woche an meiner Serie sehr viel Spaß haben werden. In Gruppe B spielten der OFC, der HSV, Herne und Tasmania Berlin. Der OFC konnte am vorletzten Spieltag mit einem 3:2-sieg über Tasmania Berlin den Sieg in der Gruppe perfekt machen. Und somit kam es zum Endspiel zwischen Eintracht Frankfurt und Kickers Offenbach, eine der größten Rivalitäten im deutschen Fußball. Gespielt wurde am 28 juni 1959 in Berliner Olympiastadion vor 75.000 Zuschauern. Die SGE erlebte einen Staat nach Maß, Istvan Sztani brachte Frankfurt schon nach einer Minute in Führung. Doch Offenbach war wenig beeindruckt. Engelbert Kraus sorgte in Minute acht für den Ausgleich. Die Eintracht konnte wieder in Führung gehen durch Eckehard Feigenspan. Doch wieder hatte Offenbach eine schnelle Antwort parat, Helmut Preisendörfer sorgte für das 2:2 in Minute 23. Danach fielen in der regulären spielzeit keine Tore mehr. Erst in der Verlängerung brachte erneut Eckehard Feigenspan Frankfurt mit 3:2 in Führung und Istvan Sztani erhöhte in Minute 108 auf 4:2. Siegfried Gast brachte den OFC noch einmal heran auf 4:3, doch erneut Feigenspan besorgte in Minute 119 die Entscheidung zum 5:3 für Frankfurt. Ich muss euch hier mal ein kleines Geständnis machen, ich wusste dass Frankfurt 1959 deutscher Meister geworden ist ich wusste aber nicht dass das gegen Offenbach war. Torschützenkönig wurde, wie sollte es anders sein, Eckehard Feigenspan mit 12 Toren. Und wenn man sieht welchen Anteil er an dieser Meisterschaft hatte, die für die Eintracht ja bis heute die einzige war, kann man schon zu der Überzeugung kommen dass er gegenüber anderen Helden der Vereinsgeschichte wie Jürgen Grabowski, Uwe Bein und anderen ein wenig zu kurz kommt. Den DFB-Pokal gewann ein absoluter Außenseiter. Die Rede ist vom ETB Schwarz-Weiß Essen. Im Finale wurde Neunkirchen 5:2 besiegt. Manfred Rummel brachte mit einem Doppelpack Essen in Führung, Theo Klöckner erhöhte auf 3:0, Horst Trimhold sorgte für das 4:0 und Hubert Schieth für das 5:0. Die Saarländer konnten durch Werner Emser und Rudi Dörrenbächer nur noch verkürzen. In der DDR war der Kampf um die Meisterschaft durchaus spannend. Wismut Karl-Marx-Stadt und Vorwärts Berlin kämpften um den Titel. Am vorletzten Spieltag konnte Karl Marx Stadt gegen den BFC Dynamo 2:1 gewinnen. Vorwärts Berlin besiegte Sachsen Leipzig mit 3 zu 1 und somit ging Karl-Marx-Stadt mit zwei Punkten Vorsprung in den letzten Spieltag, bereits ein Unentschieden würde zur Meisterschaft reichen. Und man holt es sich einen 2 zu 0 Sieg bei Sachsen Leipzig und war damit Meister. Absteigen mussten zwei Vereine. Vor dem letzten Spieltag waren noch drei Teams gefährdet. Einheit Dresden hatte 17 Punkte, Erfurt 16 und Lok Stendal 15. Stendal konnte sein letztes Spiel gegen Glückauf Brieske Senftenberg 1:0 gewinnen und durfte hoffen. Doch weil Erfurt mit drei zu zwei gegen vorwärts Berlin gewann, war Stendal auf jeden Fall abgestiegen. Nun musste Einheit Dresden gewinnen um in der Liga zu bleiben, und sie mussten ausgerechnet nach Jena. Gottfried Matthes besorgte in Minuten 49 den Siegtreffer für Dresden und damit musste Erfurt absteigen. Torschützenkönig wurde Bernd Bauchspieß von der BSG Chemie Zeitz. Ihm gelangen 18 Tore. Im Pokal traf Wismut Karl-Marx-Stadt im Finale auf Dynamo Berlin. Im ersten Spiel fielen keine Tore. Das Wiederholungsspiel konnte Dynamo Berlin dann mit 3 zu 2 gewinnen. Christian Hofmann brachte Berlin in Führung, Willy Tröger sorgte für den Ausgleich, dann brachte Günter Schröter Dynamo wieder in Führung. Doch dann wurde Bringfried Müller auf Seiten der Berliner vom Platz gestellt und Karl-Marx-Stadt schaffte den Ausgleich durch Siegfried Kaiser. Es sprach jetzt eigentlich alles für Karl-Marx-Stadt, doch stattdessen sorgte erneut Christian Hofmann für den Siegtreffer in Minute 67 für die Berliner. Die deutsche Nationalmannschaft spielte 1959 sechs Spiele. Es ging los mit einer Niederlage in Glasgow mit 3:2 gegen Schottland. Dann gab es im Mai ein 1:1 in Hamburg gegen Polen. Die Schweiz wurde im Oktober in Bern 4:0 besiegt, Holland wurde in Köln sogar mit 7:0 abgeschossen. Im November gab es eine 3:4 Niederlage in Budapest gegen Ungarn und 4 Tage vor Heiligabend trennte man sich in Hannover 1:1 von Jugoslawien. In England spielte Manchester United trotz des Schocks nach der Katastrophe von München eine gute Rolle. Zwei spieltage vor Schluss war man nur zwei Punkte hinter Tabellenführer Wolverhampton. Am vorletzten Spieltag unterlagen die Red Devils allerdings Preston mit 0:2. Wolverhampton besiegte seinerseits Leicester mit 3:0 und wurde englischer Meister. Im Kampf gegen den Abstieg war Portsmouth frühzeitig abgestiegen. Vor dem letzten Spieltag mussten noch drei Teams zittern, sie begleiten zu müssen. Manchester City hatte 30 Punkte, Leicester ebenfalls 30 und Aston Villa 29. Leicester sickte mit 2:1 gegen Manchester United und machte damit alles klar. Manchester City und Villa trafen direkt aufeinander, Villa brauchte einen Sieg um den Abstieg noch zu verhindern, doch es gab lediglich ein 0:0 Torschützenkönige wurden Jimmy Greaves vom FC Chelsea und Bobby Smith von Tottenham. Beide trafen 32 mal. Den Pokal gewann Nottingham durch ein 2:1 im Finale in London über Luton. Die Tore machten Roy Dwight und Tommy Wilson, Dave Pacey konnte nur noch verkürzen Weiter geht es in Spanien. Barcelona und Real lieferten sich in diesem Jahr einen spannenden Zweikampf. Zwei spätere Verschluss lag Barcelona zwei Punkte vor real, doch am vorletzten Spieltag spielte Barcelona bei Atletico nur 1:1. Das war die Chance für Real noch mal hier ranzukommen, doch das schafften sie nicht, in Bilbao setzte es eine 4:1 Niederlage. Maguregui war dreimal erfolgreich. Damit war Barcelona am vorletzten Spieltag Meister. Unten mussten die letzten zwei Teams direkt absteigen und die zwei Teams davor in die Relegation. Vigo und Gijon standen schon vor dem letzten Spieltag als absteigerfest. Fünf Teams mussten noch befürchten in die Relegation zu müssen. Las Palmas stand als Teilnehmer bereits fest. San Sebastian hatte 26 Punkte und ein Unentschieden für die definitiv reichen. Sie konnten bei Betis mit 1:0 gewinnen und waren raus aus dem Schneider. Der FC Granada brauchte ebenfalls ein Unentschieden um sicher zu sein, verlor aber in Osasuna 2:1. Das bedeutet zittern. Osasuna war auch ein Kandidat für die Relegation gewesen nach dem Sieg aber in Sicherheit. Der nächste Kandidat war Saragossa, denen hätte ein Unentschieden gereicht, doch es gab sogar einen fulminanten 6:1 Sieg über den FC Valencia. Nun kam es auf den FC Sevilla an. Sie konnten ihr letztes Spiel in Vigo. 1: 0 gewinnen und hat nun genauso viele Punkte wie Granada. Und weil Sevilla den direkten Vergleich gewonnen hatte, musste der FC Granada in die Relegation Doch die überstanden sie ziemlich locker, gegen Sabadell mit 5:0 und 1 zu 1 Las Palmas konnte sich gegen Levante ebenfalls durchsetzen, 2:1 und 1:1 Torschützenkönig wurde mit 23 Toren Alfredo di Stefano. Den Pokal holte sich Barcelona nach einem 4:1 Sieg in Madrid über Granada. Eulogio Martinez brachte Barcelona in Minute 2 in Führung, Sandor Kocsis erhöhte in Minute 10. Arsenio Iglesias traf in Minute 58 für den Underdog, doch justo Tejada und erneut Sandor Kocsis besiegelten den Sieg von Barca. Schauen wir nach Italien Zwei spieltage vor Schluss hatte der AC Mailand drei Punkte Vorsprung auf Florenz und am vorletzten Spieltag machten die Rossonerri den Titel mit einem 7:0 über Udinese perfekt. Carlo Galli traf dreimal in diesem Spiel. Im Kampf gegen den Abstieg sah die Situation für die Teams aus Torino und Triestina vor dem vorletzten Spieltag aussichtslos aus, beide hatten vier Punkte Rückstand, Triestina stieg nach einem 0:0 gegen Vicenza auch endgültig ab. Turino allerdings konnte einen 3:1 Sieg gegen Padova einfahren und weil Udinese so hoch in Mailand verlor betrug der Abstand nur noch zwei Punkte und fünf Tore. Schwierig, aber nicht hoffnungslos. Torino musste am letzten Spieltag bei der Roma unbedingt gewinnen, doch daraus wurde nichts sie verloren mit 4:1. Ein schwacher Trost, auch ein Sieg hätte nichts geändert, Udinese besiegte Vicenza mit 1:0. Antonio Angelillo von Inter wurde mit 33 Toren Torschützenkönig. Den italienischen Pokal holte sich Juventus mit einem 4:1 über Inter. John Charles und Sergio Cervato brachten die alte Dame mit 2:0 in Führung. Mauro Bicicli verkürzte. Omar Sivori und Sergio Cervato stellten den Sieg der alten Dame dann sicher. In Frankreich hatte Nizza am vorletzten Spieltag die Chance aus eigener Kraft mit einem Unentschieden Meister zu werden, verlor jedoch mit 0 zu 3 gegen Angers. Doch weil Nimes auch nicht gewinnen konnte, stand der Titel für Nizza fest. Absteigen mussten gleich vier Teams. Marseille erwischte es in dieser Saison endgültig, sie standen sogar schon sehr frühzeitig als Absteiger fest. In den Jahren zuvor hatte sich OM häufig knapp retten können, diesmal gab es kein Entkommen mehr. Auch Ales musste frühzeitig runter. Der FC Nancy stand vor dem letzten Spieltag ebenfalls als Absteiger fest. Aber eine Entscheidung war noch offen. Lens und Lille mussten ausmachen, wer der letzte Absteiger werden würde. Lens hatte zwei Punkte Vorsprung und eine um 9 Tore bessere Tor Differenz. Mit einem 0:0 gegen Nizza sicherten sie sich endgültig den Klassenerhalt. Torschützenkönig wurde Thadee Cisowski von Racing Paris mit 30 Treffern. Im Finale und den französischen Pokal traf Le Havre auf Sochaux. Jacques Ferrari brachte Le Havre in Front. Doch quasi mit dem halbzeitpfiff unterlief Albert Eloy ein Eigentor zum Ausgleich. Es ging in die Verlängerung und hier konnte der FC Sochaux sogar in Führung gehen als Rene Gardin in Minute 109 erfolgreich war. Le Havre konnte jedoch wieder Antworten durch Hochie Bouchache. Da danach keine weiteren Tore fehlen, braucht es ein Wiederholungsspiel Hier konnte Le Havre durch Jacques Meyer in Minuten 21 in Front gehen und 10 Minuten später erhöhte Frédéric N'Doumbe für das 2:0. Valentin Navarro besorgte in Minute 87 den Endstand von 3:0.