VfL Resse 1908 e.V.

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VfL Resse 1908 e.V.
Name Spielvereinigung Resse 08 e. V.
Abkürzung VfL Resse 08
Logo Vereinslogo
Vorsitz Dennis Bittermann
Gründung 1908
Aufgelöst
Website http://www.vfl-resse-08.de/
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Sitz Resse, Sportanlage an der Autobahn


Der VfL Resse 08 (vollständiger Name: Verein für Leibesübungen Resse 1908 e.V.) ist ein Sportverein aus dem Gelsenkirchener Stadtteil Resse. Der Verein wurde im Jahre 1908 gegründet. Die erste Fußballmannschaft spielte in der Saison 2021/22 in der Kreisliga A2 Gelsenkirchen.

Größte Erfolge

Als Meister der Bezirksklasse stieg der VfL Resse 1948 in die Landesliga Westfalen Staffel 2 Südwest auf und spielte in der Saison 1948/49 auch dort auf Anhieb um die Meisterschaft mit. Nach einigen umstrittenen Spielwertungen durch den Verband sowie einer Niederlage am letzten Spieltag belegte man zum Saisonende dann mit zwei Punkten Rückstand auf den Meister SpVgg Herten immerhin den 3. Platz. Obwohl diese Platzierung sportlich zur Aufnahme in die neu gegründete 2. Oberliga West gereicht hätte, wurde der Verein vom Verband nicht berücksichtigt. Stattdessen wurde die fünftplatzierte Westfalia Herne in die 2. Oberliga aufgenommen. Der VfL musste in der Landesliga verbleiben. In der Folgesaison 1949/50 wurde der Verein in die Staffel 1 Nordost umgruppiert, belegte dort nur den 15. und letzten Platz und musste somit wieder in die Bezirksklasse absteigen.

Der wohl größte Erfolg in der Vereinsgeschichte war die Erringung des Meistertitels der Landesliga Westfalen Staffel 3 in der Saison 1959/60 und der damit verbundene Aufstieg in die Verbandsliga Westfalen Staffel 2 Südwest, die damals höchste Amateurliga für Westfalen. Die Saison 1960/61 beendete der VfL auf dem 12. Platz, dem letzten Nichtabstiegsplatz. In der anschließenden Saison 1961/62 gelang der Mannschaft eine Verbesserung auf den 11. Tabellenplatz und man beendete die Saison damit sogar vor der renommierten Mannschaft von Wattenscheid 09. In der westdeutschen Pokalrunde gehörte man im gleichen Jahr zu den letzten acht im Wettbewerb verbliebenen Amateurvereinen. Zur Saison Saison 1962/63 wurde der VfL wieder einmal in die Staffel 1 Nordost umgruppiert, belegte dort erneut nur den 15. und letzten Tabellenplatz, so dass der Verein nach nur dreijährigem Gastspiel in der höchsten Amateurliga wieder in die Landesliga Westfalen zurückkehren musste.


Gründung und erste Gehversuche

Einleitung :

Fünf Jahre vor der Jahrhundertwende war Resse mit seinen zwei Bauernschaften Eckerresse und Surresse nur ein kleines Kirchspiel mit etwa 1000 Einwohnern. In landschaftlicher Schönheit mit seinen alten Bauernhäusern, den saftigen Wiesen und fruchtbaren Äckern zwischen dem Besitz der reichen Grafen von Buer, Westerholt und Herten mit ihren damaligen großen Waldungen, der Resser Mark und den Emscherbruchwäldern gelegen, wird Resse 1895 durch die Abteufung der Ewaldschächte 3/4 recht unsanft aus seiner ländlichen Ruhe gerissen und entwickelt sich in knapp 10 Jahren zu einem aufstrebenden Industrieort mit etwa 10000 Einwohnern. Die Menschen kamen, angelockt durch die hohen Löhne und Gehälter, die in Gold- und Silbermark gezahlt wurden, aus fast allen Gebieten Deutschlands nach hier und wurden bei 10- bis 12stündiger Tagesleistung überall in dem gewaltigen Arbeitsprozeß der Industrie und des Bergbaues, im aufblühenden Handwerk, Handel und Gewerbe eingespannt. Die Unterbringung der hinzugezogenen Bewohner mit ihren Familien erfolgte in einfachen, aus roten Ziegelsteinen hergestellten Serienbauten, die als sogenannte Kolonien wie Pilze aus der Erde schossen und in der Nähe der großen Werke und Zechen oft weitab von den Ortskernen errichtet wurden.

Resse befindet sich um die Jahrhundertwende, wie alle Orte und Städte in den Wirtschaftszentren in Deutschland, im Zeichen des industriellen Aufblühens. Bei dieser sprunghaften Entwicklung wird der Ausbau guter Straßen und die Schaffung von notwendigen Verkehrsverbindungen stark vernachlässigt; so besteht z. B. von Resse nach Buer direkt weder eine befestigte Straße noch Straßenbahnverbindung. Vom Sport, wie wir ihn heute verstehen, wußte man zu diesem Zeitpunkt noch recht wenig in Resse. Es gab hier weder einen Spielplatz noch eine Turnhalle, wo die Resser Jugend ihren Spielbetrieb in ausreichendem Maße betätigen konnte; ebenso fehlten im Gebiet der 100 Quellen und Börnchen Freibadeanstalten. Dass dies kein Dauerzustand blieb, verdankt die Jugend sportbegeisterten jungen Männern, die mit einem neuen Spiel und einer neuen Idee eine Umwälzung auf dem bisherigen Gebiet der Leibesübungen herbeiführten.

Von der Gründung des Resser Sportvereins

In den Achtziger Jahren machten englische Studenten und englische Schüler, die auf verschiedenen Universitäten und höheren Lehranstalten ihr Studium absolvierten, die deutsche Jugend mit dem Fußballspiel bekannt. Mit Begeisterung griff sie dieses Spiel auf und schuf sich das große Spiel unseres Volkes, das packendste und wertvollste aller Kampfspiele. Kampf ist das Fußballspiel, Kampf auch sein Werdegang! Dort, wo die deutsche Jugend zuerst mit dem Fußballspiel Bekannschaft machte, erfolgte auch durch Zusammenschluß gleichgesinnter Fußballenthusiasten die Gründung der ersten Sportvereine. Anfang der neunziger Jahre entstanden sie zuerst in Berlin und in Süddeutschland. Etwas später wurden in Westdeutschland u. a. folgende Vereine ins Leben gerufen: Dortmunder Sportklub von 1895. Sp.u.Sp. Schalke 96, Kölner SC von 1899, Düsseldorfer SC 1899, Essener SpV 99 und viele andere mehr.

Fußballsportbegeisterte Jungen aus Resse, Erle, Beckhausen, Buer usw. besuchten die Spiele von Schalke 96 die über ein beachtliches Fußballkönnen verfügten. Das Beispiel dieser Frühgründung fand in Buer und Umgebung bald Nachahmer. So erfolgte 1905 in Beckhausen die erste Gründung des Fußballvereins Preußen Sutum. In Buer wurde 1907 der Ballspielverein Buer 07 aus der Taufe gehoben. Überall entstanden in der näheren und weiteren Umgebung von Resse Sportvereine, die dem König Fußball huldigten.

Man schrieb das Jahr 1908. Durch die Initiative des Fußballpioniers Hubert Schoppmann fanden sich im Frühjahr des Jahres in der jetzigen Wirtschaft Wess fußballsportbegeisterte junge Angestellte, Söhne der Geschäftswelt und Schüler höherer Lehranstalten im Alter von 15 bis 18 Jahren mit kleinem Einkommen ein, denen er die Gründung eines Sportvereins vorschlug. Alle Anwesenden waren "Feuer und Flamme" und stimmten begeistert zu. Nach einigen weiteren Zusammenkünften, wo man sich mit der "Materie' eingehend befaßt hatte, fand die endgültige Gründungsversammlung im Juni 1908 im Klubzimmer der Gaststätte "Germania' beim Wirt Heinrich Schlüter, Ecke Middelicher und Eichenstraße statt. Die Namen jener jungen Männer, die aus begeistertem Herzen an diesem denkwürdigen Tage den Fußballsportverein Resse gründeten, sollen der Nachwelt erhalten bleiben. Es sind: Hubert Schoppmann, Fritz Brüggemann, Willi Mai, Heinrich Merschemke, Julius Reinsch, Willi Vogt, Willi Wege, Johann Wiedemeyer, Theodor Widenka und Isidor Wolf. Sie beriefen Hubert Schoppmann zum 1.Vorsitzenden, Willi Mai zum Schriftführer, Johann Wiedemeyer zum Kassierer und gaben dem aus der Taufe gehobenen Sportverein den Namen "Fußballklub Germania 1908", benannt nach dem Vereinslokal; eine schöne Geste gegenüber dem Vereinswirt, der diesen jungen, sportbegeisterten Vereinsgründern so viel Verständnis entgegenbrachte. Als Sportbekleidung wurde eine schwarze Hose und rotes Trikot mit weißem Kragen und weißen Armelaufschlägen gewählt. Nach vollzogenem "Stapellauf' des "neuen Vereinsschiffchens" fand anschließend nach dem "Taufakt' im internen Kreis der Gründer eine gesellige Feier statt. Willi Wege sorgte für den Humor und Theo Widenka stellte die Hauskapelle. Der von Willi Mai angestimmte Cantus "Im Herbst, wenn's Wetter kühl" klappte vorzüglich wie bei "alten Fußballhasen"; und dabei sollte mit dem eigentlichen Fußballspiel erst der Anfang gemacht werden! - So fand der erste feuchtfröhliche, gesellige Fußball-Kommers statt, dem später noch viele folgen sollten. - Fast zur gleichen Zeit wurde im benachbarten Ortsteil Erle der "Erler Spielverein 08" gegründet.

Mit Aufnahme der Vereinstätigkeit und des Spielbetriebes stellten sich die ersten Schwierigkeiten ein. Nach Einreichung des Antrages um Aufnahme in den West-deutschen Spielverband erhielt der Verein zunächst Spielerlaubnis. Einige Wochen später erfolgte die Ablehnung des Aufnahmeantrages, weil die Bedürfnisfrage für einen dritten Verein neben Erle 08 und Buer 07 verneint wurde; dem Resser Verein wurde der Anschluß mit Buer 07 empfohlen! Diese Ablehnung war bei der weiten Entfernung der in sich abgeschlossenen und selbständigen Gemeinden nicht zu verstehen. Ein zweiter Aufnahmeantrag mit einer Gebietskarte von Buer und einer Richtigstellung der tatsächlichen Verhältnisse hatte Erfolg. Die Aufnahmeurkunde tragt das Datum des 5. 8. 1908 und die Unterschriften der WSV-Vorstandsmitglieder Fugmann und Klose. Das bedeutete die Sicherung der Existenzgrundlage.

Auf eigenen Füßen erfolgte der Schritt ins "Leben". Zunächst aber erfreute sich das Fußballspiel keiner besonderen Sympathie in der Öffentlichkeit. So wollte man auch in Resse von dem "rohen Spiel" nichts wissen; man nahm Anstoß an der Sportkleidung. Das Spielen während des Gottesdienstes hielt man für eine Entheiligung des Sonntags. Den größten Widerstand gegen die Ausübung des Fußballspiels leisteten die Eltern, die Schulen, die Geistlichkeit und die Hüter der öffentlichen Ordnung. Insbesondere verboten die höheren Schulen jede Teilnahme am Vereinswesen und Vereinssport. Viele Schüler höherer Lehranstalten, die in den Gründerjahren in den ersten Mannschaften hervorragende Spiele lieferten, berichten noch heute darüber, wie schwer sie es hatten, sich an den Wettkämpfen zu beteiligen, weil diese Teilnahme, wenn sie bekannt wurde, ihr Studium und ihren künftigen Beruf gefährdeten. Deswegen spielten viele Schüler unter einem Pseudonym. Wie überall war die Beschaffung eines geeigneten Sportplatzes in Resse mit größten Schwierigkeiten verbunden. Nicht weniger als achtmal verlor der Resser Sportverein in den ersten 20 Jahren nach der Gründung seinen Platz bzw. mußte ihn wieder für besondere Zwecke hergeben, so daß im wahrsten Sinnes des Wortes der Verein von 1908 bis 1928 einen schweren Kampf um seine Existenz geführt hat. Der mehrfache Verlust des Sportplatzes und die damit verbundenen Ruhepausen im sportlichen Übungsbetrieb hemmten die sportliche Entwicklung des Vereins immer wieder und verhinderten die als Ziel gesteckte Breitenarbeit zur Erfassung eines größeren Kreises der Resser sportbegeisterten Jugend und damit auch die als Ziel gesteckte Aufwärtsbewegung. Der Verlust an ideellen und materiellen Werten in dieser Zeit der lähmenden Sportplatznot kann wohl erwähnt, aber zahlenmäßig nicht angegeben werden. Die verantwortlichen Männer im Staat und in den Gemeinden brachten in dieser Zeit der jungen Sportbewegung nicht das notwendige Verständnis entgegen und versagten den Vereinen fast jede Hilfe bei der Pachtung oder dem Erwerb von Gelände zur Ausübung der Rasenspiele und Leichtathletik. So wurden auch vom Vorstand wiederholt eingereichte Gesuche an die Gemeindeleitung und auch an höhere Instanzen um Vermittlung bei der Beschaffung eines geeigneten Geländes zur Anlage eines Sportplatzes abgelehnt.

Ein schwieriges Problem war bei den kleinen Gehältern und Löhnen der jungen Mitglieder die Lösung der Ausrüstungsfrage. Hier fanden sich schon Gönner und Förderer, die gelegentlich einen Fußball oder Trikots spendeten. - Die Beschaffung der Torpfosten und Querlatten für zwei Fußballtore war bei den "guten Beziehungen", die man auf diesem Gebiet besaß, ein leichter zu lösendes Problem. Die Auf und Abmontierung besorgten die Spieler selbst, ebenso die Pflege der Fußbälle. Vorstand und Mitglieder betätigten sich aktiv als Fußballspieler.

Entstehung, Wachsen und Wirken des VfL Resse 1908 e.V.

Aufnahme des Trainings auf Behelfsplätzen

Das Fußballtraining begann auf der von Wäldern umgebenen Wiese zwischen Ahorn- und Lärchenstrasse. Weil der Platz, der bisher schon von dem Resser Turnverein benutzt wurde, nicht die vorgeschriebenen Mindestmaße für einen Fußballplatz besaß, wurde zunächst auf ein Tor geschossen. Ab und zu stellten sich Buersche und Hertener Spieler als Gäste ein, wie Hans Vittinghoff , Feldberg, Adamczak, Rudolf Wernsing, Hans Terfeld, Ferdi Hoffmann, Alfred Agaziak u. a., die als Fußballkönner die Resser mit der Ballbehandlung und Balltechnik vertraut machten.

In Ermangelung eines eigenen geeigneten Sportplatzes riskierte man nach Erlernung der Änfangsgründe und Ballbehandlung die Austragung von Spielen auf fremden Plätzen. Es wurden Freundschaftsspiele gegen Beckhausen 05, Buer 07, Erle 08, Herten 07, Viktoria Recklinghausen u. a. ausgetragen. Doch gingen die meisten Spiele verloren. Erst mit der neuen Spielerverstärkung durch Buersche Pennäler, für die in Buer Spielverbot bestand, und durch einige Spieler aus Herten, wie Agaziak, Kasten, Segatz und Willi Brune, wuchs die eigene Spielstärke, und es wurden in der nachfolgenden Zeit achtbare Erfolge erzielt.

Vorübergehend pachtete der Verein die Weide bei Lindgens Kreuz. Hier ereignete sich ein Zwischenfall mit einem Hüter der öffentlichen Ordnung. Während eines Fußballspieles an einem Sonntagnachmittag nahm er den Fußball mit und gab als Grund für diese Maßnahme die Störung des Nachmittagsgottesdienstes an. (Die Kirche liegt ca. 500 Meter von der Weide entfernt.) Eine Eingabe an den Herrn Kultusminister in Berlin klärte diese Angelegenheit zugunsten des Vereins für alle Zukunft. - Einige Wochen nach diesem Vorfall wurde dem Verein die Erlaubnis zur weiteren Benutzung der Weide an Lindgens Kreuz entzogen. Resse 08 war wieder ohne Platz! Der Spielbetrieb mußte eingestellt werden. Das war ein harter Schlag.

Schaffung einer eigenen Sportplatzanlage zwischen Luisen- und Waterloostraße

Da entschloß sich der Vorstand zur Schaffung eines eigenen Sportplatzes. Das war in jener Zeit ein unerhörtes Wagnis! Der Verein, dessen Vorsitz 1910 Kaufmann Josef Höfer übernommen hatte, pachtete vom Landwirt Ressemann ein Gelände zwischen der heutigen Luisen- und Waterloostraße, das mit niedrigen Birken und allerlei Gestrüpp bewachsen und von vielen Entwässerungsgräben durchzogen war. Hier sollten nun endlich die Voraussetzungen für einen gedeihlichen Sportbetrieb geschaffen werden: Die Herrichtung eines eigenen Sportplatzes, die dadurch bedingte Hebung der Spielstärke und die Aufnahme der Breitenarbeit durch Aufstellung weiterer Mannschaften und Pflege der Leichtathletik. Das mitleidige Lächeln kluger Besserwisser wurde durch die Zähigkeit des Vorstandes, durch die Einsatzfreude und Opferbereitschaft der Mitglieder und Freunde des Vereins entkräftet. Mit Schüppen, Spitzhacken, Äxten und Beilen zogen sie in ihrer Freizeit zum Sportplatzgelände. Unter der Anführung von Willi Brune, Erich Ahlemeyer und Theo Widenka wurde in wochenlanger Arbeit das Gelände abgeholzt, gerodet, eingeebnet und zu einem für die damaligen Verhältnisse brauchbaren Sportplatz hergerichtet.

Zum Einweihungsspiel 1911 verpflichtete man eine Militär-Fußball-Mannschaft, die "Hacketäuer" 5/16 aus Köln-Mülheim. Dieser Tag muß als ein Markstein in der Resser Sportgeschichte festgehalten werden. Die bisher uninteressierte Bürgerschaft war vollzählig vertreten. Fußballspielende Soldaten! Dieses Spiel mußte man sich ansehen! Wegen der fehlenden Umzäunung übernahm die Freiw. Feuerwehr in anerkennenswerter Weise den Ordnungsdienst. Holzpfähle mit dicken Tauen grenzten das Spielfeld ab. Platzkassierer mischten sich unter die Besucher, um -,30 Pfennig Zuschauergeld als freiwilligen Beitrag von den zahlungskräftigen Zuschauern zu kassieren.

Das Spiel gewann die Resser Mannschaft mit 7:4 Toren; es erfüllte in jeder Beziehung seinen Werbezweck. Der Bann war gebrochen, das Interesse an dem schönen Fußballspiel geweckt und manches Vorurteil beseitigt worden. Noch dem Spiel verbrachten die schneidigen Soldaten einige gesellige Stunden im Kreise der Resser Sportfreunde und Bürgerschaft im neuen Vereinslokal Wieland an der Middelicher Straße.

Einige Wochen später trug die Resser Mannschaft ein weiteres Propagandaspiel gegen die Militär-Fußball-Mannschaft der 22er Artillerie Münster aus, dem ebenso wie bei dem vorigen Spiel ein sehr interessiertes Publikum als Zuschauer beiwohnte, aber wider Erwarten 4:3 verlorenging.

1911 traten einige wichtige Ereignisse ein, welche sich auf die weitere Entwicklung des Ortsteils Resse und seines Sportvereins im Laufe der nächsten Jahre intensiv auswirkten. Unter Einbeziehung der kranzartig um Buer gelegenen Orte Resse, Erle, Sutum, Beckhausen, Scholven, Hassel und Bülse erhielt die Bürgermeisterei Buer Stadtrechte. Resse wurde damit ein Stadtteil von Buer. Der Sportverein konnte hoffen, in Wahrung seiner berechtigten Interessen bei der neuen Stadtverwaltung mehr Gehör zu finden als bisher.

Auch im Sportverein traten Veränderungen ein. Der bisherige 1. Vorsitzende, Kaufmann Jos. Höfer übergab aus beruflichen Gründen den Vorsitz an Lehrer Aug. Strathaus. Geschäftsführer Willi Mai schied wegen Anstellung bei der Gewerkschaft Bismarck in Erle aus und übernahm die Geschäftsführung in Erle 08. Der Verein änderte seinen Namen in Sp. u. Sp. Resse 08.

1913 fand in Resse in Anwesenheit des Herrn Ersten Bürgermeisters Russel von Buer, des Vertreters der Zeche Ewald, Herrn Inspektor Brinkmann, weiterer Vertreter von Behörden und Verbänden und der zahlreich anwesenden Bürgerschaft auf dem Marktplatz die Einweihung des Jubiläumsbrunnens statt. Der Resser Sportverein nahm mit Buer 07, Erle 08 und Herten 07 durch eine Läuferstaffel an der Veranstaltung teil und wurde 2. Sieger.

Verlust des selbstgebauten Sportplatzes auf städtischem Pachtgelände an der Schule Middelicher Straße

im Frühiahr 1913 verlor der Verein seinen selbsthergerichteten Sportplatz an der Waterloostraße für den Ausbau dieser Straße und für die Errichtung einer Kolonie. Die neue Stadtverwaltung Buer verpachtete dem Verein ein früheres Kleingartengelände neben der Schule Middelicher Straße, Oemkenstraße und Fichtenstraße. Es handelte sich um einen Behelfsplatz mit einer unebenen und welligen Decke, die nicht planiert wurde. Immerhin konnte hier das Training stattfinden. Der Platz lag denkbar ungünstig direkt neben der Schulmauer, an einer Verkehrsstraße und zwei weiteren, von Fußgängern oft begangenen, unausgebauten Straßen. Es gab viel Ärger. Der Ball flog oft über die Schulmauer und zertrümmerte Fensterscheiben der Schule, die zu nahe an der Mauer stand, oder er sauste auf die Verkehrsstraße und gefährdete Fahrzeuge und Passanten.

Verlust des Sportplatzes

1916 vergab die Stadt den Sportplatz wegen der Ernährungsschwierigkeiten den Kleingärtnern. Resse besaß abermals keinen Sportplatz mehr.


Die zwanziger Jahre

Beginn der 20er Jahre

Im November 1918 war das harte Ringen eines vierjährigen Krieges beendet, das Kaiserreich gestürzt! Revolution in Deutschland! Wenn auch der Zusammenbruch zunächst schwer auf allen lastete, so war der Lebensmut ungebrochen. Die damalige Jugend resignierte nicht; sie suchte einen Ausgleich durch Betätigung in allen Sparten der Leibesübungen. Der Sportgedanke war wachgeblieben und marschierte. Ein ungeahnter Zustrom von Jugendlichen, die schwere Zeiten und eine freudlose Jugendzeit hinter sich hatten, stieß zu der aus dem Kriege zurückgekehrten Vorkriegs- und Kriegsjugend.

1919: Spiel und Sport Resse 08 auf Beckmanns Weide an der Eichenstraße

Unter Führung der früheren Mitglieder Adam Wysk und Karl Burbulla wurde im Frühiahr 1919 der Spielbetrieb auf Beckmanns Weide an der Eichenstraße wieder aufgenommen. Spielführer August Zagarzewski, ein alter Kämpe aus der Vorkriegsmannschaft, formte aus den Spielern Gebr. Rohmann, Gebr. Kania, Edi Doerk, Gebr. Büttel, Gebr. Truchel eine spielstarke Mannschaft. Den Vorsitz übernahm Lehrer Rio. - Der Spielbetrieb beschränkte sich auf die Austragung von Freundschaftsspielen mit Nachbarvereinen, weil die Neuorganisation des Westd.Spielverbandes durch den großen Zuwachs der Mitglieder noch nicht vorlag.

Anfang Juni 1920 stellte sich der frühere 1. Vorsitzende Fritz Rönker nach Heilung eines Kriegsleidens mit seinem Sportkameraden Jos. Kevenhörster dem Verein wieder zur Verfügung. Mit ihnen stießen eine Anzahl Lehrer beider Konfessionen und viele Sportinteressenten aus allen Berufskreisen des Mittelstandes zum Verein. In der außerordentlichen Generalversammlung am 13. 6. 1920 nahm man auf Vorschlag von Fritz Rönker von einer Vorstandswahl Abstand, wählte eine Kommission von 13 Mitgliedern zur Erledigung der Wiederaufbauarbeit. Die Leitung der Kommission übernahm Fritz Rönker. Seit Frühjahr 1920 stand dem Verein Beckmanns Weide als Sportplatz nicht mehr zur Verfügung. Sp. u. Sp. Resse 08 war wieder ohne Sportplatz.

Das frühere Gründungs- und Vereinslokal hatte seinen Besitzer gewechselt. Herr Hz. Rommeswinkel hieß der neue Vereinswirt, der den Mitgliedern der Kommission zum Aufbau des Vereins seine Hilfe und Unterstützung zusicherte, die er auch sofort in die Tat umsetzte. Er pachtete von dem Landwirt Ostrop für den Verein, dem er als Vorstandsmitglied angehörte, im Grünflächengürtel zwischen Erle und Resse, an der Brauckstraße - Oststraße, ein Gelände, auf dem eine Sportplatzanlage mit Laufbahnen angelegt werden sollte. Die umfangreichen Erdbewegungen wurden von allen Mitgliedern freiwillig während ihrer Freizeit mit Hilfe von geliehenen Gleisen und Loren ausgeführt. Nach etwa acht Wochen unterbrach eine mehrwöchige Regenzeit die Arbeiten und verwandelte einen Teil des Geländes wegen der noch fehlenden Drainierung mit Anlage einer Vorflut in einen Sumpf. Die Arbeiten mußten eingestellt werden.

Am 27.6.1920 wurde auf dem Verbandstag in Dortmund die Neueinteilung des Westd. Spielverbandes in fünf Gaue angenommen. Buer und seine Nachbarstädte gehörten zum Ruhrgau. Auf dem Gautag in Essen, am 11.7.1920, erfolgte die Einteilung in drei Kreise. Buer kommt zum Kreis Niederrhein und erhält einen selbständigen Bezirk Buer-Dorsten. Erle 08 wird der Gauliga, Buer 07 der Kreisliga und alle übrigen Vereine der Stadt der A-Klasse zugeteilt. Beginn der Meisterschaftsspiele 12.9.1920.

Inzwischen hatte die Generalversammlung des Vereins am 27. 7. 1920 die von Fritz Rönker vorgeschlagenen Vorstandsmitglieder aus der 13er-Kommission bestätigt: 1. Vorsitzender: Lehrer P. Stüwe; Geschäftsführer: Lehrer J. Kevenhörster; 1. Kassenwart: Bankangest. Hs. Kevenhörster; 1. Schriftführer u. Fußballobmann Lehrer Fr. Rönker; Beisitzer: Hz. Rommeswinkel; Jugendleiter: Lehrer W. Wieland.

Aktiv spielten in der 1. Mannschaft: J. Kevenhörster, Hs. Kevenhörster und Fr. Rönker.

Die Mitgliederzahl erhöhte sich auf 217. Der Bezirks-Ausschuß genehmigte die vorgeschlagene Namensänderung des Vereins "Spiel und Sport Resse 08" in "Verein für Leibesübungen Resse 08". Als Vereinsfarben wurden schwarz-weiß gewählt, als Sportkleidung schwarze Hose und weißes Trikot mit schwarzem Kragen, Einsatz und Armelaufschlägen.

Gründung der Platzgesellschaft - Schaffung des Sportplatzes "Surresse"

Zur Finanzierung der Pacht und des Ausbaues der Sportplatzanlage benötigte der Verein größere Geldsummen. Da weder von der Stadt noch vom Staat Zuschüsse gegeben wurden, schritt er zur Selbsthilfe durch Gründung einer Platzgesellschaft. Auf dem Wege der Schuldverschreibung lieh er sich von Mitgliedern und Sportinteressenten für drei Jahre unkündbares Geld, das mit 5 Prozent verzinst wurde. Fast alle Mitglieder zeichneten Beträge, Hz. Rommeswinkel 10000 Mark. Gesamtergebnis: 15000 Mark.

Für die ausgegebenen Schuldscheine bürgten selbstschuldnerisch mit ihrem Vermögen und Gehältern: 1. Vorsitzender Lehrer Paul Stüwe, 1. Kassierer Bankangest. Hans Kevenhörster, 1. Schriftführer Lehrer Fritz Rönker, 1. Beisitzer Wirt Heinz Rommeswinkel.

Ende September 1920 mußte der Verein die zum größten Teil fertiggestellte Platzanlage an der Brauckstraße endgültig aufgeben, wodurch er alle investierten Gelder verlor. Der Verein stand vor dem Ruin, wenn es nicht gelang, in kürzester Zeit einen Platz zu beschaffen. Dank der zielbewußten Leitung des Vorstandes und dem Entgegenkommen der Familie Melchers, die ihre an der Middelicher Straße gelegene Weide zunächst fünf Jahre dem Verein verpachtete, wurde innerhalb von sechs Tagen durch die Tatkraft des Vorstandes und durch die freiwillige Einsatzbereitschaft der Mitglieder eine schönumzäunte Spielplatzanlage geschaffen, die den Namen Surresse erhielt.

Die 1. Mannschaft spielte in den Jahren ihrer Zugehörigkeit zur A-Klasse von 1920 bis 1927 mit wechselndem Erfolg. Sie lag stets in der Spitzengruppe, schaffte aber nicht die Meisterschaft. Den Beweis ihrer Spielstärke lieferten sie in Freundschaftsspielen gegen klassehöhere Gegner, denen sie knapp unterlag.

1920 Resse 08 Preußen Münster (Gauliga) 2:3

1921 Resse 08 Spiel und Sport Osnabrück (Gauliga) 1:3

Am 13. und 14. 5. 1922 bot der Verein dem Resser Publikum in einer Doppelveranstaltung auf dem Sportplatz und im Saale Rommeswinkel gute Leckerbissen. Die 48 Mann starke Militärkapelle des III Batl./I.R.16 Oldenburg war mit der Militärmannschaft zwei Tage Gast bei VfL Resse 08.

15 jähriges Jubiläum 1923

Am 23.6.1923 sollte der Tag des 15jährigen Bestehens festlich begangen werden. In Anbetracht des Ernstes der Zeit mußte auf eine würdige Feier verzichtet werden. (Am 22.6.1923 hatte die Besatzungsmacht den verschärften Belagerungszustand angeordnet.)

Der Verein führte mit den Nachbarvereinen folgende Jubiläumsspiele aus:

3. M. Sportvereinigung Erle 19 - 3. M. Resse 08 / 3:2

Buer 07 (Ligareserve) - 2. M. Resse 08 / 2:4

1. Jugend Erle 08 - 1. Jugend Resse 08 / 0:1

Erle 08 (Gauliga) - 1. M. Resse 08 / 7:1

Die Platzeinnahmen legte der Verein an jedem Montag wertbeständig an. Er kaufte in Sportgeschäften Fußbälle und Sportkleidung. Als Treuhänder des Ballmaterials hegten und pflegten L. Büttel sen. und Fritz Brüggemann dieses kostbare Material. Die Pacht an Melchers wurde in Roggenwährung bezahlt. So überwand der Verein das Inflationsjahr, in dem am 1.1.1923 für die Mark 10000 Mark und am 5.11.1923 1 Billion Mark Papiergeld ausgegeben wurde!

In dieser Krisenzeit der wirtschaftlichen Not wurde das Häuflein der Mitglieder immer kleiner. Die Aussperrung der Arbeiter nach dem Abbruch des Ruhrkampfes führte zu einer katastrophalen Finanzlage des Vereins: geringe Beitragszahlungen, kleine Platzeinnahmen, größere Ausgaben für die Ausbesserung der mutwillig zerstörten Platzanlage, eine für unsere Verhältnisse viel zu hohe Pachtsumme. 1925 konnte der Verein vorübergehend den Niedergang durch Verlängerung des abgelaufenen Pachtvertrages um ein weiteres Jahr aufhalten.

20 jähriges Jubiläum 1928

Zu Ostern 1928 übergab die Stadtverwaltung Buer dem Verein die neuerrichtete Kampfbahn "Resser Mark" als Ostergabe und vorweg als schönstes Jubiläumsgeschenk. Der Verein erlebte in kurzer Zeit eine Aufwärtsentwicklung größten Ausmaßes. Die Mitgliederzahl schnellte rapide empor. Die sporthungrige Resser Jugend strömte in den Verein, um in frischer Luft Spiel und Sport zu betreiben. Der neue Vorstand setzte sich wie folgt zusammen. 1. Vors. Fritz Rönker, 2. Vors. G. Boschütz, Kassierer Eg. Capelle, Geschaftsführer Hr. Wieland, Fußballobmann Fr. Waldeck und Leichtathletikobmann B. Bußmann. Der VfL verfügte bald über sechs Fußballmannschaften, sechs Jugendmannschaften, eine Leichtathletik- und Tennisabteilung. Am 22. und 23. 9. 1928 fand aus Anlaß des 20jährigen Bestehens eine große Jubelfeier statt. Sie wurde am Samstag durch einen großen Fackelzug, unter Vorantritt der Feuerwehrkapelle und eines Trommlerkorps, eingeleitet. Traditionsgemäß schloß sich im neuen Vereinslokal Lanfer ein Festkommers für Mitglieder an.

Das Jubiläumsspiel bestritten am Sonntag die beiden Jubilare Erle 08 - Resse 08, das die Erler 3:1 gewannen.

Sonntagabend fand bei Wieland die eindrucksvolle Jubelfeier statt. - Die glanzvolle Aufwärtsentwicklung hält an. 1929 glückte der Aufstieg in die 2. Bezirksklasse. 1930 legte der langjährige 1. Vorsitzende Fritz Rönker aus besonderen Gründen sein Amt nieder. Als Gaufußballsachbearbeiter, danach als Gauobmann und Organisationsleiter der Stadtbannerwettkämpfe der Buerschen Schulen wurde er nebenberuflich stark in Anspruch genommen. Spielführer Fr. Nolting übernahm den Vorsitz

1931 erfolgte der Aufstieg in die1.Bezirksklasse.



Die Kriegsjahre

VfL 1933 im Silberkranz

Die Gleichschaltung der Vereine im Dritten Reich brachte im hiesigen Bezirk keine großen Umwälzungen. Die Vereine benannten ihre Vereinsführer, die bestätigt wurden. Sie bestimmten ihren Mitarbeiterstab. Bei den Herren Fahrsteiger Hesseln und seinem Stellvertreter Fritz Nolting lag 1933 die Vereinsführung in sachkundigen Händen. Der Verein spielte nach Umbenennung in der 1. Kreisklasse und errang im 25. Jubiläumsjahr den Buerschen Stadtmeistertitel. - Als Jubiläumsspiel stieg das Meisterschaftsspiel VfL Resse 08 - CfR Rotthausen 1 : 0.

Die traditionelle Jubelfeier beging der Verein im Kreise seiner Vereinsanhänger, Freunde und Gönner im Vereinslokal Lanfer.

In den nächsten Jahren trat in der Führung des Vereins und in den Mitarbeiterstäben öfter ein Wechsel ein. Fahrsteiger Hesseln wechselte aus beruflichen Gründen den Wohnsitz, sein Stellvertreter Fr. Nolting erhielt seine Einberufung zur Wehrmacht. 1934 bis 1937 übernahm Hr. Wieland den Posten des Vereinsführers, 1937/38 Heinrich Nienhaus, Hr. Wieland stellv. Vereinsführer.

1938 VfL Resse 08 / 30 Jahre alt

Bis zu diesem Zeitpunkt sicherte sich die 1. Mannschaft in jedem Jahr einen Platz in der Spitzengruppe der 1. Kreisklasse. Die Meisterschaft wurde nicht erreicht. Der Spielbetrieb verlief in normalen Bahnen. Am 4.9.1938 konnte der Verein das Fest seines 30jährigen Bestehens feiern. Ein auserlesenes Festprogramm brachte viele sportliche Veranstaltungen und abends eine gutbesuchte Jubelfeier im Saale Wieland.

Der Verein im Zweiten Weltkrieg von 1939 bis 1945

Bei Ausbruch des Krieges 1939 bis zur Aufgabe des Spielbetriebes 1944 infolge des starken Bombenkrieges führte Hr. Wieland wieder das verantwortungsvolle Amt des Vereinsführers.

In den ersten Kriegsjahren ließ sich der Spielbetrieb noch durchführen. Bei dem stetigen Wechsel der Mitarbeiter und der Spieler in den Mannschaften durch starke Beanspruchung der Kräfte auf Grund der Kriegslage konnte ein geregelter Spielverkehr fast nicht mehr durchgeführt werden.

1944 kam der Vereins- und Spielbetrieb zum Ruhen. -

Wiederbeginn noch dem Zusammenbruch 1945

Die bedingungslose Kapitulation am 8. Mai 1945 zog einen Schlußstrich unter einen militärischen und wirtschaftlichen Zusammenbruch, wie ihn das deutsche Volk im Verlaufe seiner langen, wechselvollen Geschichte noch nicht erlebt hatte. Hemmend und lähmend wirkte sich anfangs diese Erkenntnis auf allen Gebieten des Lebens aus. Einen Stillstand gab es trotzdem nicht. Das Leben ging weiter und stellte an alle Überlebenden seine Forderungen.

Mit dem Einrückeln der Besatzungstruppen wurden auf Anordnung der Militärregierung alle im "Reichsbund für Leibesübungen" zusammengefaßten Vereine aufgelöst.


Erst nach einiger Zeit erteilte sie Genehmigung zur Austragung von Freundschaftsspielen und zur Wiederaufnahme eines organisierten Turn- und Sportbetriebes. Als kaum einige Wochen noch dem Zusammenbruch 1945 vergangen waren, wurde in Resse die Spieltätigkeit wieder aufgenommen. Das Hauptspielfeld der Kampfbahn "Resser Mark" war nach den Bombenwürfen in diesem Gebiet intakt geblieben. Man spielte unter sich in zwei verschiedenen Gruppen. Der Versuch von gewissen Kreisen, in dieser Übergangszeit die Führung in der Resser Sportbewegung an sich zu reißen, scheiterte an dem Widerstand und den Gegenmaßnahmen der alten VfLer, die ihrem Verein die Treue hielten.

Jos. Nicodem ergriff die Initiative, um den VfL wieder zu neuem Leben zu erwecken. Mit ihm fanden sich gleichgesinnte frühere Vereinskameraden ein, die einen Arbeitsausschuß mit Jos. Nicodem als Vorsitzenden, Hr. Büttel als 2. Vorsitzenden, Hr. Malinowski als Geschäftsführer, Gerh. Grundkötter als Kassierer und 0. Malinowski als Schriftführer bildeten. Zur Austragung eines Spieles gegen Beckhausen 05 erwirkte Jos. Nicodem die Lizenz des engl. Kommandanten. Im Laufe der Zeit folgte die Wiederaufnahme eines geregelten Sportbetriebes im Verein und des Spielverkehrs mit früheren Vereinen des Westd. Spielverbandes durch den Abschluß von Freundschaftsspielen. Nachdem die Vorarbeiten für die Genehmigung des Vereins durch die Militärregierung und die Vorbereitung zur ersten Mitgliederversammlung beendet waren, fand diese am 25.8.1946 statt. Nach Genehmigung der Satzungen schritt man zur Vorstandswahl:

1.Vors.: Hr. Engelke, 2. Vors.: Hr. Schmidt; Geschäftsführer: E. Sokolowski;

außerdem: Br. Grütz, Hr. Büttel, Hz. Wieland, W. Rudnik und E. Sewtz.

Schon in kurzer Zeit gelang es, das Vereinsgefüge wieder in neuem Glanze erstehen zu lassen.

Im Herst 1946 begannen wieder die Meisterschaftsspiele. Resse 08 wurde der 1. Bezirksklasse, Gruppe Gelsenkirchen-Buer-Gladbeck, zugetellt. Der Verein verfügte nach der Rückkehr einiger Spieler aus dem Heer über eine spielstarke Mannschaft, die mit Ausnahme des Torwarts Erdmann aus der eigenen Jugend stammte. Nach Beendigung der Meisterschaft lag sie in der Spitzengruppe. In der Spielzeit 1947/48 gelang der große Wurf: Die Mannschaft holte in einem elanvollen Siegeszug die Meisterschaft der 1. Bezirksklasse.

1948 - 40jähriges Jubiläum und Aufstiegsfeier

Das schönste Jubiläumsgeschenk: 1. Mannschaft wurde Bezirksmeister 1947/48.

Aufstieg in die Westfälische Landesliga.

Aus der Meistermannschaft 1948/49 gingen so bekannte Namen wie H. Malinowski (Schalke 04), G. Wlotzka (Westf. Herne) und H. Büttel (Spvg. Erkenschwick) hervor. Trotz der wirtschaftlichen Misere dieser inflationistischen Zeit startete der Verein ein ausgezeichnetes sportliches Programm mit einer betonten Demonstration der eigenen Jugendarbeit durch Darbietung von Jugendwettspielen aller Mannschaften gegen die gleichen Jugendmannschaften auswärtiger Gäste. Aktive Seniorenmannschaften und Alte Herren trugen ebenfalls Spiele aus.

13.6.1948: Jubiläumsspiel: 1. M. VfL Resse 08 - 1. M. Erle 08 2 : 1

Am Sonntag, dem 20.6.1948, dem Tage der Währungsreform, fand unter Mitwirkung des Resser Männerchors (100 Sänger) und der Bergkapelle Ewald eine eindrucksvolle Jubiläums- und Aufstiegsfeier im vollbesetzten Saale Wieland statt, in der Hr. Kortmann, als neuer Vorsitzender, die enge Verbundenheit des Vereins mit der Bevölkerung von Resse als bedeutsamste Tatsache herausstellte.

Hr. Nienhaus gebührt besonderer Dank für die feinsinnige, Ausschmückung des Saales und die Gestaltung der Festfolge.


Die fünfziger Jahre

Vereinskrise 1949/1950 -Abgang vieler Spieler- Abstieg bis zur Kreisklasse

Der Spieler-Trainer A. Schmidt hatte durch ein scharfes Training die Schlagkraft der 1. Mannschaft noch gesteigert. Mit guten Aussichten ging die Mannschaft in die Meisterschaftsspiele 1948/49 der Westf. Landesliga Gr. 11. Das Unglaubliche schien Wirklichkeit zu werden: Erringung der Meisterschaft - Entscheidungsspiele mit Gr. I und III um den Aufstieg in die Oberliga.

Resse 08 führte kurz vor Beendigung der Serie die Gruppe an vor Herten 07/12 und Alemannia Gelsenkirchen. Im entscheidenden Stadium wurde die Meisterschaft am grünen Tisch entschieden. Resse wurde zweimal benachteiligt und verscherzte die Meisterschaft am Karfreitag 1949 durch den Spielverlust auf eigenem Platz gegen Recklinghausen 13. - Herten erhielt aus dem verlorenen Spiel gegen Union Gelsenkirchen zwei Punkte wegen unberechtigten Mitwirkens des Spielers Piotrowski. Nach Beendigung der Meisterschaftsspiele entstand eine interne, schwere Krise, die zum Rücktritt des gesamten Vorstandes führte. Sechs Spieler erklärten ihren Austritt und wurden Vertragsspieler.

Neuer 1. Vorsitzender. Ewald Müller, 2. Vorsitzender: Josef Nicodem. - Nach der Serie 1950/51 erfolgt der Abstieg aus der Westf. Landesliga in die 1. Bezirksklasse, Gruppe Gelsenkirchen.

1951 übernimmt Hz. Wieland den Posten des 1. Vorsitzenden.

Am Schluß der Serie 1951/52 steigt Resse 08 zur 1. Kreisklasse ab.

1952 führt Jos. Nicodem wieder den Vorsitz.

1953 1. Vorsitzender: F. Orlowski; 2. Vorsitzender: Jos. Nicodem.

1953 - 45 Jahre Resse 08

Aus Anlaß des 45jährigen Bestehens veranstaltete der Verein am Samstag, dem 15.8.1953, und Sonntag, dem 16.8.1953, ein großes Sport- und Heimatfest. Als Jubiläumsspiel stieg am Sonntag, dem 16. 8. 1953, als Auftakt,zur Meisterschaftssaison, das Spiel VfL Resse 08 - Erle 19. - Um 20 Uhr fand im Saale Wieland ein großer Festabend mit ausgezeichnetem Programm statt, der die VfLer mit ihren Gästen in Freundschaft und Geselligkeit vereinte und allen Teilnehmern ein unvergeßliches Erlebnis bescherte.

Glanzvoller Aufstieg: 1955/56 Meister der 1. Kreisklasse

1954 wählten die Mitglieder Hz. Wieland wieder zum 1. Vorsitzenden. In der Monatsversammlung gab er die Marschroute bekannt: Der Verein wird unter allen Umständen wieder zur Höhe geführt. Inzwischen war in der Resser Jugend ein guter Nachwuchs für die 1. Mannschaft herangereift. Man verpflichtete den früheren Spieler H. Schmidt als Trainer und entschloß sich zu einer gänzlich neuen Mannschaftsformation. Zu den beiden älteren Spielern Hr. Büttel und H. Thiel rückten neun junge Spieler auf. 1953/54 und 1954/55 führten noch nicht zum Erfolg. In der nächsten Serie 1955/56 holte sich die Mannschaft die Meisterschaft der 1. Kreisklasse und damit den Aufstieg in die Bezirksklasse.

1956/57 Meister der 1. Bezirksklasse - Im Jubiläumsjahr 1958

In der nächsten Meisterschaftsserie 1956/57 eilte die Mannschaft wieder von Sieg zu Sieg, erkämpfte sich die Meisterschaft der 1. Bezirksklasse und damit die Berechtigung zum Aufstieg in die Amateur-Landesliga. In dieser Gruppe spielte sie in der Serie 1957/58 mit wechselndem Erfolg und erreichte den 3. Platz.


1959

Das Sportheim auf der städtischen Sportanlage Resser Autobahn wurde dem VfL Resse 08 zur Verfügung gestellt. Die 1. Mannschafft war in die Landesliga aufgestiegen und Stürmer Manfred Suttka wurde mit 17 Treffern Torschützenkönig. Die Mannschaft mit Neumann, HelImann, Masuch, Büttel, Brosda, Staschik, Krajewski, Nischik, Bahlo, Klonnek, Brüggemann, Gringel, Suttka, Sbresny, Krajewski, D.Brune, U.Brune, Pisowotzki, Böttinger, Kleffmann, Breddde, Trainer: H. Stolzewski.

Vorstand: 1. Vorsitzender:Alf. Wittkamp, H. Meister,

Geschäftsführer: W. Abrahams, Kassierer H. Pisowotzki,

Schriftf.E. Schlösser, Jugendleiter: Albert Kramer,

Spielausschuß Artur Plewka, Fritz Kluger, J. Nikodem.

Endspiel um den Buerschen Wanderpokal Erle 08:Resse 08 1:0


1960

Höhepunkt in unserer Vereinsgeschichte, der Aufstieg in die Verbandsliga (höchste Amateurklasse des Fußballs). Als Meister der Landesliga 3 erhielt Resse 08 den Fairneßpreis. Bei der DFB Pokalrunde war die VfL Mannschaft unter den letzten acht Amateurvereinen von NRW.

1.Vors. Alfons Wittkamp, H. Meister, Geschäftsführer Abrahams, Schriftführer F. W. Pierenkemper,Jugendleiter A. Kramer, Kassierer Pisowotzki, Spielausschuß A. Piewka, Thiel, Ziemek.

Neun von elf Spielern des frischgebackenen Landesligameister Resse 08 sind Bergleute. Die neben dem SV Sodingen, der sogenannten "Knappenelf" weithin bekannte 2. "Kumpelelf" steigt nunmehr in die Verbandsliga auf und ist die beste Amateurfußballmannschaft der 390000 Einwohner zählenden Industriestadt Gelsenkirchen.

Diese Sätze schrieb die Fußballzeitschrift "Der Fußballsport" in Köln unter das abgedruckte Mannschaftsbild.

1961

Zum neuen Übungsleiter des VfL wurde Helmut Malinowski bestimmt. Er war aktiver Spieler bei Schalke 04, Rot Weiß Essen, STV Horst und Spvg.Herten. In einigen Spielen wirkte er noch mit, gegen Sportfr. Siegen 2:2, Hombruch-09 Resse 08 2:3, Resse 08 SC Dahlhausen 1:0, Resse 08 Union Günnigfeld 3:2.

Vorstand: 1. Vors. Dr. Wilhelm Brune, 2. H. Meister, Geschäftsf. Wieland, Kassierer H. Pisowotzki, Spielausschuß: Zygmanowski, Adelmann, Erdmann, Jugendleiter Albert Kramer.

1962

Der alte Vorstand wurde neu im Amt bestätigt. Neuer Jugendleiter Paul Sokol Spielausschuß: Artur Plewka, Erdmann u. Otto Kitza.

Die Krise auf der Zeche hatte auch der Verein zu spüren bekommen, besonders die Spieler der 1.Mannschaft, die fast alle dort einen Job hatten.


Die sechziger Jahre

55 JAHRE VFL RESSE 08

1963

Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga wurde Helmut Senkowski als neuer Trainer verpflichtet. Der Vorstand: 1.Vorsitzender Albert Kramer, 2. Vors. Helmut Meister, Geschäftsführer Jürgen Hitz,

Kassierer Heinz Pisowotzki, Schriftf. Fritz Erdmann, Sozialwart waren Willi Drücks, Heinz Wietler, Jugendleiter Fritz Kluger, Spielausschuß Suttka, Wember. Der Sportsfreund Hitz konnte durch Wohnungswechsel die Geschäfte nicht wahrnehmen und Wember erledigte den Schriftverkehr und Heinz Suttka das Sportliche.

1964

Der Vorstand setzte sich zusammen. 1. Vors. Günter Schata, 2. Vors. Helmut Meister, Geschäftsf. Erich Wember, Kassierer Heinz Pisowotzki, Schriftf. Heinz Suttka, Spielausschuß H. Büttel, Fr.Erdmann, Art. Plewka, Jugendleiter Albert Kramer, Kluger, Schwarz, F. Sokoll

1965

Nach 2 schweren Jahren da sich die Verantwortlichen von unserer Zeche Ewald zurückgezogen haben und keiner bereit war das sinkende Schiff zu übernehmen, fanden sich Männer, die Verantwortung übernahmen und formten eine Mannschaft, die in der Landesliga gut mithielt.

Die Spieler der 1. Mannschaft waren Sukowski, Brosda, S. Kramer, Butterweg, Staschik, Wittkamp mit 7 Spielen, Brüggemann, Zapatka, Pisowotzki (mit 19 Treffern bester Schütze) Suttka, Neufeld, Hodaki, Wiegand, D. Kramer, D. Bartel.

Der Vorstand setzte sich zusammen. 1.Vors. Günter Schata, 2. H. Suttka, 1.Gesch. Erich Wember, Kassierer H. Pisowotzki, Schriftf. Dr. W. Brune.

1966 und 1967

Der alte Vorstand im Amt bestätigt.

Die 1. Mannschaft mit Lücke, Wiegand, D. Kramer, S. Kramer, Staschik, Brosda, Pisowotzki, (14 Treffer), Suttka (16Treffer) Bartel, Zapatka, Hodaki, Ostermann, Brüggemann, Graneis, Sbresny, Zysk, Walter in 7 Spielen 8 Tore und Torwart Mrohs.

Mit VfL Bochum Am. mußten wir ein Ausscheidungsspiel um den Klassenverbleib machen, was unsere Mannschaft in Wanne vor 1000 Zuschauern mit 3:2 für sich entscheiden konnte. Die Tore schossen Pisowotzki 2 und Graneis erzielte in den letzten Minuten den Siegestreffer.


1967

In der neuen Spielzeit 1967/68 kamen wir in die Gruppe mit Pr. Münster, Greven 09, Ahaus, Borghorst und Lengerich und hatten es in der 1. Serie sehr schwer und mußten in diesem Jahr in die Bezirksliga 12 absteigen. Wir hatten eine starke Mannschaft, die mit allen mithalten konnte, aber wir hatten kein Glück. Es gingen Spiele verloren, man mußte verzweifeln.

Die Mannschaft mit Lücke, Wiegand, Zapatka, Brüggemann, Hodaki, S. Kramer, D. Kramer, Pisowotzki mit 12 Treffern, Suttka, Ostermann, Graneis mit 6 Treffern, Krzykowski mit 5 Treffern, Schafrinski, Sbresny, Lissek, Stoll, Kunigk.

1968

Im März wurde in der Generalversammlung der Vorstand gewählt.

1.Vors. Schata, 2. Vors. Dr. Wilh. Brune, Geschäftsf. Wember, 1.Kassierer Pisowotzki, Schriftf. Hechler. Nach dem Abstieg legten die Mitglieder Dr. Brune, Schata und Hechler ihr Amt nieder und wir mußten am 26. Mai 1968 eine neue Wahl beantragen und folgender Vorstand wurde gewählt:

1. Vors. Richter, 2. Vors. Büttel, Geschäftsf. Schulz, Kassierer Pisowotzki, Schriftf. Matheusek, im Spielausschuß Artur Plewka, E. Wember.

Der neue Vorstand übernahm 6 Tausend Mark, die festgelegt waren, und 2 Tausend Mark in bar von dem Verkauf vom Jürgen Rynio an Eintr. Gelsenkirchen. 1968 wurden Sobyrei, Lubanski, Wittkamp und Neufeld verkauft, es war viel Geld in der Kasse und 1969/70 wurde vom Sportsfreund Wember ein Mißtrauensantrag gestellt, da nach 1 1/2 Jahren die Kasse fast leer war.

1970 wurde ein neuer Vorstand gewählt: 1. Vors, Willi Klare, 2. Vors. Büttel, Geschäftsf. Wember, Kassierer Paul Sczesny, Schriftf. Brune.

1971 hatte sich der Vorstand nicht geändert. 1970 hatte der Verein bis 1972 wieder 2 schwere Jahre zu überstehen. Kein Geld, Spieler, die für viel Geld geholt wurden, verließen den Verein und unsere treuen VfL Spieler stellten sich wieder zur Verfügung.

1971/72 spielten wir in der 1. Kreisklasse mit folgenden Spielern:

Kevenhörster, Wiegand,Stoll, Büttel, Suttka, Pisowotzki, Peters, Schafrinski, Jeromin, Jatzkewitz, Schoblocher, Winkler, Lange, Juszak. Schoblocher mit 16 Treffern, Pisowotzki 14, Jatzkewitz 10 und Schafrinski 8 Treffer.

Noch zu erwähnen wäre, 1969 gründeten wir eine Damenfußballmannschaft unter der Leitung von Albert Kramer und Erich Wember. Am Freitag, dem 31. Juli 1970 war Premiere gegen Arm. Hassel mi t : Gerda Juszak, Doris Modereker, Doris Kramer, Inge Wiegand, Iren Grytzka, Angelika Duleba, Marion Schwarz, Ute Tragowski, Kramer II, Dagmar Gritzan, Brigitte Recktenwald, Doris und Sonja Kryzikowski, Irene Kiesewetter, Inge Brüggemann. Die Resser verloren mit 3:0 Toren vor 1200 Zuschauern. 1970 bei den ersten Spielen war die Damenfußballmannschaft von Resse 08 schon sehr bekannt. Es folgten viele Siege, gegen Bottrop 5:4, gegen Datteln 6:1, gegen Marl 0:0, gegen Leusberg 1:0, gegen Arm. Hassel 2:0, gegen Resser Mark 0:0, Es spielten: Jagielski, Moderecker, Juszak, Leyk, Seewald, Langher, Molenkamp, Duleba, Wahl, Kowalzik, Kramer, Manske, Duleba mit 6 Treffern und Lobert mit 5 Treffern. 1970 wurde Erich Wember zum Staffelleiter gewählt und war lange Zeit für die Damenfußballmannschaft im Kreise verentwortlich.

Die siebziger Jahre bis zum 75 Jährigen Jubiläum

1972

Für langjährige Verdienste wurde Heinrich Wieland zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Der Vorstand mit Günter Giesler, Fred Pidun, Erich Wember, Paul Sczesny, Dr. Brune, Rita Wahl, Bernhard Frerix waren bis 1977 tätig.

1973 waren wir mit Westf - Gelsenkirchen 04 punktegleich an der Spitze und mußten ein Ausscheidungsspiel in Buer machen, was wir in der letzten Minute mit 1:0 verloren haben.

Im Jahre 1973 verloren wir unseren Ehrenvorsitzenden H. Wieland und Dr. Brune hatte uns verlassen. Es war ein schwerer Verlust für unseren Verein, sie hatten an die 16 Jahre Vereinsarbeit geleistet und haben dem VfL bis zum Schluß echte Treue bewahrt. Johann Nikodem wurde Ehrenvorsitzender.

1974 kamen wir in die Gruppe mit Buerschen und Gladbecker Vereinen. Wir hatten in diesem Jahr eine gute Truppe mit Kaminski, Wiegand, Kramer, Krzykowski mit 12 Treffern, Lehmkuhl, Winkler mit 14 Treffern, Barek, Jeromin mit 13 Treffern, Schafrinski mit 7 Treffern, Wendisch mit 14 Treffern, Jatzkewitz mit 10 Treffern, Röver, Udo Schwarz, Wengler.

In diesem Jahr hatten wir einen Höhepunkt in unserer Vereinsgeschichte. Die 1.Mannschaft spielte am Mittwochabend vor 2000 Zuschauer gegen Schalke 04, die mit folgender Mannschaft auflief:

Nigbur, Huhse, Sobierey, Bruns, Fichtel, Krauthausen, Budde, Thiele, Fischer, Scheer, Bongartz, Erwin Kremers, van den Berg, Schellhase.

Mit 5:0 ging es verloren. Wir hatten noch einen Bundesligisten zu Gast und zwar den Meidericher SV, die mit den Nationalspielern Krämer und Manglitz antraten. Ihr Trainer war Hermann Eppenhof, es ging 5:5 aus, bester Spieler war unser Mittelstürmer Werner Pisowotzki, der uns mit 3:1 in Führung brachte. Den wollten die Meidericher gleich mitnehmen, aber leider war der Werner schon an die 30 Jahre.

Von 1978 bis zum 30.10.1979 war 1. Vors. Helmut Eising, Heinz Fratzke, Geschäftsf . Gessenhardt, Paul Sczesny, L. Frerix; vom 30.10.1979 bis zum 17.12.1980 war 1. Vors. Erich Wember, Heinz Fratzke, Biennek, Paul Sczesny und ab März 1980 wurde Horst Schmitz Hauptkassierer, Schriftführerin Monika Kruppa.

Am 17.12.1980 mußte durch eine Krankheit der 1.Vors. Erich Wember seinen Posten zur Verfügung stellen. Er wurde zum Ehrenvorsitzenden gewählt. 1. Vors. wurde Alfred Kaltofen, Hermann Schwarz, Geschäftsf . Horst Schmitz, Kassierer Ede Borris, Schriftf. Brigitte Schmitz. Der Vorstand war mit einigen Veränderungen bis 1982 tätig. Für Gessenhardt kam Dieter Lipteinik (Fliege) und Götz Wolf für Biennek.


1982 schaffte unsere Mannschaft nach 10 Jahren den Aufstieg in die Bezirksliga. Es war ein großer Verdienst unseres 1.Vorsitzenden Alfred Kaltofen, der leider in der Generalversammlung im Januar 1983 an Herzversagen starb. Im März 1983 wurde die neue Generalversammlung einberufen und der neue Vorstand mit Fritz Kluger wurde gewählt. Das ist der Vorstand, der im Jubiläumsjahr fungiert: Ehrenvorsitzender Erich Wember, der in diesem Jahr ununterbrochen 20 Jahre Vorstandsarbeit geleistet hat, 1. Vors. Fritz Kluger, langjähriger Jugendleiter und Betreuer der Alten Herren, 2.Vors. Heinz Fratzke, 1.Geschäftsf . Franz Gritzka, 2. Geschäftsf. Peter Schmitt, 1. Kassierer Horst Schmitz, 2. Kassierer Ede Borris, Schriftf. Brigitte Schmitz. In den letzten 20 Jahren fungierten als Jugendleiter Albert Kramer, Fritz Kluger, H. Büttel, Helmut Karl, Patz, Horst Schmitz, Gessenhardt, Kruppa, Karl Heinz Gerhard und Blasei. Im Spielausschuß waren über 10 Jahre Artur Plewka, Fritz Erdmann und Heinz Suttka. Zu erwähnen sind noch die Zeugwarte mit Paul Sczesny, Herbert Fratzke, Ede Borris und auch den Hauskassierer Paul Güds und die vielen Frauen und Männer, die im Stillen ihre Arbeit für den Verein geleistet haben.

Ein besonderes Lob gebührt den Betreuern und Spielern der unteren Mannschaften. Die 2. hat einen sehr guten Platz in der II. Kreisklasse und die Alte Herren halten sich noch jede Woche mit einem Spiel fit. Die Jugendabteilung hat 11 Mannschaften am spielen, die Schüler in der Bezirksliga und die B1 Jugend in der Landesliga. Von den Achtjährigen bis zur A1 Jugend sind alle Mannschaften in der Spitzengruppe zu finden. Einen großen Dank an alle Betreuer, wie Jugendleiter Blasey und K. H. Gerhard. Einen großen Dank gilt unseren Schiedsrichtern Wolf, Götz und Wilfried Gehrmann, der über 20 Jahre in unserem Verein tätig ist.

75 Jahre VfL Resse 08

Vom 1. bis 7. August 1983 feierte der Verein sein Jubiläum. Es begann mit einer Jubilarehrung und es folgte jede Menge Fußball. Die 1.Mannschaft spielte gegen Schalke 04. Im Laufe der Woche fanden verschiedene Turniere statt. Zum Abschluß gab es die große Siegerehrung und eine Riesen-Sportlerparty.

Hier das Schlußwort aus der Festschrift 75 Jahre VFL Resse 08 :

Zu dem bevorstehenden Jubiläum überreichen wir unseren Mitgliedern und Gönnern sowie den Vereinen, mit denen uns sportfreundschaftliche Beziehungen verbinden, diese Festschrift. Wenn Sie in der Wiedergabe der Geschehnisse Lücken aufweist, geben wir zu Bedenken, daß es im Rahmen dieser Festschrift unmöglich ist, alle Begebenheiten aus acht Jahrzehnten festzuhalten und zu bringen. Es möge sich niemand zurückgesetzt fühlen, wenn sein Name nicht erscheint; irgendwo und irgendwie war er beim Ablauf der geschichtlichen Epoche dieses Vereinslebens dabei. Möge die Festschrift ihren Zweck erfüllen und die Verbundenheit der Vereinsmitglieder und Vereinsanhänger mit dem VfL Resse 08 noch mehr als bisher vertiefen und festigen.

Mit Recht können wir stolz sein auf dieses geschaffene Werk. Wir werden das übernommene Erbe bewahren und wenn der Zeitpunkt gekommen ist, vertrauensvoll in die Hände unserer Nachfolger legen, die es in dem Geiste der Gründer treu verwalten und mehren.

Der Vorstand des Vereins für Leibesübungen Resse 08 e.V. / im August 1983

1983 bis zum 100 Jährigen Jubiläum

In den Jahren nach dem Jubiläum 1983 brachen für den VfL Resse 08 schwere Zeiten an. Durch Misswirtschaft war das Geld knapp und der Verein konnte sich nicht in der Bezirksliga halten. In den 1990er Jahren musste sogar die Jugendabteilung geschlossen werden. Viele alte Resser, die dem Verein bis dahin die Treue gehalten hatten, verließen den VfL.


Im Jahr 1999 stieg die erste Mannschaft sogar bis in die Kreisliga C ab, dies machte die Arbeit für den Vorstand natürlich nicht einfacher. Glücklicherweise gelang im Folgejahr der Aufstieg in die Kreisliga B, dort sollte sich der Verein auch in den folgenden Jahren etablieren.


Bei der Mitgliederversammlung im März 2005 trat der langjährige Vorstand komplett zurück und es mussten neue Wahlen stattfinden.

Als neuer Vorstand wurde mit Otto Ogrczall (1. Vorsitzender), Jürgen Gasch (2. Vorsitzender), Dirk Klemm (1. Geschäftsführer), Kirsten Gasch (1. Kassiererin), Dennis Bittermann (2. Kassierer), Daniel Laßek (1. Schriftführer) und Marius Luka (2. Schriftführer) gewählt. Nach wenigen Wochen Amtszeit, trat allerdings der 1. Vorsitzende Otto Ogrczall aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurück, Wolfgang Graeger trat seine Nachfolge an.

Es kam auch gleich viel Arbeit auf das neue Gespann zu, es musste eine neue Mannschaft inklusive Trainer aufgebaut werden. Zur Saison 2005/ 06 übernahmen schließlich Andreas Albersmann und Christian Stackelbeck das Traineramt beim VfL.

In der 1. Mannschaft spielten: Tor: Bittermann, Schirbaum - Abwehr: Bräuer, Djurdjevic, Heußner, Kreuzenbeck, Luka, Wurzeler - Mittelfeld: Bathelt, Blanaru, Demps, Gräwer, Pollok, G. Schulz, Stackelbeck, M. Wagner, Gerlach - Sturm: Kasperek, Isenovic, Rudnik, Albersmann.


Leider brach das Team um Spielertrainer Albersmann 2006 schon wieder auseinander, dreizehn Spieler verließen den Verein oder beendeten ihre aktive Laufbahn. Co-Trainer Christian Stackelbeck versuchte aus der jungen zweiten Mannschaft ein neues Team zu formen, doch bereits nach dem fünften Spieltag und der fünften Niederlage in Serie stellte er sein Amt wieder zur Verfügung. Cetin Firat übernahm den Trainerjob, konnte aber auch nicht verhindern, dass der VfL als Tabellenletzter der Kreisliga B2 Gelsenkirchen in die Winterpause gehen musste.


Das Jahr 2007 war mit eines der schwierigsten in der langen Vereinsgeschichte des VfL Resse 08. Sportlich drohte uns der Abstieg in die Kreisliga C, erst ein Relegationsspiel gegen Bor. Scholven entschied über den Ligaverbleib. Im Spiel, auf der Sportanlage an der Braukämperstraße in Beckhausen, stand es nach 120 Minuten 1-1 (Cetin Firat traf in der 32. Minute zur Resser Führung). Durch ein 3-2 nach Elfmeterschießen konnten wir schließlich die Klasse halten. Zum Helden des Spiels wurde Dennis Bittermann, der mit drei gehaltenen Elfmetern einen großen Teil zum Klassenerhalt beigetragen hat.

Im Relegationsspiel spielte der VfL in folgender Besetzung: D. Bittermann - U. Wojciechowski - J. Gasch, C. Twiehaus - D. Bartelt (94. F. Kasperek), S. Blanaru, C. Firat, D. Pollok, S. Schünemann (46. M. Luka) - M. Gerlach (70. D. Gutorski), R. Heitkamp.

Im Juli übernahm Marc Lamberty das Traineramt von Cetin Firat, der aus familiären Gründen das Amt zur Verfügung stellte. Mit dem neuen Trainer kamen gleichzeitig 12 neue Spieler in dem Emscherbruch.

Neben dem sportlichen Drama kam es fast zur Auflösung des Vereins, erst in der dritten Mitgliederversammlung wurde ein neuer Vorstand mit dem 1.Vorsitzenden Jürgen Gasch, 2. Vorsitzenden Andreas Schallkamp, 1. Geschäftsführer Dirk Klemm, 2. Geschäftsführer Klaus-Peter Sikorski, 1. Kassierer Wolfgang Graeger, 1. Schriftführerin Kirsten Gasch und der 2. Schriftführerin Klaudia Cichecki gefunden.

Nach über zehn Jahren gelang es dem Vorstand im Sommer wieder eine Jugend zu gründen, leider musste dieses Projekt schon im Laufe der Rückrunde wieder eingestellt werden.


Im Jubiläumsjahr 2008 verpasste die Lamberty-Truppe den Aufstieg in die Kreisliga A nur knapp. Nach einer durchwachsenen Hinrunde, fand sich die neu formierte Mannschaft im Laufe der Saison. In der Rückrunde blieb man bis zum letzten Spieltag ungeschlagen, verlor jedoch das entscheidende Spiel am 1. Juni 2008 beim SSV/ FCA Rotthausen II mit 1-0 und musste als Tabellendritter in der Kreisliga B bleiben.

In der 1. Mannschaft spielten: Tor: Bittermann, Kral - Abwehr: Arning, Schwendtner, Luka, Krämer, Twiehaus - Mittelfeld: Kläsener, Schulz, Cwiek, Stais, O. Baier, Pfingsten, Ritzenhoff, Krause - Sturm: M. Baier, Kasperek, Morbach, Wicher.


100 Jahre VfL Resse 08


Anlässlich des 100jährigen Bestehens des VfL Resse 08 veranstaltete man vom 25. - 27. Juli 2008 ein Jubiläumswochenende. Am Freitag gab es ein Spiel der Altliga Mannschaft gegen ein Team aus ehemaligen Resser Spielern:

VfL Resse 08 „Altliga“ – VfL Resse 08 „All-Stars“ 3-8

Altliga

All-Stars

Nr.

Name

Nr.

Name

1

Oliver Gerlitz

1

Mark Lamberty

2

Jürgen Gasch

2

-

3

Andreas Staschik

3

Markus Gryczka

4

Oliver Hofmann

4

Willi Gralki

5

Andre Schulz

5

-

6

Detlef Gutorski

6

Marko Zdun

7

Hans-Ulrich Rensing

7

Andreas Dohm

8

Karsten Borowski

8

-

9

Frank Kasperek

9

Andreas Morbach

10

Stefan von Essen

10

Danny Langhans

11

Wolfgang Bittermann

11

Olaf Skok

12

Herbert Scherer

12

Heiko Schipper

13

Winfried Dombrowski

13

Frank Gutorski

14

Manfred Rölke

14

-

15

Peter Olschewski

15

Uwe Wagner



Anschließend stieg am Abend im Festzelt auf dem kleinen Ascheplatz eine Oldie-Night.

Am Samstag und Sonntag fand das große Jubiläumsturnier statt, neben unserem VfL Resse 08 traten auch die DJK Teutonia Schalke-Nord, der SV Horst 08, der FV Viktoria Resse 75, die Spvgg Erle 19 und die Spvgg Middelich/ Resse an. Viktoria Resse ging aus dem Endspiel gegen Teutonia Schalke als Turniersieger hervor.


Hier das Vorwort aus der Festschrift 100 Jahre VFL Resse 08:


Nun ist es soweit: der Verein für Leibesübungen Resse 08 e.V. feiert sein 100jähriges Bestehen.

Die Jubiläumsfeier ist eine große Herausforderung für uns.

Der VfL hat seine besten Jahre lange hinter sich und sportlich und finanziell sind schwere Zeiten angebrochen.


Aber ich sehe dieses Fest als Chance. Als Chance, eine langjährige Fußballtradition aufrecht zu erhalten und den VfL Resse 08 vielleicht irgendwann einmal wieder zu dem zu machen, was er einst war. Bis dahin müssen aber noch viele Hürden überwunden werden. Und hierfür ist so ein Fest das beste Mittel, um im Kreis der Gemeinschaft zusammenzukommen und sich auszutauschen.


Abschließend möchte ich mich im Namen des gesamten Vorstands bei denen bedanken, die zu uns gehalten und uns auf unserem nicht immer leichten Weg begleitet haben und auch immer noch begleiten. Besonders bedanken möchten wir uns bei Dieter Kramer, Manfred Rölke, Thomas Pesch und Helmut Wayszczak, der guten Seele unseres Vereins.


Allen Mitgliedern, Einwohnern und Gästen wünsche ich ein frohes und unvergesslich Wochenende.


In diesem Sinne: man sieht sich auf dem Sportplatz in Resse.


Jürgen Gasch (1. Vorsitzender)


Im weiteren Verlauf des Jubiläumsjahres 2008 bot die Mannschaft von Trainer Mark Lamberty weiterhin sehr ordentliche Leistungen und schloss die Hinrunde mit 30 Punkten auf Platz drei der Kreisliga B2 ab. In der Winterpause kamen dann aber einige außersportliche Dinge ans Tageslicht, die dem Vorstand keine andere Wahl ließen, als sich von Trainer Lamberty zu trennen. Für die anstehende Rückrunde übernahm der ehemalige Resser Spieler Dirk Barthelt, unterstütz von Frank Kasperek und Andre Schulz, die sportliche Leitung der ersten Mannschaft.


Auf der Mitgliederversammlung im Februar 2009 trat der alte Vorstand nicht zur Wiederwahl an, es musste also ein neuer Vorstand gefunden und gewählt werden. Als neuer Vorstand wurden Frank Kasperek (1. Vorsitzender), Wolfgang Graeger (2. Vorsitzender), Markus Kläsener (Ehrenvorsitzender), Matthias Gessenhardt (1. Geschäftsführer), Dirk Klemm (2. Geschäftsführer), Andre Schulz (1. Kassierer), Frank Pliska (2. Kassierer), Kristian Hawig (1. Schriftführer), Martin Schultz (2. Schriftführer), Manfred Rölke (1. Platzkassierer) und Dieter Kramer (2. Platzkassierer) in einer Blockwahl einstimmig gewählt.


Durch einige unnötig verschenkte Punkte im Laufe der Rückrunde wurde die Saison erneut nur auf dem dritten Platz der Kreisliga B2 GE abgeschlossen. Die 60 geholten Punkte reichten nicht zum Aufstieg in die Kreisliga A.

In der ersten Mannschaft spielten: Tor: D. Bittermann - Abwehr: C. Arning, S. Grätsch, P. Gunia, P. Gorz, S. Rudnik, J. Schwendner, C. Wicher - Mittelfeld: O. Baier, S. Cwiek, D. Kabus, C. Leyk, A. Schulz, M. Stais, F. Ziegler - Angriff: M. Baier, M. Lange, M. Tomic, D. Wicher.

Unsere zweite Mannschaft um Spielertrainer Jürgen Gasch und Kapitän Marcel Heußner, spielte in der Kreisliga C3 eine gute Runde und landete am Ende mit 46 Punkten auf dem siebten Rang.

Die besten Torschützen waren Mirko Tomic (I.) mit 20 und Andreas Morbach (II.) mit 22 Toren.


Am Sonntag den 28.06.2009 startet der VfL Resse 08, erstmals unter der Leitung der neuen Trainer Jürgen Zabinski (erste Mannschaft) und Christian Leyk (zweite Mannschaft), in die Vorbereitung auf die Saison 2009/ 2010...



Chronik

Man schrieb das Jahr 1908. Durch die Initiative des Fußballpioniers Hubert Schoppmann fanden sich im Frühjahr des Jahres in der jetzigen Wirtschaft Wess Fußballsportbegeisterte im Alter von 15 bis 18 Jahren mit kleinem Einkommen ein, denen er die Gründung eines Sportvereins vorschlug. Nach einigen weiteren Zusammenkünften, wo man sich mit der "Materie' eingehend befaßt hatte, fand die endgültige Gründungsversammlung im Juni 1908 im Klubzimmer der Gaststätte "Germania' beim Wirt Heinrich Schlüter, Ecke Middelicher Straße und Eichenstraße statt. Sie beriefen Hubert Schoppmann zum 1.Vorsitzenden, Willi Mai zum Schriftführer, Johann Wiedemeyer zum Kassierer und gaben dem Sportverein den Namen "Fußballklub Germania 1908", benannt nach dem Vereinslokal. Als Sportbekleidung wurde eine schwarze Hose und rotes Trikot mit weißem Kragen und weißen Armelaufschlägen gewählt. Mit Aufnahme der Vereinstätigkeit und des Spielbetriebes stellten sich die ersten Schwierigkeiten ein. Nach Einreichung des Antrages um Aufnahme in den Westdeutschen Spielverband erhielt der Verein zunächst Spielerlaubnis. Einige Wochen später erfolgte die Ablehnung des Aufnahmeantrages, weil die Bedürfnisfrage für einen dritten Verein neben Erler SV 08 und SSV Buer 07/28 verneint wurde; dem Resser Verein wurde der Anschluß mit SSV Buer 07/28 empfohlen! Diese Ablehnung war bei der weiten Entfernung der in sich abgeschlossenen und selbständigen Gemeinden nicht zu verstehen. Ein zweiter Aufnahmeantrag mit einer Gebietskarte von Buer und einer Richtigstellung der tatsächlichen Verhältnisse hatte Erfolg. Die Aufnahmeurkunde tragt das Datum des 5. 8. 1908. Wie überall war die Beschaffung eines geeigneten Sportplatzes in Resse mit größten Schwierigkeiten verbunden. Nicht weniger als achtmal verlor der Resser Sportverein in den ersten 20 Jahren nach der Gründung seinen Platz bzw. mußte ihn wieder für besondere Zwecke hergeben. Das Fußballtraining begann auf Wiesen zwischen der Ahornstraße und der Lärchenstraße. Vorübergehend pachtete der Verein die Weide bei Lindgens Kreuz. Der Vorstand beschloß die Schaffung eines eigenen Sportplatzes. Der Verein pachtete vom Landwirt Ressemann ein Gelände zwischen der heutigen Luisenstraße und Waterloostraße. im Frühiahr 1913 verlor der Verein seinen Sportplatz an der Waterloostraße für den Ausbau der Straße und für die Errichtung einer Kolonie. Die Stadtverwaltung Buer verpachtete dem Verein ein früheres Kleingartengelände neben der Schule Middelicher Straße, Oemkenstraße und Fichtenstraße. 1916 vergab die Stadt den Sportplatz wegen der Ernährungsschwierigkeiten den Kleingärtnern. Unter Führung von Adam Wysk und Karl Burbulla wurde im Frühiahr 1919 der Spielbetrieb auf Beckmanns Weide an der Eichenstraße aufgenommen(bis Frühjahr 1920). Am 27.6.1920 wurde auf dem Verbandstag in Dortmund die Neueinteilung des Westd. Spielverbandes in fünf Gaue angenommen. Buer und seine Nachbarstädte gehörten zum Ruhrgau. Auf dem Gautag in Essen, am 11.7.1920, erfolgte die Einteilung in drei Kreise. Buer kommt zum Kreis Niederrhein und erhält einen selbständigen Bezirk Buer-Dorsten. Erle 08 wird der Gauliga, Buer 07 der Kreisliga und alle übrigen Vereine der Stadt der A-Klasse zugeteilt. Beginn der Meisterschaftsspiele 12.9.1920. Die Mitgliederzahl erhöhte sich auf 217. Der Bezirks-Ausschuß genehmigte die vorgeschlagene Namensänderung des Vereins "Spiel und Sport Resse 08" in "Verein für Leibesübungen Resse 08". Als Vereinsfarben wurden schwarz-weiß gewählt. Die 1. Mannschaft spielte in den Jahren ihrer Zugehörigkeit zur A-Klasse von 1920 bis 1927 mit wechselndem Erfolg. Zu Ostern 1928 übergab die Stadtverwaltung Buer dem Verein den neuen Sportplatz Resser Mark. Der Verein erlebte in kurzer Zeit eine Aufwärtsentwicklung größten Ausmaßes. Die Mitgliederzahl schnellte rapide empor. Der VfL verfügte bald über sechs Fußballmannschaften, sechs Jugendmannschaften, eine Leichtathletik- und Tennisabteilung. Am 4.9.1938 konnte der Verein das Fest seines 30jährigen Bestehens feiern.

In den ersten Kriegsjahren ließ sich der Spielbetrieb noch durchführen. Bei dem stetigen Wechsel der Mitarbeiter und der Spieler durch starke Beanspruchung auf Grund der Kriegslage konnte ein geregelter Spielverkehr fast nicht mehr durchgeführt werden. 1944 kam der Vereins- und Spielbetrieb zum Ruhen. Mit dem Einrückeln der Besatzungstruppen 1945 wurden auf Anordnung der Militärregierung alle im "Reichsbund für Leibesübungen" zusammengefaßten Vereine aufgelöst. Nachdem die Vorarbeiten für die Genehmigung des Vereins durch die Militärregierung und die Vorbereitung zur ersten Mitgliederversammlung beendet waren, fand diese am 25.8.1946 statt. Im Herst 1946 begannen wieder die Meisterschaftsspiele und Resse 08 wurde der 1. Bezirksklasse, Gruppe Gelsenkirchen-Buer-Gladbeck, zugetellt.In der Spielzeit 1947/48 holte Resse 08 die Meisterschaft der 1. Bezirksklasse und stieg damit in die Westfälische Landesliga auf. 1951/52 steigt Resse 08 in die 1. Kreisklasse ab. 1955/56 holte die Mannschaft die Meisterschaft der 1. Kreisklasse und damit den Aufstieg in die Bezirksklasse.1956/57 erkämpfte man sich die Meisterschaft der 1. Bezirksklasse und stiegen in die Amateur-Landesliga auf. In dieser Gruppe spielte sie in der Serie 1957/58 mit wechselndem Erfolg und erreichte den 3. Platz. 1960 gelang der Aufstieg in die Verbandsliga. 1963 erfolgte der Abstieg aus der Verbandsliga. 1982 Aufstieg in die Bezirksliga. 1983 feierte der Verein sein 75jähriges Jubiläum. In den Jahren nach 1983 brachen für den VfL Resse 08 schwere Zeiten an. Durch Misswirtschaft war das Geld knapp und der Verein konnte sich nicht in der Bezirksliga halten. In den 1990er Jahren musste sogar die Jugendabteilung geschlossen werden. 1999 stieg die erste Mannschaft bis in die Kreisliga C ab. 2000 Aufstieg in die Kreisliga B. 2006 Abstieg in die Kreisliga B2. 2007 war mit eines der schwierigsten in der langen Vereinsgeschichte des VfL Resse 08. Sportlich drohte der Abstieg in die Kreisliga C, erst ein Relegationsspiel gegen die DJK SG Borussia Scholven 1928 entschied über den Ligaverbleib.

2008 feierte der Verein 100jähriges Bestehen.

Quelle

Homepage des Vereins - Die Chronik stammt von Detlev Kallmeier-Kirsten Gasch-Kristian Hawig und Dirk Klemm

Weblinks

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